Das Taschenformat der Reihe, gedacht für Motorrad und kleinen Benziner
Der GB20 eröffnet die Boost-Reihe von Noco mit einem klaren Ziel: jene Fahrzeuge abzudecken, für die die größeren Modelle überdimensioniert wären. Seine 500 A Spitzenstrom erwecken einen Benzinmotor bis 4,0 L wieder, selbst bei völlig leerer Batterie, was nahezu den gesamten Stadtbestand, Motorräder, Quads, Jetskis und Aufsitzmäher umfasst. Der GB20 startet ein Benzinfahrzeug mit schwacher Batterie erfolgreich, ein unauffälliges Ergebnis ohne Besonderheiten.
Das Format passt tatsächlich unter eine Motorradsitzbank oder in ein Türfach, wo ein GB70 nicht hineingeht. Ein Starthilfegerät, das man dabeihat, ist mehr wert als eines, das in der Garage bleibt: Das ist das zentrale Argument dieses Modells.
Kein Diesel: eine online manchmal verwechselte Grenze
Noco gibt den GB20 nur für Benzin frei, bis 4,0 L Hubraum. Keine gefundenen Daten widersprechen dieser Obergrenze, in keine Richtung: Es handelt sich um eine vom Hersteller offen eingeräumte Grenze, nicht um eine Grauzone. Der eigentliche Punkt, auf den man achten sollte, liegt woanders: Mehrere Online-Vergleichsportale verwechseln diese Grenze fälschlich mit der des GB40, der Diesel bis 3,0 L abdeckt. Ist Ihr Fahrzeug ein Diesel oder ein Benziner über vier Litern, führt der Weg zum GB40 oder GB50.
Ladekabel: Micro-USB, nicht USB-C
Vor dem Kauf zu prüfen: Der Ladeeingang des GB20 ist Micro-USB (5V/2,1A), kein USB-C. Das ist kein belangloses Detail: Der stärkere GB50 hat tatsächlich USB-C, und dieser Unterschied wird auf manchen fremden Händlerseiten verwischt, die den GB20 fälschlich mit einem USB-C-Anschluss beschreiben. Rechnen Sie mit etwa 3 Stunden bei einem 2-A-Ladegerät, 6 Stunden bei 1 A, bis zu 12 Stunden bei 0,5 A.
Kein unabhängiger Test mit veröffentlichten Zahlen für dieses genaue Modell gefunden
Anders als beim GB50 wurde für den GB20 kein deutscher oder englischsprachiger Vergleich mit beschriebenem Prüfverfahren gefunden: Sein interner Akku, kleiner als der der größeren Modelle, platziert ihn unterhalb der Kapazitätsschwelle, die mehrere herangezogene Vergleichstests für ihre Auswahl ansetzen. Das ist eine echte Lücke, die ehrlich benannt werden sollte, statt sie mit einer Schätzung zu füllen: Sie mindert das Vertrauen, das man den angegebenen Laufzeitwerten entgegenbringen kann, ohne deshalb ein Mangel des Produkts selbst zu sein.
UltraSafe-Schutz und manuelle Umgehungsfunktion
Die UltraSafe-Technik (Klemmen bleiben stromlos, solange der Anschluss nicht korrekt ist, mit aktiver Blockierung bei Verpolung) funktioniert wie erwartet, mit einer manuellen Umgehungsfunktion für Situationen, in denen das Gerät die Verbindung trotz Erkennung erzwingen muss. Das ist derselbe Schutz wie beim Rest der Reihe, ohne Abstriche für dieses Einstiegsmodell.
Bescheidene Powerbank-Funktion, verbesserungswürdige Anleitung
Der interne 24-Wattstunden-Akku rettet ein Handy, mehr nicht: Die Powerbank-Funktion bleibt eher schwachbrüstig, gerade ausreichend für eine Smartphone-Ladung. Ein weiterer, kleiner, aber realer Punkt: Die Schrift der mitgelieferten gedruckten Anleitung bleibt für angenehmes Lesen zu klein, auch wenn die grundlegende Bedienung intuitiv bleibt.
Ermittelter Preis und Verfügbarkeit
Der ermittelte Preis für den GB20 liegt bei rund 88 €, dem niedrigsten der Boost-Reihe. Der offizielle Vertrieb des Modells auf dem japanischen Markt bleibt unsicher: Es erscheint nicht auf der Seite des offiziellen Vertriebspartners, die die größeren Modelle der Reihe auflistet, anders als der GB50.
Im Vergleich zum GB50: Die Wahl entscheidet sich an Kraftstoff und Budget
Die Überlegung ist einfach und läuft auf eine Frage hinaus: Ist Ihr Fahrzeug ein Diesel?
| Kriterium | Noco GB20 | Noco GB50 |
|---|---|---|
| Spitzenstrom | 500 A | 1500 A |
| Benzin | Bis 4,0 L | Bis 7,0 L |
| Diesel | Nicht freigegeben | Bis 4,5 L |
| Ladekabel | Micro-USB | USB-C |
| Ermittelter Preis | ≈ 88 € | ≈ 132 € |
Wer nur einen kleinen Benziner, ein Motorrad oder ein Freizeitfahrzeug besitzt, kommt mit dem GB20 für rund vierzig Euro weniger und in einem deutlich transportableren Format aus. Sobald ein Diesel in die Garage kommt, wird er ungeeignet, und der GB50 übernimmt, dafür aber mit einem schwereren Gerät und einem bei diesem höheren Modell festgestellten Schalterfehler, für den es beim GB20 kein ebenso eindeutiges Gegenstück gibt.
Für wen er geeignet ist, für wen nicht
Geeignet ist er für alle mit einem Benzin-Kleinwagen, einem Motorrad, einem Quad oder einem Freizeitfahrzeug, die das ehrlichste Einstiegsticket in die UltraSafe-Sicherheit suchen, ohne für unnötige Leistung zu zahlen.
Nicht geeignet ist er für alle mit einem Diesel, selbst mit kleinem Hubraum, ebenso wenig für alle, die eine ernsthafte Powerbank-Funktion für mehr als eine gelegentliche Handy-Notladung suchen.


