Das neue Spitzenmodell der Prime-Reihe
Die Anker Prime 160W positioniert sich über der bereits bekannten Prime 100W: ein dritter USB-C-Anschluss, mehr Leistung pro Anschluss und vor allem ein farbiger Touchscreen, der die Nutzung eines Netzteils verändert.
Jeder USB-C-Anschluss kann allein bis zu 140 W liefern, bei einer kombinierten Leistung von maximal 160 W, wenn mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen sind, genug für ein 16-Zoll-MacBook Pro mit voller Geschwindigkeit (laut Anker 0 auf 50 % in etwa 25 Minuten).
Der Touchscreen, das eigentliche Argument gegenüber der Prime 100W
Der farbige Touchscreen zeigt live die an jedem Anschluss gelieferte Leistung, die interne Temperatur und den aktiven Verteilungsmodus (automatisch, fest oder individuell über die Bluetooth-App). Ein einfacher Tipp genügt, um den Modus zu wechseln, ohne das Smartphone zu zücken.
Das ist eine nützliche Weiterentwicklung für alle, die wirklich wissen wollen, was ihr Ladegerät tut, kein reiner Marketing-Gag: Wenn live „140.0 W“ angezeigt wird, während ein Laptop lädt, räumt das jeden Zweifel aus, ob die Schnellladung wirklich funktioniert. Einziger im Gebrauch festgestellter Nachteil: Die Touch-Taste reagiert manchmal mit leichter Verzögerung.
PowerIQ 5.0: drei Geräte anschließen, ohne nachzudenken
Gleichzeitig einen Laptop, ein Smartphone und Kopfhörer anzuschließen, bereitet keine Probleme: Die PowerIQ-5.0-Verteilung passt sich ohne sichtbares Stottern auf dem Bildschirm an. Der Automatikmodus reicht im Alltag aus, die Bluetooth-App ist nur für alle nützlich, die die Priorität jedes Anschlusses fein einstellen möchten.
PD und PPS, aber kein Quick Charge
Die Prime 160W unterstützt USB Power Delivery und PPS (Programmable Power Supply), ausreichend für die große Mehrheit aktueller USB-C-Laptops, Smartphones und Tablets, ob iPhone oder Android. Eine Quick-Charge-Kompatibilität wird jedoch nicht erwähnt, ein Protokoll, das auf manchen älteren Android-Geräten noch vorkommt.
In der Praxis fällt dieses Fehlen kaum ins Gewicht, wenn aktuelle PD/PPS-kompatible Geräte geladen werden, verdient aber Beachtung bei älterer Hardware.
Kompakt trotz Bildschirm und drei Anschlüssen
Trotz drei Anschlüssen und Bildschirm bleibt das Gehäuse dank GaNPrime 2.0 erstaunlich kompakt: 65 x 52 x 35 mm bei nur 220 g, etwa so groß wie eine Ladehülle für kabellose Kopfhörer. Der Netzstecker lässt sich zum Verstauen einklappen.
Für 160 W verteilt auf drei unabhängige Anschlüsse liegt dieses Format im oberen Bereich der kompaktesten GaN-Ladegeräte am Markt.
Neun Schutzfunktionen und kontinuierliche Temperaturüberwachung
Anker gibt neun Schutzfunktionen (Überhitzung, Überspannung, Kurzschluss...) und mehr als 10 Millionen Temperaturprüfungen pro Tag an, um die Ladung abzusichern. Eine unabhängige Messung dieser Werte liegt bislang nicht vor, aber der Bildschirm bietet zumindest eine visuelle Kontrolle der Temperatur in Echtzeit, ein echtes Plus gegenüber einem Ladegerät ohne Anzeige.
Im Vergleich zur Prime 100W und zur Ugreen Nexode Pro 160W
Die Prime 160W trifft auf zwei unterschiedliche Profile: ihren eigenen kleinen Bruder, die Prime 100W, um den tatsächlichen Mehrwert dieses Upgrades zu messen, und die Ugreen Nexode Pro 160W, das einzige andere Ladegerät dieser Leistungsklasse mit Bildschirm.
| Kriterium | Prime 160W | Ugreen Nexode Pro 160W | Anker Prime 100W |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 160 W (140 W max/Anschluss) | 160 W (140 W max/Anschluss) | 100 W |
| USB-C-Anschlüsse | 3 | 2 + integriertes Kabel | 2 |
| Echtzeitbildschirm | Ja, farbiger Touchscreen | Ja, TFT | Nein |
| Beobachteter Preis | ≈ 111 € | ≈ 100 € | ≈ 71 € |
Die Prime 160W ist in diesem Vergleich die einzige, die drei unabhängige 140-W-USB-C-Anschlüsse mit einem vollständigen farbigen Touchscreen kombiniert. Für einfachere Anwendungen ohne Bedarf an Bildschirm oder drittem Anschluss deckt die Prime 100W das Wesentliche bereits zu einem deutlich niedrigeren Preis ab.
Für wen sich die Prime 160W eignet
Dieses Ladegerät eignet sich für alle, die bereits ein klassisches Ladegerät besitzen und ein echtes Upgrade suchen: mehr Leistung pro Anschluss, einen dritten USB-C-Anschluss und eine visuelle Rückmeldung, die bei allen Modellen ohne Bildschirm fehlt.
Für einfachere Nutzung mit knapperem Budget reicht die Prime 100W völlig aus; die 160W richtet sich an alle, die mehrere leistungshungrige Geräte gleichzeitig laden und wirklich sehen wollen, was ihr Ladegerät tut.


