Noco GB50 Boost XL: unsere ausführliche Einschätzung

Nach einem beschriebenen deutschen Prüfverfahren startet der GB50 einen Diesel ebenso zuverlässig wie einen Benziner mit schwacher Batterie. Ein wiederkehrender Mangel verdient dagegen Aufmerksamkeit vor dem Kauf: Schalter, die bei manchen Nutzern nach einigen Monaten nicht mehr reagieren, oft verbunden mit einer Lagerung im Fahrzeuginnenraum bei großer Hitze.

Unsere Note
4,1/5
Tatsächlich gelieferter Strom: 4,0 von 5 (Gewichtung 30 %)Strom4,0Kälteverhalten: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Kälte3,9Kapazität und Vielseitigkeit: 4,3 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,3Sicherheit und Schutzfunktionen: 4,4 von 5 (Gewichtung 15 %)Sicherheit4,4Verarbeitung und Ausdauer: 3,7 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,7

Wie wird diese Note berechnet?

Starthilfegerät Noco GB50 Boost XL mit seinen Polzangen vor hellem Hintergrund

Das Wichtigste

Der GB50 hält sein wichtigstes Versprechen: Nach einem beschriebenen deutschen Prüfverfahren (drei erfolgreiche Startvorgänge gefordert, an einem Jeep Wrangler Diesel mit sehr schwacher Batterie und einem Ford Focus Benziner mit schwacher Batterie) erhält er die Bewertung „empfehlenswert“, ohne als Bester seiner Kategorie hervorzutreten. Seine Position zwischen GB40 und GB70 bleibt stimmig: 1500 A, Benzin bis 7,0 L und vor allem Diesel bis 4,5 L, eine Schwelle, die den Großteil des europäischen Fahrzeugbestands abdeckt. Der Punkt, der am stärksten auf die Note drückt, betrifft die Verarbeitung: Ein Schalterfehler taucht in mehreren unabhängigen Demontage-Berichten und nicht kommerziellen Forenbeiträgen auf, mit einer plausiblen Ursache, einer Hitzeempfindlichkeit bei längerer Lagerung im Fahrzeuginnenraum. Bis heute wurde kein Sicherheitsrückruf für dieses Modell gefunden. Der USB-C-Ladeeingang mit 10 W bleibt langsam, und es wurde auch keine unabhängige Messung zum Verhalten bei Kälte gefunden. Eine gute Wahl für alle mit einer Diesel-Limousine oder einem SUV, sofern er vor Hitze geschützt gelagert wird.

Stärken

  • Erfolgreicher Start eines Diesels mit sehr schwacher Batterie und eines Benziners mit schwacher Batterie, nach einem beschriebenen deutschen Prüfverfahren
  • Sinnvolle Positionierung zwischen GB40 und GB70: Die Dieselgrenze steigt von 3,0 auf 4,5 L für etwa zehn Euro mehr als beim GB40
  • Klemmen, die im herangezogenen Vergleich zu den bestbewerteten ihrer Kategorie gehören: schmal, mit weiter Öffnung
  • UltraSafe-Schutz (funkenfrei, verpolungssicher), bis heute kein Sicherheitsrückruf gefunden
  • Kompaktes Format trotz der Leistung: 1098 g mit Klemmen bei der herangezogenen unabhängigen Wägung

Schwächen

  • Wiederkehrender Schalterfehler bei manchen Nutzern, festgestellt in mehreren Demontage-Berichten und nicht kommerziellen Forenbeiträgen, auftretend von wenigen Tagen bis 2-3 Monaten nach dem Kauf
  • Plausible Hitzeempfindlichkeit bei längerer Lagerung im Fahrzeuginnenraum, vermutet als wahrscheinliche Ursache des oben genannten Fehlers
  • Ladeeingang nur USB-C mit 10 W, eine Vollladung dauert mehrere Stunden, kein Netzteil im Karton enthalten
  • Keine unabhängige Messung zum Kälteverhalten für dieses genaue Modell gefunden
  • Beherrscht kein 24 Volt, kommt für Lkw oder Traktor nicht infrage
  • Ein neueres Modell der benachbarten Reihe (GBX55) hat eine ähnliche Positionierung und kann beim Kauf verwechselt werden
Noco GB50 Boost XL: Datenblatt und Preis ansehen →

Erfolgreicher Start bei Diesel und Benziner mit schwacher Batterie

Nach einem in Deutschland veröffentlichten Prüfverfahren (drei erfolgreiche Startvorgänge gefordert, maximal fünf Sekunden Anlassdauer je Versuch, fünfzehn Sekunden Pause zwischen den Versuchen) startet der GB50 erfolgreich zwei konkrete Fälle: einen Jeep Wrangler mit 2,8 L Diesel und einer sehr entladenen 94-Ah-Batterie sowie einen Ford Focus mit 1.5 EcoBoost Benzinmotor und einer schwachen 65-Ah-Batterie. Ergebnis: die Bewertung „empfehlenswert“, ein positives Urteil, ohne den besten Platz im Vergleich zu erreichen, geschlagen von einem Blei-Modell derselben Auswahl.

1098 g
Gewicht mit Klemmen, unabhängige Wägung
210x85x50 mm
Gemessene Abmessungen

Die Klemmen des GB50 gehören zu den besten dieser Auswahl, schmal und mit weiter Öffnung, ein konkreter Vorteil für alle, die schlecht zugängliche Batteriepole erreichen müssen. Im Gegenzug tritt das Gerät in diesem Vergleich als das schwerste seiner Kategorie auf, und im Karton liegt kein Netzteil.

Für den genauen Spitzenstrom in Ampere wurde dagegen keine unabhängige Messung gefunden: Bei diesem Prüfverfahren wird nur ein Ergebnis nach Erfolg/Misserfolg veröffentlicht, kein gemessener Wert für den tatsächlich abgegebenen Strom.

1500 A, Diesel bis 4,5 L: die strategische Stellung in der Reihe

Der GB50 besetzt eine kalkulierte Position in Nocos Boost-Reihe. Der GB40 darunter endet bei 1000 A und 3,0 L Diesel: genug für einen Diesel-Kleinwagen, zu wenig, sobald es um eine Familienlimousine oder ein SUV geht. Der GB70 darüber steigt auf 2000 A und 6,0 L Diesel, wiegt und kostet dabei aber spürbar mehr. Dazwischen hebt der GB50 die zugelassene Dieselgrenze von 3,0 auf 4,5 L an, für etwa zehn Euro mehr als der GB40, eine Schwelle, die den Großteil der europäischen Diesel-Mittelklasse abdeckt.

Ein wiederkehrender Schalterfehler mit plausibler Ursache

Das ist der wichtigste Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte. Mehrere unabhängige, nicht kommerzielle Erfahrungsberichte, darunter eine ausführliche Demontage, beschreiben Schalter, die bei manchen Einheiten schon nach wenigen Betätigungen nicht mehr reagieren, mit einer plausiblen Ursache in Einstiegskomponenten, die im Gehäuse zu wenig Spielraum für ihren Hub haben. Der Zeitpunkt des Auftretens reicht von wenigen Tagen bis zu zwei oder drei Monaten nach dem Kauf.

Vermutete Ursache: mehrere Nutzer bringen diesen Fehler mit einer längeren Lagerung im Fahrzeuginnenraum bei großer Hitze in Verbindung und berichten von einer deutlichen Verbesserung der Lebensdauer, sobald diese Gewohnheit aufgegeben wurde. Eine Aufbewahrung fern von direkter Hitze (zum Beispiel im Handschuhfach statt auf der Hutablage) ist angesichts dieses Hinweises eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

Ein verwandter Fehler, ein das Gehäuse verformender aufgeblähter Akku, tritt ebenfalls beim GB70 auf, dem nächsthöheren Modell der Reihe, was auf einen gemeinsamen Aufmerksamkeitspunkt dieser Produktgeneration hindeutet statt auf ein auf den GB50 beschränktes Einzelproblem.

UltraSafe-Schutz und bislang kein Sicherheitsrückruf

Die UltraSafe-Technik (Klemmen bleiben stromlos, solange der Anschluss nicht korrekt ist, mit Erkennung und Blockierung einer Verpolung) ist identisch mit dem Rest der Reihe und bleibt das wichtigste Sicherheitsargument gegenüber klassischen Starthilfekabeln. Für die Boost-Reihe von Noco wurde bis heute kein Sicherheitsrückruf gefunden, anders als bei manchen direkten Wettbewerbern, bei denen Batteriedefekte den US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörden gemeldet wurden. Dieses Fehlen eines Rückrufs garantiert kein zukünftiges Problem, bleibt aber ein günstiges Signal zur bisherigen Historie des Produkts.

USB-C-Ladeeingang mit 10 W: die eingeräumte Schwäche dieser Generation

Wie beim Rest der Boost-Reihe dieser Generation erfolgt die Ladung über USB-C mit 10 W, eine Vollladung dauert also mehrere Stunden. Im Karton liegt kein Netzteil. Besser das Gerät am Vorabend einer Fahrt anschließen als in letzter Minute, eine Einschränkung, die die neuere GBX-Reihe mit deutlich schnellerer USB-C-Power-Delivery-Ladung behebt.

GB50 oder GBX55: zwei getrennte Reihen, die nicht zu verwechseln sind

Der GB50 gehört zur ursprünglichen Boost-Reihe (GB20/GB40/GB50/GB70/GB150), die weiterhin im Katalog steht. Noco vertreibt daneben eine neuere Reihe, Boost X (GBX45/GBX55/GBX75/GBX155), mit überarbeitetem Thermomanagement und deutlich schnellerer USB-C-Power-Delivery-Ladung. Besonders der GBX55 liegt mit seiner Positionierung nah am GB50 (1750 A, Vollladung in etwa 1,5 Stunden statt 5 Stunden) bei vergleichbarem Preis: Wer online nach „Noco 1500 A“ sucht oder Bewertungen vergleicht, kann die beiden optisch ähnlichen Reihen durchaus verwechseln. Es wurde kein Beleg für eine interne Überarbeitung des GB50 selbst unter demselben Namen gefunden: Das Verwechslungsrisiko liegt in der Wahl zwischen zwei getrennten Reihen, nicht in einer stillen Weiterentwicklung dieses genauen Modells.

Ermittelter Preis und Verfügbarkeit

Der ermittelte Preis für den GB50 liegt bei rund 132 €. Noco, 1914 in Cleveland (Ohio) unter dem Namen Nook & O'Neill gegründet, ist bis heute ein Familienunternehmen ohne bekannte externe Finanzierungsrunde und war ursprünglich auf Batteriepflege spezialisiert, bevor die Elektronik hinzukam. Der GB50 wird offiziell auch in Japan vertrieben, zusammen mit dem Rest der Boost-Reihe.

Im Vergleich zu GB40 und GB70

Die Wahl hängt weitgehend vom Dieselhubraum des abzudeckenden Fahrzeugs ab.

Technischer Vergleich: Noco GB50 gegen GB40 und GB70
KriteriumNoco GB40Noco GB50Noco GB70
Spitzenstrom1000 A1500 A2000 A
DieselBis 3,0 LBis 4,5 LBis 6,0 L
LED-Leuchte100 Lumen200 Lumen400 Lumen
Ermittelter Preis≈ 122 €≈ 132 €≈ 167 €

Für etwa zehn Euro mehr als der GB40 hebt der GB50 die zugelassene Dieselgrenze von 3,0 auf 4,5 L an, der Abstand zwischen einem Diesel-Kleinwagen und einer Familienlimousine oder einem SUV: Das rechtfertigt den Aufpreis für die meisten Autofahrer bereits allein. Der GB70 behält seinen Vorteil jenseits von 4,5 L Diesel, also für einen Transporter oder ein großes SUV, um den Preis eines schwereren und teureren Geräts.

Für wen er geeignet ist, für wen nicht

Geeignet ist er für alle mit einer Familienlimousine, einem SUV oder einem kleinen Diesel-Transporter bis 4,5 L, die ihn vor starker direkter Hitze geschützt lagern können statt auf der Hutablage in praller Sonne.

Nicht geeignet ist er für alle, die vor einer bevorstehenden Abfahrt eine schnelle Ladung brauchen (der USB-C-Eingang mit 10 W braucht mehrere Stunden), ebenso wenig für alle mit einem schweren Nutzfahrzeug oder einem Diesel-Traktor über 4,5 L, für die der GB70 oder ein 24-V-Modell weiterhin nötig ist.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,1/5
Tatsächlich gelieferter Strom 4,0
Kälteverhalten 3,9
Kapazität und Vielseitigkeit 4,3
Sicherheit und Schutzfunktionen 4,4
Verarbeitung und Ausdauer 3,7
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Das Produkt und seine Alternativen

Noco GB50 Boost XL

Noco GB50 Boost XL

Ansehen (59)

Das fehlende Glied zwischen GB40 und GB70: 1500 Ampere, Diesel bis 4,5 Liter, dreißig Startvorgänge je Ladung, für kaum mehr als das Modell darunter.

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Noco GB20 Boost Sport

Noco GB20 Boost Sport

85.29€ (53)

Der kleinste Noco, der wirklich unter die Motorradsitzbank passt: 500 Ampere, ein Kilo, und derselbe UltraSafe-Schutz wie bei den großen Brüdern.

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Noco Boost GB70

Noco Boost GB70

204.99€ (76)

Die Starthilfe, die vor großen Motoren nicht zurückschreckt: Der Noco GB70 liefert 2000A, um einen Benziner bis 8L oder Diesel bis 6L sicher wieder zu starten.

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Häufige Fragen

Nach einem beschriebenen deutschen Prüfverfahren (drei erfolgreiche Startvorgänge gefordert) startet der GB50 erfolgreich einen Jeep Wrangler mit 2,8 L Diesel und einer sehr entladenen 94-Ah-Batterie, mit der Gesamtbewertung „empfehlenswert“, ohne als Bester seiner Kategorie hervorzutreten.

Ein Schalterfehler taucht in mehreren unabhängigen Demontage-Berichten und nicht kommerziellen Forenbeiträgen auf und zeigt sich von wenigen Tagen bis zwei oder drei Monaten nach dem Kauf. Als plausible Ursache wird eine Hitzeempfindlichkeit bei längerer Lagerung im Fahrzeuginnenraum genannt: eine Aufbewahrung fern von direkter Hitze ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

Der Ladeeingang ist USB-C mit 10 W, eine Vollladung dauert also mehrere Stunden, ein Netzteil liegt dem Karton nicht bei. Besser das Gerät am Vorabend einer Fahrt anschließen als in letzter Minute.

Der GB50 gehört zur ursprünglichen Boost-Reihe, der GBX55 zur neueren Boost-X-Reihe mit deutlich schnellerer USB-C-Power-Delivery-Ladung (etwa 1,5 Stunden statt 5 Stunden). Beide liegen bei Positionierung und Preis nah beieinander: Vor dem Kauf genau prüfen, welche der beiden Reihen man gerade vor sich hat.

Der GB50 hebt die zugelassene Dieselgrenze von 3,0 auf 4,5 L an, für etwa zehn Euro mehr als der GB40, eine Schwelle, die eine Familienlimousine oder ein SUV abdeckt, wo der GB40 auf einen Diesel-Kleinwagen beschränkt bleibt. Für einen kleinen Benziner ohne Diesel im Spiel reicht der GB40.