Zendure SolarFlow 2400 AC+: unsere ausführliche Einschätzung

Der Zendure SolarFlow 2400 AC+ ergänzt eine bestehende Solaranlage über eine einfache Steckdose um Speicher, ganz ohne Eingang für Module. Er gibt rund 88 % der gespeicherten Energie bei 800 W zurück, weit entfernt von den angegebenen 93 %, und seine 2400 W bleiben auf 800 W begrenzt, bis eine Elektrofachkraft den Stromkreis geprüft hat.

Unsere Note
4,0/5
Wirkungsgrad: 4,2 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad4,2Kapazität und Erweiterbarkeit: 4,2 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,2Steuerung und Intelligenz: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,7Installation und Konformität: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,8Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,8

Wie wird diese Note berechnet?

Heimspeicher Zendure SolarFlow 2400 AC+ in Dreiviertelansicht, Ladeanzeige, seitlicher Griff und Netzanschluss sichtbar

Das Wichtigste

Der SolarFlow 2400 AC+ gehört zu den ausgereiftesten AC-gekoppelten Speichern der Gegenwart: rund 88 % Wirkungsgrad bei 800 W, Erweiterung bis 16,8 kWh, eine Notstromsteckdose mit 2400 W, völlige Stille und eine offene Steuerung über lokale API und MQTT. Vier Vorbehalte relativieren dieses Urteil: Die angegebenen 2400 W sind ohne Freigabe durch eine Elektrofachkraft auf 800 W gesperrt, der Wirkungsgrad sinkt bei Regelung mit geringer Leistung auf 78 bis 82 %, der feste Abstand von 50 W lässt eine kleine Restmenge Einspeisung zu, und die cloudabhängige Steuerung durch ZENKI trifft noch schwer lesbare Entscheidungen. Für 699 € je Gerät mit 2,4 kWh ist er eine solide Wahl für alle, die bereits Module und einen kommunikationsfähigen Zähler haben, weniger für alle, die eine unterbrechungsfreie Notversorgung oder wattgenaue Nulleinspeisung erwarten.

Stärken

  • Wirkungsgrad hin und zurück von rund 88 % bei 800 W, einer der höchsten seiner Kategorie
  • Erweiterbar von 2,4 bis 16,8 kWh, mit 191 € je kWh für jedes AB3000L-Modul
  • Bidirektionale Notstromsteckdose: 2400 W im Dauerbetrieb, 3200 W mit Netzunterstützung
  • Völlig lautlos (passive Kühlung), IP65-Gehäuse, das nach zwei Stunden Laden mit 800 W nicht über 33 °C kommt
  • Offene Steuerung: lokale API, MQTT, offizielle Home-Assistant-Integration, viele kompatible Zähler
  • Zehn Jahre Garantie auf Gerät und Module

Schwächen

  • Wirkungsgrad von nur 78 bis 82 % bei Nulleinspeisung mit 100 bis 200 W, gegenüber 93 % laut Angabe
  • 2400 W auf 800 W gesperrt, bis eine Elektrofachkraft einen eigenen Stromkreis freigegeben hat
  • Fester Abstand von etwa 50 W um null: kleine Restmenge Einspeisung, vor allem im Winter
  • Mitunter schwer nachvollziehbare ZENKI-Entscheidungen, App abhängig von Cloud und 2,4-GHz-WLAN, Zähler zusätzlich einzuplanen
  • Entladereserve in den ersten Zyklen mitunter nicht eingehalten (2 bis 5 % erreicht bei einer Reserve von 10 bis 15 %)
  • Notstrom ohne garantierte Umschaltzeit, Basis von 2,4 kWh knapp für einen ganzen Abend, AB3000X-Module des älteren 2400 AC inkompatibel
Zendure SolarFlow 2400 AC+: Datenblatt und Preis ansehen →

Ein AC+, der weder der AC noch der Pro ist: drei Geräte, die man nicht verwechseln sollte

Der Name stiftet Verwirrung, und Verwechslungen werden beim Kauf teuer. Der SolarFlow 2400 AC+ (Modell ZDSF2400AC+, im Februar 2026 vorgestellt) ist ein einziger Block: ein bidirektionaler Wechselrichter mit 2400 W und eine LiFePO4-Batterie mit 2400 Wh (50 Ah bei 48 V) in einem Gehäuse von 326 x 294 x 251 mm bei 27,8 kg. Er wird an eine Steckdose angeschlossen und hat keinen Eingang für Solarmodule: Er speichert ausschließlich Wechselstrom, entweder den Überschuss einer bereits vorhandenen Solaranlage oder Netzstrom, wenn er günstig ist.

Der frühere SolarFlow 2400 AC ist ein anderes Produkt: ein Wechselrichter ohne Speicher, kombiniert mit AB3000X-Modulen, die nicht unter den AC+ passen. Der SolarFlow 2400 Pro teilt sich Gehäuse und Elektronik mit dem AC+, bringt aber vier MPPT-Solareingänge mit. Die Zahlen dieser Einschätzung gelten nur für den AC+.

Die drei SolarFlow 2400 im Überblick
Kriterium2400 AC+ (dieses Produkt)2400 AC2400 Pro
Basisbatterie2400 Wh integriertKeine, AB3000X-Module separat2400 Wh integriert
Direkter SolareingangKeiner (AC-Kopplung)Keiner (AC-Kopplung)4 MPPT, 3000 W
ErweiterungsmoduleAB3000L (AB1000 und AB2000 laut Handbuch)AB3000XAB3000L
Maximale Kapazität16,8 kWh (5 Module)17,28 kWh (6 Module)16,8 kWh (5 Module)
So erkennt man den Unterschied: Der AC+ trägt auf der Front den Schriftzug „SolarFlow 2400 AC+“ und nimmt das Erweiterungsmodul AB3000L auf. Ein AB3000X-Modul passt nicht unter dieses Gerät.

Wirkungsgrad: rund 88 % bei 800 W, weit entfernt von den angegebenen 93 %

88 %
Wirkungsgrad hin und zurück bei 800 W, voller Zyklus
78 bis 82 %
bei Nulleinspeisung, 100 bis 200 W
3 W
Stand-by-Verbrauch, aus der Batterie gedeckt

Zendure gibt bis zu 93 % Wirkungsgrad hin und zurück auf der Wechselstromseite an, dank Siliziumkarbid-Halbleitern. In vollen Zyklen von 10 bis 100 % mit 800 W beim Laden und beim Entladen ergibt sich 87,3, 88,2, 88,7 und dann 88,4 %, also rund 88 %. Die fünf Punkte Abstand zum Datenblatt entsprechen etwa fünfzig Wattstunden Verlust pro gespeicherter kWh.

Wirkungsgrad hin und zurück beim SolarFlow 2400 AC+: 93 % vom Hersteller angegeben, rund 88 % im vollen Zyklus bei 800 W, 78 bis 82 % bei Nulleinspeisung mit 100 bis 200 WAngegeben93 %Voller Zyklus, 800 W88 %Regelung 100-200 W78 bis 82 %0 %100 %
Der vom Hersteller angegebene Wirkungsgrad (graue Balken) wird in keinem Betriebszustand erreicht. Der untere Balken ist auf die Mitte der Spanne von 78 bis 82 % gezeichnet.

Diese Zahl erzählt nicht alles, denn der Wechselrichter braucht eine nahezu feste Eigenleistung: Je geringer die abgerufene Leistung, desto stärker fällt sie ins Gewicht. Bei Nulleinspeisung, wenn die Batterie nur 100 bis 200 W liefert, sinkt der Wirkungsgrad auf 78 bis 82 %. Das ist nachts ein gängiger Betriebszustand und damit der, der für die tatsächliche Ersparnis zählt. Das Gerät arbeitet am besten, wenn man es kräftig arbeiten lässt, etwa indem man es in wenigen Stunden zu Spitzentarifen entlädt oder negative Preise nutzt.

Im Stand-by verbraucht das Gerät rund 3 W, wenn es sich aus der eigenen Batterie versorgt, und weniger als 1 W, wenn das Netz einspringt: Bei 3 W im Dauerbetrieb sind das etwa 25 kWh pro Jahr. Das vollständige Ausschalten beendet den Verbrauch, die Aktivierung der Notstromsteckdose erhöht ihn. Zum Vergleich: Der ältere SolarFlow 2400 AC mit getrenntem Wechselrichter liegt etwas darunter, bei 86 bis 87 %.

2400 W im Datenblatt, 800 W an der Steckdose

Die 2400 W, mit denen geworben wird, stehen ab Werk nicht zur Verfügung. Das Gerät wird mit einer auf 800 W begrenzten Netzeinspeisung geliefert, und das Handbuch nennt Obergrenzen je Land, um im Rahmen der Steckerkits zu bleiben: 800 W in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich, 900 W in Frankreich, 600 W in der Schweiz, 350 W in Italien. Wer darüber hinaus will, braucht einen eigenen Stromkreis, der von einer Elektrofachkraft geprüft wurde, und muss anschließend in der App per unterschriebener Erklärung bestätigen, dass diese Prüfung stattgefunden hat. Der Hersteller haftet nur für Qualität und Sicherheit des Geräts, nicht für die Installation.

Leistungsstufen des SolarFlow 2400 AC+: 800 W Einspeisung ab Werk, 2400 W auf der Batterieseite, 3200 W an der Notstromsteckdose mit Netzunterstützung, 3600 W Spitze für 200 msEinspeisung ab Werk800 WBatterie, maximal2400 WNotstrom mit Netz3200 WSpitze, 200 ms3600 W
Nur die erste Stufe ist ab Werk freigegeben. Die beiden folgenden betreffen die Batterie und die Notstromsteckdose, die letzte eine Spitze von 200 ms.

Drei weitere Werte rahmen diese Zahlen ein: Die Batterie nimmt 2400 W beim Laden wie beim Entladen auf, der Wechselstromeingang verträgt bis zu 3200 W, und die Notstromsteckdose liefert 3200 W, solange das Netz anliegt, wobei 2400 W aus der Batterie und der Rest aus dem Netz kommen. Diese letzte Stufe hat mit der Einspeisung nichts zu tun: Sie dient dazu, ein leistungshungriges Gerät direkt am Speicher zu betreiben.

Die Grenze von 800 W verändert das Lesen des Datenblatts: Abends überschreiten Backofen, Kochfeld und Waschmaschine diese Schwelle deutlich, und der Rest kommt dann aus dem Netz. Die 2400 W sind für alle gedacht, die einen eigenen Stromkreis einrichten lassen, mit Elektrikerkosten zusätzlich zum Gerätepreis.

Steuerung: ein Zähler ist unverzichtbar, ZENKI noch uneinheitlich

Ohne kommunikationsfähigen Zähler folgt der AC+ einem festen Lade- und Entladeplan, standardmäßig 200 W. Um die Entladung an den Verbrauch des Haushalts anzupassen, braucht er einen kompatiblen Zähler: den Zendure Smart Meter 3CT-S oder 1CT-S (am RJ45-Anschluss, der ein RS485-Port und keine Netzwerkbuchse ist), einen D0-Lesekopf für digitale Stromzähler, einen Shelly Pro 3EM oder einen EverHome EcoTracker. Im Angebot des Herstellers kostet der D0-Lesekopf 69 € Aufpreis.

Die Energiemodi des HEMS und was sie voraussetzen
ModusPrinzipVoraussetzung
AutoVorrang für den Zähler, dann für die Steckdose mit Messung, dann für den Basisplan; folgt den Preisen, wenn ein dynamischer Tarif eingetragen istZähler empfohlen
ZENKIWetterprognose, Verbrauchsverlauf und Strompreise (über 840 europäische Anbieter)Internetverbindung, Zähler, etwa eine Woche Lernphase
ExperteVier Untermodi: Zähler, Smart Plug, Grundlast (10 Zeitfenster), Strompreis mit SchwellenwertenManuelle Einstellungen

Die Entscheidungen von ZENKI sind mitunter schwer nachvollziehbar: Laden aus dem Netz, obwohl der Solarüberschuss des nächsten Tages angekündigt ist, Entladen bei einem nicht besonders hohen Tarif, oder nächtliches Laden zu Schwachlastzeiten, sodass für die Morgensonne kein Platz mehr bleibt. Der Modus Auto ist berechenbarer und die sicherere Wahl für alle ohne dynamischen Stromvertrag. In Deutschland kommt ZenWave hinzu, der dynamische Stromtarif des Herstellers.

Die Regelung ist schnell, innerhalb weniger Sekunden, hält aber bewusst einen Abstand von etwa 50 W um null ein, um das Relais zu schonen. Es bleibt daher eine kleine Restmenge Einspeisung, am sichtbarsten im Winter. In einer Nacht von sechs Stunden bleibt der aufsummierte Bezug bei etwa 20 bis 40 Wh mit einem Shelly-Zähler oder dem D0-Lesekopf des Herstellers, bei einer Einspeisung unter 15 Wh. Dieser Abstand gehört zum Energiemanager des Herstellers: Er lässt sich vermeiden, wenn man das Gerät über die lokale API oder MQTT steuert, zum Beispiel mit Home Assistant.

Bleibt die Cloud-Abhängigkeit: Die App läuft über die Server des Herstellers, ZENKI braucht eine Verbindung, um Preise und Wetter abzurufen, und das Gerät akzeptiert nur WLAN mit 2,4 GHz. Ohne Verbindung fällt es auf weniger fein abgestimmte lokale Regeln zurück. Eine lokale API (HTTP) und eine offizielle Home-Assistant-Integration, die sich auf einen lokalen MQTT-Broker richten lässt, erlauben es, sich davon zu lösen, wenn man sie konfigurieren kann. Der Hersteller nennt keinen Abopreis für HEMS oder ZENKI und hat 2025 zugesagt, dass diese Funktionen während der Garantiedauer jedes Geräts kostenlos bleiben, beim AC+ also zehn Jahre.

Von 2,4 bis 16,8 kWh: was die Erweiterung kostet

2,4 kWh
im Gerät integriert, nicht trennbar
16,8 kWh
mit fünf AB3000L-Modulen
549 €
pro Modul mit 2,88 kWh, also 191 € je kWh

Die Basiskapazität von 2,4 kWh ist für einen ganzen Abend knapp: Sie deckt einen sparsamen Haushalt, nicht eine Familie, die mit Strom kocht. Die Erweiterung erfolgt über AB3000L-Module mit 2,88 kWh, die sich unter das Gerät stapeln, automatisch erkannt werden und bis zu fünf Stück erreichen, also 16,8 kWh insgesamt. Die Leistung bleibt unabhängig von der Modulzahl bei 2400 W: Die 16,8 kWh sind bei voller Leistung in etwa sieben Stunden leer, das Gerät allein in unter einer Stunde.

Zur Kompatibilität: Der Hersteller erklärt auch die Module AB1000 und AB2000 für kompatibel, empfiehlt aber nur das AB3000L, weil die übrigen Modelle nicht zu den Abmessungen des Geräts passen und der Kundendienst bei einer nicht empfohlenen Konfiguration eingeschränkt sein kann. Das AB3000X des älteren 2400 AC passt nicht.

Am 9. Oktober 2026 steht das Gerät mit 2,4 kWh beim Hersteller mit 699 € (0 % MwSt.) im Angebot, vorrätig, und jedes Modul kostet 549 €. Der Preis je kWh der vollen Ausbaustufe sinkt auf 205 €, ein attraktives Niveau für AC-gekoppelte Speicher, aber die Startkapazität bleibt der teuerste Posten je kWh (291 €).

Konfigurationen und Preise beim Hersteller am 9. Oktober 2026 (Deutschland, 0 % MwSt.)
KonfigurationKapazitätPreisPreis je kWh
Gerät allein2,4 kWh699 €291 €
Gerät + 1 Modul5,28 kWh1248 €236 €
Gerät + 2 Module8,16 kWh1797 €220 €
Gerät + 3 Module11,04 kWh2346 €213 €
Gerät + 4 Module13,92 kWh2895 €208 €
Gerät + 5 Module16,8 kWh3444 €205 €

Die Notstromsteckdose: leistungsstark, aber keine unterbrechungsfreie Versorgung

Die seitliche Schuko-Steckdose ist ab Werk deaktiviert und wird in der App eingeschaltet. Sie liefert 2400 W im Dauerbetrieb und bis zu 3600 W für 200 ms beim Anlauf eines Geräts; bei vorhandenem Netz steigt sie auf 3200 W, wobei die Zusatzleistung aus dem Netz kommt. Sie akzeptiert außerdem als Eingang einen Mikrowechselrichter mit höchstens 2400 W, um die Batterie zu laden, aber nur, solange das Gerät am Netz hängt. Ein Benzin- oder Dieselgenerator darf niemals daran angeschlossen werden. Fällt das Netz aus, schaltet sie auf die Batterie um.

Drei Grenzen sind zu kennen. Erstens ist keine Umschaltzeit garantiert: Das Handbuch nennt keine, und der Hersteller stellt das Gerät nicht als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) dar. Ein Desktop-Rechner oder ein Server braucht seinen eigenen Schutz. Zweitens werden nur die an dieser Steckdose angeschlossenen Geräte versorgt, nicht der Rest des Hauses. Drittens schmilzt die Laufzeit schnell: Bei 2400 W halten die 2,4 kWh des Geräts weniger als eine Stunde.

Im Modus Normal bleibt die Steckdose dauerhaft aktiv und zehrt an der Batterie; der Modus Eco schaltet sie nach zwei Stunden ohne Last in den Ruhezustand. Das Einschalten der Steckdose erhöht den Stand-by-Verbrauch, und die Batterie kann dann unter die eingestellte Reserve fallen. Kühlschrank, Router, Beleuchtung und Laptop laufen problemlos; ein Induktionskochfeld oder ein Warmwasserbereiter leeren die Batterie sehr schnell.

Installation und Konformität: was in Deutschland gilt

Die Montage dauert etwa zehn Minuten: das Gerät (27,8 kg, zwei seitliche Griffe) aufstellen, das 3 m lange Netzkabel in eine geerdete Wandsteckdose stecken, das Gerät in der App einrichten und die Firmware aktualisieren lassen. Der Zähler, dessen Klemmen in den Zählerschrank kommen, braucht seinerseits eine halbe bis eine Stunde. Das Gerät kann innen wie außen stehen (IP65), geschützt vor direkter Sonne und Regen, mit mindestens 15 cm Abstand der Antenne zur Wand und den im Handbuch genannten Freiräumen um die rückseitigen Kühlrippen.

Für Steckersolargeräte mit Speicher ist die Rechtslage in Deutschland noch im Fluss. Die seit März 2026 geltende VDE-AR-N 4105:2026-03 nennt 800 VA Wechselrichterleistung als Grenze des vereinfachten Verfahrens; die Anmeldung im Marktstammdatenregister bleibt Pflicht, und auch ein Speicher ist dort einzutragen. Wie die Netzbetreiber Systeme mit Speicher behandeln, ist bislang nicht einheitlich, und die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 gilt nur für Geräte ohne Speicher: Vor dem Kauf sollte man deshalb die Anforderungen des eigenen Netzbetreibers schriftlich klären. Alles darüber hinaus, also die 2400 W, fällt aus dem Rahmen des vereinfachten Verfahrens und erfordert einen von einer Elektrofachkraft geprüften Stromkreis, die unterschriebene Bestätigung in der App und das reguläre Verfahren beim Netzbetreiber. Das Handbuch weist darauf hin, dass das System netzgekoppelt ist und dass der Nutzer prüfen muss, was vor Ort erlaubt ist.

Für die Stapelung empfiehlt das Handbuch, das Gerät und seine Module mit den mitgelieferten Haltern und Schrauben miteinander zu verbinden. Im Mai 2026 hat der Hersteller eine Sicherheitsmitteilung zum älteren 2400 AC veröffentlicht, dessen Anschlüsse sich erwärmen können, wenn der Stapel nicht plan steht; der AC+ ist nicht genannt, doch die Kontrolle der Ausrichtung des Stapels und das Festziehen der Befestigungen gilt auch hier.

Stille, Wärme, Sicherheit und Garantie

Das Metallgehäuse mit Kühlrippen dient als Kühlkörper: Es gibt keinen Lüfter, also keinerlei Geräusch außer dem Klicken des Relais bei jedem Start oder Ende des Ladevorgangs. Nach zwei Stunden Laden mit 800 W erreicht der heißeste Punkt (die Rückseite) 33 °C, die übrigen Stellen bleiben zwischen 25 und 31 °C. Die Schutzart IP65 gilt für das Gehäuse; die Notstromsteckdose ist im Betrieb und bei geöffneter Abdeckung nicht wasserdicht.

ZenGuard vereint drei Schutzebenen: ein doppeltes BMS (lokal, mit einer Zustandsüberwachung der Zellen in der Cloud), ein mechanisches Überdruckventil und ein Aerosol-Löschmodul, das bei etwa 170 °C auslöst. Die Batterie heizt sich bei Kälte selbst auf (Entladen von -20 °C bis 55 °C, Laden ab 0 °C), und die Entladung endet bei 5 % Ladung.

Die Garantie beträgt zehn Jahre für das Gerät wie für die AB3000L-Module, mit 6000 angegebenen Zyklen und einer Lebensdauer von bis zu fünfzehn Jahren. Die Zellenklausel verdient einen Blick: Sie entfällt, wenn die Batterie nicht innerhalb von 30 Tagen nach Lieferung voll geladen und danach mindestens alle drei Monate nachgeladen wird. Eine Rückgabe ohne Mangel ist innerhalb von 30 Tagen möglich, doch die Rücksendekosten für ein Gerät dieser Größe, vom Hersteller mit 150 bis 250 € beziffert, trägt der Käufer.

Die Erfahrung reicht acht Monate zurück, und die Firmware hat noch Kinderkrankheiten. Die eingestellte Entladereserve wird in den ersten Zyklen nicht immer eingehalten: Die Batterie kann bei 2 oder 5 % enden, obwohl die Reserve 15 oder 10 % beträgt, sodass die ersten Tage beobachtet werden sollten. In einem Einzelfall bleibt sie bei 8 % hängen, mit einem Update, das 10 % Ladung zur Installation verlangt. Der Fehler 52 („Netzspannung zu niedrig“, angezeigt bei normaler Spannung) führte in einem Einzelfall zum Austausch der Geräte durch den Hersteller. Ein Rückruf dieses Modells ist bis heute nicht bekannt. Der Hersteller hatte allerdings 2025 einen Brand beim AiO 2400, bei dem er die Zellen ausschließt, und hat im Mai 2026 die genannte Sicherheitsmitteilung zum älteren 2400 AC herausgegeben: Beide Produkte unterscheiden sich vom AC+, belasten aber das Vertrauen in die Marke.

Im Vergleich mit anderen Balkonspeichern

Gegenüber den anderen Balkonspeichern fällt der AC+ zuerst durch seine Wechselstromleistung auf: 2400 W gegenüber 1000 bis 1200 W bei Hoymiles und den beiden Modellen mit MPPT, nur Marstek liegt knapp darüber (2500 W). Sein Einstiegspreis liegt unter dem von Anker und EcoFlow, die den Vorsprung zurückgewinnen, sobald Module ohne Mikrowechselrichter angeschlossen werden sollen, dank ihrer Solareingänge.

Der SolarFlow 2400 AC+ im Vergleich mit vier weiteren Balkonspeichern (Eigenschaften und Katalogpreise)
KriteriumZendure SolarFlow 2400 AC+Hoymiles HiBattery 1920 ACMarstek Venus E 3.0Anker Solix Solarbank 3 E2700 ProEcoFlow Stream Ultra X
Startkapazität2,4 kWh1,92 kWh5,12 kWh2,69 kWh3,84 kWh
Maximale Kapazität16,8 kWh11,52 kWhNicht erweiterbar16,13 kWh23,04 kWh
Maximale AC-Leistung2400 W1000 W2500 W1200 W1200 W
Direkter SolareingangKeinerKeinerKeiner4 MPPT, 3600 W4 MPPT, 2000 W
Gewicht27,8 kg24 kg60 kg29,2 kg39 kg
Katalogpreis699 €549 €990 €1049 €999 €
Preis je Start-kWh291 €286 €193 €390 €260 €

Der Hoymiles ist der günstigste, aber der leistungsschwächste, und seine Erweiterung endet bei 11,52 kWh. Der Marstek bietet die günstigste kWh, doch seine Kapazität ist fest, und mit 60 kg ist er schwer zu bewegen. Gegenüber dem einzigen AC-gekoppelten Konkurrenten mit vergleichbarer Leistung, dem Marstek, gewinnt der AC+ an Erweiterbarkeit und wiegt nur halb so viel (27,8 kg gegenüber 60 kg), bietet aber zum Start nur die halbe Kapazität.

Für wen der AC+ gedacht ist und für wen nicht

Der AC+ richtet sich zuerst an alle, die bereits Module und einen Wechselrichter oder Mikrowechselrichter haben, den Überschuss speichern möchten, ohne die Solarverkabelung anzufassen, und einen kommunikationsfähigen Zähler in Reichweite haben. Er passt auch zu einem Haushalt ohne Module, aber mit dynamischem Stromtarif, da das Laden aus dem Netz erfolgen kann. Ein Mikrowechselrichter eines Balkonkraftwerks lässt sich sogar an die seitliche Steckdose anschließen.

Weniger geeignet ist er für alle, die Module direkt anschließen wollen (dafür ist der SolarFlow 2400 Pro gedacht), die eine unterbrechungsfreie Notversorgung für empfindliche Geräte erwarten oder die eine wattgenaue Nulleinspeisung ohne die lokale API verlangen. Schlecht geeignet ist er schließlich, wenn man hofft, die 2400 W ohne Elektrofachkraft zu nutzen.

Ein konkreter Kauftipp: mit dem Gerät allein und dem Zähler beginnen, das Verhalten der ersten Zyklen prüfen (Entladereserve, App und Firmware aktuell) und die AB3000L-Module erst ergänzen, wenn der Kapazitätsbedarf feststeht. Die Module des älteren 2400 AC sind hier nutzlos.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Wirkungsgrad 4,2
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit 4,2
Solareingang und MPPT nicht gemessen
Steuerung und Intelligenz 3,7
Installation und Konformität 3,8
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen nicht gemessen
Kompatibilität mit Speicherbatterien nicht gemessen
Steuerung und intelligente Funktionen nicht gemessen
Konformität und Netzanschluss nicht gemessen
Zendure SolarFlow 2400 AC+: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Zendure SolarFlow 2400 AC+

Zendure SolarFlow 2400 AC+

699.00€ (6)

Der Speicher für Ihre vorhandene Solaranlage, ohne Umverkabelung auf der Modulseite: 2,4 kWh eingebaut, 2400 W in beide Richtungen und Notstrom bei Netzausfall.

Produkt ansehen
Zendure SolarFlow 2400 Pro

Zendure SolarFlow 2400 Pro

799.00€ (4)

2,4 kWh, 4 MPPT und 4800 W Solareingang gesamt: der Balkonspeicher, der DC-Module mit AC-Kopplung kombiniert, erweiterbar auf 16,8 kWh.

Produkt ansehen
Hoymiles HiBattery 1920 AC

Hoymiles HiBattery 1920 AC

Ansehen (8)

AC-Speicher fürs Balkonkraftwerk, 1,92 kWh erweiterbar bis 11,52 kWh, kompatibel mit jedem vorhandenen Wechselrichter, 1000 W Notstrom, 10 Jahre Garantie.

Produkt ansehen
Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro

Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro

Ansehen (7)

2688Wh Plug-and-Play-Solarspeicher: 4 MPPT, ein bidirektionaler 1200W-Mikrowechselrichter und eine KI, die Ihren Eigenverbrauch allein optimiert. Balkonsolar lohnt sich endlich.

Produkt ansehen
EcoFlow Stream Ultra X

EcoFlow Stream Ultra X

999.00€ (13)

3,84 kWh LiFePO4, ein integrierter Hybrid-Wechselrichter und bis zu 1200 W an den eigenen Steckdosen: Der EcoFlow Stream Ultra X ist das Flaggschiff des Balkonspeichers.

Produkt ansehen

Häufige Fragen

Nein. Der AC+ hat weder einen Photovoltaik-Eingang noch einen MPPT: Er speichert den Wechselstrom einer bestehenden Anlage. Ein Mikrowechselrichter mit höchstens 2400 W lässt sich jedoch an die seitliche Steckdose anschließen, aber nur, solange das Gerät am Netz hängt. Für direkt angeschlossene Module braucht man den SolarFlow 2400 Pro.

Rund 88 % im vollen Zyklus bei 800 W (87,3 bis 88,7 % je nach Zyklus), gegenüber 93 % laut Angabe. Bei Nulleinspeisung mit 100 bis 200 W sinkt er auf 78 bis 82 %.

Ja, um die Entladung an den Verbrauch des Haushalts anzupassen. Kompatibel: Zendure Smart Meter 3CT-S und 1CT-S, D0-Lesekopf, Shelly Pro 3EM, EverHome EcoTracker. Ohne Zähler folgt das Gerät einem festen Lade- und Entladeplan, standardmäßig mit 200 W.

Nicht ab Werk. Die Einspeisung ist auf 800 W begrenzt. Für 2400 W braucht man einen eigenen, von einer Elektrofachkraft geprüften Stromkreis und eine unterschriebene Bestätigung in der App. Damit verlässt man den Rahmen des vereinfachten Verfahrens bis 800 VA.

Nein. Die AB3000X-Module des älteren Modells passen nicht unter den AC+, der mit AB3000L-Modulen à 2,88 kWh erweitert wird, bis zu fünf Stück (16,8 kWh). Der Hersteller erklärt auch die Serien AB1000 und AB2000 für kompatibel, empfiehlt aber nur das AB3000L.

Seine Notstromsteckdose liefert 2400 W im Dauerbetrieb, 3600 W für 200 ms und 3200 W mit Netzunterstützung: Kühlschrank, Router, Beleuchtung, Laptop. Eine Umschaltzeit ist nicht garantiert, und das Gerät wird nicht als unterbrechungsfreie Stromversorgung dargestellt.