Der angegebene Ladestrom, in der Praxis bestätigt
Für zwei AA-Akkus liegt der Ladestrom bei etwa 1500mA, mit gelegentlichen höheren Spitzen. Diese Zahl passt zu den von Panasonic angegebenen Ladezeiten: etwa 1,5 bis 2 Stunden für zwei AA-eneloop-pro-Akkus und 3 bis 4 Stunden für einen kompletten Satz von vier. Für einen einzelnen AAA-Akku dauert die Ladung etwa 1 Stunde 40.
Die wirkliche Schwachstelle: die Erkennung bestimmter Akkus
Das ist der wichtigste Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte. Das Ladegerät kann einen Fehler anzeigen oder die Ladung bestimmter Akkus verweigern, obwohl diese in gutem Zustand sind, auch bei aktuellen eneloop-Zellen der Marke selbst. Die Ursache liegt vermutlich in der Messung des Innenwiderstands beim Einlegen: Ein alter Akku, oder einer, der bereits stark beansprucht wurde, kann einen Innenwiderstand aufweisen, der dem einer nicht wiederaufladbaren Alkalibatterie nahekommt, was das Ladegerät sicherheitshalber ablehnt. Dieses Verhalten schützt vor einem realen Risiko (das Laden eines Akkus, der es nicht verträgt), wirkt in seiner Ausführung aber manchmal zu vorsichtig und schließt noch funktionsfähige Akkus aus. Dieses Problem betrifft nicht jedes Exemplar: Viele über Jahre hinweg genutzte Geräte erleben es nie, aber das Problem bleibt real.
Das LCD-Display, das zentrale Argument dieses Modells
Das unterscheidet das BQ-CC65 vom Rest der eneloop-Reihe: Ein LCD-Display zeigt für jeden Schacht Spannung, wiederhergestellte Kapazität in mAh und Wh sowie die verbleibende Ladezeit an. So lässt sich ein müder Akku erkennen, noch bevor man ihn auflädt, oder objektiv prüfen, ob ein Akku noch seine angegebene Kapazität hält. Ohne Display begnügt sich das BQ-CC55, sein kleiner Bruder, mit einfachen LEDs und einem ansonsten identischen Ladestrom.
Der Refresh-Modus, nützlich, aber mit Einschränkungen
Der Refresh-Modus entlädt einen Akku vollständig, bevor er ihn wieder auflädt, was einem alten, ungenutzten Akku etwas Kapazität zurückgeben kann: Bei mehrere Jahre alten Akkus kehrt so eine messbare Kapazität zurück. Sein tatsächlicher Nutzen bei modernen eneloop-Akkus, deren Memory-Effekt konstruktionsbedingt bereits gering ist, bleibt für den Alltagsgebrauch fraglich. Der Modus gilt für alle eingelegten Akkus gleichzeitig, ohne individuelle Einstellung je Schacht, anders als bei manchen höherwertigen Konkurrenzladegeräten.
Der USB-Notausgang, eine Nebenfunktion
Der USB-Ausgang liefert etwa 1,15A, leicht über dem angegebenen 1A. Er funktioniert jedoch nicht gleichzeitig mit der Akkuladung: Schließt man ein Gerät zum Aufladen an, pausiert die Akkuladung für die Dauer der Nutzung. Der Ausgang schaltet sich außerdem automatisch nach etwa einer Minute ab, wenn das angeschlossene Gerät weniger als 100mA zieht, was ihn für sehr kleine, verbrauchsarme Geräte wenig geeignet macht.
Preis und Verfügbarkeit
Der beobachtete Preis liegt bei etwa 50 bis 70€, eine deutliche Stufe über einfachen Akkuladegeräten. Das ist nicht immer der günstigste Tarif am Markt für dieses konkrete Modell: Andere Händler bieten manchmal einen spürbar niedrigeren Preis. Das Produkt wird zudem nicht über den offiziellen Vertriebsweg in Japan verkauft, sondern ist nur in Europa sowie über einen begrenzten Wiederverkaufsmarkt anderswo erhältlich.

