Zendure SolarFlow 800 im Test: unsere Einschätzung des Hybrid-Wechselrichters

Der günstigste Hybrid-Wechselrichter von Zendure verspricht einen erweiterbaren Einstieg bis 11.520 Wh, doch ohne Speicher bleibt er ein Wechselrichter wie jeder andere, und ihn später nachzurüsten kostet meist mehr als ein bereits ausgestattetes Paket.

Unsere Note
3,9/5
Wirkungsgrad: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad3,9Kapazität und Erweiterbarkeit: 3,6 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität3,6Solareingang und MPPT: 4,2 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar4,2Steuerung und Intelligenz: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,7Installation und Konformität: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,8Verarbeitung und Ausdauer: 3,9 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,9

Wie wird diese Note berechnet?

Hybrid-Wechselrichter Zendure SolarFlow 800 schräg von vorne, mit MC4-Solarsteckern und Netzkabel

Das Wichtigste

Der SolarFlow 800 ist der günstigste Einstieg in das hybride Ökosystem von Zendure, mit einem MPPT-Tracking, das früher startet als bei der Konkurrenz, und einer echten Erweiterbarkeit bis 11.520 Wh. Allein gekauft, ohne jede Batterie, bleibt er jedoch nur ein Wechselrichter unter vielen, finanziell schlechter gestellt als das bereits ausgestattete Paket 800 Plus für alle, die von Anfang an einen Speicher wollen. Der angegebene Wirkungsgrad von 96 % gilt nur unter den besten Bedingungen, und weder die Zeitplanung für Schwachlastzeiten noch die WLAN-Einrichtung sind vollständig ausgereift. Eine sinnvolle Wahl für zwei genau umrissene Profile: wer die direkte Einspeisung günstig ausprobieren möchte, oder wer bereits eine Zendure-Batterie besitzt, aber selten die klügste Rechnung für einen ersten Kauf mit Speicher.

Stärken

  • Der günstigste Einstieg in das gesamte SolarFlow-Ökosystem, für 149 € nur für den Hub
  • MPPT-Tracking bereits ab 14 V aktiv, gegenüber 18 V bei den meisten konkurrierenden Wechselrichtern
  • Erweiterbar bis 11.520 Wh über bis zu sechs Batterien AB1000 oder AB2000, ohne den Hub zu wechseln
  • Angegebene Reaktionszeit unter 3 Sekunden und auf das Watt genau, um keine Energie kostenlos ins Netz abzugeben
  • Kompaktes Gehäuse (274 x 231 x 47 mm) mit IP67-Schutz, 10 Jahre Garantie
  • Programmierbare Ladung aus dem Netz in Schwachlastzeiten, Abgabe in Spitzenzeiten

Schwächen

  • Ohne zusätzliche Batterie ist es nur ein gewöhnlicher Wechselrichter, ganz ohne Energiereserve
  • Hub allein plus separate AB2000L (548 €) kostet mehr als das bereits ausgestattete Paket SolarFlow 800 Plus (449 €) für dieselbe Kapazität
  • Keine Notstromversorgung bei einem Netzausfall
  • WLAN-Einrichtung bei der Erstinstallation gelegentlich launisch
  • Zeitplanung für Schwachlast- und Spitzenzeiten noch verbesserungswürdig
  • Der Wirkungsgrad von 96 % gilt nur für den direkten Solarpfad bei Nennleistung, nicht für die Netzladung oder geringe Leistungen
Zendure SolarFlow 800: Datenblatt und Preis ansehen →

Der Hub allein: der günstigste Einstieg ins SolarFlow-Ökosystem

Dieser Test behandelt die schlichteste Version der gesamten SolarFlow-800-Reihe: einen bidirektionalen Hybrid-Wechselrichter mit 800 W, ALLEIN verkauft, ganz ohne integrierten Speicher. Auf dem Datenblatt ist die eigene Speicherkapazität gleich null: null Wh direkt aus der Verpackung. Das unterscheidet ihn von den Geschwistern 800 Plus und 800 Pro / Pro 2, die alle eine Batterie mit 1.920 Wh im selben Gehäuse mitbringen.

800 W
bidirektionale Wechselstromleistung
1.200 W
maximale Solareingangsleistung (2 MPPT)
149
Preis fur den reinen Hub (statt 249 €)

Konkret wird der SolarFlow 800 an eine haushaltsübliche Steckdose angeschlossen und wandelt den Gleichstrom von zwei Modulstrings (zwei Paar MC4-Stecker, für zwei unabhängige MPPT-Tracker) in Wechselstrom für den Haushalt um. Für sich allein ist er ein klassischer Balkonkraftwerk-Wechselrichter. Was alles verändert, ist seine Fähigkeit, zusätzlich die Ladung und Entladung einer separat erhältlichen Zendure-Batterie AB1000 oder AB2000 zu steuern: Genau diese Option macht aus einer einfachen Einspeisestelle einen echten Energiespeicher, und sie zieht sich durch den Rest dieses Tests.

Die echten Kosten für den ersten Speicher

Diese Rechnung stellt das Datenblatt nie selbst auf. Der reine Hub kostet 149 €. Eine Batterie AB2000L (1.920 Wh) kostet separat gekauft 399 € auf dem deutschen Markt, deutlich günstiger als in anderen Ländern. Summe für einen ersten Speicher von 1.920 Wh: 548 €. Das Paket SolarFlow 800 Plus, das genau diese Kapazität von 1.920 Wh im selben Hybridgehäuse mitbringt, liegt hierzulande bei 449 €.

Kosten für 1.920 Wh Speicher: reiner Hub plus separat gekaufte Batterie AB2000L, gegenüber dem bereits ausgestatteten Paket SolarFlow 800 PlusHub + separate AB2000L548 €Paket 800 Plus integriert449 €
Für dieselbe Kapazität von 1.920 Wh kostet eine separat gekaufte AB2000L (399 €) zum reinen Hub (149 €) zusammen 548 €, also 99 € mehr als das Paket SolarFlow 800 Plus (449 €), das diese Batterie bereits integriert.

Der reine Hub behält dennoch zwei echte Berechtigungen. Die erste: bereits eine kompatible Batterie AB1000 oder AB2000 aus einem anderen Zendure-Gerät zu besitzen, dann ist der reine Hub objektiv der günstigste Einstieg ins Ökosystem. Die zweite: die direkte Einspeisung erst ausprobieren zu wollen, bevor man weiter investiert, mit der Option, später nachzurüsten. In beiden Fällen hält das modulare Versprechen: Bis zu sechs Batterien lassen sich auf denselben Hub stapeln, ohne ihn je auszutauschen, bis zu einer Obergrenze von 11.520 Wh. Ein kleinerer erster Schritt ist auch mit der AB1000 (960 Wh) möglich, für alle, die die Ausgabe lieber auf zwei Käufe verteilen als gleich 1.920 Wh anzuschaffen.

Merke: außer man besitzt bereits eine Batterie AB1000 oder AB2000 aus einem anderen Zendure-Gerät, ist ein direkt ausgestattetes Paket (800 Plus oder 800 Pro 2) günstiger als der reine Hub, der später ergänzt wird.

Der angegebene Wirkungsgrad von 96 %: was er wirklich abdeckt

96 %
von Zendure angegebener Speicherwirkungsgrad

Zendure gibt einen Speicherwirkungsgrad von 96 % an, auf dem gesamten Weg von den Modulen (MPPT) über die Batterie bis zum Wechselstromausgang, dargestellt als etwa 10 % besser als eine klassische AC-gekoppelte Lösung, bei der die Energie zweimal durch einen Wechselrichter läuft statt einer durchgehenden Gleichstromwandlung. Die gleichstromgekoppelte Architektur des SolarFlow erklärt diesen Vorteil: Sie vermeidet eine Wandlung von Gleichstrom zu Wechselstrom und wieder zurück, nur um die Batterie zu laden.

Diese Zahl gilt jedoch für eine bestimmte Bedingung: den direkten Solarpfad, bei einer Leistung nahe der Nennleistung. Wie bei jedem getakteten Wandler sinkt der reale Wirkungsgrad zwangsläufig, sobald die Ausgangsleistung deutlich unter die Nennleistung fällt, etwa früh am Morgen, spät am Abend oder bei starker Bewölkung: ein Phänomen, das dieser Art von Leistungselektronik innewohnt, kein Mangel dieses konkreten Modells. Zendure veröffentlicht keine Wirkungsgradkurve über der Last, und keine unabhängige, bezifferte Messung ließ sich zu diesem konkreten Punkt abgleichen.

Eine zweite wichtige Nuance: Wird die Batterie aus dem Netz statt von den Modulen geladen (die weiter unten beschriebene Schwachlastfunktion), kommt ein zusätzlicher Umweg über eine AC-zu-DC-Wandlung hinzu. Die Verluste sind dabei zwangsläufig höher als auf dem direkten Solarpfad, auch wenn Zendure hierzu keine gesonderte Zahl veröffentlicht.

Zwei MPPT-Tracker und ein Start bei 14 V

Der SolarFlow 800 nimmt bis zu 1.200 W an Modulleistung auf, verteilt auf zwei unabhängige MPPT-Tracker mit je 600 W (zwei Paar MC4-Stecker sind am Gehäuse sichtbar). Das ist ein übliches Format für diese Leistungsklasse, identisch zur Trackerzahl eines Hoymiles HMS-800W-2T.

Der eigentliche Unterschied liegt woanders: Zendure gibt an, dass das MPPT-Tracking bereits ab 14 V einsetzt, gegenüber 18 V bei den meisten Balkonkraftwerk-Wechselrichtern.

Start-Spannung des MPPT-Trackings: 14 Volt beim SolarFlow 800 gegenüber 18 Volt bei einem typischen WechselrichterSolarFlow 80014 VTypischer Wechselrichter18 V
Zendure gibt an, dass das MPPT-Tracking bereits ab 14 V einsetzt, gegenüber 18 V bei den meisten Balkonkraftwerk-Wechselrichtern: Der SolarFlow 800 nutzt so früher am Morgen und später am Abend Ertrag, wenn die Modulspannung noch niedrig ist.

Eine niedrigere Start-Spannung ist ein technischer Vorteil, der direkt am Datenblatt ablesbar ist, unabhängig von den jeweiligen Nutzungsbedingungen: Er erlaubt es, Ertrag zu den Stunden einzufahren, in denen die von den Modulen gelieferte Spannung noch schwach ist, typischerweise früh morgens und spät abends. Der kumulierte Effekt über einen ganzen Tag ließ sich nicht anderweitig abgleichen, doch das zugrunde liegende physikalische Prinzip ist stichhaltig und passt zur oben beschriebenen gleichstromgekoppelten Architektur.

Steuerung, App und programmierte Netzladung

Der SolarFlow 800 wird über die Zendure-App eingerichtet, zunächst per Bluetooth und dann per WLAN für die Fernüberwachung. Die WLAN-Einrichtung braucht bei der Erstinstallation mitunter mehrere Anläufe, bis sie stabil läuft, ein bei dieser Art vernetzter Geräte übliches Reibungsmoment und kein isolierter Mangel dieses Modells.

Einmal online, zeigt die App die Erzeugung in Echtzeit sowie einen Tages- und Wochenverlauf, und funktioniert lokal weiter, selbst bei einem Ausfall der Internetverbindung, da die Regellogik im Hub selbst läuft. Beim Tarifmanagement kann der SolarFlow 800 seine Batterie in Schwachlastzeiten aus dem Netz laden und in Spitzenzeiten wieder abgeben, eine nützliche Funktion, sobald der Strompreis im Tagesverlauf stark schwankt. Die Feinabstimmung dieser Zeitfenster und Prioritäten bleibt jedoch verbesserungswürdig: Sie erfordert etwas Eingewöhnungszeit, bis sie passgenau eingestellt ist, und das Zusammenspiel der verschiedenen Prioritäten (Solar, Netz, Batterie) wirkt in manchen Fällen noch unausgereift, mit Werkseinstellungen, die für die meisten Haushalte passen, aber wenig Spielraum für eine wirklich massgeschneiderte Prioritatenlogik lassen.

Der Hub passt seine Ausgangsleistung in unter 3 Sekunden und auf das Watt genau an, um sich am tatsächlichen Verbrauch des Haushalts zu orientieren, statt dauerhaft eine feste Leistung einzuspeisen, was das Risiko verringert, Energie kostenlos ans Netz abzugeben.

Ohne Speicher: ein Wechselrichter wie jeder andere?

Allein genutzt, ohne Speicher, reiht sich der SolarFlow 800 in die Kategorie klassischer Balkonkraftwerk-Wechselrichter ein, die auf dieser Seite bereits mit dem Hoymiles HMS-800W-2T und dem APsystems EZ1-M abgedeckt ist. Der reine Vergleich anhand der Herstellerangaben spricht auf diesem Terrain nicht wirklich für ihn: Beide Konkurrenten sind etwas günstiger und müssen naturgemäß keine Hybridfunktion rechtfertigen, die sie gar nicht anbieten.

Der SolarFlow 800 ohne Speicher, im Vergleich zu zwei Balkonkraftwerk-Wechselrichtern ohne Hybridfunktion (Herstellerangaben)
KriteriumZendure SolarFlow 800Hoymiles HMS-800W-2TAPsystems EZ1-M
Wechselstromleistung800 W800 W800 W
MPPT-Tracker222
BatteriefunktionOptional (separat)NeinNein
NetzladungJaNeinNein
Marktpreis149 €195,95 €117,95 €

Das Argument des SolarFlow 800 liegt daher nie darin, einen reinen Wechselrichter auf dessen eigenem Terrain zu schlagen: Es geht darum, für einen begrenzten Preisaufschlag eine Tür zum Speicher zu öffnen, die weder Hoymiles noch APsystems anbieten, nicht einmal als Option. Wer ihn dauerhaft allein betreiben will, verliert einen guten Teil dieses Reizes gegenüber diesen beiden einfacheren Alternativen.

Im Vergleich zur restlichen SolarFlow-800-Reihe

Der SolarFlow 800 ist nur der Einstieg einer vierteiligen Modellfamilie, die alle dieselbe Erweiterungsobergrenze teilen. Die folgende Tabelle ordnet jedes Modell nach seinen eigenen Merkmalen ein.

Der SolarFlow 800 im Vergleich zur restlichen SolarFlow-800-Reihe (Hersteller- und Katalogangaben)
ModellSolarFlow 800800 Plus800 Pro 2
Wechselstromleistung800 W800 W800 W
Max. Solareingang1.200 W (2 MPPT)1.500 W (2 MPPT)2.640 W (4 MPPT)
Integrierte BatterieKeine1.920 Wh1.920 Wh
Erweiterbar bis11.520 Wh11.520 Wh11.520 Wh
Marktpreis149 €449 €649 €

Der SolarFlow 800 Pro 2 mit seinen vier MPPT-Trackern eignet sich eher für Installationen mit vier unterschiedlich ausgerichteten Modulen (etwa Ost/West), ein Fall, den die beiden Tracker des Basismodells nicht ebenso gut abdecken. Bei einer einfachen Anlage mit einheitlich ausgerichteten Modulen reichen die zwei Tracker des Basismodells dagegen völlig aus, und zwei ungenutzte zusätzliche Tracker zu bezahlen, ergäbe keinen Sinn. Zwischen dem reinen Hub und dem 800 Plus läuft die Wahl fast ausschließlich auf die oben dargestellte finanzielle Abwägung hinaus: Ohne bereits vorhandene Batterie bleibt der 800 Plus der rationalere Einstieg, sobald der Speicher von Anfang an zum Vorhaben gehört.

Installation und Konformität in Deutschland

Der SolarFlow 800 wird an eine haushaltsübliche Steckdose angeschlossen, ohne Eingriff in den Zählerschrank: genau das ist Plug and Play. Er ist nach VDE-AR-N 4105 und EN 50549 fur die Netzeinspeisung zertifiziert.

Seit dem 1. März 2026 legt die aktualisierte Anschlussnorm VDE-AR-N 4105:2026-03 die vereinfachte 800-VA-Grenze verbindlich fest: Liegt die gesamte Modulleistung bei höchstens 2.000 Wp und die gesamte Wechselrichterleistung bei höchstens 800 VA, darf der Netzbetreiber keine zusätzliche Meldung mehr verlangen. Als Betreiberin oder Betreiber eines Steckersolargeräts genügt die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur. Die Installation durch Laien ist ausdrücklich erlaubt, sowohl über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose als auch über einen Wieland-Stecker. Der SolarFlow 800 liegt mit seinen 800 W Ausgangsleistung genau in diesem vereinfachten Rahmen.

Aktueller Stand (Deutschland): Seit 1. März 2026 genügt bei bis zu 800 VA Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Wp Modulleistung die Anmeldung im Marktstammdatenregister, ohne zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber. Die Regeln können sich ändern, vor der Inbetriebnahme die aktuelle Fassung prüfen.

Verarbeitung, Zuverlässigkeit und Garantie

IP67
Schutzart des Gehäuses
10 Jahre
Herstellergarantie
5 kg
Gewicht, bei 274 x 231 x 47 mm

Das fein gerippte Aluminiumgehäuse dient als passiver Kühlkörper: Am Gerät ist kein Lüftungsgitter sichtbar, was zur IP67-Schutzart passt, denn eine aktive Belüftungsöffnung wäre mit diesem Schutzgrad nicht vereinbar. Ein leiser Betrieb ist damit wahrscheinlich, auch wenn Zendure dies nicht als eigenständiges Verkaufsargument bewirbt. Die angegebene Herstellergarantie beträgt 10 Jahre, ein großzügiger Wert für diese Art von Elektronik ohne bewegliche Teile.

Zur Zuverlässigkeit der Marke sei der Fairness halber ein Punkt erwähnt: Zendure hat selbst, in einer offiziellen Mitteilung, eine Erwärmung des Ladeanschlusses beim SolarFlow 2400 AC dokumentiert, einem deutlich leistungsstärkeren Modell derselben Familie mit anderen Steckverbindern. Vergleichbares wurde beim SolarFlow 800 selbst bisher nicht festgestellt.

Eine weitere Einschränkung vor dem Kauf: Wie jedes an eine gewöhnliche Haushaltssteckdose angeschlossene Gerät ohne eigene Umschalteinrichtung liefert der SolarFlow 800 keine Notstromversorgung bei einem Netzausfall. Der bei dieser Geräteklasse vorgeschriebene Anti-Inselschutz trennt die Ausgabe, sobald das Netz ausfällt, unabhängig vom Ladezustand der Batterie.

Für wen sich der SolarFlow 800 eignet, und für wen nicht

Der reine SolarFlow-800-Hub richtet sich vor allem an zwei klar umrissene Profile. Erstens: an alle, die bereits eine Batterie AB1000 oder AB2000 aus einem anderen Zendure-Gerät besitzen und nur den Wechselrichter benötigen, um sie an einem neuen Balkon einzusetzen. Zweitens: an Käuferinnen und Käufer, die die direkte Einspeisung lieber erst günstig ausprobieren möchten, ohne gleich das Budget für eine Batterie einzuplanen, mit der Option, später zum selben Gesamtpreis wie bei einem sofortigen Kauf nachzurüsten.

Für alle anderen, insbesondere für alle, die von vornherein wissen, dass sie einen Teil ihrer Erzeugung für den Abend speichern wollen, spricht die Rechnung klar für ein bereits ausgestattetes Paket wie den 800 Plus: gleiche Endkapazität, niedrigere Gesamtrechnung. Der reine SolarFlow 800 eignet sich ebenso wenig für alle, die eine Notstromlösung bei einem Stromausfall suchen, oder die einen konstanten Wirkungsgrad von 96 % in jeder Situation erwarten: Diese Zahl bleibt eine Obergrenze, kein garantierter Durchschnittswert.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,9/5
Wirkungsgrad 3,9
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit 3,6
Solareingang und MPPT 4,2
Steuerung und Intelligenz 3,7
Installation und Konformität 3,8
Verarbeitung und Ausdauer 3,9
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen nicht gemessen
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Das Produkt und seine Alternativen

Zendure SolarFlow 800

Zendure SolarFlow 800

Ansehen (3)

Der 800-W-Hybrid-Mikrowechselrichter, der ein Balkonkraftwerk in eine echte Energiereserve verwandelt: 96 % Wirkungsgrad, Akkus bis 11,52 kWh, Plug and Play.

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Zendure AB2000L

Zendure AB2000L

Ansehen (6)

Das 1920-Wh-LiFePO4-Speichermodul des SolarFlow-Ökosystems, mit Aerosol-Feuerlöschung: 6000 Zyklen, erweiterbar bis 7,68 kWh, IP65 und 10 Jahre Garantie.

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Zendure AB1000

Zendure AB1000

Ansehen (5)

Das 960-Wh-LiFePO4-Speichermodul des SolarFlow-Ökosystems: kompakt (11,5 kg), erweiterbar bis 3,84 kWh, Selbstheizung -20 °C, IP65 und 10 Jahre Garantie.

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Zendure SolarFlow 800 Plus

Zendure SolarFlow 800 Plus

449.00€ (3)

Mikrowechselrichter und Speicher in einem wetterfesten Gehäuse: 1920 Wh LiFePO4, 800 W Ausgang, und ein Balkon, der auch nach Sonnenuntergang noch Strom liefert.

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Hoymiles HMS-800W-2T

Hoymiles HMS-800W-2T

Ansehen (17)

Der Mikrowechselrichter Hoymiles HMS-800W-2T speist 800 W aus 2 Modulen ins Haus ein, mit integriertem WLAN und dem Know-how des weltgrößten Herstellers.

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Häufige Fragen

Ja, dann verhält er sich wie ein einfacher Wechselrichter: Er speist die Solarerzeugung direkt ein, ohne Reserve für die Nacht. Der hybride Nutzen zeigt sich erst mit einer separat hinzugefügten Batterie AB1000 oder AB2000.

Die AB1000 (960 Wh, 399 €) und die AB2000 beziehungsweise AB2000L (1.920 Wh, 399 €), stapelbar bis zu sechs Einheiten für insgesamt 11.520 Wh. Eine AB2000L zum reinen Hub hinzuzufügen kostet 548 €, mehr als das Paket SolarFlow 800 Plus (449 €), das diese Kapazität bereits integriert.

Nein. Diese Zahl gilt für den direkten Weg von den Modulen zur Batterie, bei einer Leistung nahe der Nennleistung. Sie sinkt zwangsläufig bei geringer Last, wie bei jedem Wandler dieser Art, und die Ladung aus dem Netz fügt eine zusätzliche Umwandlung hinzu, die die Verluste weiter erhöht.

Nein. Wie jedes an eine Haushaltssteckdose angeschlossene Gerät ohne eigene Umschalteinrichtung trennt der vorgeschriebene Anti-Inselschutz die Ausgabe automatisch, sobald das Netz ausfällt, unabhängig vom Ladezustand der Batterie.

Ja, aber vereinfacht: Seit 1. März 2026 genügt bei bis zu 800 VA Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Wp Modulleistung die kostenlose Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, ohne zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber. Die Installation durch Laien ist ausdrücklich erlaubt.

Der reine Hub lohnt sich nur für zwei Profile: um die direkte Einspeisung günstig auszuprobieren, oder um eine bereits vorhandene Batterie AB1000 oder AB2000 zu nutzen. Für einen ersten Kauf mit Speicher kommt das Paket SolarFlow 800 Plus günstiger als Hub und AB2000L einzeln gekauft.