Renogy RBM500: unsere ausführliche Einschätzung zu diesem Batteriemonitor mit Shunt

Ein auf 500 A ausgelegter Shunt, ein Bereich von 10 bis 120 V, der 12-V-, 24-V- und 48-V-Systeme abdeckt, und eine angegebene Genauigkeit von ±1 %: Der Renogy RBM500 verspricht, das Voltmeter durch einen echten Amperestunden-Zähler zu ersetzen. Voraussetzung dafür sind eine saubere Erstkalibrierung, der Verzicht auf ein bestätigtes Bluetooth und ein engerer Kältebereich als bei manchen direkten Konkurrenten.

Unsere Note
4,0/5
Tatsächlich gelieferter Strom: 4,0 von 5 (Gewichtung 30 %)Strom4,0Kälteverhalten: 3,7 von 5 (Gewichtung 25 %)Kälte3,7Kapazität und Vielseitigkeit: 4,4 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,4Sicherheit und Schutzfunktionen: 4,1 von 5 (Gewichtung 15 %)Sicherheit4,1Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,8

Wie wird diese Note berechnet?

Renogy RBM500 Batteriemonitor schräg von vorne, beleuchtetes LCD-Display zeigt Spannung, Strom und Ladezustand in Prozent

Das Wichtigste

Der Renogy RBM500 hält das Wesentliche seines Versprechens: ein auf 500 A ausgelegter Shunt, ein Bereich von 10 bis 120 V, der 12-V-, 24-V- und 48-V-Systeme gleichermaßen abdeckt, und eine angegebene Genauigkeit von ±1 % bei Spannung, Strom und Kapazität, zu einem Preis deutlich unter den Bildschirmmodellen von Victron oder Votronic. Diese Genauigkeit setzt allerdings eine korrekt durchgeführte Erstkalibrierung voraus sowie eine Verkabelung, bei der wirklich der gesamte Strom durch den Shunt fließt, ein Schritt, den die Herstellerdokumentation als zwingend darstellt, an den das Display selbst danach aber nicht mehr erinnert. Dem stehen reale Einschränkungen gegenüber: kein bestätigtes Bluetooth, ein Betriebsbereich, der auf -10 °C/60 °C begrenzt ist, eine Standardgarantie von einem Jahr, und keine unabhängige Überprüfung der angegebenen Genauigkeit konnte gefunden werden. Eine solide Wahl für alle, die eine dauerhafte physische Anzeige und einen ungewöhnlich weiten Spannungsbereich suchen, weniger geeignet für alle, die auf Fernüberwachung oder eine lange Garantie Wert legen.

Stärken

  • Ungewöhnlich weiter Spannungsbereich von 10 bis 120 V, der 12-V-, 24-V- und 48-V-Systeme in einem einzigen Gerät abdeckt
  • Angegebene Genauigkeit von ±1 % bei Spannung, Strom und Kapazität, dank eines auf 500 A ausgelegten Shunts
  • Kompatibel mit drei großen Batteriefamilien (Blei AGM/Gel, Lithium LiFePO4/Li-Ion, Nickel-Metallhydrid), ohne an eine bestimmte Batteriemarke gebunden zu sein
  • Ein einziges Display zeigt gleichzeitig Spannung, Strom, Leistung, geschätzte Restlaufzeit und Ladezustand in Prozent
  • Mitgeliefertes, 6 Meter langes abgeschirmtes Kabel, lang genug, um das Display weit vom Batteriefach entfernt anzubringen
  • Deutlich günstiger als Bildschirmmodelle vergleichbarer Klasse von Victron oder Votronic

Schwächen

  • Kein integriertes Bluetooth, und keine bestätigte Kompatibilität mit den Renogy-Modulen BT-1 oder BT-2 laut deren offizieller Dokumentation
  • Betriebsbereich von -10 °C bis 60 °C, mit einem angegebenen Risiko für die Lebensdauer des Displays außerhalb dieser Grenzen, enger als bei manchen direkten Konkurrenten derselben Kategorie
  • Standardgarantie des Herstellers von einem Jahr, weit entfernt von den 5 Jahren, die Victron auf vergleichbare Shunt-Monitore gewährt
  • Erstkalibrierung unerlässlich (vollständige Ladung oder Entladung, dann langes Drücken einer Taste), ohne die der angezeigte Prozentwert nicht stimmt
  • Keine angegebene Wasserdichtigkeit: ein geschützter Einbauort ist einem ausgesetzten Fach vorzuziehen
  • Kein vorprogrammiertes Chemieprofil nach Art einer eigenen LiFePO4-Kurve: Spannungsschwellen müssen von der installierenden Person selbst ermittelt und eingegeben werden
Renogy RBM500: Datenblatt und Preis ansehen →

Der Shunt, kein einfaches Voltmeter

Ein gewöhnliches Voltmeter liefert nur eine grobe Einschätzung des Batteriezustands: Die Spannung allein sagt kaum etwas über die tatsächlich verfügbare Kapazität aus, besonders bei einer Lithiumbatterie, deren Entladekurve bis zu einem plötzlichen Einbruch flach bleibt. Der Renogy RBM500 geht einen anderen Weg: Sein auf 500 A ausgelegter Shunt wird in Reihe am Minuspol der Batterie angeschlossen und misst direkt den ein- und ausfließenden Strom, um einen tatsächlichen Ladezustand zu berechnen statt nur eine Spannungsschätzung.

±1 %
angegebene Genauigkeit (Spannung, Strom, Kapazität)
500 A
Auslegung des Shunts
10-15 mA
Verbrauch im Betrieb, 1 bis 2 mA im Standby

Dieser Wert von ±1 % steht in der mit dem Gerät gelieferten technischen Dokumentation, nicht nur auf der Verpackung: Das Datenblatt nennt denselben Wert für Spannung, Strom und angezeigte Kapazität. Der Hersteller weist selbst auf eine reale Grenze hin: Ein Strom, der sich sehr häufig ändert, kann die Datenerfassung verfälschen und damit die angezeigte Genauigkeit beeinträchtigen, ein logisches Verhalten für jeden Zähler, der einen Strom über die Zeit aufsummiert, statt einen festen Wert abzulesen.

Für dieses konkrete Modell wurde kein Abgleich mit einem unabhängigen Referenzinstrument gefunden, was ein berechtigter Vorbehalt bleibt und kein erwiesener Mangel: Der Wert von ±1 % bleibt eine Herstellerangabe, durchgängig konsistent in der gesamten verfügbaren Dokumentation, aber nicht durch Dritte überprüft.

Die Erstkalibrierung, der Schritt hinter den meisten Problemen

Der RBM500 kennt die tatsächliche Kapazität der angeschlossenen Batterie erst, nachdem er kalibriert wurde. Laut Herstellerdokumentation ist bei der ersten Inbetriebnahme oder nach dem Austausch der Batterie ein Schritt nötig: die Batterie vollständig entladen und dann eine Taste gedrückt halten, um den Zähler auf 0 % zurückzusetzen, oder sie vollständig laden und die andere Taste gedrückt halten, um ihn auf 100 % zu setzen. Ohne diesen Schritt entspricht der angezeigte Prozentwert nicht dem tatsächlichen Zustand der Batterie.

Der richtige Reflex: diese Kalibrierung gleich bei der Installation durchführen, bevor man dem angezeigten Prozentwert vertraut. Sie muss danach nicht mehr wiederholt werden, außer bei einem Wechsel der Batteriebank.

Diese Anforderung erklärt einen großen Teil der online auftretenden unstimmigen Anzeigen: Ein Prozentwert, der zu Beginn der Entladung nahe 100 % hängen bleibt, oder der nach einer kurzen, aber starken Belastung abrupt auf 0 % springt, geht typischerweise auf eine nicht durchgeführte Kalibrierung oder eine unvollständige Verkabelung zurück. Der Hersteller ist bei diesem zweiten Punkt eindeutig: Der gesamte Strom, sowohl der der Verbraucher als auch der der Ladequellen, muss physisch durch den Anschluss P- des Shunts fließen. Ein Gerät, dessen Minusrückleitung anderswo angeschlossen ist, etwa direkt an die Fahrzeugmasse, entzieht sich der Messung und verfälscht die Berechnung des Prozentwerts.

Bei einer Anlage mit mehreren Stromkreisen (Solarpanel, Netzladegerät, mehrere Verbraucher) bedeutet das meist, alle Minusrückleitungen an einer gemeinsamen Sammelschiene zusammenzuführen, die an einem einzigen Punkt mit dem Anschluss P- des Shunts verbunden ist, statt sie auf mehrere Massepunkte zu verteilen.

Ein Bereich von 10 bis 120 V, ungewöhnlich für seine Klasse

Der RBM500 deckt einen Spannungsbereich von 10 bis 120 V ab und erfasst damit 12-V-, 24-V- und 48-V-Anlagen mit einem einzigen Gerät, ohne Modell- oder Hardware-Wechsel. Das ist deutlich breiter als bei den direkten Konkurrenten derselben Kategorie.

Spannungsbereich des Renogy RBM500, von 10 bis 120 V, mit den Schwellen 12 V, 24 V und 48 V auf der Skala10 V12 V24 V48 V120 V
Ein einziger durchgehender Bereich, ohne Modellwechsel, von haushaltsüblichen 12-V-Systemen bis zu den 48 V mancher Solaranlagen.
10-120 V
abgedeckter Spannungsbereich
3
kompatible Chemiefamilien
9999 Ah
Obergrenze der Kalibrierung

Kompatibel mit Blei-Batterien (AGM, Gel), Lithium (LiFePO4, Li-Ion) und Nickel-Metallhydrid, funktioniert der RBM500 als universeller Amperestunden-Zähler: Er misst einen Strom und summiert ihn über die Zeit auf, ohne mit dem Batteriemanagementsystem (BMS) einer modernen Lithiumbatterie zu kommunizieren. Das ist ein wichtiger Unterschied zum eigenen Monitoring-Display, das Renogy für seine intelligente Lithiumbatterie-Reihe anbietet: Dieses liest die BMS-Daten direkt über einen eigenen Anschluss aus, für einen feineren Ladezustand, ist aber nur mit Batterien der eigenen Marke kompatibel. Der RBM500 verzichtet auf diese Feinheit zugunsten der Universalität: Er funktioniert identisch, unabhängig von der Marke der eingebauten Batterie.

Eine weitere Folge dieses generischen Ansatzes: Es gibt kein vorprogrammiertes Chemieprofil, etwa eine eigene LiFePO4-Kurve. Die Schwellenwerte für volle Ladung und niedrige Spannung müssen anhand der eingebauten Batterie ermittelt und manuell in den Einstellungen eingegeben werden.

Eine engere Kältegrenze, als der erste Blick vermuten lässt

Der RBM500 besitzt keine eigene Batterie: Er bezieht seine Betriebsenergie direkt aus der überwachten Batterie. Die Frage der Kälte betrifft also keine eigene Laufzeit des Geräts, sondern ob sein LCD-Display genau dann lesbar und zuverlässig bleibt, wenn es am meisten gebraucht wird, an einem Wintermorgen in einem unbeheizten Technikfach.

Offizieller Betriebsbereich des Renogy RBM500, von -10 °C bis 60 °C-10 °C60 °C
Die Herstellerdokumentation legt den Betriebsbereich zwischen -10 °C und 60 °C fest, mit einem angegebenen Risiko für die Lebensdauer des Displays außerhalb dieser Grenzen.
-10 °C
angegebene Untergrenze
60 °C
angegebene Obergrenze

Die Herstellerdokumentation gibt an, dass eine längere Aussetzung unter -10 °C oder über 60 °C, ebenso wie längere Sonnen- oder UV-Einstrahlung, die Lebensdauer des LCD-Displays verkürzen kann. Das ist auf der kalten Seite ein engerer Bereich als bei manchen direkten Konkurrenten derselben Kategorie: Der Victron BMV-712 etwa gibt auf seiner eigenen Produktseite einen Betrieb bis -40 °C an.

In der Praxis wird das Display des RBM500 meist im Innenraum montiert (Armaturenbrett, Trennwand nahe einer Tür), geschützt vor direktem Frost während der Nutzung des Fahrzeugs. Der eigentliche Punkt zur Beachtung ist eine längere Winterlagerung eines unbeheizten Fahrzeugs, bei der die Innentemperatur wochenlang unter dieser Schwelle von -10 °C liegen kann.

Bluetooth: Was das BT-2 wirklich anbindet

Das Display des RBM500 verbindet sich ausschließlich über das mitgelieferte abgeschirmte Kabel mit dem Shunt: Kein Funkanschluss, kein RJ45-Anschluss taucht am Gerät selbst, im Anschlussschema oder in der technischen Tabelle auf. Es ist ein durchgehend kabelgebundenes Gerät.

Renogy vertreibt separat zwei Bluetooth-Module, BT-1 und BT-2, als generisches Zubehör für die gesamte Produktreihe. Deren offizielle Dokumentation listet die kompatiblen Produkte auf: Rover- und Elite-Laderegler, die eigenen intelligenten Lithiumbatterien der Marke, Wechselrichter und DC-DC-Ladegeräte mit doppeltem Eingang, alle mit einem RS232- oder RS485-Kommunikationsanschluss ausgestattet. Der RBM500 taucht in keiner dieser Kompatibilitätslisten auf, und die eigene Support-Seite nennt weder BT-1 noch BT-2 als Zubehör.

Vor dem Kauf zu prüfen: nichts in der eingesehenen Dokumentation bestätigt, dass ein BT-2-Modul die Messung des Shunts des RBM500 selbst aus der Ferne anzeigen kann. Wer genau dieses Ergebnis sucht, sollte sich ohne direkte Bestätigung durch den Hersteller nicht auf diese Kombination verlassen.

Die Herstellerdokumentation behandelt die beiden Produkte übrigens als zwei unterschiedliche Antworten auf denselben Bedarf, nicht als aufeinander abgestimmtes Paar: das kabelgebundene Display für alle, die in der Nähe ihrer Anlage bleiben, das Bluetooth-Modul für alle, die kabellos arbeiten wollen, dann aber an einen Laderegler oder eine intelligente Renogy-Batterie angeschlossen, nicht an den Shunt des RBM500. Ein nützlicher Unterschied, den man kennen sollte, bevor man ein Bluetooth-Modul in den Warenkorb legt, in der Annahme, damit genau dieses Gerät zu erweitern.

Passive, aber reale Sicherheit

Der RBM500 liefert selbst keine Energie: Er misst nur deren Durchfluss. Das elektrische Risiko des Geräts ist damit strukturell geringer als bei einem Ladegerät oder einem Starthilfegerät. Die vorhandenen Schutzfunktionen sind dennoch real und nützlich.

Ein falsch gepolter Anschluss des Shunts (vertauschte Anschlüsse B- und P-) löst ein Blinken der Hintergrundbeleuchtung aus, ein einfacher optischer Hinweis, um einen Verkabelungsfehler zu erkennen, bevor er die Messwerte dauerhaft verfälscht. Zwei einstellbare Schwellenwerte ergänzen das Ganze: Ein Schwellenwert für niedrige Spannung löst alle 10 Sekunden einen Signalton aus und lässt die Anzeige blinken, ein zweiter, noch niedrigerer Schwellenwert schaltet Display und Hintergrundbeleuchtung schlicht komplett ab.

Die Herstellerdokumentation ruft außerdem die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen für diese Art von Installation in Erinnerung: ausreichende Belüftung beim Laden einer Blei-Batterie, Augenschutz beim Umgang mit einer großen Blei-Batterie, sowie eine Sicherung oder ein Schutzschalter an jedem angeschlossenen Verbraucher. Das sind eher allgemeine Hinweise als eine Funktion des RBM500 selbst, ihre Präsenz in einem technischen Dokument, das sich an ein manchmal unerfahrenes Publikum richtet, bleibt aber begrüßenswert.

Verarbeitung, Garantie und Zuverlässigkeit über die Zeit

Das Kunststoffgehäuse des Displays wird per Klemmlaschen in einen Ausschnitt im Armaturenbrett eingesetzt (94 x 57 mm): eine einfache Einbaumontage, für die aber keine Wasserdichtigkeit im Datenblatt angegeben ist. Ein geschützter Einbauort (Armaturenbrett, Innenwand) ist einem Fach vorzuziehen, das Spritzwasser ausgesetzt ist.

1 Jahr
Standardgarantie des Herstellers

Der RBM500 hat im Laufe der Zeit mehrere Hardware-Überarbeitungen durchlaufen (die aufeinanderfolgenden Versionen tragen je nach Markt die Kennung G1 dann G3), die jüngste ergänzt eine Einstellung für die Batterie-Abnutzungsrate sowie eine regelbare Hintergrundbeleuchtung zusätzlich zu den bereits vorhandenen Parametern. Diese schrittweise Weiterentwicklung spricht für ein Produkt, das vom Hersteller weiterhin betreut wird, statt seit der Markteinführung unverändert geblieben zu sein.

Über die Zeit betrachtet liegt der häufigste Reibungspunkt bei dieser Art von Shunt-Monitor in der Inbetriebnahme: eine auf das Nötigste reduzierte Anleitung, ein leicht zu übersehender Kalibrierschritt (siehe oben), eine Verkabelung, die überprüft werden muss, wenn eine Anzeige nicht mit der Realität übereinstimmt. Nichts davon deutet auf einen wiederkehrenden Hardwarefehler oder Verarbeitungsmangel hin, eher auf Verbesserungspotenzial bei der Erklärung des ersten Anschlusses.

Installation in der Praxis: Shunt, Kabel und Sammelschiene

Der Shunt wird ausschließlich im Minuskreis verkabelt, niemals im Pluskreis: Sein Anschluss B- verbindet sich mit dem Minuspol der Batterie, sein Anschluss P- nimmt die Minusrückleitung aller Verbraucher und aller Ladequellen auf. Beide Anschlüsse des Shunts nehmen Kabelschuhe mit großem Durchmesser auf (M10-Gewindebolzen), passend zum verwendeten Kabelquerschnitt der Anlage zu dimensionieren.

Der Lieferumfang des Renogy RBM500
ElementEigenschaft
LCD-Display99 x 61 x 18 mm, 75 g, regelbare grüne Hintergrundbeleuchtung
Shunt500 A, Anschlüsse mit M10-Gewindebolzen
Abgeschirmtes Kabel Display-Shunt6 m (20 Fuß)
B+-Messkabel1 m (3 Fuß), 20 AWG
Shunt-HalterungMitgelieferte transparente Halterung

Das 6 Meter lange abgeschirmte Kabel zwischen Display und Shunt erlaubt es, die Anzeige weit vom Technikfach entfernt zu platzieren, etwa am Armaturenbrett oder in der Nähe einer Van-Tür, ohne in den meisten Konfigurationen etwas verlängern zu müssen. Das Display zeigt gleichzeitig Spannung, Strom, Leistung, geschätzte Restlaufzeit und Ladezustand in Prozent auf einer einzigen Anzeige, ohne dass mehrere Seiten durchgeblättert werden müssen, um diese Informationen zusammenzutragen.

Bei einer Anlage, die bereits ein Solarpanel, ein Netzladegerät und mehrere Verbraucher umfasst, bleibt der oben bereits genannte Punkt zu beachten: alle Minusrückleitungen auf einer einzigen gemeinsamen Sammelschiene zusammenführen, die mit dem Anschluss P- des Shunts verbunden ist, statt sie auf mehrere unabhängige Massepunkte zu verteilen.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz

Im Regal der Batteriemonitore mit Shunt stehen mehrere direkt vergleichbare Modelle, zu sehr unterschiedlichen Preisen und mit sehr unterschiedlichen Design-Entscheidungen.

Katalogvergleich: Batteriemonitore mit Shunt (Preise zum Zeitpunkt der Erstellung)
KriteriumRenogy RBM500Victron SmartShunt 500AVictron BMV-712Votronic LCD 100 S
Shunt500 A500 A500 A100 A
Spannungsbereich10 bis 120 V6,5 bis 70 V6,5 bis 95 V7 bis 32 V
Physisches DisplayKabelgebundenes LCD inklusiveKeines (nur App)Farb-LCD inklusiveLCD inklusive
BluetoothNicht bestätigtIntegriertIntegriertOptional
Angegebene WasserdichtigkeitNeinIP65Nicht angegebenNicht angegeben
Garantie1 Jahr5 Jahre5 JahreNicht angegeben
Katalogpreis≈ 69 €≈ 112 €≈ 154 €≈ 183 €

Gegenüber dem SmartShunt setzt Victron voll auf integriertes Bluetooth und ein IP65-zertifiziertes Gehäuse, auf Kosten eines fehlenden physischen Displays: alles läuft über ein Smartphone in der Nähe. Der BMV-712 ergänzt dieses eigene physische Display um dasselbe integrierte Bluetooth, mit doppelt so langer Garantie, aber zu mehr als dem doppelten Katalogpreis des RBM500. Gegenüber dem Votronic LCD 100 S profitiert der RBM500 von einem fünfmal größeren Shunt und einem deutlich weiteren Spannungsbereich, zu einem niedrigeren Preis, allerdings ohne das vorprogrammierte Chemieprofil des Konkurrenten. Der RBM500 bleibt damit die günstigste Option dieser Auswahl, die ein physisches Display im Preis einschließt, auf Kosten der bereits genannten Einschränkungen: kein bestätigtes Bluetooth, kürzere Garantie, engerer Kältebereich.

Für wen sich der RBM500 eignet, und für wen nicht

Der RBM500 eignet sich gut für alle, die eine dauerhafte physische Anzeige wünschen, lesbar ohne zum Smartphone zu greifen, an einer 12-V-, 24-V- oder 48-V-Anlage, bei begrenztem Budget. Sein ungewöhnlich weiter Spannungsbereich macht ihn auch zu einer sinnvollen Wahl für alle, die eine untypische Anlage aufbauen (insbesondere 48 V), wo die meisten direkten Konkurrenten deutlich niedriger gedeckelt sind.

Weniger gut eignet er sich für alle, die von Anfang an eine Fernüberwachung per Smartphone wollen: Ohne bestätigte Bluetooth-Kompatibilität wird dieser Bedarf besser von einem Victron SmartShunt oder BMV-712 abgedeckt. Ebenfalls wenig geeignet ist er für den Einbau in ein Fach, das Feuchtigkeit ausgesetzt ist (keine angegebene Wasserdichtigkeit), oder in einem Fahrzeug, das den ganzen Winter unbeheizt gelagert wird (angegebener Kältebereich nur bis -10 °C). Wer bereits eine intelligente Lithiumbatterie der Marke Renogy besitzt, findet im eigenen Monitoring-Display dieser Reihe eine feinere Anzeige, direkt aus dem BMS, allerdings auf Kosten der universellen Kompatibilität, die die Stärke des RBM500 ausmacht.

Es bleibt das Wesentliche: Für einen moderaten Preis ersetzt der RBM500 sinnvoll ein einfaches Voltmeter über einen selten erreichten Spannungsbereich, vorausgesetzt, man akzeptiert eine sorgfältige Erstkalibrierung und zwei bewusste Einschränkungen, das fehlende bestätigte Bluetooth und eine Standardgarantie von einem Jahr.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Tatsächlich gelieferter Strom 4,0
Kälteverhalten 3,7
Kapazität und Vielseitigkeit 4,4
Sicherheit und Schutzfunktionen 4,1
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Renogy RBM500: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Renogy RBM500

Renogy RBM500

68.99€ (27)

Der Renogy RBM500 misst laufend Spannung, Strom und Ladezustand über einen 500A-Shunt und ein kabelgebundenes LCD-Display, auf 1% genau.

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Victron Energy SmartShunt 500A/50mV IP65

Victron Energy SmartShunt 500A/50mV IP65

Ansehen (18)

Der Victron SmartShunt 500A/50mV IP65 überwacht laufend die Batterie und überträgt alles per Bluetooth an die App VictronConnect, ganz ohne physisches Display.

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Victron Energy BMV-712 Smart

Victron Energy BMV-712 Smart

153.75€ (22)

Der Victron BMV-712 Smart zeigt Spannung, Strom und Restkapazität auf einem eigenen Display, ganz ohne Smartphone in der Nähe, plus Bluetooth obendrauf.

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Votronic LCD-Batterie-Computer 100 S

Votronic LCD-Batterie-Computer 100 S

Ansehen (9)

Wie viel steckt wirklich noch in der Bordbatterie? Der Votronic LCD-Batterie-Computer 100 S misst laufend Spannung, Strom und Ladezustand, bis zu 100A.

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Häufige Fragen

Nein, in das Display ist kein Bluetooth integriert, es verbindet sich mit dem Shunt nur über das mitgelieferte abgeschirmte Kabel. Die Renogy-Module BT-1 und BT-2 existieren zwar, ihre offiziellen Kompatibilitätslisten nennen den RBM500 aber nicht unter den unterstützten Geräten.

Der Hersteller gibt ±1 % bei Spannung, Strom und angezeigter Kapazität an, ein Wert, der in der gesamten technischen Dokumentation konsistent ist, aber nicht mit einem unabhängigen Referenzinstrument abgeglichen wurde.

Blei-Batterien (AGM, Gel), Lithium (LiFePO4, Li-Ion) und Nickel-Metallhydrid, in einem Spannungsbereich von 10 bis 120 V, passend für 12-V-, 24-V- und 48-V-Anlagen.

Weil die Erstkalibrierung noch nicht durchgeführt wurde. Die Batterie muss vollständig entladen werden, während eine Taste gedrückt gehalten wird, um den Zähler auf 0 % zu setzen, oder vollständig geladen werden, während die andere Taste gedrückt gehalten wird, um ihn auf 100 % zu setzen.

Sein angegebener Betriebsbereich reicht von -10 °C bis 60 °C, mit einem angegebenen Risiko für die Lebensdauer des Displays außerhalb dieser Grenzen, ein auf der kalten Seite engerer Bereich als bei manchen direkten Konkurrenten derselben Kategorie.

Der Shunt wird in Reihe am Minuspol der Batterie angeschlossen. Sein Anschluss P- muss die Minusrückleitung aller Verbraucher und aller Ladequellen aufnehmen: Ein Stromkreis, der den Shunt umgeht, verfälscht die Anzeige des Prozentwerts.