Sunslice Gravity 5: unsere ausführliche Einschätzung

125 Gramm, 18,5 Wh reale Kapazität und ein doppelter Eingang über USB-C oder Micro-USB: Die Sunslice Gravity 5 zielt auf ultraleichte Reserve-Energie statt auf Geschwindigkeit. Die Kapazitätsrechnung geht auf, die Solar-Kompatibilität bleibt ein echtes Plus, doch die auf zwei Anschlüsse verteilten 10 W und das Fehlen von Schnellladung lassen sie deutlich hinter direkten Konkurrentinnen gleicher Größe zurückfallen.

Unsere Note
3,8/5
Kapazität und Laufzeit: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,0Ausgangsleistung: 3,5 von 5 (Gewichtung 20 %)Leistung3,5Format und Gewicht: 3,7 von 5 (Gewichtung 20 %)Format3,7Anschlüsse und Kabel: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,6Aufladung: 4,0 von 5 (Gewichtung 10 %)Laden4,0Verarbeitung und Ausdauer: 4,0 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,0

Wie wird diese Note berechnet?

Externe Batterie Sunslice Gravity 5 in Anthrazitgrau, Dreiviertelansicht, LED-Ladeanzeige und Sunslice-Logo an der Kante sichtbar

Das Wichtigste

Die Sunslice Gravity 5 hält ein einfaches, ehrliches Versprechen: 18,5 Wh, die sich rechnerisch bestätigen lassen, im kompaktesten und leichtesten Format der gesamten Sunslice-Gravity-Reihe. Ihr doppelter USB-C- oder Micro-USB-Eingang und die direkte Kompatibilität mit den Fusion-Flex-Solarmodulen heben sie von direkten Konkurrentinnen gleicher Kapazität ab, von denen keine beides zugleich bietet. Dem stehen 10 W gegenüber, die sich zwei USB-A-Anschlüsse teilen, ganz ohne Power Delivery oder Quick Charge: Das macht sie zu einer der langsamsten Powerbanks ihrer Klasse, und das Fehlen einer integrierten Lampe oder eines USB-C-Anschlusses stellt sie hinter ihre eigenen Geschwister Gravity 10 und 20. Ohne Schutzklasse gegen Wasser und ohne verfügbare Extreme-Version für dieses Format bleibt sie eine solide Wahl für ultraleichte Reserve-Energie im Alltag oder auf Reisen, aber keine Wahl für alle, die Wert auf Ladegeschwindigkeit oder vielseitige Anschlüsse legen.

Stärken

  • 18,5 Wh reale Kapazität, rechnerisch bestätigt (5000 mAh bei 3,7 V), weit unter dem Kabinen-Limit von 100 Wh
  • Kompaktestes Format der eigenen Reihe: 125 g bei 98 x 64 x 14 mm, passt in jede Tasche
  • Doppelter Ladeeingang über USB-C oder Micro-USB, eine in dieser Preisklasse seltene Flexibilität
  • Integrierte Spannungsstabilisierung, laut Hersteller zum Schutz angeschlossener Geräte
  • Direkt kompatibel mit den faltbaren Sunslice-Fusion-Flex-Solarmodulen, ohne Adapter
  • 2 Jahre Garantie, belgische Marke ohne Rückruf oder gemeldeten Sicherheitsvorfall bislang

Schwächen

  • Insgesamt 10 W auf zwei USB-A-Anschlüsse verteilt, ohne Power Delivery oder Quick Charge: deutlich im Rückstand gegenüber gleich großen Konkurrentinnen ab 20 W
  • Kein USB-C-Ausgang, nur zwei USB-A-Anschlüsse, eine inzwischen veraltete Wahl für den Markt 2026
  • Keine integrierte Lampe, anders als bei der Gravity 10 und 20 derselben Reihe
  • Keine Pass-Through-Funktion, um ein Gerät zu laden, während die Powerbank selbst geladen wird
  • Keine veröffentlichte Schutzklasse gegen Wasser, und keine Extreme-Version für dieses Format verfügbar, anders als im Rest der Reihe
  • Ungünstigste Energiedichte der Sunslice-Gravity-Reihe, 6,8 Gramm je gespeichertem Wh gegenüber 5,4 bei der Gravity 20
Sunslice Gravity 5: Datenblatt und Preis ansehen →

5000 mAh, 18,5 Wh: Was das Versprechen wirklich abdeckt

Auf der Verpackung dominiert eine Zahl: 5000 mAh. Sunslice rechnet das im eigenen Datenblatt selbst in einen nützlicheren Wert um, 18,5 Wh, bei der realen Pack-Spannung von 3,7 V. Die Rechnung ist einfach und nachvollziehbar: 5000 mAh mal 3,7 V ergeben 18500 mWh, also glatte 18,5 Wh. Das ist dieselbe Referenzspannung, die auch bei der Gravity 10 und 20 derselben Marke verwendet wird, ein Zeichen von Konsequenz statt einer einmaligen, günstig gewählten Spannung, um die angegebene Energie künstlich aufzublähen.

Diese 18,5 Wh haben eine konkrete Konsequenz für Reisende: Die üblicherweise angewandte Grenze, um eine Powerbank ohne vorherige Genehmigung im Kabinengepäck mitzunehmen, liegt bei 100 Wh. Die Gravity 5 unterschreitet diese Grenze mit einem sehr komfortablen Abstand von über 80 Wh, und das Handbuch des Herstellers bestätigt dies ausdrücklich. Sie ist allerdings nur im Handgepäck erlaubt: Lithium-Batterien bleiben im aufgegebenen Gepäck unabhängig von ihrer Kapazität verboten.

Die für Käuferinnen und Käufer entscheidende Frage bleibt, wie viele Smartphone-Ladungen das tatsächlich bedeutet, sobald die Energie durch die Ausgangsanschlüsse fließt. Ein aktuelles Smartphone speichert je nach Modell in der Regel zwischen 13 und 19 Wh. Rechnet man einen üblichen Umwandlungsverlust von 15 bis 20 % bei einem einfachen USB-A-Ausgang ohne Power-Delivery-Regelung ein, liefern die 18,5 Wh der Gravity 5 rund 14,8 bis 15,7 Wh nutzbare Energie an das angeschlossene Gerät. Das reicht für eine vollständige Ladung bei den genügsamsten Smartphones und für den Großteil einer Ladung bei den größten Modellen. Das Versprechen einer nahezu vollständigen Ladung bleibt damit über den gesamten Markt hinweg stimmig, ohne beschönigt zu sein.

18,5 Wh
Energie des Packs, bei 3,7 V
100 Wh
Kabinen-Limit ohne Genehmigung
125 g
Gesamtgewicht

10 W auf zwei Anschlüssen: eine klar benannte Grenze, ohne Schnellladung

Die Gravity 5 bietet zwei aktive Ausgänge, beide im USB-A-Format, laut technischem Datenblatt des Herstellers jeweils mit 5V/2,1A angegeben, was zusammengerechnet etwas über 10 W ergäbe. Sunslice deckelt die kombinierte Ausgangsleistung beider Anschlüsse dennoch bei insgesamt 10 W, eine Grenze, die auf der Produktseite, der offiziellen Website und im Handbuch übereinstimmend angegeben wird. Anders als bei manchen anderen Modellen derselben Marke wird bei dieser Gravity 5 kein gleichzeitiges Laden mehrerer Geräte 'mit voller Geschwindigkeit' versprochen: Die Grenze ist niedrig, aber sie wird ohne Umschweife genannt.

Kein Schnellladeprotokoll rüstet diese Powerbank auf: weder Power Delivery noch Quick Charge. Beide USB-A-Anschlüsse liefern eine feste 5-V-Ausgangsspannung, ohne Aushandlung mit dem angeschlossenen Gerät. Im Segment der 5000-mAh-Powerbanks unter 30 Euro ist das inzwischen eine Entscheidung gegen den Trend: Die meisten direkten Konkurrentinnen dieser Preisklasse sind längst auf einen USB-C-Anschluss mit Power Delivery ab 18 W umgestiegen, was die Zeit für eine Smartphone-Ladung spürbar verkürzt.

Für gelegentliche Reserve-Nutzung statt einer Notladung macht sich der Unterschied vor allem in der Dauer bemerkbar: Bei dieser Gravity 5 dauert eine vollständige Smartphone-Ladung zwangsläufig länger als bei einer Konkurrentin mit 20 W oder mehr. Zwei Geräte gleichzeitig an beiden Anschlüssen zu laden bleibt möglich, teilt aber zwangsläufig die verfügbaren 10 W zwischen beiden auf.

Maximale Ausgangsleistung von vier 5000-mAh-Powerbanks. Sunslice Gravity 5, 10 Watt. Anker Nano A1653, 22,5 Watt. Xiaomi Ultra Slim 5000, 20 Watt. Varta Energy 5000, 15 Watt.Sunslice Gravity 510 WAnker Nano A165322,5 WXiaomi Ultra Slim20 WVarta Energy 500015 W
Vom jeweiligen Hersteller angegebene maximale Ausgangsleistung. Die Sunslice Gravity 5 ist die leistungsschwächste der vier, ohne Power Delivery oder Quick Charge.
Wichtig: 10 W insgesamt, ohne Power Delivery oder Quick Charge: eine ehrlich angegebene Grenze, aber deutlich im Rückstand gegenüber gleich großen Konkurrentinnen, die heute über 20 W liegen.

Die 18,5 Wh laden: ein doppelter Eingang, der einen Unterschied macht

Die Gravity 5 lädt wahlweise über ihren USB-C- oder ihren Micro-USB-Anschluss, beide auf 10 W (5V/2A) begrenzt. Dieser doppelte Eingang ist seltener, als es in dieser Preisklasse scheint: Die meisten neueren Konkurrentinnen haben Micro-USB zugunsten von ausschließlich USB-C aufgegeben. Für alle, die mit Begleitung reisen, die ältere Geräte besitzt, oder die einfach ein altes Micro-USB-Kabel in der Tasche haben, ist das ein echter Komfort im Alltag.

Sunslice veröffentlicht für dieses Modell keine offizielle Ladedauer. Rechnerisch, bei konstanten 10 W von Anfang bis Ende, würde das Auffüllen der 18,5 Wh des Packs etwas weniger als zwei Stunden dauern; in der Praxis nimmt der von einer Lithiumzelle akzeptierte Strom gegen Ende der Ladung schrittweise ab, was diese Schätzung noch etwas verlängert. Diese Obergrenze von 10 W beim Eingang ist für ein derart kompaktes Modell nichts Ungewöhnliches: Die gesamte Ladezeit bleibt spürbar kürzer als bei der Gravity 10 und 20 derselben Marke, die einen deutlich größeren Speicher bei einer nur wenig höheren Eingangsgrenze (18 W) füllen müssen.

Kein Schnellladeprotokoll beschleunigt diesen Eingang: weder Power Delivery noch Quick Charge. Ein gewöhnliches Netzteil oder ein Laptop genügen zum Laden, ohne besondere Anforderung über ein Standard-USB-C- oder Micro-USB-Kabel hinaus.

10 W
maximaler Eingang, USB-C oder Micro-USB
2
akzeptierte Steckertypen am Eingang
<2h
rechnerische Vollladung bei konstanter Leistung

125 Gramm, 98 x 64 x 14 mm: kompakt, aber nicht die dichteste der eigenen Reihe

Auf der Waage bringt die Gravity 5 125 Gramm bei einem Format von 98 x 64 x 14 mm auf die Waage, kaum größer als eine dicke Kreditkarte. Das ist das kompakteste und leichteste Format der gesamten Sunslice-Gravity-Reihe, deutlich vor der Gravity 10 (220 g) und der Gravity 20 (400 g).

Im Vergleich zu drei ähnlich bepreisten 5000-mAh-Powerbanks liegt die Gravity 5 im Mittelfeld: schwerer als das Anker Nano A1653 und das Xiaomi Ultra Slim 5000, leichter als das Varta Energy 5000.

Gewichtsvergleich von vier 5000-mAh-Powerbanks. Sunslice Gravity 5, 125 Gramm. Anker Nano A1653, 100 Gramm. Xiaomi Ultra Slim 5000, 93 Gramm. Varta Energy 5000, 150 Gramm.Sunslice Gravity 5125 gAnker Nano A1653100 gXiaomi Ultra Slim93 gVarta Energy 5000150 g
Gewicht der vier Modelle mit gleicher Nennkapazität (5000 mAh). Die Sunslice Gravity 5 liegt zwischen der leichtesten und der schwersten im Vergleich.

Eine einfache Rechnung relativiert diese Kompaktheit allerdings: Bezogen auf ihre reale Energie wiegt die Gravity 5 6,8 Gramm je gespeichertem Wh, gegenüber 5,9 bei der Gravity 10 und 5,4 bei der Gravity 20. Je größer eine Powerbank dieser Reihe wird, desto effizienter wird sie pro Gramm, ein mechanischer Effekt von Elektronik und Gehäuse, deren Gewicht nicht im gleichen Verhältnis schrumpft wie die Zellgröße. Die Gravity 5 bleibt damit die am leichtesten in einer Tasche verschwindende, aber nicht die pro Gramm effizienteste der eigenen Familie.

4 LEDs, keine Lampe: Anschlüsse auf das Wesentliche reduziert

Vier LED-Anzeigen zeigen den verbleibenden Ladestand in Schritten von 25 % an, ohne digitales Display oder genauen Prozentwert. Das ist eine einfachere Lösung als bei neueren Modellen, reicht aber aus, um auf einen Blick zu erkennen, ob genug Energie für den Tag übrig ist.

Anders als die Gravity 10 und 20 derselben Reihe verfügt die Gravity 5 über keine integrierte LED-Lampe. Ein echter Verzicht für alle, die beim Camping oder bei einem Stromausfall auf diese Funktion setzen: An diesem Punkt schneiden die beiden größeren Modelle der Familie besser ab, allerdings bei deutlich höherem Gewicht und Format. Die Gravity 5 bietet außerdem weder eine Pass-Through-Funktion (Laden eines Geräts, während die Powerbank selbst geladen wird) noch kabelloses Laden noch ein integriertes oder einziehbares Kabel: Ein Kabel von USB-A auf USB-C liegt der Verpackung bei und lässt sich dank Standardformat bei Verlust oder Verschleiß leicht ersetzen.

Der Hersteller hebt eine integrierte Spannungsstabilisierung hervor, die angeschlossene Geräte vor Spannungsspitzen oder -einbrüchen schützen soll. Das ist ein bei dieser Produktkategorie übliches Sicherheitsargument, von außen schwer zu überprüfen, aber im Einklang mit dem Fehlen jeglicher gemeldeter Ausfälle oder Vorfälle bei diesem Modell bislang.

4
LEDs für den Ladestand
0
integrierte Lampe, USB-C-Anschluss oder Pass-Through
2
Jahre Garantie

Keine Schutzklasse gegen Wasser, und keine Extreme-Version für dieses Format

Für die Gravity 5 wird keine IP-Schutzklasse angegeben. Das Handbuch des Herstellers beschränkt sich auf übliche Vorsichtshinweise: von Regen und Wasser fernhalten, weder Feuer noch übermäßiger Hitze aussetzen, nicht durchstechen oder fallen lassen, und die Nutzung bei ungewöhnlichem Geruch, Erwärmung oder Verformung einstellen.

Diese Angabe ist wichtig, denn Sunslice vertreibt parallel verstärkte Versionen für zwei andere Größen der Reihe: eine Gravity 10 Extreme und eine Gravity 20 Extreme Pro, beide als stoß- und wasserfest beworben. Eine Extreme-Version der Gravity 5 gibt es derzeit hingegen nicht: Dieses Format ist ausschließlich in der hier beschriebenen Standardvariante erhältlich.

Bei der Standardversion bleibt im Freien Vorsicht angebracht: Ein leichter Regenschauer auf einem geschlossenen Gehäuse stellt in der Regel kein unmittelbares Problem dar, ein Untertauchen oder längerer strömender Regen liegen jedoch außerhalb des vom Hersteller vorgesehenen Einsatzbereichs.

Kompatibel mit Fusion-Flex-Solarmodulen: die reale Rechnung

Die Gravity 5 lädt über ihren USB-C- oder Micro-USB-Anschluss, was sie ohne zusätzlichen Adapter mit den faltbaren Sunslice-Solarmodulen der Fusion-Flex-Reihe kompatibel macht. Das ist ein echtes Ökosystem-Argument, das bei den drei in diesem Beitrag genannten direkten Konkurrentinnen fehlt.

Eine einfache Rechnung zeigt, was das in der Praxis bedeutet. Mit dem kleinsten Modul der Reihe, dem Fusion Flex 6 (6 W Nennleistung), würde das Auffüllen der 18,5 Wh der Gravity 5 aus leerem Zustand bei konstanter Leistung und ununterbrochenem vollen Sonnenschein etwas mehr als drei Stunden dauern. Diese Zahl ist eine theoretische Untergrenze: Ein flexibles, auf dem Boden oder einem Rucksack liegendes Modul hält nur selten einen optimalen Winkel zur Sonne, und seine Leistung sinkt spürbar, sobald eine Wolke vorbeizieht. An einem realen Wander- oder Camping-Tag dürfte das Erreichen einer vollen Ladung auf diesem Weg also eher mehrere Stunden verteilter Sonneneinstrahlung erfordern als eine durchgehende Sitzung.

Sunslice empfiehlt im Übrigen selbst, die Fusion-Flex-Module an eine Powerbank statt direkt an ein Telefon anzuschließen, genau um diese Schwankungen der Leistung auszugleichen. Die Gravity 5 übernimmt im Ökosystem der Marke genau diese Vermittlerrolle: eine Konsequenz im Sortiment, die für alle sinnvoll ist, die bereits ein Sunslice-Modul besitzen oder in Erwägung ziehen, aber keinen Nutzen bringt, wer keine Verwendung dafür hat.

6 W
für die Rechnung verwendetes Fusion-Flex-Modul
3h05
theoretische Untergrenze bei ununterbrochenem vollen Sonnenschein

Sunslice, eine belgische Marke, die knapp der Pleite entging

Sunslice ist ein 2017 in Louvain-la-Neuve gegründetes belgisches Unternehmen zweier Bauingenieure der UCLouvain, Geoffroy Ghion und Henri Gernaey, ausgehend von einem während ihres Studiums entwickelten Solarladegerät. Der Firmensitz von Sunslice SRL liegt im Chemin du Cyclotron, in derselben wallonischen Universitätsstadt.

Der bisherige Weg des Unternehmens verlief keineswegs geradlinig. Getragen von der Nachfrage nach autonomen Energielösungen nach 2022 überschritt das Unternehmen in jenem Jahr erstmals einen Umsatz von 1 Million Euro, vor allem dank seiner tragbaren Generatoren. Die Nachfrage nach eben diesen Generatoren brach anschließend abrupt ein, und ein belgischer Investor, der seit neun Monaten verhandelt hatte, zog sich im September 2023 zurück und hinterließ den Gründern nahezu leere Kassen sowie einen erheblichen Bestand unverkaufter Geräte. Das Unternehmen fand seinen Schwung wieder, indem es sich auf einen unerwarteten Markt ausrichtete: die autonome Stromversorgung von Satelliten-Kommunikationsgeräten, mit Kits aus Batterien, Solarmodulen und Transportsystemen für Akteure der Branche wie Marlink, getragen vom Aufschwung von Starlink. Die geschäftliche Dynamik wurde ab 2025 wieder positiv.

Im Endkundengeschäft wird die Gravity 5 weiterhin über Amazon in mehreren europäischen Ländern sowie über die offizielle Website der Marke vertrieben, neben spezialisierten Outdoor-Händlern. Die Gravity 5 ist mit einer zweijährigen Garantie ausgestattet, der in dieser Kategorie üblichen Dauer, mit einem Kundendienst, der per E-Mail über Sunslice erreichbar ist. Für dieses Modell ist bislang weder ein Produktrückruf noch ein Sicherheitsproblem gemeldet worden.

Gegen Anker, Xiaomi und Varta: was den Unterschied rechtfertigt

Im Segment der 5000-mAh-Powerbanks zwischen etwa 15 und 30 Euro trifft die Gravity 5 auf dichte Konkurrenz. Drei Modelle gleicher Kapazität kämpfen um dasselbe Regal: das Anker Nano A1653, eine Referenz beim Schnellladen; das Xiaomi Ultra Slim 5000, eines der flachsten am Markt; und das Varta Energy 5000, eine günstigere solide Wahl.

Technischer Vergleich: Sunslice Gravity 5 im Vergleich zu ihren wichtigsten Alternativen (Datenblattangaben, ohne Gewähr)
KriteriumSunslice Gravity 5Anker Nano A1653Xiaomi Ultra Slim 5000Varta Energy 5000
Kapazität5000 mAh (18,5 Wh)5000 mAh (18 Wh)5000 mAh5000 mAh
Ausgangsleistung10 W (2x USB-A)22,5 W (USB-C, PD)20 W (USB-C)15 W
Gewicht125 g≈ 100 g≈ 93 g≈ 150 g
Pass-ThroughNeinJaNicht angegebenNicht angegeben
Kompatibel mit SolarmodulenJa (Sunslice-Ökosystem)NeinNeinNein
Beobachteter Preis24,94 €≈ 30 €≈ 20 €≈ 15 €

Das Anker Nano A1653 liegt dank seines 22,5-W-USB-C-Anschlusses und der Pass-Through-Funktion klar bei der Ladegeschwindigkeit vorn, und das Xiaomi Ultra Slim bleibt auf der Waage flacher. Das Varta Energy 5000 spielt die Preiskarte, auf Kosten eines schwereren Gehäuses und geringerer Leistung. Die Gravity 5 gewinnt somit weder beim Preis noch bei der reinen Leistung: Sie hebt sich durch ihren doppelten USB-C- und Micro-USB-Eingang ab und vor allem durch ihre direkte Kompatibilität mit den faltbaren Sunslice-Solarmodulen, ein Argument, das keine der drei anderen für sich beanspruchen kann.

Gravity 5, 10 oder 20: welche in der Sunslice-Reihe wählen

Sunslice staffelt seine Gravity-Reihe über mehrere Kapazitäten, darunter die ebenfalls auf dieser Seite besprochenen Gravity 10 und 20. Alle drei Modelle teilen dieselbe Kompatibilität mit den Fusion-Flex-Solarmodulen und dieselbe zweijährige Garantie, unterscheiden sich aber deutlich bei Anschlüssen und Ausstattung.

Sunslice Gravity 5 im Vergleich zur Gravity 10 und 20 (jeweilige Datenblätter)
MerkmalGravity 5Gravity 10Gravity 20
Kapazität5000 mAh (18,5 Wh)10000 mAh (37 Wh)20000 mAh (74 Wh)
Gewicht125 g220 g400 g
Dichte6,8 g je Wh5,9 g je Wh5,4 g je Wh
Leistung10 W insgesamt (2x USB-A)18 W je Anschluss (1 USB-C, 2 USB-A)18 W je Anschluss (1 USB-C, 2 USB-A)
Integrierte LampeNeinJaJa

Der Sprung nach oben betrifft nicht nur die Kapazität: Die Gravity 10 und 20 ergänzen einen USB-C-Ausgang, eine integrierte LED-Lampe und eine deutlich höhere Leistungsgrenze je Anschluss, auf Kosten eines spürbar höheren Gewichts und Volumens. Die Gravity 5 bleibt als einzige der drei unauffällig in einer Hosentasche verschwindend, aber auch als einzige ohne Lampe und ohne USB-C-Anschluss. Für einen gelegentlichen, sehr leichten Einsatz ergibt sie Sinn; für einen längeren Einsatz im Freien oder mit anspruchsvolleren Geräten bietet die Gravity 10 die bessere Balance zwischen Gewicht und realer Kapazität.

Tasche, Handtasche, Reise-Necessaire: für wen sie geeignet ist

Im Alltag erfüllt die Gravity 5 eine einfache Reservefunktion: Sie gibt einem Smartphone, dessen Akku am Ende des Tages schwächelt, zusätzliche Reichweite, ohne etwas Sperriges mitschleppen zu müssen. Format und Gewicht lassen sie leicht in einer Tasche, einer Handtasche oder einem Kulturbeutel vergessen, bis sie tatsächlich gebraucht wird.

Auf Reisen erleichtert der doppelte USB-C- oder Micro-USB-Eingang die Dinge, wenn ein Kabel mit Reisebegleitung geteilt wird, die einen anderen Gerätetyp besitzt. Bei leichten Wanderungen oder gelegentlichem Camping erlaubt die Kompatibilität mit den Fusion-Flex-Solarmodulen, über die Stunden des Sonnenscheins hinweg eine bescheidene Reserve aufzubauen.

Geeignet ist sie für alle, die eine minimalistische Energiereserve für das Smartphone suchen, Gewicht und Format über alles stellen, und es schätzen, sie mit einem beliebig verfügbaren Kabel laden zu können.

Weniger geeignet ist sie für alle, die regelmäßig mehrere Geräte gleichzeitig laden, die schnellste Ladung am Markt suchen, eine integrierte Lampe oder einen USB-C-Anschluss benötigen, oder sie häufig ohne zusätzlichen Schutz dem Regen aussetzen.

In einem Satz: die leichteste und einfachste Powerbank der Sunslice-Gravity-Reihe, gedacht für ultraleichte Reserve-Energie, nicht für Geschwindigkeit oder Vielseitigkeit.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,8/5
Kapazität und Laufzeit 4,0
Ausgangsleistung 3,5
Format und Gewicht 3,7
Anschlüsse und Kabel 3,6
Aufladung 4,0
Verarbeitung und Ausdauer 4,0
Sunslice Gravity 5: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Sunslice Gravity 5

Sunslice Gravity 5

Ansehen

Mit nur 125 Gramm und 5000 mAh passt die Gravity 5 von Sunslice in jede Tasche und lädt Ihr Smartphone auf Wanderungen oder Reisen zuverlässig nach.

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Sunslice Gravity 10

Sunslice Gravity 10

Ansehen (1)

Die Gravity 10 von Sunslice kombiniert 10000 mAh mit 18 W Schnellladung über drei Anschlüsse, für mehrere Tage Wandern oder Reisen ohne Steckdose.

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Sunslice Gravity 20

Sunslice Gravity 20

Ansehen (1)

Mit 20000 mAh und bis zu sechs angekündigten Smartphone-Ladungen ist die Sunslice Gravity 20 für lange Tage im Freien gemacht, fernab jeder Steckdose.

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Anker Nano A1653

Anker Nano A1653

66.71€ (57)

Eine 5000-mAh-Taschen-Powerbank, die sich dank ihres integrierten klappbaren USB-C-Steckers direkt ans Handy stecken lässt, 22,5 W und knapp 100 g.

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Xiaomi Ultra Slim 5000

Xiaomi Ultra Slim 5000

29.99€ (4)

Zehn Millimeter dünn und 93 Gramm: eine Powerbank in der Größe einer Bankkarte, die in die Gesäßtasche rutscht, ohne dass man sie spürt.

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Varta Energy 5000

Varta Energy 5000

14.99€ (38)

Eine einfache, günstige 5000-mAh-Powerbank von Varta, mit zwei USB-A-Anschlüssen, einem USB-C und genug für bis zu drei Geräte.

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Häufige Fragen

18,5 Wh. Die Rechnung geht von der realen Pack-Spannung von 3,7 V aus, multipliziert mit den auf der Verpackung angegebenen 5000 mAh: 5000 mAh mal 3,7 V ergeben 18,5 Wh, der Wert, den Sunslice selbst in seinem Datenblatt veröffentlicht.

Nein, sie verfügt über kein Schnellladeprotokoll: Ihre zwei USB-A-Anschlüsse sind auf insgesamt 10 W begrenzt, ohne Power Delivery oder Quick Charge. Eine Konkurrentin mit einem USB-C-Anschluss ab 18 W schneidet hier deutlich besser ab.

Ja. Mit 18,5 Wh liegt sie weit unter dem Limit von 100 Wh, das die Mitnahme im Kabinengepäck ohne besondere Genehmigung erlaubt, solange sie im Handgepäck bleibt.

Sunslice veröffentlicht keine offizielle Angabe. Mit einer Eingangsgrenze von 10 W dauert das Auffüllen der 18,5 Wh des Packs rechnerisch und bei konstanter Leistung etwas weniger als zwei Stunden; die übliche Verlangsamung von Lithiumzellen gegen Ende der Ladung verlängert dies in der Praxis noch etwas.

Nein. Für dieses Modell wird keine IP-Schutzklasse angegeben, und anders als bei der Gravity 10 und 20 derselben Reihe gibt es für dieses Format keine verstärkte Extreme-Version. Das Handbuch empfiehlt ausdrücklich, das Gerät von Regen und Wasser fernzuhalten.

Ja, über ihren USB-C- oder Micro-USB-Eingang ist sie mit den faltbaren Sunslice-Fusion-Flex-Solarmodulen kompatibel. Mit dem kleinsten Modul der Reihe, mit 6 W Nennleistung, dauert das Auffüllen der 18,5 Wh aus leerem Zustand mindestens etwas mehr als drei Stunden bei ununterbrochenem vollen Sonnenschein, eine theoretische Untergrenze, die in der Praxis wegen Wolken und Modulausrichtung selten erreicht wird.