Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth: unsere ausführliche Einschätzung

Das in den Vordergrund gestellte 200A-BMS suggeriert eine Leistung, die die technische Dokumentation des Herstellers selbst um die Hälfte relativiert, ein Unterschied, den man vor der Wahl des Wechselrichters für diese LiFePO4-Batterie mit 2560 Wh kennen sollte.

Unsere Note
4,3/5
Kapazität und Erweiterbarkeit: 4,4 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,4Steuerung und Intelligenz: 4,0 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung4,0Verarbeitung und Ausdauer: 4,5 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,5Sicherheit und Schutzfunktionen: 4,2 von 5 (Gewichtung 25 %)Sicherheit4,2

Wie wird diese Note berechnet?

Batterie Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth aus drei Vierteln gesehen, schwarzes Gehäuse mit Tragegriff und M8-Schraubpolen

Das Wichtigste

Die Vatrer Power 200Ah Bluetooth hält das zentrale Versprechen von Lithium gegenüber Blei: die angegebenen 2560 Wh bleiben bei 100 % Entladung nutzbar, bei 22 kg statt eines deutlich schwereren, energetisch gleichwertigen Bleiverbunds. Das BMS schützt wirksam vor den üblichen elektrischen Zwischenfällen und die Schutzart IP65 eignet sich für Boot oder Wohnmobil, doch das eigene Datenblatt des Herstellers empfiehlt eine Wechselrichterleistung von 1280 W, die Hälfte dessen, was der angegebene Entladestrom vermuten lässt. Die Bluetooth-App Xiaoxiang informiert nützlich über den Ladezustand, ersetzt aber kein kabelgebundenes Überwachungsnetz, und die 5-Jahres-Garantie verlangt eine Online-Registrierung vor der ersten Inbetriebnahme, um vollständig zu gelten. Eine solide Wahl für einen Bleiersatz im Standardformat, sofern der Wechselrichter richtig dimensioniert wird und die Registrierung nicht vergessen wird.

Stärken

  • 2560 Wh bei 100 % der angegebenen Kapazität nutzbar, gegenüber rund 50 % bei einer gleichwertigen Bleibatterie
  • Mehr als 5000 angegebene Zyklen bei 100 % Entladung, ein höherer Wert als bei mehreren direkten Mitbewerbern dieses Formats
  • Garantieklausel mit spürbarem Spielraum bei Inaktivität: die Deckung erlischt erst nach mehr als einem Jahr ohne Nachladen, gegenüber 3 Monaten bei mindestens einem direkten Mitbewerber
  • Vollständiges BMS (Überladung, Tiefentladung, Überstrom, Kurzschluss, Abschaltung bei 75 °C) mit prismatischen Zellen in Automotive-Grade-Qualität
  • Schutzart IP65 und M8-Pole kompatibel mit einem direkten Ersatz einer Standard-Bleibatterie
  • Laut Hersteller erweiterbar auf bis zu 4 Einheiten in Serie und 10 parallel, für ein System mit größerer Kapazität

Schwächen

  • Das eigene Datenblatt des Herstellers empfiehlt eine maximale Wechselrichterleistung von 1280 W, die Hälfte dessen, was der angegebene Dauerentladestrom von 200 A vermuten lässt
  • Der volle Garantieumfang gilt erst nach Online-Registrierung und Aktivierung vor der ersten Inbetriebnahme, ein Schritt, der leicht vergessen wird
  • Bluetooth-Reichweite auf wenige Meter begrenzt und kein WLAN, also keine Fernüberwachung außerhalb der direkten Reichweite des Gehäuses
  • Verklebtes statt verschraubtes Gehäuse, wodurch jeder interne Eingriff ein Beschädigungsrisiko für das Gehäuse mit sich bringt
  • Keine Selbsterwärmung bei diesem genauen Modell: die Ladung bleibt unter 0 °C automatisch gesperrt, für den Wintereinsatz einzuplanen
  • Einzelne vereinzelte Meldungen erwähnen eine launische Erkennung des Ladeendes oder eine unzuverlässige Ladezustandsanzeige bei dieser BMS-Generation, ohne dass dies auf ein massenhaftes Problem hindeutet
Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth Batterie: Datenblatt und Preis ansehen →

2560 Wh gegen Blei gerechnet: was 100 % Entladetiefe wirklich ändert

Die Vatrer Power 200Ah Bluetooth gibt 2560 Wh (200 Ah bei 12,8 V Nennspannung) mit einer angegebenen Entladetiefe von 100 % an, eine typische Eigenschaft der LiFePO4-Chemie. Eine Bleibatterie sollte dagegen nie unter 50 % Entladung fallen, ohne ihre Lebensdauer deutlich zu verkürzen: um dieselbe real verfügbare Energie wie diese 2560 Wh zu erreichen, müsste ein Bleiakku-Verbund mit einer deutlich höheren Nennkapazität starten.

2560 Wh
Gesamtenergie, 100 % angeblich nutzbar
22 kg
angegebenes Gewicht
120 bis 130 kg
gleichwertiger AGM-Bleiverbund bei nutzbarer Energie

Ein AGM-Bleiverbund, der dieselbe nutzbare Energie liefert (also überdimensioniert, um die auf 50 % begrenzte Entladung auszugleichen), bräuchte eine Nennkapazität von rund 400 Ah: in der Praxis zwei 12 V 200 Ah Blöcke mit je etwa 60 bis 65 kg, also 120 bis 130 kg insgesamt gegenüber 22 kg hier. Der reale Unterschied im Alltag geht damit weit über das einfache Gewichtsverhältnis auf dem Etikett hinaus.

Real verfügbare Energie: gleichwertiger AGM-Bleiverbund gegen die Vatrer Power 200Ah LiFePO4
KriteriumAGM-Blei (gleichwertige nutzbare Energie)Vatrer Power 200Ah (dieses Produkt)
NennkapazitätRund 400 Ah (2 x 200 Ah)200 Ah (2560 Wh)
Empfohlene EntladungMaximal 50 %100 % angegeben
Reale nutzbare EnergieRund 2560 Wh2560 Wh
Gewicht120 bis 130 kg22 kg

Der Hersteller gibt außerdem für dieses genaue Modell mehr als 5000 Zyklen bei 100 % Entladetiefe an, ein Wert, der auf dem eigenen Datenblatt dieses Produkts steht: eine allgemeine FAQ derselben Website, die für die gesamte Batterieserie gilt, nennt dagegen nur eine Untergrenze von 2000 Zyklen bei 100 % Entladung, eine generische Zahl, die weniger spezifisch ist als jene auf dem Produktdatenblatt. Eine unabhängige Messung der tatsächlich abgegebenen Kapazität hinter den angegebenen 2560 Wh konnte bislang nicht gegengeprüft werden: es handelt sich um eine Herstellerangabe, keinen von dritter Seite bestätigten Wert, und das bleibt insofern eher eine Vertrauenslücke als ein nachgewiesener Mangel.

Das 200A-BMS und seine echte Grenze am Wechselrichter

Das Datenblatt des Herstellers nennt einen maximalen Dauerentladestrom von 200 A, was bei der Nennspannung von 12,8 V rechnerisch 2560 W ergibt (nicht zu verwechseln mit den 2560 Wh Gesamtkapazität, einer anderen Größe mit zufällig demselben Zahlenwert). Diese 200 A machen den Ruf des Produkts aus, gegenüber BMS-Einheiten, die auf diesem Format oft bei 100 A gedeckelt sind.

Dasselbe Datenblatt nennt weiter unten jedoch einen abweichenden Wert: eine maximale Lade-/Verbraucherleistung (Wechselrichter) von 1280 W, genau die Hälfte des rechnerischen Werts aus dem angegebenen Entladestrom. Eine Werbegrafik auf derselben Produktseite nennt ihrerseits 2560 W „maximale Ausgangsleistung“, also das Doppelte des Werts in der detaillierten technischen Tabelle desselben Herstellers, für dasselbe Produkt. Beide Angaben stimmen nicht überein.

200 A
angegebener Dauerentladestrom
2560 W
rechnerischer Wert (200 A x 12,8 V)
1280 W
im Datenblatt empfohlene Wechselrichterleistung
Abweichung zwischen der aus dem angegebenen BMS-Entladestrom errechneten Leistung und der im Datenblatt des Herstellers empfohlenen WechselrichterleistungErrechnet aus dem BMS-Strom2560 WEmpfohlener Wechselrichter (Datenblatt)1280 W
Der angegebene Dauerentladestrom (200 A) entspricht bei 12,8 V Nennspannung rechnerisch 2560 W. Dasselbe Datenblatt desselben Herstellers empfiehlt für diese Batterie dennoch eine maximale Wechselrichterleistung von 1280 W, genau die Hälfte.
Zu beachten: den an dieser Batterie angeschlossenen Wechselrichter an den 1280 W aus dem detaillierten Datenblatt ausrichten, nicht am rechnerischen Wert aus dem reinen 200 A-BMS-Strom und nicht am Wert der Werbegrafik. Ein reiner Sinus-Wechselrichter mit 1000 bis 1200 W deckt den empfohlenen Bereich mit angemessenem Spielraum für eine einzelne Einheit ab.

Diese Grenze stellt den Nutzen des 200 A-BMS für andere Anwendungen nicht infrage: ein hoher Entladestrom bleibt sinnvoll für dauerhafte 12 V-Gleichstromverbraucher (Winde, große Gleichstromgeräte) oder für mehrere parallel verschaltete Einheiten, bei denen jede Batterie nur einen Teil des Gesamtstroms liefert. Speziell die Kombination einer einzigen Einheit mit einem einzigen Wechselrichter sollte sich am vorsichtigeren Wert orientieren.

Sicherheit und BMS-Schutzfunktionen

Das integrierte BMS schützt vor Überladung, Tiefentladung, Überstrom und Kurzschluss, mit vom Hersteller genau angegebenen Schwellenwerten: Abschaltung oberhalb 15 V bei Überladung, Abschaltung unterhalb 8,8 V bei Tiefentladung und eine thermische Abschaltung, sobald die Innentemperatur 75 °C erreicht. Die Zellen werden als prismatische Zellen in „Automotive Grade“-Qualität beschrieben und verfügen über ein UL-Prüfzertifikat für die Zelle selbst, ein anderes Niveau als eine Zertifizierung des kompletten Packs (etwa UN38.3 für den Transport oder UL1973 für das montierte System), eine Unterscheidung, die das Werbematerial des Herstellers nicht ausdrücklich erläutert.

75 °C
Abschaltung bei hoher Temperatur (intern)
15 V
Abschaltschwelle bei Überladung
8,8 V
Abschaltschwelle bei Tiefentladung

Das BMS selbst ist eine generische Einheit der Marke JBD, eine Komponente, die bei mehreren Herstellern von LiFePO4-Batterien für Endkunden in diesem Format verbaut wird, gepaart mit der App Xiaoxiang. Das ist keine für Vatrer Power exklusive Eigenentwicklung, sondern eine verbreitete und in der Community der Solar-Selbstbauer allgemein gut angesehene Wahl, wegen ihrer Zuverlässigkeit und der Fülle an Daten, die sie liefert (Zellspannung, Temperatur, Schutzhistorie).

Die Schutzart IP65 schützt zuverlässig vor Staub und Spritzwasser aus allen Richtungen, ein Niveau, das für ein Bootsfach mit Gischt oder einen Wohnmobilboden mit leichtem Wassereintritt geeignet ist. Es handelt sich nicht um eine Zertifizierung für ein vollständiges Untertauchen: eine dauerhaft unter Wasser stehende Batterie ist auf diesem Schutzniveau nicht abgedeckt.

Kälteverhalten: automatische Abschaltung, keine Selbsterwärmung

Die Ladung wird automatisch unterhalb von 0 °C unterbrochen (mit einer vom Hersteller angegebenen Fertigungstoleranz von ±4 °C, der tatsächliche Auslösepunkt kann also zwischen -4 °C und +4 °C liegen), die Entladung unterhalb von -20 °C (ebenfalls ±4 °C Toleranz, tatsächlicher Auslösepunkt also zwischen -24 °C und -16 °C). Der angegebene Lagerbereich reicht von -10 °C bis 50 °C. Dieses genaue Modell, vom Hersteller unter der Referenz 12V-200AH-200A-APP geführt, verfügt über keine Selbsterwärmung der Zellen: die Abschaltung unter 0 °C ist ein passiver Schutz, keine aktive Lösung gegen Kälte.

Bezeichnungsfalle: Vatrer Power verkauft unter einem optisch sehr ähnlichen Gehäuse auch eine andere 200 Ah-Version mit aktiver Selbsterwärmung der Zellen bei Kälte sowie eine Basisversion mit 100 A ohne Bluetooth. Das in diesem Test beschriebene Modell ist die Bluetooth-Version mit 200 A ohne Selbsterwärmung: vor dem Kauf die genaue Referenz prüfen, falls unbeaufsichtigtes Laden bei starkem Frost ein wichtiges Kriterium ist.
Angegebener Temperaturbereich: Entladung von -20 °C bis 60 °C, Ladung begrenzt von 0 °C bis 50 °C, Toleranz von ±4 °C je AbschaltschwelleEntladung (Nutzung)-20 °C bis 60 °CLadung (Aufladen)0 °C bis 50 °C-20 °C0 °C60 °C
Die Entladung bleibt bis -20 °C möglich, die Ladung stoppt jedoch automatisch unter 0 °C, mit einer vom Hersteller angegebenen Fertigungstoleranz von ±4 °C auf beiden Schwellenwerten.

Für Boot oder Wohnmobil in der Übergangszeit vermeidet diese automatische Abschaltung das Hauptrisiko von Lithium bei Kälte (die Ablagerung von metallischem Lithium an der Elektrode bei einer zu kalten Ladung, die die Zelle dauerhaft schädigt), ganz ohne Zutun des Nutzers. Der Nachteil ist, dass eine an einem kühlen Morgen versuchte Ladung schlicht nicht startet, bis die Temperatur wieder über die Schwelle steigt, ohne dass ein Heizmechanismus diese Rückkehr beschleunigt.

Bluetooth und die App Xiaoxiang: was sie wirklich bietet

Die App Xiaoxiang, gekoppelt mit dem eingebauten JBD-BMS, zeigt in Echtzeit Ladezustand, Gesamtspannung, Strom, Momentanleistung und Temperatur. Die Detailtiefe reicht bis zur einzelnen Zellspannung und der maximalen Abweichung zwischen den Zellen (nützlich zur Kontrolle des Balancings), dazu ein Verlauf der Schutzereignisse. Die Batterie funktioniert eigenständig auch ohne Smartphone in der Nähe: das BMS steuert seine Schutzfunktionen fortlaufend, die App ist nur ein optionales Überwachungswerkzeug.

Reale Grenze: die App kommuniziert per Bluetooth mit einer angegebenen Reichweite von wenigen Metern, ohne WLAN-Relais oder Cloud-Anbindung. Damit lässt sich der Batteriestatus nicht aus dem Wohnhaus abrufen, während sie in einer separaten Garage lädt, oder aus der Ferne bei einem vor Anker liegenden Boot: für eine ungünstige Installation bietet der Hersteller separat einen Bluetooth-Signalverstärker als Zubehör an.

Wer mehrere Einheiten parallel verschaltet, kann in der App eine zusammengefasste Systemkapazität statt nur einer einzelnen Batterie anzeigen lassen, nützlich sobald die Anlage über eine Einheit hinausgeht. Ein kabelgebundenes Überwachungsnetz (CAN oder RS485) für eine feste Hausanlage mit mehreren zu koordinierenden Energiequellen ersetzt das jedoch nicht: dieses Produkt bietet so etwas nicht, anders als höherwertige Serien anderer Hersteller in diesem Segment.

Die 5-Jahres-Garantie: die Registrierung nicht vergessen, eine großzügigere Klausel als bei der Konkurrenz

Die angegebene Garantie beträgt 5 Jahre für die Kategorie der 12 V-Batterien von 100 bis 600 Ah, eine Dauer am oberen Ende dieses Preissegments. Die offizielle Garantiebestimmung nennt jedoch eine leicht zu übersehende Bedingung: für den vollen Garantieumfang müssen die Bestellung registriert und die Garantie online aktiviert werden, bevor das Produkt in Betrieb genommen wird. Ohne diesen zweistufigen Schritt ist nicht sichergestellt, dass im Schadensfall die volle Laufzeit gilt.

5 Jahre
angegebene Garantie (nach Registrierung und Aktivierung)
1 Jahr
Inaktivitätsdauer, ab der die Garantie erlischt

Die Ausschlussklausel für längere Lagerung lohnt einen Vergleich mit der direkten Konkurrenz in diesem Segment: die Garantiebestimmung schließt eine Batterie aus, die länger als ein Jahr entladen gelassen wurde, eine deutlich großzügigere Formulierung als die vierteljährliche Klausel, die bei mindestens einem direkten Mitbewerber desselben Formats gilt (Nachladen alle 3 Monate erforderlich, um den Zellenschutz zu behalten). Ein spürbarer zeitlicher Unterschied für ein Produkt, dessen Haupteinsatz (Boot, Wohnmobil, Solar-Inselanlage außerhalb der Saison) genau solche langen unbeaufsichtigten Phasen mit sich bringt.

Die übrigen aufgeführten Ausschlüsse sind klassisch: unsichere Befestigung, vertauschte Polarität, unterdimensionierte Verkabelung, Serien- oder Parallelschaltung über die angegebenen Grenzen hinaus, unerlaubtes Öffnen oder Verändern des Gehäuses sowie gewerblicher Einsatz mit intensiver Zyklenzahl über dem angegebenen Nutzungsprofil. Nichts Ungewöhnliches für diese Art von Produkt, doch auch hier erspart die Lektüre der vollständigen Bestimmung vor dem Kauf im Schadensfall böse Überraschungen.

Erweiterbarkeit: bis zu 4 Einheiten in Serie und 10 parallel

Der Hersteller gibt eine Verschaltung von bis zu 4 Einheiten in Serie an (für ein 48 V-System aus 12,8 V-Blöcken) sowie bis zu 10 Einheiten parallel (zur Kapazitätsaddition bei gleicher Spannung). Die Dokumentation nennt nicht ausdrücklich, ob sich beide Grenzen in einer einzigen Anlage gleichzeitig kombinieren lassen: vorsichtshalber sollte jede Grenze für sich betrachtet werden, statt die beiden Zahlen miteinander zu multiplizieren.

4 Einheiten
maximal in Serie (48 V-System)
10 Einheiten
maximal parallel (Kapazitätsaddition)

Für einen zuverlässigen Betrieb verlangt diese Art der Verschaltung Batterien aus derselben Charge und mit demselben Ladezustand vor der gemeinsamen Inbetriebnahme, eine Vorsichtsmaßnahme, die für jede so verschaltete LiFePO4-Chemie gilt und nicht nur für diese Marke. Für einen bescheideneren Einsatz (direkter Ersatz einer Bleibatterie in Van oder Boot) bleibt eine einzelne Einheit der häufigste und einfachste Fall, ganz ohne diese Vorsichtsmaßnahmen bei der Verschaltung.

Verarbeitung, Gehäuse und Erfahrungen aus der Nutzung

Das Gehäuse (522 x 240 x 218 mm bei 22 kg) ist verklebt statt mit zugänglichen Schrauben verschlossen, eine Wahl, durch die jeder interne Eingriff (Prüfung einer Zelle, Austausch eines Bauteils) ein Beschädigungsrisiko für das Gehäuse mit sich bringt. Die Pole sind M8-Schraubbolzen, ein gängiges Format, das passende Kabelschuhe erfordert: die einer alten Bleibatterie haben nicht immer den richtigen Durchmesser, ein Detail, das vor der Bestellung und nicht erst nach Erhalt der Batterie zu prüfen ist.

Die prismatischen Zellen und die allgemeine Konstruktion dieser Serie erhalten überwiegend positive Rückmeldungen von Käufern, meist mit dem Hinweis auf eine gute Verarbeitungsqualität und einen geringen Leistungsunterschied zu etablierteren und spürbar teureren Marken in diesem Format. Einzelne vereinzelte Meldungen erwähnen eine launische Erkennung des Ladeendes oder eine Ladezustandsanzeige, die bei dieser BMS-Generation abrupt von einem hohen Wert auf null springt: ein Austausch über die Garantie hat die Lage in den bekannten Fällen jeweils gelöst, ohne dass dies auf einen massenhaften Fehler in der gesamten Produktion hindeutet.

Gut zu wissen: eine vorübergehende Abweichung zwischen den Zellen bei der allerersten Ladung (die dann länger dauert als die folgenden) ist bei neuen Zellen normal und gleicht sich in der Regel nach einigen Lade- und Teilentladezyklen aus.

Nichts deutet darauf hin, dass die oben genannten vereinzelten Meldungen speziell dieses Bluetooth-Modell mit 200 A betreffen und nicht eine andere Kapazität derselben Serie, doch die zugrunde liegende Konstruktion (das JBD-BMS und seine Firmware) betrifft diese Bauteilgeneration insgesamt, bei mehreren Marken, die sie verwenden.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz

Im Segment der Lithiumbatterien von 200 bis 230 Ah trifft die Vatrer Power 200Ah Bluetooth regelmäßig auf drei direkte Alternativen: die Fogstar Drift 230Ah, eine Premium-Referenz mit eingebauter Heizung und einer etwas höheren Kapazität (2944 Wh), aber einem deutlich höheren Preis; die LiTime 200Ah Plus, eine der meistverglichenen Marken in diesem Segment; sowie die Renogy Core 200Ah Bluetooth, die ebenfalls über ein 200 A-BMS und die Schutzart IP65 verfügt.

Technischer Vergleich: Vatrer Power 200Ah Bluetooth gegenüber ihren direkten Alternativen (Herstellerangaben)
KriteriumVatrer Power 200AhFogstar Drift 230AhLiTime 200Ah PlusRenogy Core 200Ah BT
Energie2560 Wh2944 Wh2560 Wh2560 Wh
BMS / Dauerentladung200 AIntegriert (nicht angegeben)200 A200 A
Angegebene Zyklen (100 % DoD)5000+4000+4000+5000 (bei 80 % DoD)
SelbsterwärmungNeinJaNein (diese Version)Nicht angegeben
SchutzartIP65Nicht angegebenIP65IP65

Bei nahezu gleicher Energie hebt sich die Vatrer Power 200Ah durch ein bereits im Grundpreis enthaltenes 200 A-BMS und die Schutzart IP65 ab, während die teurere Fogstar Drift 230Ah vor allem auf ihre eingebaute Heizung und die etwas höhere Kapazität setzt. Allein bei den angegebenen Zyklen bei voller Entladetiefe übertreffen ihre 5000 Zyklen die 4000 der LiTime 200Ah Plus. Keine der genannten Alternativen veröffentlicht, soweit ersichtlich, in ihrer technischen Dokumentation eine vom reinen BMS-Entladestrom getrennte Wechselrichter-Leistungsgrenze: es lässt sich daher nicht sagen, ob die oben genannte Abweichung nur Vatrer Power betrifft oder auch diese anderen Modelle, mangels ähnlich detaillierter Dokumentation auf deren Seite.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Diese Batterie eignet sich in erster Linie für alle, die eine Bleibatterie in einem ausgebauten Van, einem Boot oder einer kleinen netzfernen Solaranlage ersetzen, mit einem reinen Sinus-Wechselrichter von maximal 1000 bis 1200 W pro Einheit, und die ohne den Preis einer Premiummarke auf Lithium umsteigen möchten. Das nahezu standardisierte M8-Format und Bluetooth für die tägliche Überwachung machen sie auch zu einem guten Einstieg für alle, die noch nie von Blei weggekommen sind.

Weniger geeignet ist sie für alle, die einen einzelnen leistungsstarken Wechselrichter (über 1200 bis 1500 W) an einer einzigen Einheit benötigen, eine Fernüberwachung ohne Bluetooth-Reichweitenbegrenzung, ein aktives Laden bei starkem Frost ohne Aufsicht (die Version mit Selbsterwärmung desselben Herstellers erfüllt diesen speziellen Bedarf besser) oder ein zu öffnendes Gehäuse für interne Wartung wünschen. Es empfiehlt sich außerdem, die Garantie gleich bei Erhalt zu registrieren und zu aktivieren, statt diese Formalität aufzuschieben.

Zusammengefasst: ein solider Bleiersatz mit vom Hersteller genau festgelegten Eigenschaften, vorausgesetzt der Wechselrichter wird nach den 1280 W aus dem Datenblatt dimensioniert und nicht nach dem reinen 200 A-BMS-Strom, und die Garantieregistrierung erfolgt vor der ersten Ladung.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,3/5
Wirkungsgrad nicht gemessen
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit 4,4
Solareingang und MPPT nicht gemessen
Steuerung und Intelligenz 4,0
Installation und Konformität nicht gemessen
Verarbeitung und Ausdauer 4,5
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen 4,2
Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth Batterie: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth Batterie

Vatrer Power 200Ah LiFePO4 Bluetooth Batterie

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Eine kompakte 200Ah Lithium-Batterie mit Bluetooth-Steuerung und IP65-Schutz, für eine solide Stromreserve in Van, Boot oder Solarkit.

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Fogstar Drift 12V 230Ah

Fogstar Drift 12V 230Ah

749.00€

230Ah Lithium-Speicher mit integriertem Bluetooth und Heizung, auf Grade-A-EVE-Zellen: Die Fogstar Drift ist eine hochwertige Versorgungsbatterie für Vans und Boote.

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LiTime Batterie 50Ah LiFePO4 Bluetooth

LiTime Batterie 50Ah LiFePO4 Bluetooth

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640Wh kompaktes Lithium mit Bluetooth-Überwachung: Die LiTime 12V 50Ah ersetzt Blei auf dem Boot, im Camper oder im Solarkit, ohne Kompromisse.

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Liontron LiFePO4 200Ah LXArctic Marine

Liontron LiFePO4 200Ah LXArctic Marine

1917.68€

2560 Wh, die dank Heizung bis -30 °C geladen werden können, marine-dicht nach IP67: die Liontron 200Ah LXArctic für Anlagen ohne jede Ausfallzeit.

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Häufige Fragen

Der Hersteller gibt eine Entladetiefe von 100 % an, eine für eine LiFePO4-Zelle normale Eigenschaft. Eine unabhängige, speziell für dieses Modell durchgeführte Messung konnte bislang nicht gegengeprüft werden, um diesen Wert im Detail zu bestätigen: es handelt sich um eine Herstellerangabe, noch nicht von dritter Seite bestätigt, und sollte auch so gelesen werden.

Das Datenblatt des Herstellers empfiehlt für eine einzelne Einheit eine maximale Wechselrichterleistung von 1280 W, genau die Hälfte des rechnerischen Werts aus dem angegebenen Dauerentladestrom von 200 A. Ein reiner Sinus-Wechselrichter mit 1000 bis 1200 W deckt diese Empfehlung mit angemessenem Spielraum ab.

Die Entladung bleibt bis -20 °C möglich, die Ladung wird jedoch automatisch unter 0 °C unterbrochen (mit einer vom Hersteller angegebenen Toleranz von ±4 °C) und setzt bei Rückkehr zu positiven Temperaturen wieder ein. Dieses Modell verfügt über keine aktive Selbsterwärmung der Zellen: eine andere Referenz desselben Herstellers ist speziell dafür ausgelegt.

Ja: die Garantiebestimmung des Herstellers verlangt eine Registrierung der Bestellung und eine Online-Aktivierung der Garantie vor der Inbetriebnahme, um die volle Laufzeit von 5 Jahren zu erhalten. Die Garantie erlischt außerdem, wenn die Batterie länger als ein Jahr am Stück entladen bleibt.

Der Hersteller empfiehlt ein LiFePO4-Ladegerät mit 4 Zellen, eingestellt auf 14,2 bis 14,6 V, mit einem empfohlenen Ladestrom von 40 A (0,2C). Ein Ladegerät oder Solarregler eines anderen Herstellers, das zu diesem Spannungsprofil passt, eignet sich, solange diese Werte und die angegebenen Temperaturschwellen eingehalten werden.

Der Hersteller gibt eine Verschaltung von bis zu 4 Einheiten in Serie für ein 48 V-System sowie bis zu 10 Einheiten parallel zur Kapazitätsaddition an, ohne anzugeben, ob sich beide Grenzen in einer einzigen Anlage kombinieren lassen. Batterien aus derselben Charge und mit demselben Ladezustand zu verwenden, bleibt für jede solche Verschaltung empfehlenswert.