1343 Wh nutzbar von 1600 Wh angegeben, aber ohne eigene Messung des Hin-und-Rück-Wirkungsgrads
Von den 1600 Wh Nennkapazität liegt der tatsächlich entnehmbare Anteil bei rund 1343 Wh, also etwa 84 % des angegebenen Werts. Das ist eine Größenordnung, die zur üblichen Schutzreserve bei dieser Art von Batterie passt.
Dieser zweite Wert verdient eine wichtige Präzisierung: Für die Solarbank 2 E1600 AC ließ sich keine eigene Messung des Hin-und-Rück-Wirkungsgrads (Netz zur Batterie und wieder zurück zum Netz) finden. Die für diese Produktart plausible Spanne von 15 bis 20 % Systemverlusten betrifft in Wirklichkeit die Solarbank 4 Pro, ein anderes Modell der Reihe mit ähnlicher, aber eigenständiger Architektur: als plausible Größenordnung zu werten, nicht als direkte Messung des hier betrachteten Geräts.
Erweiterbar auf bis zu 9,6 kWh, Kompatibilität darüber hinaus noch zu klären
Die Basiskapazität von 1600 Wh lässt sich durch bis zu fünf zusätzliche BP1600-Batterien auf bis zu 9,6 kWh erweitern, eine auf dem offiziellen Datenblatt des Herstellers für diesen Markt angegebene Zahl.
Konfigurationen jenseits dieser Grenze, mit den kapazitätsstärkeren BP2700-Batterien, finden sich bei einigen Drittanbietern, doch die offizielle Kompatibilität dieses Formats mit der AC-Einheit ließ sich auf keiner Herstellerseite bestätigen: Vor einem Kauf in genau dieser Konfiguration sollte man das nicht ungeprüft übernehmen, sondern direkt beim Hersteller nachfragen.
Zwei MPPT-Regler, aber bei Verschattung nicht vollständig unabhängig
Die beiden MPPT-Eingänge akzeptieren jeweils bis zu 600 W, insgesamt also 1200 W Solarleistung. Eine strukturelle Grenze besteht dabei: Gerät ein Modul an einem Eingang in den Schatten, sinkt auch die Leistung des zweiten, am selben Eingang angeschlossenen Moduls mit, da die beiden Module eines MPPT-Reglers nicht vollständig unabhängig voneinander arbeiten.
Für eine flexible Leistungsverteilung zwischen zwei unterschiedlichen Ausrichtungen empfehlen sich deshalb eher vier Module (zwei pro Eingang) als zwei, damit jeder MPPT-Regler intern homogen bleibt.
Leistungswerte, die mit jeder Zusatzbatterie steigen
Zu diesem Gerät kursieren mehrere Leistungsangaben, die sich nicht widersprechen, sobald man sie der jeweiligen Konfiguration zuordnet: Die Batterieladeleistung, die Netzleistung und die Leistung im Inselbetrieb steigen laut offiziellem Datenblatt alle mit der Zahl der angeschlossenen Zusatzbatterien, von 1000 W bei der Einzeleinheit bis 2400 W mit zwei Zusatzbatterien.
Diese Werte entsprechen der Hardware-Kapazität des Geräts und sind von der gesetzlichen Einspeisegrenze ins öffentliche Netz zu unterscheiden, die in Frankreich für Balkon-Solaranlagen im vereinfachten Verfahren bei 800 W liegt: Nicht die Hardware-Kapazität, sondern dieser letztgenannte Wert begrenzt, was das Gerät legal ins Netz zurückspeisen darf.
1000 W Notstromleistung für die Einzeleinheit, 1200 W mit Erweiterung
Bei einem Stromausfall liefert die Einzeleinheit bis zu 1000 W über ihre eigene Notstromsteckdose: Laut offiziellem Datenblatt steigt dieser Wert auf 1200 W, sobald eine Zusatzbatterie angeschlossen ist. Ein automatischer Mechanismus schaltet die Versorgung dieser Steckdose um, sobald der Netzausfall erkannt wird.
Für genau dieses Modell ließ sich keine gemessene Umschaltzeit finden: Ein Wert von unter 10 Millisekunden kursiert zwar, betrifft aber ein anderes Gerät der Marke, die Solarbank Max AC mit einem deutlich leistungsstärkeren Wechselrichter. Auch eine Schilderung eines mit diesem Modell tatsächlich erlebten Stromausfalls ließ sich nicht finden, nur Beschreibungen des Mechanismus selbst.
Niedertarif und Hochtarif: wenige Euro im Jahr, keine mehreren Hundert
Der Hersteller stellt die Möglichkeit heraus, die Batterie zum Niedertarif aus dem Netz zu laden und den Strom zum Hochtarif wieder abzugeben. Das Prinzip funktioniert, doch sein tatsächliches Ausmaß für die Basiseinheit verdient eine Einordnung in Zahlen.
Beim regulierten französischen Stromtarif (Unterschied zwischen Hoch- und Niedertarif von rund 5,5 Cent pro kWh) und mit einem Hin-und-Rück-Wirkungsgrad von etwa 82 bis 85 % (die weiter oben genannte Referenzspanne) bringt ein vollständiger täglicher Zyklus über die 1,6 kWh Basiskapazität rund 10 bis 11 € im Jahr, selbst wenn das Gerät jeden Tag vollständig geladen und entladen wird.
Dieser Wert liegt weit unter den teils genannten mehreren Hundert Euro pro Jahr für die Solarbank-Reihe: Diese Zahlen betreffen durchweg deutlich größere Konfigurationen (7 bis 14 kWh) in Verbindung mit einer Solaranlage von mehreren Kilowattpeak, nicht die hier betrachtete Basiseinheit allein. Der Blog des Herstellers selbst bleibt an dieser Stelle vorsichtig und veröffentlicht keine bezifferte Ersparnis für die Netzladung, weist aber darauf hin, dass ein Vertrag zur Vergütung des eingespeisten Solarüberschusses (EDF-Abnahmepflicht) das Aufladen der Batterie aus dem öffentlichen Netz vertraglich untersagt.
NF EN 50549-10: eine offenbar angestrebte, aber nicht vollständig bestätigte Konformität
In Frankreich bleibt jede Balkon-Solaranlage unabhängig von ihrer Leistung einer kostenlosen Online-Meldung bei Enedis (Selbstverbrauchsvereinbarung) unterworfen. Die Einspeisegrenze im vereinfachten Verfahren liegt weiterhin bei 800 W. Eine Consuel-Bescheinigung ist unter 900 VA nicht vorgeschrieben.
10 Jahre Garantie, 15 Jahre angegebene Lebensdauer: zwei getrennte Werte
Das offizielle Datenblatt unterscheidet zwei Werte, die man nicht verwechseln sollte: eine Garantie von 10 Jahren und eine angegebene Lebensdauer von 15 Jahren, gestützt auf die LiFePO4-Chemie. Der erste Wert ist eine vertragliche Verpflichtung, der zweite eine Schätzung des Herstellers, kein abgedecktes Versprechen.
Ein isolierter Störungsfall, Kälteempfindlichkeit bei der Schnellladung
Ein Störungsfall ist nach etwa einem Jahr Nutzung bekannt: Die Hauptbatterie blieb im Winter bei 0 % Ladestand hängen, während die Zusatzbatterie normal weiterlief. Nach mehreren wirkungslosen Rücksetzungen räumte der Hersteller schließlich einen Hardwarefehler ein und bot einen Austausch an, nach einer rund einmonatigen Wartezeit bis zu diesem Eingeständnis. Im selben Zusammenhang kam kein vergleichbarer weiterer Fall hinzu: als Einzelfall zu werten, nicht als Trend.
Ein weiterer Punkt: Die volle Ladeleistung (1000 W) soll erst erreicht werden, sobald die Batterietemperatur wieder auf etwa 21 °C gestiegen ist, eine Einschränkung im tiefen Winter für alle, die das Gerät ungeschützt im Freien aufstellen.
Bislang hat keine anerkannte Verbraucherprüforganisation dieses konkrete Modell bewertet, weder hinsichtlich Zuverlässigkeit noch Sicherheit noch elektromagnetischer Emissionen.
Einfache Installation, intelligenter Stromzähler nur durch Fachbetrieb
Die Installation der Einheit selbst bleibt Plug-and-Play, für den einfachen Anschluss ist kein Elektriker nötig. Die App reagiert schnell: unter 3 Sekunden zur Anpassung der Leistung bei vorhandenem intelligentem Stromzähler, bis zu 5 Sekunden ohne ihn.
Dieser intelligente Stromzähler, der für die vollständige Nutzung der feinen Verbrauchssteuerung nötig ist, wird dagegen im Sicherungskasten installiert: Sein Anschluss erfordert den Einsatz eines Fachbetriebs, ein zusätzlicher Kosten- und Aufwandspunkt über den reinen Preis der Einheit hinaus.
599 € festgestellt, deutlicher Rückgang seit der Markteinführung
Der auf der offiziellen Anker-Website festgestellte Preis liegt bei 599 €, bei einem angezeigten Referenzpreis von 1099 €. Das ist ein deutlicher Rückgang seit der Markteinführung, als die unverbindliche Preisempfehlung bei rund 1099 € lag, mit einem Einführungs-Aktionspreis, der auf 799 € sank.
Derselbe Preis von 599 € findet sich auch bei einem allgemeinen Preisvergleichsportal und einem bekannten französischen Händler wieder, ein Abgleich, der das Vertrauen in diesen Wert stärkt. Ein intelligenter Stromzähler und eine Zusatzbatterie kommen für eine vollständige Konfiguration in der Regel mit rund 700 € hinzu.
Einbindung in eine bestehende Anlage statt deren Ersatz
Der zentrale Vorteil dieser AC-Version ist, dass sie sich zu einem bereits vorhandenen Balkon-Solarkit hinzufügen lässt, unabhängig vom bereits installierten Mikrowechselrichter, statt dessen Ersatz zu erzwingen: ein zentraler Konstruktionsunterschied gegenüber der Pro-Version derselben Generation, die den vorhandenen Mikrowechselrichter ersetzt.
Für den klassischen solaren Eigenverbrauch deckt die Basiskapazität einen guten Teil des abendlichen Grundverbrauchs eines Haushalts ab. Die Erweiterbarkeit auf bis zu 9,6 kWh erlaubt es, die Reserve schrittweise zu vergrößern, ohne die Haupteinheit zu wechseln.
Im Vergleich zum Zendure SolarFlow 800 Plus und zur Pro-Version
In diesem Segment trifft die Solarbank 2 E1600 AC auf den Zendure SolarFlow 800 Plus, der auf dieser Seite bereits behandelt wurde, sowie auf ihre eigene Pro-Variante.
| Kriterium | Solarbank 2 E1600 AC | Solarbank 2 E1600 Pro | Zendure SolarFlow 800 Plus |
|---|---|---|---|
| Kapazität | 1600 Wh | 1600 Wh | 1920 Wh |
| MPPT-Regler | 2 (1200 W) | 4 (2400 W) | 2 (1500 W) |
| Netzkopplung | Ja | Nein | Ja |
| Max. Erweiterung | 9,6 kWh | 9,6 kWh | 11,52 kWh |
Gegenüber dem Zendure startet die Solarbank 2 AC mit einer leicht geringeren Basiskapazität und einer etwas niedrigeren Erweiterungsgrenze, hat aber den Vorteil, sich in einen bereits installierten Mikrowechselrichter einzubinden. Gegenüber ihrer eigenen Pro-Version verliert sie an zulässiger Solarleistung (2 statt 4 MPPT-Regler), gewinnt aber die Möglichkeit, aus dem Netz zu laden, eine Funktion, die der Pro-Version fehlt.
Für wen sie geeignet ist, für wen nicht
Geeignet ist sie für alle, die bereits einen Balkon-Mikrowechselrichter besitzen und Speicher ergänzen möchten, ohne ihn zu ersetzen, sowie für alle, die vor allem auf solaren Eigenverbrauch setzen, wobei die Tarifarbitrage mit der Basiseinheit eine kleine Ergänzung bleibt.
Nicht geeignet ist sie für alle, die noch keinen Mikrowechselrichter besitzen (hier sind die Pro-Version oder ein All-in-one-System die direktere Wahl), noch für alle, die sich allein auf die Tarifarbitrage verlassen, um den Kauf schnell zu amortisieren. Vor der Installation bleibt die Prüfung der Konformität mit der Norm NF EN 50549-10 beim Hersteller ein Schritt, den man nicht überspringen sollte.
