Ein Wirkungsgrad unter den besten gemessenen ihrer Kategorie
Über einen vollständigen Zyklus (Ladung auf 100 % dann gemessene Entladung) gibt die Explorer 2000 Plus rund 83 % der zum Aufladen verbrauchten Energie wieder ab, das beste Ergebnis unter den zu diesem Zeitpunkt verglichenen Stationen. Das ist eine echte Stärke, die diese Station von mehreren direkten Konkurrentinnen abhebt, bei denen der Abstand zwischen angegebener Kapazität und tatsächlich nutzbarer Energie größer ausfällt.
Leistung und Solareingang: ein klarer Vorsprung vor dem Nachfolger
Die 3000 W Dauerleistung (6000 W Spitze) halten unter kombinierten realen schweren Lasten, Induktionskochfeld, Winkelschleifer, Kühlschrank und Beleuchtung gleichzeitig, ohne zu schwächeln. Drei gleichzeitig angeschlossene Geräte laufen problemlos; ein viertes bringt die Station in den Fehlermodus. Der auf zwei DC-Eingänge verteilte Solareingang von bis zu 1400 W übertrifft die 400 W der ihr nachfolgenden Explorer 2000 v2 deutlich: ein klarer Rückschritt dieses Nachfolgers in genau diesem Punkt, wichtig zu wissen, wenn Solarnutzung bei der Wahl eine Rolle spielt.
Die Erweiterbarkeit, das Argument, das sie von ihrem Nachfolger unterscheidet
Bis zu fünf Zusatzakkus bringen eine einzelne Einheit auf 12 kWh, und die Kopplung zweier Explorer-2000-Plus-Stationen erreicht 24 kWh bei 6000 W und 240 V. Das ist das zentrale Argument dieser Reihe und ein echter Unterschied zur Explorer 2000 v2, die sie kommerziell ersetzt: Diese ist nicht erweiterbar, ein Rückschritt, den Jackery selbst einräumt, indem sie sie ausschließlich als „eine 2-kWh-Lösung“ bewirbt, ohne jede Erwähnung von Erweiterbarkeit.
Verfügbarkeit: in Frankreich aus dem Verkauf genommen, in Deutschland weiterhin erhältlich
Das ist der wichtigste Punkt, den man kennen sollte, bevor man sich auf die Suche macht. Die französische Jackery-Website zeigt eine eindeutige Meldung: Dieses Produkt ist nicht mehr auf Lager und wird nicht nachbestellt, mit einem direkten Verweis auf die Explorer 2000 v2 als „eine 2-kWh-Lösung“. Die britische Website ist noch deutlicher und spricht von einem inzwischen eingestellten Modell sowie einer für später angekündigten neuen, verbesserten Version. In Frankreich lässt sich die Explorer 2000 Plus neu daher nur noch über Restbestände bei Händlern kaufen, zum letzten von der Marke angezeigten Preis vor der Rücknahme, rund 1.799 €.
Andernorts sieht das Bild jedoch anders aus: Der offizielle Jackery-Shop in Deutschland verkauft dieses Modell weiterhin neu, ohne jeden Hinweis auf ein Auslaufen der Serie, zu einem festgestellten Preis von rund 1.049 €. Eine Rücknahme aus dem Sortiment, die also eher Markt für Markt zu erfolgen scheint, als weltweit auf einen Schlag entschieden.
Verarbeitung: eine identifizierte Schwachstelle bei den Rollen
Die Kunststoffrollen und der Teleskopgriff sind wenig robust, besonders auf unebenem Gelände: ein realer Verarbeitungspunkt, den man für den regelmäßigen Einsatz abseits ebener Flächen kennen sollte. Das Display gilt zudem als bei praller Sonne schwer ablesbar. Kein wiederkehrender Materialfehler (Lüfter, Display, Steuerungselektronik) wurde dagegen über diese Konstruktionspunkte hinaus festgestellt.

