140 W, aber nicht auf beiden Anschlüssen gleichzeitig
Die herausgestellte Zahl von 220 W verbirgt eine differenziertere Realität als eine einfache 2x140-W-Aufteilung. Nur einer der beiden USB-C-Anschlüsse erreicht tatsächlich 140 W, der zweite bleibt bei 100 W gedeckelt: Die Gesamtleistung des Systems bleibt bei 220 W begrenzt, asymmetrisch auf die beiden Ausgänge verteilt statt gleichmäßig auf jeden. Am Hauptanschluss hält die Leistung, was sie verspricht: Ein MacBook Pro M4 lädt mit einem zertifizierten 5-A-Kabel in rund dreißig Minuten von 0 auf 50 %, ohne eine Warnung wegen langsamer Ladung auszulösen.
Der Punkt, auf den zu achten ist, betrifft die gleichzeitige Nutzung beider Anschlüsse mit hoher Leistung über einen längeren Zeitraum: Die kombinierte Leistung sinkt schrittweise, sobald über beide Ausgänge zugleich mehr als 140 W abgerufen werden, ein Muster, das an die vorige 200-W-Generation erinnert, bei der die kombinierten 200 W nur unter guten Bedingungen erreicht wurden und mit zwei echten angeschlossenen Laptops oft deutlich niedriger ausfielen. Die 220-W-Generation macht hier einen klaren Fortschritt, ohne das Problem vollständig zu lösen.
Real nutzbare Kapazität: ein konsistenter Wirkungsgrad
Von den angegebenen 72,36 Wh (20.100 mAh) liegt die real nutzbare Kapazität je nach Lade- und Entladebedingungen zwischen 87 und 93 %. Das ist eine normale Abweichung, bedingt durch die Spannungswandlung zwischen den internen Zellen und dem USB-C-Ausgang, kein Anzeichen für einen Mangel: Die enge Spanne zwischen den beiden Grenzwerten stärkt das Vertrauen in diesen Wert.
Das Laden der Powerbank selbst
Beim Eingang akzeptiert die Prime 20100 bis zu 100 W über USB-C, genug um 50 % ihrer Kapazität in etwa 25 bis 31 Minuten zurückzugewinnen, und eine vollständige Ladung in etwas weniger als einer Stunde bis eine Stunde und zehn Minuten. Das ist ein Punkt, an dem die 220-W-Generation ihre Versprechen klar hält, ohne nennenswerte Abweichung.
Display, App und Zuverlässigkeit
Das drehbare Display zeigt in Echtzeit den verbleibenden Prozentsatz, die an jedem Anschluss gelieferte Leistung und die geschätzte Ladezeit an, ergänzt durch die per Bluetooth verbundene Anker App zur Fernverfolgung der Energieverteilung. Die Marke war 2025 von mehreren Produktrückrufen wegen Brandrisiko betroffen, die andere Powerbank-Modelle als dieses betrafen (Referenz A110B): Keiner dieser Rückrufe betrifft nach verfügbaren Informationen die Prime 20100 220W. Ein schwächeres Signal kursiert zudem zur Prime Ladestation, einem separat verkauften Zubehörteil, ohne direkten Zusammenhang mit der Powerbank selbst.
Ein Format für unterwegs
Mit 72,36 Wh bleibt die Prime 20100 unter der von fast allen Fluggesellschaften vorgeschriebenen Grenze von 100 Wh fürs Handgepäck und reist somit ohne Sondergenehmigung mit. Mit 510 g ist sie dagegen eine Powerbank, die man in der Tasche spürt statt in der Hosentasche: ein bewusster Kompromiss für diese Leistungsklasse.

