Zendure Hyper 2000: unsere ausführliche Einschätzung

Das einzige Gerät im SolarFlow-Ökosystem mit eigener Leistungselektronik: 1800 W MPPT-Leistung auf vier Eingängen, ein wirklich steuerbarer bidirektionaler Ausgang von 1200 W, aber ein Wirkungsgrad, der auf 73 % fällt, sobald die Energie über das Netz statt über die Sonne fließt.

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad: 3,6 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad3,6Kapazität und Erweiterbarkeit: 4,2 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,2Solareingang und MPPT: 4,0 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar4,0Steuerung und Intelligenz: 3,4 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,4Installation und Konformität: 3,7 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,7Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,8

Wie wird diese Note berechnet?

Zendure Hyper 2000 Hybrid-Mikrowechselrichter auf hellem Hintergrund, Dreiviertelansicht, vier Solareingänge sichtbar

Das Wichtigste

Der Hyper 2000 ist das einzige Gerät im SolarFlow-Ökosystem mit eigener Leistungselektronik, und genau das macht ihn zur vollständigsten Basis im Katalog: vier wirklich unabhängige Solareingänge, ein bidirektionaler Ausgang von 1200 W, der real und fein regelbar ist, sowie die ZenLink-Koordination mehrerer Geräte, eine Funktion, die kaum ein Wettbewerber in dieser Form anbietet. Diese Komplexität hat jedoch einen genau bezifferbaren Preis beim Wirkungsgrad: Die geplante Ladung aus dem Netz in der Schwachlastzeit, die in der Vermarktung am stärksten hervorgehobene bidirektionale Funktion, erreicht nur knapp 73 % Wirkungsgrad im Vergleich zu rund 80 % bei einer direkten Solarladung. Hinzu kommen eine gelegentlich fehlerhafte automatische Ladelogik, vereinzelte Blockierungen des Hubs und eine 800-W-Schwelle für die vereinfachte Anmeldung, die der eingebaute 1200-W-Wechselrichter konstruktionsbedingt überschreitet, anders als beim Hub 2000, der die Wahl offenlässt. Wer bereits AB-Akkus besitzt oder eine erweiterbare Balkonanlage aufbaut, findet im Hyper 2000 die ausgereifteste Lösung der Zendure-Reihe; für eine erste, preissensible Anlage lohnt sich vorher der Vergleich mit einem Hub 2000 samt kleinerem externem Mikrowechselrichter.

Stärken

  • Bidirektionaler Ausgang von 1200 W, real und aus der App in 1-W-Schritten zwischen 30 und 1200 W regelbar
  • Vier Solareingänge auf zwei MPPT-Tracker verteilt, echte Freiheit bei der Ausrichtung (Ost, West, Süd), ohne dass ein Eingang die anderen drei benachteiligt
  • ZenLink: bis zu drei Hyper 2000 koppeln sich automatisch auf derselben Phase, ohne manuelle Prüfung durch einen Elektriker, für über 23 kWh in Summe
  • Physischer Aufbau in wenigen Minuten laut mehreren unabhängigen Praxisberichten, IP65-Gehäuse für die Außenmontage
  • Offizielle Garantie von 10 Jahren auf das Gerät selbst, passend zur Zellgarantie der angeschlossenen AB-Akkus
  • Funktioniert im reinen Netzbetrieb (Laden in der Schwachlastzeit, Abgabe zu Spitzenzeiten) auch ganz ohne angeschlossene Solarmodule

Schwächen

  • Wirkungsgrad fällt auf knapp 73 % beim Ladepfad über das Netz in der Schwachlastzeit, gegenüber rund 80 % bei direkter Solarladung: Die am stärksten beworbene Funktion ist zugleich die ineffizienteste
  • Von den 1800 W Spitzenleistung, die beide MPPT-Tracker gemeinsam einfangen können, gehen tatsächlich nur 1600 W in die Akkuladung, der Rest speist direkt ins Haus
  • Gelegentlich fehlerhafte automatische Ladelogik (Ladung läuft über 99 % hinaus weiter, statt auf Einspeisung umzuschalten) und vereinzelte Blockierungen des Hubs mit nötigem manuellem Neustart, in mindestens einem über mehrere Monate verfolgten Fall
  • Der eingebaute 1200-W-Wechselrichter überschreitet konstruktionsbedingt die 800-W-Schwelle für die vereinfachte Anmeldung eines Balkonkraftwerks, anders als beim Hub 2000
  • Keine Notstromfunktion bei einem Netzausfall: Das System schaltet vollständig ab, unabhängig vom Ladezustand der Akkus
  • Ohne angeschlossenen AB-Akku speichert das Gerät selbst nichts, und der Preis liegt deutlich über dem eines einfachen Mikrowechselrichters
Zendure Hyper 2000: Datenblatt und Preis ansehen →

Was die eigene Elektronik des Hyper 2000 wirklich ändert

Anders als die Module der AB-Reihe (AB1000, AB2000 und ihre Varianten), die reine Zellblöcke ohne jede eigene Leistungselektronik sind, ist der Hyper 2000 das einzige Gerät im SolarFlow-Ökosystem mit eigener Intelligenz: zwei MPPT-Regler, ein bidirektionaler Wechselrichter und die vollständige Steuerung des Systems. Er entscheidet fortlaufend, ob Energie zum Akku, ins Haus oder in beide Richtungen zugleich fließt.

1200 W
wirklich steuerbarer bidirektionaler Ausgang
1800 W
MPPT-Spitzenleistung, 4 Solareingänge

Die 1200 W Ausgangsleistung sind kein fester Wert: Sie lassen sich in der App zwischen 30 und 1200 W in 1-W-Schritten einstellen, sowohl für die Einspeisung ins Haus als auch für die Ladung des Akkus aus dem Netz. Genau dieser bidirektionale Ausgang unterscheidet den Hyper 2000 vom günstigeren Hub 2000, der keinen eigenen Wechselrichter besitzt: Dieser braucht einen externen Mikrowechselrichter, um auch nur ein Watt ins Haus einzuspeisen.

Ohne einen angeschlossenen AB1000- oder AB2000-Akku verliert der Hyper 2000 den größten Teil seines Reizes: Er speichert selbst nichts. Er bleibt aber im reinen Netzbetrieb nutzbar, ganz ohne angeschlossene Solarmodule, für eine Akkuladung in der geplanten Schwachlastzeit und eine Abgabe zu Spitzenzeiten, eine Funktion, die unabhängig von der solaren Eigenverbrauchsoptimierung funktioniert.

Der Wirkungsgrad hängt vom Weg der Energie ab

Das ist der wichtigste Punkt dieser Einschätzung, und keiner, den ein Datenblatt erwähnt: Der Wirkungsgrad des Hyper 2000 im vollen Lade-Entlade-Zyklus hängt nicht nur von der abgerufenen Leistung ab, sondern vom Weg, den die Energie nimmt. Eine direkte Solarladung, bei der der Gleichstrom der Module über die MPPT-Regler ohne Wechselstromumwandlung zum Akku gelangt, erreicht einen Wirkungsgrad von rund 80 %. Eine geplante Ladung aus dem Netz in der Schwachlastzeit, genau die in der Vermarktung am stärksten hervorgehobene bidirektionale Funktion, fällt auf knapp 73 %.

Wirkungsgrad des Hyper 2000 je nach Ladepfad: rund 80 % bei direkter Solarladung, rund 73 % bei einer Ladung aus dem Netz in der SchwachlastzeitDirekte Solarladung80 %Netzladung, Schwachlastzeit73 %
Der Wirkungsgrad sinkt um rund 7 Punkte, wenn die Energie über den Netzladeanschluss statt über die MPPT-Regler fließt, ein Unterschied, der mit der Zahl der durchlaufenen Umwandlungsstufen zusammenhängt.

Der Unterschied erklärt sich durch einen einfachen physikalischen Mechanismus: Eine Solarladung durchläuft nur eine Umwandlung (Gleichstrom der Module zu Gleichstrom im Akku, über den MPPT-Regler), während eine Netzladung zwei zusätzliche Umwandlungsstufen über den bidirektionalen Wechselrichter durchläuft (Wechselstrom aus dem Netz zu Gleichstrom im Akku, dann bei der Abgabe wieder zu Wechselstrom). Jede Umwandlungsstufe kostet ein paar Prozentpunkte Wirkungsgrad: Die auf dem Papier intelligenteste Funktion, die Verschiebung zwischen Schwachlast- und Spitzenzeit, gibt pro gespeicherter kWh auch am wenigsten Energie zurück.

Konkret ist eine zum Schwachlasttarif gekaufte und in der Spitzenzeit wieder abgegebene kWh nach dem vollen Zyklus durch den Hyper 2000 nur noch rund 730 Wh wert, gegenüber rund 800 Wh für eine kWh solaren Ursprungs, die gespeichert und später am selben Tag verbraucht wird. Diese Verlustrechnung gehört in jede Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Zeittarifs, wird in der Werbung aber selten erwähnt.

1800 W MPPT angegeben, 1600 W tatsächlich für den Akku verfügbar

Der Hyper 2000 verteilt seine vier Solareingänge auf zwei unabhängige MPPT-Regler, jeweils mit 900 W Nennleistung gedeckelt, für 1800 W Spitzenleistung in Summe. Diese Vier-Eingänge-Architektur ist ein echter praktischer Vorteil: Module können in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet werden (Ost, West, Süd), ohne dass Verschattung oder Ausrichtung eines Eingangs die drei anderen ausbremst, anders als bei einem System mit nur einem Tracker, das sich am schwächsten Modul der Gruppe orientiert.

Verteilung der MPPT-Leistung des Hyper 2000, wenn beide Regler ausgelastet sind
GrößeWert
MPPT-Spitzenleistung in Summe (4 Eingänge, 2 Tracker)1800 W
Tatsächlich zur Akkuladung geleitete Leistung1600 W
Gleichzeitig ins Haus eingespeiste Leistung200 W

Diese Grenze taucht in keinem Werbematerial auf: Von den 1800 W Spitzenleistung, die beide Tracker an einem sonnigen Tag gemeinsam einfangen können, gehen bei angeschlossenem Akku nur 1600 W tatsächlich in dessen Ladung, die restlichen 200 W speisen direkt ins Haus. Eine Anlage, die auf die vollen 1800 W Eingangsleistung ausgelegt ist (bis zu 2400 W Module von Zendure empfohlen), lädt ihren Akku somit nie mit voller MPPT-Leistung: Ein Teil des Solarertrags ist strukturell für den unmittelbaren Eigenverbrauch reserviert, nicht für den Speicher.

Jeder Eingang akzeptiert 15 bis 55 V, bei einer empfohlenen Leistung von 350 bis 600 W pro Eingang: Darüber greift die Begrenzung, noch bevor die Obergrenze des Trackers überhaupt erreicht ist. Bei einer Anlage mit Modulen üblicher Spannung (rund 40 V im Leerlauf) verlangt das Einhalten dieser Grenze pro Eingang eine vorherige Prüfung statt einer einfachen Rechnung mit der Gesamtleistung.

Das Ökosystem kompatibler Akkus, und seine Grenzen

Der Hyper 2000 speichert selbst nichts: Er steuert die Akkus der AB-Reihe von Zendure, mit einer breiteren Kompatibilität, als die Namensähnlichkeit der verschiedenen Generationen im Katalog vermuten lässt.

Mit dem Hyper 2000 kompatible Zendure-Akkus
ModulKapazität pro EinheitKompatibel mit dem Hyper 2000
AB1000 / AB1000S960 WhJa
AB2000 / AB2000S / AB2000X / AB2000L1920 WhJa
AB3000X / AB3000L2880 WhNein, dem Hub SolarFlow 2400 AC und seinen Nachfolgern vorbehalten

Bis zu vier AB1000- oder AB2000-Akkus (in beliebiger Variante, untereinander mischbar) lassen sich an einen einzigen Hyper 2000 anschließen, für eine Obergrenze von 7680 Wh (7,68 kWh). Die kapazitätsstärkeren Module AB3000X und AB3000L funktionieren nur mit einem völlig anderen Hub, dem SolarFlow 2400 AC und seinen Nachfolgern: Vor der Bestellung einer Erweiterung bleibt die genaue Prüfung des bereits installierten Hubs unerlässlich, denn das gemeinsame AB-Präfix garantiert keinerlei Kompatibilität zwischen den beiden Familien.

7,68 kWh
Obergrenze mit 4 Akkus an einem Hyper 2000
4
AB1000- oder AB2000-Akkus pro Gerät stapelbar

Über ein einzelnes Gerät hinaus koppelt die ZenLink-Funktion bis zu drei Hyper 2000 auf derselben Phase, eine Möglichkeit, die kaum ein Wettbewerber in dieser Form anbietet. Die Geräte erkennen sich beim Anschluss ans Netz automatisch gegenseitig und kommunizieren für diese lokale Koordination unabhängig vom heimischen WLAN. Auch die Phasenerkennung läuft automatisch: Ein Elektriker muss nicht manuell prüfen, ob mehrere Hyper 2000 an derselben Phase hängen, bevor sie gruppiert werden.

Speicherkapazität in Summe: 7,68 kWh für einen einzelnen Hyper 2000 mit 4 Akkus, über 23 kWh für einen Verbund aus 3 über ZenLink koordinierten Geräten7,681 Hyper 2000 (4 Akkus)23,04Verbund aus 3 (ZenLink)
Ein vollständiger Verbund aus drei Hyper 2000 mit ihren jeweiligen Akkus kommt auf über 23 kWh Speicher und bis zu 5400 W MPPT-Leistung, innerhalb der bei der Konfiguration festgelegten Einspeisegrenze.

Ein vollständiger Verbund aus drei Geräten erreicht damit bis zu 5400 W MPPT-Leistung in Summe und über 23 kWh Speicher. Das ist ein echtes Argument für alle, die ihre Anlage schrittweise erweitern wollen, Gerät für Gerät, statt gleich beim ersten Kauf alles auszulegen.

App und Steuerung der Schwachlastzeit: nützlich, aber mit echten Fehlern

Die Zeitsteuerung funktioniert tatsächlich, sogar ganz ohne angeschlossene Solarmodule: Es lässt sich eine Akkuladung zu Beginn eines Schwachlastfensters programmieren, gefolgt von einer Abgabe ins Haus mit gewählter Leistung zu Beginn der Spitzenzeit, alles über die App bei reinem Netzanschluss gesteuert. Die Echtzeitanzeige von Erzeugung, Ladung und Verbrauch bleibt übersichtlich, und die Ersteinrichtung (System benennen, Länderregelung wählen, maximale Ausgangsleistung festlegen) dauert nur wenige Minuten.

Doch die automatische Steuerung ist nicht fehlerfrei. Ein konkreter, über mehrere Monate verfolgter Fall zählt drei bis vier vollständige Blockierungen des Hubs, jedes Mal durch einen einfachen manuellen Neustart behoben, ohne dass ein eindeutiger Auslöser (Firmware-Version, Ladezustand) erkennbar geworden wäre; das Gerät wurde schließlich unter Garantie gegen ein einfacheres Modell derselben Reihe getauscht. Derselbe Fall zeigt einen störenderen Fehler in der automatischen Ladelogik: Akku bei 99 oder 100 % Ladung, einige hundert Watt Solarleistung verfügbar, und das System lädt trotzdem weiter, statt auf Einspeisung umzuschalten, selbst nach einem manuellen Neustart und im alternativen Steuerungsmodus der App.

Zu beachten: Gelegentliche Verbindungsabbrüche zu den entfernten Servern bestehen bei diesem Gerät ebenfalls, ohne den lokalen Betrieb des Systems zu unterbrechen: eher eine Schwachstelle in der Software als ein einzelner Ausreißer.

Nichts deutet bislang auf einen massenhaften oder systematischen Fehler der Reihe hin: Die Zahl der verfügbaren konkreten Fälle bleibt begrenzt, und der Support hat im oben verfolgten Fall zufriedenstellend reagiert. Doch diese softwareseitigen Schwachstellen verdienen es, bei einem Gerät, dessen zentrales Argument gerade die Intelligenz der Steuerung ist, vor dem Kauf bekannt zu sein statt danach entdeckt zu werden.

Physisch einfache Installation, regulatorisch nie im vereinfachten Rahmen

Die Montage selbst geht schnell: Das Gehäuse ist in wenigen Minuten aufgestellt, die MC4-Solarstecker rasten ohne Werkzeug ein, und das Gesamtsystem wird ohne Eingriff am Sicherungskasten an eine normale Haushaltssteckdose angeschlossen. Das IP65-Gehäuse erlaubt eine Außenmontage, die Regen und Staub ausgesetzt ist.

Beim Verwaltungsaufwand steht der Hyper 2000 jedoch am entgegengesetzten Ende zum Hub 2000, der die Wahl offenlässt: Mit einem externen Mikrowechselrichter von 800 W oder weniger kann Letzterer im vereinfachten Rahmen für steckerfertige Balkonkraftwerke bleiben, wie er in Deutschland für die vereinfachte Anmeldung gilt. Der Hyper 2000 überschreitet diese 800-W-Schwelle mit seinem eingebauten 1200-W-Ausgang konstruktionsbedingt, ohne die Möglichkeit, darunter zu bleiben: In der Praxis bedeutet das eine formelle Anmeldung beim Netzbetreiber sowie eine fachgerechte Installation nach dem für größere Anlagen üblichen Anschlussverfahren, statt des leichteren Wegs für kleine steckerfertige Sets. Das Versprechen „kein Elektriker nötig“ gilt damit nur für den physischen Vorgang des Einsteckens, nicht für die verwaltungstechnische Konformität der Anlage, die dieses Gerät nutzt.

Weitere Grenze: Der Hyper 2000 arbeitet bei einem Stromausfall nicht weiter. Er ist kein Notstromwechselrichter: Ohne Netzstrom schaltet das System vollständig ab, unabhängig vom Ladezustand der angeschlossenen Akkus.

Sicherheit und Verarbeitung: IP65, 10 Jahre Garantie, eine Nuance zum Merken

Der Hyper 2000 trägt eine offizielle Garantie von 10 Jahren auf das Gerät selbst, passend zur Zellgarantie der angeschlossenen AB-Akkus; nur Zubehör bleibt ein Jahr lang abgedeckt. Das IP65-Gehäuse und eine in mehreren unabhängigen Praxisberichten als solide eingeschätzte Verarbeitung ergeben insgesamt eine solide Fertigungsbilanz.

Eine Nuance verdient jedoch eine klare Einordnung. Ein bestätigter Brand ereignete sich in Deutschland an einem Zendure AiO 2400, einem anderen Produkt als diesem hier, vom Hersteller auf einen Kontaktfehler an einem MPPT-Solarsteckverbinder zurückgeführt, der zu einer lokalen Überhitzung führte. Anders als die Speichermodule der AB-Reihe, die über keinen eigenen Solarsteckverbinder verfügen und bei denen dieser Mechanismus ohne Zweifel ausgeschlossen werden kann, trägt der Hyper 2000 selbst vier MPPT-Eingänge derselben Steckverbinderfamilie: Die auf dem anderen Produkt festgestellte Kategorie von Fehlerquelle besteht also architektonisch auch bei diesem Gerät. Kein Vorfall speziell am Hyper 2000 wurde bislang festgestellt, eine Abwesenheit, die beruhigend ist, ohne ein endgültiger Freibrief zu sein.

10 Jahre
offizielle Garantie auf das Gerät
IP65
Schutz gegen Staub und Spritzwasser

Für wen sich der Hyper 2000 eignet, und für wen nicht

Der Hyper 2000 eignet sich vor allem für alle, die eine erweiterbare Balkonanlage Stück für Stück aufbauen wollen: mit einem Gerät und ein oder zwei Akkus starten, dann je nach Budget AB1000- oder AB2000-Module ergänzen, oder sogar einen zweiten oder dritten Hyper 2000 per ZenLink verbinden, um irgendwann über 23 kWh zu kommen. Sein wirklich steuerbarer bidirektionaler Ausgang und seine vier unabhängigen Solareingänge machen ihn zur vollständigsten Basis im Zendure-Katalog für dieses Vorhaben.

Weniger geeignet ist er für alle, die die günstigste Lösung im vereinfachten Anmelderahmen suchen: Ein Hub 2000 mit externem Mikrowechselrichter von 800 W oder weniger bleibt in diesem Rahmen, während der Hyper 2000 ihn konstruktionsbedingt verlässt. Er eignet sich auch nicht für alle, die eine Notstromlösung bei Netzausfall suchen, eine Funktion, die dem Gerät fehlt, ebenso wenig für alle, die kein Budget für mindestens einen AB-Akku eingeplant haben: Ohne ihn speichert das Gehäuse gar nichts.

Zusammengefasst: das ausgereifteste und intelligenteste Gerät im SolarFlow-Ökosystem, sofern man den schwächeren Wirkungsgrad über das Netz gegenüber der direkten Solarladung akzeptiert, dazu einige echte softwareseitige Schwachstellen und den vollständigen, konstruktionsbedingt ausgelösten Anmeldeprozess in Deutschland.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad 3,6
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit 4,2
Solareingang und MPPT 4,0
Steuerung und Intelligenz 3,4
Installation und Konformität 3,7
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen nicht gemessen
Zendure Hyper 2000: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Zendure Hyper 2000

Zendure Hyper 2000

Ansehen (3)

Der Hybrid-Hub, der das Balkonkraftwerk wirklich smart macht: 1800 W MPPT, 1200 W bidirektional, 4 Eingänge und Akkus erweiterbar bis 7,68 kWh.

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Zendure AB2000L

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Das 1920-Wh-LiFePO4-Speichermodul des SolarFlow-Ökosystems, mit Aerosol-Feuerlöschung: 6000 Zyklen, erweiterbar bis 7,68 kWh, IP65 und 10 Jahre Garantie.

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Zendure AB1000

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Das 960-Wh-LiFePO4-Speichermodul des SolarFlow-Ökosystems: kompakt (11,5 kg), erweiterbar bis 3,84 kWh, Selbstheizung -20 °C, IP65 und 10 Jahre Garantie.

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Der 800-W-Hybrid-Mikrowechselrichter, der ein Balkonkraftwerk in eine echte Energiereserve verwandelt: 96 % Wirkungsgrad, Akkus bis 11,52 kWh, Plug and Play.

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309.00€ (7)

Der Balkonspeicher, der den Trend in Deutschland ausgelöst hat: 2,24 kWh erweiterbar auf 8,96 kWh, 2 MPPT und 1600 W Solareingang, IP65.

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Häufige Fragen

Teilweise ja. Da er bidirektional ist, kann er einen AB-Akku in der Schwachlastzeit aus dem Netz laden und zu Spitzenzeiten abgeben, auch ganz ohne angeschlossene Module. Sein voller Nutzen ergibt sich aber weiterhin aus der Solarerzeugung samt Speicher.

Der Wirkungsgrad liegt bei rund 80 % für eine direkte Solarladung und fällt auf knapp 73 % bei einer geplanten Ladung aus dem Netz in der Schwachlastzeit, ein Unterschied, der mit der Zahl der durchlaufenen Umwandlungsstufen zusammenhängt.

Bis zu vier AB1000- oder AB2000-Akkus pro Hyper 2000 (7,68 kWh), und bis zu drei über ZenLink auf derselben Phase gekoppelte Hyper 2000, für über 23 kWh Speicher in Summe und 5400 W MPPT-Leistung.

Der physische Vorgang des Einsteckens braucht keinen Elektriker. Doch der eingebaute 1200-W-Wechselrichter überschreitet die Schwelle für die vereinfachte Anmeldung: Stattdessen gelten eine formelle Anmeldung beim Netzbetreiber und eine fachgerechte Installation.

Nein. Er ist kein Notstromwechselrichter: Ohne Netzstrom schaltet das System vollständig ab, unabhängig vom Ladezustand der angeschlossenen Akkus.

Das Gerät ist 10 Jahre lang abgedeckt, passend zur Zellgarantie der angeschlossenen AB-Akkus. Zubehör bleibt ein Jahr lang abgedeckt.