APsystems EZ1-M: unsere ausführliche Einschätzung

Die beiden MPPT-Eingänge arbeiten wirklich unabhängig voneinander und nehmen zusammen bis zu 1460 Wp auf, mehr als bei den direkten Mitbewerbern, doch die behördliche Einordnung dieses Mikrowechselrichters unterscheidet sich von Markt zu Markt erheblich.

Unsere Note
4,1/5
Wirkungsgrad: 4,1 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad4,1Solareingang und MPPT: 4,4 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar4,4Steuerung und Intelligenz: 3,9 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,9Installation und Konformität: 3,9 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,9Verarbeitung und Ausdauer: 4,2 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,2

Wie wird diese Note berechnet?

Solar-Mikrowechselrichter APsystems EZ1-M von vorne, schwarzes Gehäuse mit MC4-Steckverbindern und Netzkabel

Das Wichtigste

Der APsystems EZ1-M hält sein technisches Versprechen: zwei wirklich unabhängige MPPT-Eingänge, eine mit 1460 Wp gegenüber den direkten Mitbewerbern höhere Solarleistung am Eingang, und eine Ausgangsleistung, die bei voller Sonne 810 bis 825 W erreicht, bei angegebenen 799 VA. Seine lokale Steuerung per API und die native Home-Assistant-Anbindung sind auf diesem Preissegment selten, auch wenn das eingebaute WLAN auf 2,4 GHz beschränkt bleibt und nur eine bescheidene Reichweite bietet. Ohne kompatible Batterie geht jeder nicht sofort verbrauchte Überschuss ans Netz, und die Liste der drei anerkannten Batterien bleibt kurz gegenüber den modularen Ökosystemen von Zendure oder EcoFlow. Die behördliche Seite lässt sich nicht auf eine einzige Zahl reduzieren: einfach in Deutschland, korrekt in Frankreich, aufwendiger in Italien und Spanien, im Vereinigten Königreich noch unklar, und in den USA für diese genaue Version derzeit nicht direkt erreichbar. Eine ausgezeichnete Wahl für den einfachen Einstieg in den Solarstrom vom Balkon, sofern man diese Grenzen kennt und akzeptiert.

Stärken

  • Zwei wirklich unabhängige MPPT-Eingänge, zusammen bis zu 1460 Wp gegenüber 1200 W bei den beiden direkten Mitbewerbern
  • Reale Ausgangsleistung von 810 bis 825 W bei voller Sonne, auf Höhe oder über den angegebenen 799 VA
  • Kostenlose lokale API und native Home-Assistant-Anbindung, eine Seltenheit in diesem Preissegment
  • Echtes IP67-Gehäuse, Betriebsbereich von -40 bis +65 °C und 12 Jahre Standardgarantie
  • Wirklich steckfertige Installation, MC4-Steckverbinder von Stäubli, kein Eingriff am Sicherungskasten
  • Overpaneling mit bis zu 4 Modulen dank asymmetrischer Regelung je Eingang (bis 500 W auf einer einzelnen Leitung)

Schwächen

  • Ohne kompatible Batterie geht jeder nicht sofort verbrauchte Überschuss direkt ans Netz, verloren für den Haushalt
  • WLAN nur auf 2,4 GHz, praktische Reichweite von rund zehn Metern, Verbindungsabbrüche kommen regelmäßig vor (ohne dass die Produktion selbst stoppt)
  • Ausgangsleistung bei Erstinbetriebnahme je nach werkseitig eingestelltem Land manchmal auf 600 W begrenzt, ein Wert zum Nachprüfen
  • Liste kompatibler Batterien auf drei Modelle mit direktem DC-Anschluss begrenzt, ohne erweiterbares Ökosystem
  • Vereinzelte Komplettausfälle kommen vor (vollständiger Leistungsverlust auf beiden Kanälen), ohne Anzeichen einer erhöhten Ausfallquote
  • Behördlicher Aufwand in Italien und Spanien deutlich höher als in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in den USA weiterhin unklar
APsystems EZ1-M: Datenblatt und Preis ansehen →

Zwei wirklich unabhängige MPPT-Eingänge, bis zu 1460 W am Eingang

Jedes an den EZ1-M angeschlossene Modul verfügt über eine eigene Nachführung des maximalen Leistungspunkts (MPPT), ohne Abhängigkeit zwischen den beiden Eingängen. Ein Modul, das nachmittags teilweise im Schatten liegt oder anders ausgerichtet ist als das andere, liefert weiterhin, was es kann, ohne den Ertrag des zweiten zu drücken: genau dieser Fall ist auf einem Balkon oder an einer Fassade der Normalfall, wo beide Module fast nie exakt in dieselbe Richtung zeigen. Jeder Eingang nimmt ein Modul von 300 bis 730 Wp auf, macht zusammen 1460 Wp an Eingangsleistung, mehr als die 1200 W, die bei den beiden direkten Mitbewerbern ohne Speicher üblich sind.

1460 Wp
maximale Solarleistung am Eingang (2 x 730 Wp)
799 VA
maximale AC-Ausgangsleistung, ab 600 W einstellbar
500 W
maximale Leistung auf einem einzelnen der beiden Eingänge

Diese Unabhängigkeit bleibt nicht graue Theorie: Die Regelung je Eingang bleibt asymmetrisch, mit bis zu 500 W auf einer einzelnen Leitung, was ein Overpaneling erlaubt, also mehr Modulleistung anzuschließen, als die AC-Ausgangsleistung je hergeben kann, mit bis zu vier Modulen über Y-Adapter an den beiden physischen Eingängen. Praktisch für alle, die die Produktion über den Tag glätten wollen, statt auf eine schmale Mittagsspitze zu zielen, etwa mit je zwei Modulen Richtung Ost und West an einem Eingang.

Maximal aufnehmbare Solarleistung am Eingang: APsystems EZ1-M im Vergleich zu zwei konkurrierenden Mikrowechselrichtern, in Watt-PeakAPsystems EZ1-M1460 WpZendure SolarFlow 8001200 WpEcoFlow Stream1200 Wp50010001500 Wp
Kombinierte Solarleistung am Eingang (Watt-Peak) bei allen drei Geräten mit einer AC-Ausgangsleistung von rund 800 W.

Der angegebene Wirkungsgrad, und was sich davon einordnen lässt

APsystems gibt je nach Version des Datenblatts einen Spitzenwirkungsgrad zwischen 96,7 und 97,3 % an, dazu einen MPPT-Trackingwirkungsgrad von 99,5 %. Bei voller Sonne erreicht die Gesamtleistung beider Kanäle üblicherweise 810 bis 825 W, also auf Höhe oder leicht über den nominalen 799 VA: Das Gerät hält sein Leistungsversprechen ein.

97 %
angegebener Spitzenwirkungsgrad (96,7 bis 97,3 % je nach Datenblatt)
99,5 %
angegebener MPPT-Trackingwirkungsgrad
810-825 W
Gesamtleistung bei voller Sonne, bei angegebenen 799 VA

Eine ehrliche Einschränkung gehört dazu: Für den tatsächlichen Umwandlungswirkungsgrad des EZ1-M gibt es bislang keinen extern nachvollziehbaren Vergleichswert, anders als bei zwei direkten Mitbewerbern auf demselben Segment, dem Hoymiles HMS-800W-2T (realer Wirkungsgrad zwischen 93 und 94 %, gegenüber angegebenen 96,7 %) und dem EcoFlow Stream Mikrowechselrichter (90 bis 96 % je nach abgerufener Leistung). Die Herstellerangabe des EZ1-M bleibt damit ein über mehrere Datenblattversionen hinweg stimmiger Werkswert, ohne externen Abgleich bislang: weder ein Minuspunkt, noch eine Bestätigung. Wer den Wert selbst nachvollziehen möchte, findet in der App zumindest die Momentanleistung je Eingang, was einen groben Abgleich mit der Modulleistung an einem klaren Tag erlaubt, auch ohne eigenes Messgerät.

Die Einspeisegrenze: ein Wert, der von Land zu Land völlig unterschiedlich ausfällt

Der EZ1-M speist die vom Haushalt nicht sofort verbrauchte Energie direkt ins heimische Netz ein. Diese Einspeisung wird je nach Markt unterschiedlich geregelt, mit einer aktuellen Gemeinsamkeit: Die meisten europäischen Länder nähern sich inzwischen einer technischen Grenze nahe 800 W Wechselstrom an, bei weiterhin sehr unterschiedlichem Verwaltungsaufwand. Für ein Gerät, das an eine Haushaltssteckdose angeschlossen wird statt über einen Fachbetrieb, ist das kein Nebendetail: Es entscheidet, ob die Installation ein Wochenendprojekt bleibt oder ein mehrwöchiges Verwaltungsverfahren wird.

Einspeisegrenze und Verwaltungsaufwand für diese Art Mikrowechselrichter, Markt für Markt
MarktGrenze WechselstromVerfahren
Deutschland800 VA (bis zu 2000 Wp Module)Kostenlose Selbstregistrierung im Marktstammdatenregister, keine gesonderte Meldung beim Netzbetreiber nötig
Frankreich800 W je AbnahmestelleMeldung bei Enedis vor Inbetriebnahme, unabhängig von der Leistung; Consuel-Abnahme erst ab eigenem Stromkreis nötig
ItalienBis 799 W (Stufe « Mini-FV »)Comunicazione Unica beim örtlichen Verteilnetzbetreiber Pflicht, plus Konformitätserklärung ab 350 W
Spanien800 W (technischer Schwellenwert der ITC-BT-40)Technischer Schwellenwert, keine automatische Befreiung: Der Eigenverbrauch muss weiterhin bei der Regionalbehörde angemeldet werden
Vereinigtes KönigreichNach G98/G99 zugelassen (ENA-Referenz)Datenblatt konform, doch der mitgelieferte Schuko-Stecker passt nicht auf britische Steckdosen; der saubere Anschluss erfolgt über einen zugelassenen Elektriker
USAJe nach Bundesstaat unterschiedlich, kein einheitlicher BundesrahmenNur in einer Handvoll Pionierstaaten legal; der EZ1-M selbst, für ein 230-V-Netz ausgelegt, ist dort nicht das vertriebene Modell

Deutschland ist inzwischen der am weitesten entwickelte Markt für dieses Produkt: Seit dem Solarpaket I ist die Bagatellgrenze von 600 auf 800 W gestiegen, und die frühere separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt vollständig. Übrig bleibt ein einziger Schritt, die kostenlose Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Ein Bußgeld bei Versäumnis ist theoretisch bis 50.000 Euro möglich, wird in der Praxis aber so gut wie nie verhängt. Anfang 2026 waren bereits weit über eine Million Balkonkraftwerke im Marktstammdatenregister erfasst, ein Hinweis darauf, wie sehr sich die Vereinfachung auf die tatsächliche Anmeldebereitschaft ausgewirkt hat.

Die Installation, ohne Elektriker

Die Montage folgt demselben Schema wie bei den meisten Balkon-Mikrowechselrichtern: Gehäuse unter den Modulen oder unter dem Balkongeländer befestigt, MC4-Steckverbinder (beim EZ1-M von Stäubli, ein Qualitätsmerkmal bei genau diesem Bauteil) zwischen Modulen und Wechselrichter eingerastet, optionales 5-Meter-Netzkabel in eine normale Steckdose gesteckt. Ein Eingriff am Sicherungskasten ist nicht nötig.

Die Kopplung mit der App AP EasyPower erfolgt per QR-Code, erst über Bluetooth, dann über WLAN, in den meisten Fällen innerhalb weniger Minuten. Zwei reale Punkte verdienen beim ersten Start Aufmerksamkeit: Manche Geräte kommen werkseitig auf 600 W Ausgangsleistung eingestellt statt auf die im Zielland tatsächlich erlaubte Grenze, eine Einstellung, die in der App zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen ist; und mindestens ein Fall, in dem erst ein Firmware-Update nötig war, bevor eine Bluetooth- oder WLAN-Kopplung überhaupt funktionierte, betraf im Set weiterverkaufte Ware. Keiner der beiden Punkte ist ein Hindernis, beide lassen sich aber besser vorher einplanen als erst auf der Leiter. Ein Blick in die App vor dem ersten Anschrauben der Module erspart in beiden Fällen einen zweiten Weg nach oben.

Die Steuerung per App: echte Stärken, eine echte Schwachstelle

Die App AP EasyPower zeigt die Produktion live an, dazu den Verlauf je Modul, Tag, Woche, Monat und Jahr, und verwaltet Firmware-Updates. Die am besten erkennbare Schwachstelle betrifft die Verbindung selbst: Das Modul funkt nur auf 2,4 GHz (kein 5 GHz), mit einer praktischen Reichweite von rund zehn Metern, bevor ein Repeater nötig wird, und Verbindungsabbrüche kommen immer wieder vor. Wichtig dabei: Diese Abbrüche betreffen nur die Anzeige und den Verlauf in der App, nicht die Energieumwandlung selbst, die normal weiterläuft, auch wenn die App gerade nichts mehr anzeigt.

Im Gegenzug bietet der EZ1-M einen auf diesem Segment seltenen Vorteil: eine lokale HTTP-Schnittstelle, direkt in der App aktivierbar, ohne Konto und ohne Abonnement, dazu eine native Anbindung an Home Assistant. Die lokalen Daten aktualisieren sich etwa alle zehn Sekunden, deutlich schneller als eine reine Cloud-Anzeige. Damit lässt sich ein eigenes Dashboard aufbauen, ohne von einem fremden Server abhängig zu sein, eine Option, die weder der Hoymiles HMS-800W-2T (der für lokale Auswertung vor allem auf inoffizielle Community-Werkzeuge setzt) noch das EcoFlow-Ökosystem so einfach bieten.

Ohne Speicher wandert der Überschuss direkt ins Netz

Der EZ1-M speichert selbst nichts: Er ist ein reiner Mikrowechselrichter, kein Hybridsystem. Jede erzeugte, aber im Moment nicht verbrauchte Energie geht zurück ins öffentliche Netz, ohne Aussicht, sie abends wiederzubekommen. Für einen tagsüber leeren Haushalt geht ein guter Teil der Produktion also ans Netz, statt die Abendrechnung zu senken, ein Punkt, der vor der Erwartung an die Einsparung eingeplant werden sollte.

Das ist kein verstecktes Manko, sondern die Logik eines Mikrowechselrichters ohne Speicher, identisch bei einem Hoymiles HMS-800W-2T. Entscheidend ist der eigene Tagesablauf: Ein tagsüber durchgehend bewohntes Zuhause (Homeoffice, Ruhestand, ständige Anwesenheit) nutzt den Großteil der Solarproduktion direkt, während eine von 9 bis 18 Uhr leere Wohnung den Großteil davon ans Netz verliert, unabhängig von jeder Geräteeinstellung. Eine grobe Abschätzung des eigenen Tagesverbrauchs vor dem Kauf hilft daher mehr als jede Diskussion über den Wirkungsgrad des Wechselrichters selbst.

Kompatible Speicher: eine kurze Liste, kein Ökosystem

Drei Fremdbatterien stehen auf der offiziellen Kompatibilitätsliste von APsystems für den direkten DC-Anschluss: der Anker E1600 (1,6 kWh), der APstorage River1600 (1,6 kWh, technisch dem Anker sehr nahe) und der Sunlit BK215 (2,15 kWh).

Kapazität der drei mit dem APsystems EZ1-M per direktem DC-Anschluss kompatiblen BatterienAnker E16001,6 kWhAPstorage River16001,6 kWhSunlit BK2152,15 kWh12 kWh
Vom Hersteller angegebene Kapazität der drei offiziell mit dem EZ1-M kompatiblen Batterien.

Der Unterschied zu Zendure oder EcoFlow ist strukturell, nicht nur eine Frage der Kapazität: Beide Marken bieten ein modulares Ökosystem, bei dem sich mit der Zeit weitere Batterien ergänzen lassen, bei Zendure bis 11,52 kWh. Der EZ1-M begnügt sich dagegen mit einer direkten Verbindung zu genau einer der drei gelisteten Batterien, ohne weitere Erweiterung. Das ist eine bewusste Entscheidung für Einfachheit, kein Versäumnis: Wer von Anfang an erweiterbaren Speicher will, ist hier falsch; wer später eine einzelne feste Batterie ergänzen will, kommt mit der Liste aus. Vor dem Kauf einer dieser drei Batterien lohnt sich ein Blick auf die eigene Spannungslage am Wechselrichter, da nicht jede Kombination aus Firmware-Stand und Batteriemodell von Anfang an offiziell freigegeben war.

Verarbeitung, Langlebigkeit und Garantie

Das IP67-Gehäuse enthält einen Hochfrequenztransformator für die galvanische Trennung, ein integriertes Sicherheitsrelais und eine Schnellabschaltung, alles in einem kompakten Format von 263 x 218 x 36,5 mm bei 2,8 kg. Der angegebene Betriebsbereich von -40 bis +65 °C liegt weit über dem, was ein europäischer Wohnalltag verlangt. Die Standardgarantie beträgt 12 Jahre, eine der längsten im Segment der Mikrowechselrichter für Privathaushalte. Die Schnellabschaltung trennt beide Eingänge im Bedarfsfall automatisch vom Netz, ein Sicherheitsmerkmal, das bei einem dauerhaft unter freiem Himmel montierten Gerät mehr zählt als bei einem Gerät im Innenraum.

Seit 2023 im Handel, zählt der EZ1-M zu den am weitesten verbreiteten Balkon-Mikrowechselrichtern in Europa, mit mehreren vollständigen Freiluft-Saisons hinter sich, länger als bei jüngeren Konkurrenten wie dem EcoFlow Stream oder dem Zendure SolarFlow 800 Pro 2. Vereinzelte Komplettausfälle kommen tatsächlich vor, beide Kanäle auf einmal tot bei einem Exemplar, ein einzelner Eingang mit Leistungsverlust bei einem anderen, ohne jedes Anzeichen für eine erhöhte Ausfallquote: Das sind Einzelfälle, kein flächendeckendes Problem, und die MC4-Steckverbinder von Stäubli stärken eher das Vertrauen in die mechanische Seite des Geräts.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz: Hoymiles und Zendure SolarFlow

Auf dem Segment der Mikrowechselrichter ohne Speicher ist der Hoymiles HMS-800W-2T der nächste direkte Konkurrent. Beide Geräte teilen dieselbe Philosophie und einen fast identischen angegebenen Wirkungsgrad; der EZ1-M liegt bei der aufnehmbaren Solarleistung vorn (1460 Wp gegenüber einer knapperen Auslegung beim Hoymiles) und bei der kostenlosen lokalen Steuerung, während der Hoymiles vor allem auf seine Cloud-App S-Miles setzt.

Der Zendure SolarFlow 800 (Plus oder Pro 2) spielt ein anderes Spiel: eine 1,92-kWh-Batterie oder eine modulare Erweiterung direkt im Gehäuse, mit einem Hin- und Rückwirkungsgrad von 83 bis 86 % beim Plus, deutlich niedriger als bei einem reinen Mikrowechselrichter, da Umwandlung, Speicherung und erneute Umwandlung zusammenkommen. Der EZ1-M bleibt einfacher und günstiger in der Anschaffung, auf Kosten des fehlenden eingebauten Speichers.

Die Wahl zwischen beiden Logiken hängt vor allem von der eigenen Priorität ab: Wer seit 2023 bewährte Technik einfach und schnell in Betrieb nehmen will, findet im EZ1-M die richtige Wahl, mit der Option, später eine kompatible Batterie nachzurüsten; wer von Anfang an Speicher will, auch auf Kosten eines niedrigeren Gesamtwirkungsgrads und einer höheren Anfangsinvestition, ist beim SolarFlow richtig. Keine der beiden Entscheidungen ist falsch, es sind zwei Antworten auf unterschiedliche Erwartungen. Preislich liegt der EZ1-M meist unter einem SolarFlow mit Speicher, ein Unterschied, der bei der Wahl mindestens so viel Gewicht haben sollte wie die reinen technischen Daten.

Für wen sich der EZ1-M eignet, und für wen nicht

Der EZ1-M passt gut zu allen, die einfach und schnell in das Balkonkraftwerk einsteigen wollen, mit Modulen, die nicht ideal zueinander ausgerichtet sind, ohne sich an ein herstellereigenes Ökosystem oder ein Abonnement zu binden, und die ihre Produktion lieber lokal als über eine Cloud steuern. Wer mit Home Assistant arbeitet, findet hier eine auf diesem Preissegment seltene native Unterstützung.

Weniger geeignet ist er für alle, die von Anfang an Speicher wollen oder eine über Jahre geplante Kapazitätserweiterung: Die Liste kompatibler Batterien bleibt kurz und geschlossen. Und je nach Zielmarkt wiegt die behördliche Seite unterschiedlich schwer: einfach in Deutschland, korrekt in Frankreich, aufwendiger in Italien und Spanien, im Vereinigten Königreich noch unklar, und in den USA für genau diese Geräteversion derzeit nicht direkt erreichbar. Wer bereits ein Balkonkraftwerk mit einem anderen Wechselrichter besitzt und nur erweitern möchte, sollte vorher prüfen, ob die eigene Modulverkabelung überhaupt zu einem zweiten, unabhängig laufenden Gerät passt, statt automatisch von einer Kompatibilität auszugehen.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,1/5
Wirkungsgrad 4,1
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit nicht gemessen
Solareingang und MPPT 4,4
Steuerung und Intelligenz 3,9
Installation und Konformität 3,9
Verarbeitung und Ausdauer 4,2
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen nicht gemessen
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Das Produkt und seine Alternativen

APsystems EZ1-M

APsystems EZ1-M

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Der APsystems EZ1-M steuert zwei Module über unabhängige MPPT-Tracker, lässt sich per EMA-App bedienen und trotzt dank IP67 jedem Wetter im Freien.

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Zendure SolarFlow 800 Plus

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449.00€ (3)

Mikrowechselrichter und Speicher in einem wetterfesten Gehäuse: 1920 Wh LiFePO4, 800 W Ausgang, und ein Balkon, der auch nach Sonnenuntergang noch Strom liefert.

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EcoFlow Stream Mikrowechselrichter

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Der Einsteiger-Mikrowechselrichter des EcoFlow-Stream-Ökosystems: 800 W Ausgang, 2 MPPT, Start ab 3 W und eine für diese Geräteklasse seltene IP67-Schutzart.

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Der Mikrowechselrichter Hoymiles HMS-800W-2T speist 800 W aus 2 Modulen ins Haus ein, mit integriertem WLAN und dem Know-how des weltgrößten Herstellers.

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Häufige Fragen

Ja. Jeder Eingang führt seine eigene Nachführung des maximalen Leistungspunkts: Ein verschattetes oder ungünstig ausgerichtetes Modul liefert weiter, was es kann, ohne den Ertrag des zweiten zu senken.

Bis zu 730 Wp je Eingang, zusammen 1460 Wp auf beiden Kanälen, bei einer auf 799 VA begrenzten und ab 600 W je nach Land einstellbaren Ausgangsleistung.

Der Hersteller gibt einen Spitzenwirkungsgrad zwischen 96,7 und 97,3 % sowie einen MPPT-Trackingwirkungsgrad von 99,5 % an. Ein externer Vergleichswert zur Bestätigung oder Korrektur dieser Zahl liegt bislang nicht vor.

Ja, per direktem DC-Anschluss, mit drei offiziell anerkannten Modellen: dem Anker E1600 und dem APstorage River1600 (je 1,6 kWh) sowie dem Sunlit BK215 (2,15 kWh). Ein erweiterbares Ökosystem ist das nicht.

Ja, aber nur noch in einem Schritt: die kostenlose Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Seit dem Solarpaket I entfällt die gesonderte Meldung beim Netzbetreiber.

Das ist der realste Schwachpunkt: Das Modul funkt nur auf 2,4 GHz, mit einer praktischen Reichweite von rund zehn Metern, und Verbindungsabbrüche kommen regelmäßig vor, ohne die Energieumwandlung selbst zu beeinträchtigen. Ein Standort mit möglichst freier Sichtlinie zum Router mindert das Problem spürbar, auch ohne zusätzlichen Repeater.