Zendure SolarFlow 800 Plus: unsere ausführliche Einschätzung

Mikrowechselrichter und 1920 Wh-Speicher in einem einzigen IP65-Gehäuse vereint, mit einem Hin-und-Rück-Wirkungsgrad zwischen 83 und 86 %. Die Installation ist einfach, und die beiden MPPT-Regler kommen gut mit unterschiedlich ausgerichteten Modulen zurecht. Eine Notstromfunktion fehlt allerdings, und das Hauptargument der Netzladung zu günstigen Tarifzeiten bringt, selbst nach Angabe des Herstellers, nur einen bescheidenen Gewinn.

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad4,0Kapazität und Erweiterbarkeit: 4,0 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,0Solareingang und MPPT: 3,7 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar3,7Steuerung und Intelligenz: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,6Installation und Konformität: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,8Verarbeitung und Ausdauer: 3,6 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,6
Zendure SolarFlow 800 Plus Balkon-Solarspeicher von vorne, Display zeigt den Ladezustand an

Das Wichtigste

Der SolarFlow 800 Plus vereint Mikrowechselrichter und LiFePO4-Speicher mit 1920 Wh in einem einzigen IP65-Gehäuse, mit einem Hin-und-Rück-Wirkungsgrad zwischen 83 und 86 % (die vom Hersteller genannten 96 % betreffen dagegen nur die Umwandlung von Modul zu Speicher). Die Installation ist wirklich einfach, und die beiden MPPT-Regler kommen gut mit unterschiedlich ausgerichteten Modulen zurecht. Dafür bietet das Gerät keine Notstromfunktion bei einem Netzausfall, und das Hauptargument der Netzladung zu günstigen Tarifzeiten bringt, selbst nach eigener Angabe des Herstellers, nur einen bescheidenen Gewinn. Die Konformität mit der seit Juli 2026 für den Consuel verpflichtenden neuen Norm ist vor dem Kauf noch zu klären.

Stärken

  • Hin-und-Rück-Wirkungsgrad zwischen 83 und 86 %, eine enge Spanne trotz unterschiedlicher Ausgangswerte
  • Wirklich schnelle Plug-and-Play-Installation, ohne Elektriker
  • Zwei unabhängige MPPT-Regler, ein echter Vorteil bei unterschiedlich ausgerichteten Modulen
  • Erweiterbar auf bis zu 11,52 kWh, ohne die Basiseinheit zu wechseln
  • LiFePO4-Chemie, IP65, 10 Jahre Garantie
  • Preis pro kWh unter den niedrigsten auf dem Markt für Balkonspeicher

Schwächen

  • Keine Notstromfunktion bei einem Netzausfall: Das System schaltet sich ab
  • Kombinierte Solarleistung, die bei gleichzeitiger Nutzung beider MPPT-Eingänge eher bei rund 1300 W als bei den angegebenen 1500 W läge
  • Ladeleistung bei Kälte eingeschränkt, trotz einer angegebenen Reichweite bis minus 20 °C
  • Der für die Nutzung des Nachttarif-Vorteils nötige intelligente Stromzähler wird nur als Option verkauft
  • 10 Jahre Garantie an eine vollständige Aufladung mindestens alle 3 Monate gebunden
  • Konformität mit der neuen Pflichtnorm NF EN 50549-10 für dieses konkrete Modell nicht bestätigt
Kosten verfügbarer Energie
281 €je abgegebener kWh

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen. Günstiger als 7 von 8 vergleichbaren Produkten des Katalogs, auf angegebene Kapazität bezogen.

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96 % oder 83 %? Zwei verschiedene Kennzahlen, kein Widerspruch

Der von Zendure angegebene Wirkungsgrad von 96 % bezeichnet die Umwandlung des Solarstroms vom Modul zur Batterie, nur eine einzige Etappe der Kette, die für den Punkt maximaler Leistung gilt. Der Wirkungsgrad, der für den tatsächlichen Gebrauch am meisten zählt, der des vollständigen Kreislaufs vom Netz zur Batterie und zurück, liegt deutlich niedriger.

83 bis 86 %
Hin-und-Rück-Wirkungsgrad Netz, Laden und Entladen
96 %
Umwandlung Modul zu Batterie allein, Herstellerangabe

Der Hin-und-Rück-Wirkungsgrad bewegt sich in einer engen Spanne: rund 83 bis 85 % über drei vollständige Zyklen, rund 84 % bei einer geschätzten nutzbaren Kapazität von 1600 Wh auf die 1920 Wh brutto, und 85 bis 86 % je nach Entladeleistung. Ein Punkt verdient dabei eine Präzisierung: Der Wirkungsgrad ändert sich zwischen einer Entladung mit 800 W und mit 200 W nur wenig, ein eher positiver Punkt für eine Nutzung mit geringer Leistung am Abend, die häufigste Situation auf einem Balkon.

Der Hersteller selbst räumt in einem Artikel des eigenen Blogs zur Wirtschaftlichkeit der Speicherung Systemverluste von 15 bis 20 % ein, was genau der zuvor genannten Spanne entspricht. Die beiden Zahlen widersprechen sich also nicht: Sie erfassen lediglich zwei unterschiedliche Etappen der Umwandlung.

1920 Wh brutto, rund 1600 Wh nutzbar, erweiterbar auf 11,52 kWh

Von den 1920 Wh Bruttokapazität liegt der tatsächlich nutzbare Anteil, nach Abzug der Schutzreserve der Batterie, bei rund 1600 Wh, also etwa 88 % des angegebenen Werts. Diese Größenordnung passt zur verwendeten LiFePO4-Chemie, die eine Reserve für eine längere Lebensdauer der Zellen einbehält.

Die Erweiterung auf bis zu 11,52 kWh erfolgt durch das Hinzufügen kompatibler Zusatzbatterien, ohne die Basiseinheit oder ihren Wechselrichter zu wechseln. Für eine Nutzung, die vor allem auf die Netzladung zu günstigen Tarifzeiten statt auf die solare Eigenverbrauchsspeicherung setzt, empfiehlt der Hersteller selbst eine nutzbare Kapazität von 3 bis 5 kWh, damit sich die Investition in vernünftigem Rahmen amortisiert: Die Basiskapazität liegt allein also unterhalb dieser Schwelle, die der Hersteller selbst für genau diesen Einsatzzweck als sinnvoll ansieht.

Zwei unabhängige MPPT-Regler, nützlich bei unterschiedlichen Modulen

Die beiden unabhängigen MPPT-Regler (je 750 W, insgesamt 1500 W angegeben) erlauben den Anschluss unterschiedlich ausgerichteter oder unterschiedlich starker Module, ohne dass eines das andere ausbremst, da jeder Eingang seinen eigenen Punkt maximaler Leistung sucht. Das ist ein echter struktureller Vorteil gegenüber einem System mit nur einem gemeinsamen MPPT-Regler.

Die kombinierte Leistung läge allerdings bei rund 1300 W, sobald beide Eingänge gleichzeitig genutzt werden, also unterhalb der 1500 W des Datenblatts. Dieser Wert wurde andernorts nicht zur Bestätigung gefunden und ist eher als Anhaltspunkt zu verstehen denn als endgültig gesicherte Zahl.

Bei Modulen unterschiedlicher Marken oder Leistungen am selben Eingang ist es besser, identische Module pro MPPT-Regler zu gruppieren, statt sie zu mischen, und zu prüfen, dass der maximale Strom des Moduls unterhalb der vom Eingang akzeptierten Grenze bleibt.

Eine Ladeleistung, die bei Kälte nachlässt, trotz angegebener Reichweite bis -20 °C

Das Datenblatt nennt einen Betriebsbereich von -20 °C bis +55 °C. Beim Laden in der Kälte relativiert sich dieses Versprechen deutlich: Die Ladeleistung sinkt unter 0 °C spürbar, solange eine interne Temperaturschwelle nicht erreicht ist, die die Vorwärmung der Zellen auslöst, und bleibt bis in den Bereich von etwa 15 °C reduziert. Die dazu vorliegenden Werte weichen zahlenmäßig leicht voneinander ab, vermutlich je nach Firmware-Stand oder zugrunde liegendem Protokoll, decken sich aber in dieser grundsätzlichen Einschränkung.

Ein Hardwaredefekt oder ein Kälte- oder Feuchtigkeitsschaden ist damit nicht verbunden: Die beschriebene Einschränkung betrifft die softwareseitigen Auslöseschwellen, nicht die Dichtigkeit des IP65-Gehäuses selbst.

Keine Notstromfunktion bei einem Stromausfall

Anders als eine tragbare Powerstation verfügt der SolarFlow 800 Plus über keinen Notstrommodus: Bei einem Ausfall des Stromnetzes schaltet sich das System ab und greift nicht auf seine Batteriereserve zurück, um irgendetwas weiter zu versorgen. Das ist eine Einschränkung, die jeder kennen sollte, der in einem einzigen Gerät sowohl solare Speicherung als auch häusliche Notstromversorgung sucht.

Nachttarif und Hochtarif: ein realer, aber bescheidener Gewinn

Über die reine Solarspeicherung hinaus kann sich das Gerät mit bis zu 1000 W aus dem Netz aufladen, um Strom zu günstigen Tarifzeiten zu speichern und ihn zu teureren Zeiten wieder abzugeben. Das Prinzip funktioniert, doch sein tatsächliches Ausmaß verdient eine Einordnung.

Der Hersteller selbst veröffentlicht dazu eine detaillierte Berechnung im eigenen Blog: Unter Berücksichtigung von Systemverlusten von 15 bis 20 % liegt der Gewinn je nach verfügbarer Tarifspanne zwischen 18 und 38 € pro Jahr und pro kWh nutzbarer Kapazität, und er empfiehlt eine nutzbare Kapazität von 3 bis 5 kWh für eine vernünftige Amortisation bei genau diesem Einsatzzweck, über die reine Basiseinheit hinaus. Unterhalb von etwa 5 kWh nutzbarer Kapazität und bei einer durchschnittlichen Tarifspanne von 10 Cent pro kWh bleibt der wirtschaftliche Vorteil nach Abzug der Umwandlungsverluste gering, eine Schwelle, die mit der eigenen Empfehlung des Herstellers übereinstimmt.

Beim regulierten französischen Stromtarif liegt der Unterschied zwischen Hoch- und Niedertarif bei rund 5 bis 6 Cent pro kWh, ein Wert für den französischen Referenzmarkt, der zu derselben vorsichtigen Einschätzung für den täglichen Gebrauch passt. In Deutschland hängt die Tarifspanne stark vom jeweiligen Anbieter und der Art des Tarifs ab (statischer Doppeltarif oder dynamischer Stundentarif), ohne dass sich hier eine einzelne verlässliche Vergleichszahl angeben lässt. An besonders günstigen oder teuren Stunden eines dynamischen Tarifs fällt der Unterschied deutlich größer aus, doch solche Spitzentage bleiben übers Jahr gesehen in der Minderheit.

Ein weiterer Punkt, den man kennen sollte: Um diese Funktion voll auszuschöpfen, ist ein kompatibler intelligenter Stromzähler nötig, der als Option separat zum Basisgerät verkauft wird. Zusammengefasst bleibt die Nutzung von Nachtstrom eine Ergänzung, die die Amortisation leicht beschleunigt, aber kein alleinstehendes Kaufargument.

Eine seit Juli 2026 verpflichtende neue Norm, Konformität noch zu klären

Das Consuel-Verfahren, das im folgenden Punkt erwähnt wird, ist eine französische Besonderheit: Es handelt sich um die Konformitätsbescheinigung, die der französische Netzbetreiber Enedis für an das Netz angeschlossene Solaranlagen verlangt. In Frankreich bleibt jede Balkon-Solaranlage unabhängig von ihrer Leistung einer kostenlosen Online-Meldung bei Enedis (Selbstverbrauchsvereinbarung) unterworfen. Die Einspeisegrenze im vereinfachten Verfahren, ohne eigene Installation, liegt bei 800 W, was genau dem AC-Ausgang dieses Geräts entspricht.

Hinweispunkt: Seit dem 1. Juli 2026 ist die Norm NF EN 50549-10, die den Netz- und Anlagenschutz (Anti-Inselbildung) netzgekoppelter Wechselrichter regelt, für jede neue Consuel-Bescheinigung in Frankreich verpflichtend. Nichts von dem, was sich dazu finden ließ, bestätigt oder widerlegt, dass der integrierte Mikrowechselrichter des SolarFlow 800 Plus dieser genauen Norm entspricht. Vor jedem Kauf, der eine Installation mit dieser Bescheinigung betrifft, empfiehlt sich eine direkte Nachfrage beim Hersteller.

Auch eine weitere Frage bleibt ohne klare Antwort: Löst die Ergänzung einer Speicherbatterie zur Anlage in Frankreich eine Pflicht zur Consuel-Abnahme aus? Auch dieser Punkt verdient eine direkte Prüfung vor dem Kauf, da sich die Regeln dieses Bereichs in den letzten Jahren mehrfach geändert haben.

Der deutsche Markt kennt einen eigenen, von Frankreich unabhängigen Rechtsrahmen für solche Geräte: Netzgekoppelte Erzeugungsanlagen unterliegen hierzulande der technischen Anschlussnorm VDE-AR-N 4105, und die einzig nötige Verwaltungsformalität ist die kostenlose Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, ohne separates Consuel-ähnliches Abnahmeverfahren. Ob der integrierte Mikrowechselrichter des SolarFlow 800 Plus diese deutsche Anschlussnorm im Einzelnen erfüllt, ließ sich für dieses konkrete Modell nicht sicher bestätigen: Auch hier empfiehlt sich vor dem Kauf eine direkte Nachfrage beim Hersteller.

10 Jahre Garantie, nur bei regelmäßigem Nachladen

Die offizielle Garantie erstreckt sich über 10 Jahre, ein solider Wert für diese Produktkategorie, gestützt auf die LiFePO4-Chemie und die angegebenen 6000 Zyklen.

Sie enthält jedoch Ausschlüsse, die man kennen sollte: Tiefentladung oder Überladung, unerlaubtes Öffnen, physische Schäden, und vor allem eine weniger übliche Klausel: Der Garantieschutz kann erlöschen, wenn die Batterie nicht mindestens einmal alle 3 Monate vollständig aufgeladen wird. Dieser Punkt verdient Aufmerksamkeit bei einer saisonalen Nutzung oder einem Zweitwohnsitz, wo das Gerät längere Zeit ohne vollständige Ladung bleiben könnte.

Ein noch junges Produkt, wenig Erfahrung über die Zeit

Der SolarFlow 800 Plus wird seit Ende November 2025 vermarktet, zum Zeitpunkt dieser Einschätzung also seit etwas weniger als einem Jahr. Für eine Einschätzung der Langzeittauglichkeit, insbesondere der Dichtigkeit des IP65-Gehäuses im dauerhaften Außeneinsatz, reicht dieser Zeitraum noch nicht aus: Ein Gebrauch über mehrere Jahre lässt sich für dieses Modell naturgemäß noch nicht abbilden.

Mehrere wiederkehrende Themen betreffen konkrete Punkte: Schutz vor Tiefentladung, Umschaltung zwischen Laden und Entladen bei einer Konfiguration mit mehreren Einheiten, Einbindung von intelligenten Stromzählern anderer Hersteller. Der genaue Inhalt dieser Themen ließ sich nicht vollständig einsehen. Ihr Vorhandensein deutet auf reale Reibungspunkte hin, ohne dass sich deren Häufigkeit einschätzen oder klären ließe, ob sie inzwischen behoben wurden.

Installation in rund zehn Minuten, für den Balkon gedacht

Die Installation erfolgt in wenigen einfachen Schritten über die App, ohne Elektriker: auf der einen Seite die Module anschließen, auf der anderen eine Haushaltssteckdose. Dank der IP65-Zertifizierung lässt sich das Gerät ohne Unterstand aufstellen, wobei ein schattiger, gut belüfteter Platz vorzuziehen ist.

Einmal installiert, deckt das Gerät vorrangig den solaren Eigenverbrauch: Der tagsüber erzeugte Überschuss wird gespeichert und abends wieder abgegeben, statt kostenlos ins Netz zurückzufließen. Die 1920 Wh Basiskapazität entsprechen ungefähr einem Abend Grundverbrauch in einer Wohnung, Router, Kühlschrank, Beleuchtung und Fernseher eingeschlossen.

449 € in Deutschland, 539 € in Frankreich: Preis je nach Markt

Auf der offiziellen deutschen Zendure-Website wird die Einheit allein (ohne intelligenten Zähler) aktuell mit 449 € angezeigt, bei einem Normalpreis von 599 € und sofortiger Verfügbarkeit mit einer Lieferzeit von 3 bis 5 Tagen. Auf dem französischen Referenzmarkt, der Grundlage dieser Einschätzung, lag der festgestellte Preis für dasselbe Gerät bei 539 €, ebenfalls bei einem Referenzpreis von 599 €. Der bei der Markteinführung angegebene empfohlene Preis lag mit rund 699 € spürbar höher, mit einem Einführungs-Sonderpreis, der während des Jahresend-Sales nach dem Marktstart auf 399 € sank.

Der Preis hat sich seit der Markteinführung also deutlich verändert, mit einer häufigen Preisstufe zwischen 450 und 540 € je nach Aktionszeitraum. Das Produkt wird außerdem von auf Solartechnik spezialisierten Händlern sowie auf allgemeinen Marktplätzen vertrieben.

Im Vergleich zu den anderen SolarFlow-Modellen der Reihe

Zendure gliedert seine SolarFlow-800-Reihe in mehrere Versionen. Der SolarFlow 800, ohne „Plus“, ist der Mikrowechselrichter allein, ohne integrierte Batterie, zu einem deutlich niedrigeren Preis, der jedoch eine separat hinzugefügte Batterie für ein gleichwertiges Ergebnis voraussetzt. Der SolarFlow 800 Pro verfügt über vier statt zwei MPPT-Regler, für eine höhere zulässige Solarleistung (bis zu 2640 W), mit einer weiterentwickelten KI-gestützten Steuerung.

Der SolarFlow 800 Plus besetzt eine mittlere Position: von Anfang an integrierte Kapazität, zwei MPPT-Regler, die für die meisten Balkondächer ausreichen, und einen der niedrigsten Preise pro kWh der Reihe. Die Wahl zwischen Plus und Pro hängt vor allem von der tatsächlich geplanten Modulfläche ab: Jenseits dessen, was zwei MPPT-Regler noch wirksam bewältigen können, wird der Pro relevant.

Für wen er geeignet ist, für wen nicht

Er eignet sich für alle, die ein einfaches und ausbaufähiges Balkon-Solarkit installieren möchten, mit von Anfang an integriertem Speicher statt nachträglicher Ergänzung, und die vor allem auf solaren Eigenverbrauch setzen, wobei die Netzladung zu günstigen Tarifzeiten eine Ergänzung bleibt und nicht das Hauptargument.

Er eignet sich nicht für alle, die eine Notstromlösung bei einem Stromausfall suchen, noch für alle, die sich allein auf die Tarifarbitrage verlassen, um den Kauf schnell zu amortisieren. Vor jeder Installation bleibt die Prüfung der Konformität des Mikrowechselrichters mit der Norm NF EN 50549-10 (beziehungsweise den entsprechenden deutschen Anforderungen) ein Schritt, den man nicht überspringen sollte.

Das Produkt und seine Alternativen

Zendure SolarFlow 800 Plus

Zendure SolarFlow 800 Plus

449.00€ (3)

Mikrowechselrichter und Speicher in einem wetterfesten Gehäuse: 1920 Wh LiFePO4, 800 W Ausgang, und ein Balkon, der auch nach Sonnenuntergang noch Strom liefert.

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Häufige Fragen

Seit dem 1. Juli 2026 ist die Norm NF EN 50549-10 für jede neue Consuel-Bescheinigung in Frankreich verpflichtend. Nichts von dem, was sich dazu finden ließ, bestätigt oder widerlegt, dass der integrierte Mikrowechselrichter dieser genauen Norm entspricht: Vor einem Kauf, der diese Bescheinigung erfordert, empfiehlt sich eine direkte Nachfrage beim Hersteller. Für den deutschen Markt gilt mit der Anschlussnorm VDE-AR-N 4105 und der Anmeldung im Marktstammdatenregister ein eigener Rahmen, dessen Erfüllung durch dieses Modell ebenfalls direkt beim Hersteller zu erfragen ist.

Der Gewinn ist real, aber bescheiden. Der Hersteller selbst empfiehlt für diesen Einsatzzweck eine nutzbare Kapazität von 3 bis 5 kWh für eine vernünftige Amortisation, über die reine Basiseinheit hinaus, und die Tarifspanne des regulierten französischen Referenzmarkts, rund 5 bis 6 Cent pro kWh, liegt nahe an der Schwelle, die zur Deckung der Umwandlungsverluste nötig ist. In Deutschland hängt die tatsächliche Spanne stark vom gewählten Tarif ab. Es bleibt eine Ergänzung zum solaren Eigenverbrauch, kein eigenständiges Kaufargument.

Nichts: Anders als eine tragbare Powerstation verfügt der SolarFlow 800 Plus über keine Notstromfunktion und schaltet sich bei einem Netzausfall ab. Er kann während eines Stromausfalls keine Geräte weiter mit Strom versorgen.

Ja, das ist einer der Vorteile des Geräts: Die beiden unabhängigen MPPT-Regler suchen jeweils ihren eigenen Punkt maximaler Leistung, was gut zu zwei unterschiedlichen Ausrichtungen oder Modulleistungen passt. Es ist jedoch besser, identische Module an einem gemeinsamen Eingang zu gruppieren, statt sie zu mischen.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad 4,0
Kapazität und Erweiterbarkeit 4,0
Solareingang und MPPT 3,7
Steuerung und Intelligenz 3,6
Installation und Konformität 3,8
Verarbeitung und Ausdauer 3,6
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