Anker SOLIX F3800: unsere ausführliche Einschätzung

Die SOLIX F3800 gibt 3840 Wh und 6000 W Dauerleistung an, erweiterbar auf bis zu 26,9 kWh pro Einheit. Ihre Ausgangsleistung hält ihr Versprechen ohne zu schwächeln, bestätigt unter realen schweren Lasten. Ihre eigentliche Schwachstelle liegt woanders: der Wirkungsgrad bei der Umwandlung, der deutlich unter der angegebenen Kapazität liegt, besonders bei leichten Lasten, ein Punkt, den die Werbebotschaft nicht hervorhebt.

Unsere Note
4,1/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 3,7 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,7Gehaltene Leistung: 4,5 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung4,5Aufladung: 4,1 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden4,1Anschlüsse und Steuerung: 4,3 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse4,3Verarbeitung und Ausdauer: 4,1 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung4,1Geräusch: 4,1 von 5 (Gewichtung 8 %)Geräusch4,1

Wie wird diese Note berechnet?

Anker SOLIX F3800 Powerstation auf Rollen, heller Hintergrund

Das Wichtigste

Die SOLIX F3800 hält ihr Versprechen genau dort, wo man es am meisten erwartet: Ihre 6000 W Dauerleistung betreiben Bohrmaschine, Staubsauger, Toaster und Baustellenstrahler gleichzeitig, ohne zu schwächeln, und ihre Erweiterbarkeit auf bis zu 26,9 kWh pro Einheit (53,8 kWh im Duo zweier Stationen) bleibt eine der großzügigsten am Markt. Der Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte, betrifft den Wirkungsgrad: Über einen vollständigen Zyklus liegt die tatsächlich nutzbare Energie bei rund 62 % des zum Aufladen verbrauchten Stroms, und dieser Wirkungsgrad sinkt bei leichten Lasten deutlich, auf etwa 65 % bei 200 W gegenüber über 85 % bei 2000 W. Das ist kein isolierter Mangel dieser einen Station, dieses Muster findet sich auch anderswo in der Kategorie, aber der hier festgestellte Abstand fällt deutlicher aus als bei manchen direkten Konkurrenten. Mit 60 kg lässt sie sich eher zu zweit als allein in einen Kofferraum verladen. Für eine massive, erweiterbare Leistungsreserve bleibt die F3800 überzeugend, für überwiegende Nutzung mit geringer Last verdient der Wirkungsgrad einen Platz in der Rechnung.

Stärken

  • 6000 W Dauerleistung unter verschiedenen realen Lasten bestätigt (Bohrmaschine, Staubsauger, Toaster, Baustellenstrahler), ohne zu schwächeln
  • Erweiterbar auf bis zu 26,9 kWh pro Einheit über BP3800-Zusatzakkus, und 53,8 kWh im Duo zweier F3800-Stationen
  • Schnelle Netzladung, eine vollständige Ladung in etwas unter zwei Stunden bei voller Leistung
  • Zuverlässige USV-Funktion, keine verpasste Umschaltung in den verfügbaren Daten gefunden
  • Kein wiederkehrender struktureller Mangel und kein Sicherheitsrückruf für dieses Modell identifiziert

Schwächen

  • Wirkungsgrad über den vollständigen Zyklus bei rund 62 % des verbrauchten Stroms als tatsächlich nutzbare Ausgangsleistung gemessen
  • Dieser Wirkungsgrad sinkt bei leichten Lasten deutlich: etwa 65 % bei 200 W gegenüber über 85 % bei 2000 W, das Gegenteil dessen, was man intuitiv erwarten würde
  • 60 kg zu bewegen, meist zu zweit für das Verladen in ein Fahrzeug trotz der Rollen
  • Keine real gemessenen Daten zum Solareingang für dieses genaue Modell gefunden
  • Kein großes unabhängiges Testlabor (Verbraucherorganisation) hat bislang einen vollständigen Test dieses Modells veröffentlicht
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6000 W, eine unter realen Lasten bestätigte Leistung

Die 6000 W Dauerleistung (9000 W Spitze) bleiben keine reine Datenblattzahl: Eine Reihe kombinierter realer Lasten, Bohrmaschine, Staubsauger, Toaster und Baustellenstrahler, läuft, ohne dass die Station schwächelt: das ist der stärkste Punkt dieser Station.

6000 W
Dauerleistung
3840 Wh
Basiskapazität
26,9 kWh
Max. Erweiterung (1 Einheit)
60 kg
Gewicht

Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung, die eigentlich wichtige Zahl

Über einen vollständigen Zyklus (Ladung auf 100 % dann gemessene Entladung) liegt die am Ausgang tatsächlich nutzbare Energie bei rund 62 % des zum Aufladen am Netz verbrauchten Stroms. Eine gesonderte Messung bei unterschiedlicher Lade- und Entladeleistung ergänzt das Bild: Der Ladewirkungsgrad verbessert sich bei geringer Leistung (bis etwa 95 % bei 200 W, gegenüber 87,5 % bei voller Leistung), doch der Entladewirkungsgrad folgt dem umgekehrten Trend und sinkt bei geringer Leistung (etwa 65 % bei 200 W, gegenüber über 85 % bei 2000 W). Anders gesagt: Die F3800 ist darauf ausgelegt, mit hoher Leistung beansprucht zu werden, dort gibt sie am meisten von dem zurück, was sie gespeichert hat. Dieses Muster eines je nach Last schwankenden Wirkungsgrads findet sich auch anderswo in der Kategorie der großen erweiterbaren Stationen, es handelt sich also nicht um einen isolierten Mangel, doch der hier gemessene Abstand, besonders bei geringer Leistung, fällt deutlicher aus als bei manchen direkten Konkurrenten derselben Klasse.

Die Erweiterbarkeit, das zentrale Argument der Reihe

Hier hebt sich die F3800 wirklich ab: Bis zu sechs Anker SOLIX BP3800 Zusatzakkus (je 3840 Wh, im laufenden Betrieb anschließbar) bringen eine einzelne Einheit auf 26,9 kWh, und zwei gekoppelte F3800-Stationen erreichen 53,8 kWh bei 12.000 W. Diese Feingliederung in Schritten von 3,84 kWh erlaubt es, die Investition genau am tatsächlichen Bedarf auszurichten, ohne bei jeder Kapazitätsstufe eine neue Station kaufen zu müssen.

Netzladung und Geräuschpegel

Am Stromnetz (bis zu 2990 W in Europa, eine mechanische Grenze durch die Steckerauslegung bedingt, anders auf dem nordamerikanischen Markt mit 120 V) dauert eine vollständige Ladung etwas unter zwei Stunden. Beim Solareingang gibt das Datenblatt bis zu 2400 W über zwei MPPT-Tracker an, doch es wurde keine unabhängige, unter realen Bedingungen durchgeführte Messung gefunden, die diesen Wert für dieses genaue Modell bestätigt. Der Geräuschpegel erreicht bei anhaltenden 3000 W Verbrauch etwa 42 dB in einem Meter Abstand, ein angemessener Wert für eine Station dieser Leistungsklasse.

Zuverlässigkeit und Transport

Für dieses Modell wurde kein wiederkehrender struktureller Mangel und kein Sicherheitsrückruf identifiziert. Seltene Fälle von Brummgeräuschen an einem BP3800-Erweiterungsakku beim Start einer schweren Last, verursacht durch ein vibrierendes internes Bauteil, bleiben Einzelfälle statt eines Trends. Mit 60 kg lässt sich die Station dank Rollen und Teleskopgriff gut auf ebenem Boden bewegen, das Verladen in einen Kofferraum erfordert jedoch meist zwei Personen. Kein großes unabhängiges Testlabor (Verbraucherorganisation) hat bislang einen vollständigen Test dieses genauen Modells veröffentlicht.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,1/5
Kapazität und Wirkungsgrad 3,7
Gehaltene Leistung 4,5
Aufladung 4,1
Anschlüsse und Steuerung 4,3
Verarbeitung und Ausdauer 4,1
Geräusch 4,1
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Das Produkt und seine Alternativen

Jackery Explorer 2000 Plus

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Die große Erweiterbare von Jackery: 2042 Wh und 3000 W, erweiterbar auf 12 kWh (24 kWh mit zwei Stationen), mit 1400-W-Solareingang und Netzladung in 95 Minuten.

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Anker Prime 20100 (220W)

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Die Anker Prime 20100 lädt mit 220 W Gesamtleistung und 140 W pro USB-C-Anschluss ein MacBook Pro M4 in 28 Minuten auf 50 % und bleibt flugtauglich.

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Häufige Fragen

Über einen vollständigen Lade- und Entladezyklus liegt die tatsächlich nutzbare Energie bei rund 62 % des zum Aufladen verbrauchten Stroms. Dieser Wirkungsgrad schwankt zudem je nach abgerufener Leistung: Er sinkt besonders bei Entladungen mit geringer Leistung, auf etwa 65 % bei 200 W gegenüber über 85 % bei 2000 W.

Ja. Eine Reihe kombinierter realer Lasten (Bohrmaschine, Staubsauger, Toaster, Baustellenstrahler) läuft, ohne dass die Station schwächelt.

Durch Hinzufügen von bis zu sechs Anker SOLIX BP3800 Zusatzakkus (je 3840 Wh) erreicht eine einzelne Einheit 26,9 kWh. Im Verbund zweier F3800-Stationen steigt die Kapazität auf 53,8 kWh bei 12.000 W.

Auf ebenem Boden erleichtern Rollen und Teleskopgriff das Bewegen trotz ihrer 60 kg. Zum Verladen in den Kofferraum eines Fahrzeugs sollte man zu zweit sein.

Ja, es gibt eine Variante F3800 Plus mit einem auf 3200 W erhöhten Solareingang und einem zusätzlichen RV-Anschluss, die sich von der hier behandelten Standard-F3800 unterscheidet. Beide sollten bei einem Preis- oder Ausstattungsvergleich nicht verwechselt werden.