Zendure SolarFlow 800 Pro 2: unsere ausführliche Einschätzung

4 MPPT-Regler, KI-gestützte Energiesteuerung und angekündigte 1000 W: Der SolarFlow 800 Pro 2 verspricht viel. Doch diese Leistungsangabe betrifft nur den Notstrommodus, die Erweiterbarkeit endet bei 3840 Wh, und das Produkt ist noch zu neu, um einen unabhängigen Erfahrungswert zu bieten.

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad: 3,6 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad3,6Kapazität und Erweiterbarkeit: 3,6 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität3,6Solareingang und MPPT: 4,3 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar4,3Steuerung und Intelligenz: 3,9 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,9Installation und Konformität: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,8Verarbeitung und Ausdauer: 3,7 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,7
Zendure SolarFlow 800 Pro 2, kompakte Balkon-Speicherbatterie, an Solarmodule angeschlossen

Das Wichtigste

Der SolarFlow 800 Pro 2 setzt auf vier unabhängige MPPT-Regler für einen guten Umgang mit schlecht ausgerichteten Balkonen sowie auf eine KI-gestützte Energiesteuerung, die an stundenaktuelle Strompreise gekoppelt ist. Die am stärksten hervorgehobene Zahl, 1000 W bidirektional, betrifft in Wirklichkeit nur den Notstrommodus ohne Netz: Die tatsächliche Einspeisung in die Wohnung bleibt bei 800 W gedeckelt, wie beim Rest der Reihe und wie es die Vorschriften in Frankreich und Deutschland verlangen. Eine weitere Nuance, die man vor dem Kauf kennen sollte: Die Erweiterbarkeit endet bei 3840 Wh mit einer einzigen Zusatzbatterie, deutlich hinter den 11,52 kWh des restlichen Zendure-Angebots. Ein kürzlich eingeführtes Produkt mit auf dem Papier soliden technischen Grundlagen, für die es bislang jedoch keinerlei unabhängigen Erfahrungswert zur Bestätigung gibt.

Stärken

  • Vier unabhängige MPPT-Regler mit je 660 W, ein echter Vorteil bei schlecht ausgerichteten oder teilweise verschatteten Modulen
  • KI-gestützte Energiesteuerung, verbunden mit mehr als 840 europäischen Stromanbietern, die stundenaktuelle Strompreise nutzt
  • Plug-and-Play-Installation ohne Elektriker
  • Von Haus aus konform mit der gesetzlichen Einspeisegrenze von 800 W, sowohl in Frankreich als auch in Deutschland
  • Kompatibel mit dem intelligenten Stromzähler Zendure 3CT für eine Verbrauchsübersicht in Echtzeit
  • Geringeres Gewicht gegenüber der Vorgängergeneration der Reihe, rund 22,6 kg statt 25,9 kg

Schwächen

  • Die hervorgehobene Zahl von 1000 W bidirektional betrifft nur den Notstrommodus ohne Netz: Die tatsächliche Einspeisung in die Wohnung bleibt bei 800 W, wie beim Rest der Reihe
  • Erweiterbarkeit auf 3840 Wh mit nur einer Zusatzbatterie begrenzt, ein echter Rückschritt gegenüber den 11,52 kWh, die beim Rest der SolarFlow-Reihe erreichbar sind
  • Die vier MPPT-Regler sind keine Neuheit dieses konkreten Modells, sie waren bereits bei der Vorgängergeneration vorhanden
  • Bislang kein unabhängiger Labortest und kein Erfahrungsbericht zu längerer Nutzung verfügbar, da das Produkt erst sehr kürzlich auf den Markt kam
  • Der französische Rechtsrahmen für die Einspeisegrenze beruht auf einer Marktkonvention statt auf einem einzelnen, expliziten Gesetzestext, eine Unschärfe, die über dieses eine Produkt hinausgeht
  • Der Wirkungsgrad von 96 % und die angekündigten Einsparungen bleiben Herstellerangaben, ohne unabhängige Bestätigung
Kosten verfügbarer Energie
371 €je abgegebener kWh

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen. Günstiger als 3 von 6 vergleichbaren Produkten des Katalogs, auf angegebene Kapazität bezogen.

Zendure SolarFlow 800 Pro 2: Datenblatt und Preis ansehen →

1000 W bidirektional: eine Zahl, die nicht die Netzeinspeisung betrifft

Das Datenblatt stellt eine bidirektionale Wechselstromleistung von 1000 W heraus, eine Zahl, die in den meisten Zusammenfassungen der technischen Daten übernommen wird. Dieser Wert bezieht sich in Wirklichkeit ausschließlich auf den Notstrommodus ohne Netz (Inselbetrieb), eine eigenständige Funktion zur Versorgung wichtiger Geräte bei einem Stromausfall, über einen eigenen Stromkreis, der nicht an den Sicherungskasten der Wohnung angeschlossen ist.

800 W
tatsächliche Einspeisung in die Wohnung, ans Netz angeschlossen
1000 W
Notstrommodus ohne Netz, dauerhaft
1400 W
Spitzenwert im Notstrommodus, 200 Millisekunden

Für den häufigsten Anwendungsfall, ein dauerhaft ans Hausnetz angeschlossenes Kit, gilt der Wert von 800 W, identisch mit dem Rest der SolarFlow-Reihe. Das ist auch der Wert, der mit den geltenden gesetzlichen Obergrenzen in Frankreich und Deutschland für einfache steckerfertige Solaranlagen übereinstimmt. Der Notstrommodus mit 1000 W springt nur bei einem Stromausfall ein, über einen eigenen Stromkreis, ohne Bezug zu der Leistung, die im Alltag ins Haus eingespeist wird.

3840 Wh maximal: eine Erweiterbarkeit, die hinter der restlichen Reihe zurückbleibt

Die integrierte Batterie mit 1920 Wh lässt sich um eine einzige Erweiterung ergänzen, die Zendure AB2000L, wodurch sich die Gesamtkapazität auf 3840 Wh erhöht. Das ist die einzige Konfiguration, die der offizielle Konfigurator des Herstellers anbietet: Eine Option mit mehreren Zusatzbatterien ist für dieses konkrete Modell nicht vorgesehen.

Diese Grenze unterscheidet sich deutlich vom Rest der SolarFlow-Reihe, wo dieselbe Architektur bis zu fünf Zusatzbatterien für insgesamt 11,52 kWh zulässt. In diesem einen Punkt markiert der Pro 2 also einen klaren Rückschritt bei der Flexibilität gegenüber den Modellen, die er im Markenkatalog ergänzt, statt sie in jeder Hinsicht zu übertreffen. Der Kompromiss lässt sich allerdings begründen: Die Priorität dieses Modells liegt klar bei der zulässigen Solarleistung und nicht bei der maximalen Speicherkapazität.

Wer vor allem auf die Speicherung von Energie über mehrere Tage abzielt, ist mit einem anderen, stärker auf Speicherung ausgerichteten Modell der Reihe besser bedient als mit diesem Pro 2, der in erster Linie für schwer perfekt auszurichtende Module konzipiert ist.

Vier MPPT-Regler: das stärkste Argument, aber keine Neuheit

Der überzeugendste technische Punkt des Pro 2 bleiben seine vier unabhängigen MPPT-Regler mit je 660 W, für einen gesamten Solareingang von 2640 W. Jedes Modul arbeitet dabei an seinem eigenen maximalen Leistungspunkt: Ein teilweise verschattetes oder anders ausgerichtetes Modul beeinträchtigt die drei anderen nicht mehr, anders als bei einer Architektur mit ein oder zwei Reglern, bei der der Wechselrichter einen Kompromiss zwischen schlecht zusammenpassenden Eingängen finden muss.

Dieser Mechanismus macht sich besonders auf einem Wohnungsbalkon bemerkbar, wo sich die Module oft auf ein Geländer und eine dazu senkrechte Wand verteilen, mit sehr unterschiedlichen Ausrichtungen und Sonnenstunden. Das ist ein echter physikalischer Vorteil, gut belegt und stimmig mit der bekannten Funktionsweise von Multi-MPPT-Architekturen.

Eine Nuance sollte man dabei kennen: Diese Vier-Regler-Konfiguration ist keine Neuheit des Pro 2, sie war bereits bei der Vorgängergeneration dieses Modells vorhanden. Das Argument der vier MPPT-Regler bleibt also gegenüber den übrigen, schwächer ausgestatteten Mitgliedern der aktuellen Reihe relevant, unterscheidet den Pro 2 in diesem Punkt aber nicht von seinem unmittelbaren Vorgänger.

KI-Energiesteuerung: an stundenaktuelle Tarife gekoppelt, nie unabhängig bestätigt

Das eingebaute Energiemanagementsystem verbindet sich mit mehr als 840 europäischen Stromanbietern in 32 Märkten, um Ladung und Entladung der Batterie automatisch an die jeweils geltenden stundenaktuellen Strompreise anzupassen: Es lädt, wenn der Strom günstig ist, und entlädt bevorzugt, wenn er teurer ist. Ein Kälteschutz begrenzt zudem die Entladung unterhalb einer für die Zelle bei kaltem Wetter ungünstigen Schwelle.

Dieses Prinzip, das bei größeren Hausspeichersystemen verbreitet ist, findet sich hier im Maßstab eines Balkons wieder. Die vom Hersteller genannten Einsparungen bleiben jedoch Herstellerangaben, ohne detaillierte Berechnungsmethode oder unabhängige Bestätigung: Sie sind eher als plausibles Potenzial denn als garantiertes Ergebnis zu behandeln, zumal der tatsächliche Gewinn stark vom Stromanbieter, dem Verbrauchsprofil des Haushalts und der lokalen Tarifstruktur abhängt.

Französische Vorschriften: eine Unschärfe, die über dieses eine Produkt hinausgeht

Die für Balkon-Solarkits in Frankreich vielfach wiederholte Grenze von 800 W wird oft als auf einem Erlass von 2017 beruhend dargestellt. Eine direkte Lektüre dieses Textes zeigt, dass er sich in Wirklichkeit auf tarifliche Bedingungen für den Rückkauf von Strom bei deutlich größeren Anlagen bezieht, ohne Bezug zu einer Leistungsgrenze in Watt für Balkonkits, und dass dieser Text inzwischen ohnehin ersetzt wurde. Diese Verwechslung findet sich dennoch, von einer Seite zur nächsten übernommen, auf einem großen Teil der Seiten zu diesem Thema.

Die 800-W-Grenze in Frankreich beruht eher auf einer Marktkonvention, die von Herstellern wie Zendure breit übernommen wird, als auf einem einzelnen, expliziten Gesetzestext, der diese Zahl für diese Produktkategorie festlegt. Das anerkannte Verwaltungsverfahren bleibt die Selbstverbrauchsvereinbarung ohne Einspeisung beim Netzbetreiber, kostenlos und papierlos für Anlagen bis 36 kVA. Eine neue Norm zum Netzanschluss gilt zudem seit September 2025 vollständig, ohne Balkonkits zu verbieten: Diese werden als mobile, vom Netz trennbare Generatoren eingestuft und nicht als feste Anlage.

Diese Unschärfe betrifft nicht speziell dieses Produkt: Sie betrifft die gesamte Kategorie der in Frankreich verkauften Balkon-Solarkits. Der SolarFlow 800 Pro 2, von Haus aus auf 800 W Einspeisung ausgelegt, bewegt sich in jedem Fall innerhalb der aktuell anerkannten Marktpraxis.

In Deutschland ein deutlich klarerer Rechtsrahmen

Der deutsche Markt für Balkon-Solaranlagen verfügt seit Inkrafttreten des Solarpakets I Mitte 2024 über einen deutlich präziseren Rahmen: eine gesetzlich festgelegte Grenze von 800 VA Wechselrichterleistung, bei bis zu 2000 Wp installierter Modulleistung. Die einzig erforderliche Verwaltungsformalität ist die Anmeldung im Marktstammdatenregister, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, ohne dass eine gesonderte Meldung beim Netzbetreiber nötig ist.

Der SolarFlow 800 Pro 2, mit 800 W Netzeinspeisung ausgelegt, hält diese deutsche Grenze von Haus aus ein. Sie bleibt heute der klarste und präziseste gesetzliche Rahmen für den gesamten europäischen Markt für Balkon-Solaranlagen.

Realer Wirkungsgrad: was bekannt ist, was noch nicht

Der Hersteller gibt einen Umwandlungswirkungsgrad von bis zu 96 % an, eine Verbesserung um rund drei Punkte gegenüber der Vorgängergeneration dank einer neuen Generation von Leistungsbauteilen. Dieser Wert bleibt eine Herstellerangabe: Bislang wurde keine unabhängige Bestätigung speziell für dieses Modell gefunden, die ihn bestätigen oder relativieren könnte.

Die Vorgängergeneration dieses Modells wies beim Laden aus dem Netz einen bescheideneren Wirkungsgrad auf, mit einer anderen Bauteilgeneration. Dieser Wert betrifft jedoch ein eigenständiges Produkt: Er lässt sich nicht automatisch auf den Pro 2 übertragen und sollte ihm daher ohne eigene Bestätigung nicht zugeschrieben werden.

Intelligenter Stromzähler und App: die Steuerung im Alltag

Der SolarFlow 800 Pro 2 lässt sich mit dem intelligenten Stromzähler Zendure 3CT kombinieren, der den Verbrauch der Wohnung in Echtzeit misst, um die Batteriesteuerung zu verfeinern und bei Bedarf eine Nulleinspeisung anzustreben. Der Start bei niedriger Spannung, bereits ab 14 V gegenüber 18 V bei einer klassischeren Bauweise, erlaubt eine frühere Produktion am Morgen oder bei bedecktem Himmel.

Die vollständige Steuerung, ebenso wie die Anbindung an dynamische Stromtarife, läuft über die App des Herstellers und eine Internetverbindung, lokal oder mobil: Die Grundregelung funktioniert weiterhin ohne dauerhafte Verbindung, die erweiterten Funktionen hängen jedoch davon ab. Das ist eine bei dieser Art vernetzter Produkte übliche Abhängigkeit, die im Hinterkopf behalten sollte, wer einen vollständig von Netz und Cloud unabhängigen Betrieb sucht.

Das Prinzip der Nulleinspeisung besteht darin, die von der Batterie abgegebene Leistung so anzupassen, dass sie möglichst genau dem momentanen Verbrauch der Wohnung entspricht, ohne Überschuss ins öffentliche Netz. Der 3CT-Zähler spielt dabei eine zentrale Rolle, indem er das System mit dem tatsächlichen Verbrauch in Echtzeit versorgt statt mit einer Schätzung. Wie reaktionsschnell dieser Mechanismus tatsächlich ist, also die Verzögerung zwischen einer Verbrauchsänderung und der Anpassung der Batterie, wurde für dieses konkrete Modell bislang nicht unabhängig überprüft.

Format und Installation: kompakter als die Vorgängergeneration

Mit rund 22,6 kg bei 392,7 × 236,3 × 276 mm fällt der Pro 2 kompakter und leichter aus als die Vorgängergeneration dieses Modells, die sich den 26 kg näherte. Die Installation bleibt für den Einbau ohne Elektriker ausgelegt, zwischen den Modulen und einer Haushaltssteckdose, mit einer IP65-Zertifizierung, die für den Außeneinsatz geeignet ist.

Der angegebene Betriebstemperaturbereich, von 0 bis 55 °C beim Laden und von -20 bis 55 °C beim Entladen, deckt einen weiten Bereich ab. Erfahrungsberichte zu einer tatsächlichen Installation im Betrieb über mehrere Wochen oder Monate wurden für dieses konkrete Modell bislang hingegen nicht gefunden: Die verfügbaren Diskussionen befinden sich noch im Stadium der Kauf- oder Installationsplanung.

Ein Preis, der stark von der gewählten Konfiguration abhängt

Das Gehäuse allein, ohne Modul oder Zusatzbatterie, liegt beim Hersteller bei rund 779 €. Der offizielle Konfigurator bietet anschließend zahlreiche Kombinationen mit bifazialen Solarmodulen (zwei oder vier Module mit 450 oder 500 W), mit der Zusatzbatterie AB2000L oder mit dem intelligenten Zähler 3CT, wodurch der Gesamtpreis für die umfangreichste Konfiguration auf rund 2100 € steigt.

Auf dem deutschen Markt, der bei dieser Art von Produkt bereits reifer ist, zeigen mehrere Preisvergleichsportale das Gehäuse allein schon spürbar günstiger als den offiziellen Listenpreis, ein Zeichen für Wettbewerb zwischen Händlern und nicht für eine Uneinigkeit über den Referenzpreis. Dieselbe Abwärtsbewegung könnte sich in Frankreich wiederholen, sobald sich das Produkt bei weiteren Händlern verbreitet, doch ist ein solcher Trend auf einem französischen Markt, auf dem das Produkt gerade erst angekommen ist, noch nicht erkennbar.

Ein Produkt, das für einen echten Erfahrungswert noch zu neu ist

Dieser Pro 2 kam im Laufe des Sommers 2026 auf den europäischen Markt, seine Vermarktung in Frankreich ist noch jünger. Ein vollständiger Labortest mit detailliertem Protokoll und bezifferten Messwerten wurde für dieses konkrete Modell bislang nicht gefunden. Die einzigen verfügbaren Diskussionen in Fachforen drehen sich um Kauf- oder Installationsvorhaben, nicht um einen tatsächlichen, länger andauernden Gebrauch.

Dieser fehlende Erfahrungswert ist kein Merkmal nur dieses Produkts: Er betrifft jede aktuelle Markteinführung. Er verdient dennoch, vor dem Kauf bekannt zu sein: Die Angaben zu Wirkungsgrad, Batterielebensdauer und Effizienz der Tarifsteuerung beruhen derzeit ausschließlich auf den Angaben des Herstellers, ohne verfügbare unabhängige Bestätigung zum Abgleich.

Im Vergleich zur Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro und zum EcoFlow Stream Ultra X

Im Segment der hochwertigen Balkon-Solarkits helfen zwei bereits auf dieser Seite besprochene Referenzen, den Pro 2 einzuordnen: die Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro und der EcoFlow Stream Ultra X.

Technischer Vergleich: Angaben laut Datenblatt, nur zur Orientierung
KriteriumZendure SolarFlow 800 Pro 2Anker Solix Solarbank 3 E2700 ProEcoFlow Stream Ultra X
Basiskapazität1920 Wh2688 Wh1920 Wh
Maximale Erweiterbarkeit3840 Wh8064 Wh3072 Wh abgegeben
MPPT-Regler422
AC-Ausgang Netzeinspeisung800 W800 W800 W standardmäßig
Marktpreis≈ 779 €≈ 1300 €≈ 1199 €

Der Pro 2 positioniert sich bei Preis und Kapazität deutlich unterhalb der beiden anderen, hebt sich jedoch durch die Anzahl seiner MPPT-Regler ab, doppelt so viele wie bei den beiden anderen Referenzen. Er richtet sich damit an ein anderes Käuferprofil: ein knapperes Budget und eine Priorität auf der Toleranz gegenüber schwierigen Modulausrichtungen statt auf der größtmöglichen Energiereserve.

Für wen er geeignet ist, für wen nicht

Er eignet sich für alle, die einen Balkon mit schwierigen Ausrichtungen oder Teilverschattung haben, wo mehrere Module nicht identisch der Sonne ausgesetzt werden können, und die in diesem Segment einen niedrigeren Einstiegspreis einer möglichst großen Kapazität vorziehen.

Er eignet sich nicht für alle, die eine große Energiereserve über mehrere Tage aufbauen möchten, da die Erweiterbarkeit bei 3840 Wh endet, ebenso wenig für alle, die sich vor dem Kauf auf einen etablierten Erfahrungswert stützen möchten: Da das Produkt sehr neu ist, gibt es diesen Erfahrungswert schlicht noch nicht.

In einem Satz: ein technisch durchdachtes Balkon-Solarkit für schwierige Ausrichtungen, sofern man seinen Notstrommodus nicht mit seiner tatsächlichen Einspeiseleistung verwechselt und bereit ist, die Kinderkrankheiten einer noch unerprobten Markteinführung in Kauf zu nehmen.

Das Produkt und seine Alternativen

Zendure SolarFlow 800 Pro 2

Zendure SolarFlow 800 Pro 2

649.00€

Vier MPPT-Tracker, 2640 W zulässige Modulleistung und ein Energiemanager, der Ihre Gewohnheiten lernt: die Oberklasse des Balkonsolars bei Zendure.

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Häufige Fragen

Nein. Die 1000 W (1400 W als Spitzenwert) betreffen ausschließlich den Notstrommodus ohne Netz. Die tatsächliche Einspeisung in die ans Netz angeschlossene Wohnung bleibt bei 800 W gedeckelt, wie beim Rest der Reihe und wie es die Vorschriften in Frankreich und Deutschland verlangen.

Für dieses Modell wird nur eine einzige Erweiterung angeboten, die Zendure AB2000L, die die Gesamtkapazität auf 3840 Wh bringt. Das ist deutlich weniger als die 11,52 kWh, die beim Rest der SolarFlow-Reihe mit bis zu fünf Zusatzbatterien erreichbar sind.

Nein, diese Konfiguration mit vier unabhängigen Reglern war bereits bei der Vorgängergeneration dieses Modells vorhanden. Sie bleibt ein echter Vorteil gegenüber den übrigen, schwächer ausgestatteten Mitgliedern der aktuellen Reihe, unterscheidet den Pro 2 in diesem Punkt aber nicht von seinem unmittelbaren Vorgänger.

Die Selbstverbrauchsvereinbarung ohne Einspeisung beim Netzbetreiber bleibt das anerkannte Verfahren, kostenlos und papierlos für Anlagen bis 36 kVA. Der genaue Rechtsrahmen für Balkonkits ist in Frankreich jedoch weniger klar geregelt als in Deutschland.

Bislang sehr wenige: Das Produkt kam erst kürzlich auf den Markt, und die verfügbaren Diskussionen in Fachforen drehen sich vor allem um Kauf- oder Installationsvorhaben, noch nicht um eine längere Nutzung.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,8/5
Wirkungsgrad 3,6
Kapazität und Erweiterbarkeit 3,6
Solareingang und MPPT 4,3
Steuerung und Intelligenz 3,9
Installation und Konformität 3,8
Verarbeitung und Ausdauer 3,7
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