Der doppelte Solareingang DC+AC, das zentrale Argument
Der SolarFlow 2400 Pro kombiniert zwei getrennte Solareingänge: bis zu 3000 W direkt über seine 4 integrierten MPPT-Regler, für Module, die direkt an das Gerät angeschlossen werden, und bis zu 1800 W zusätzlich über AC-Kopplung von einer Solaranlage, die bereits mit einem Wechselrichter ausgestattet ist. Beide Modi addieren sich theoretisch auf bis zu 4800 W Solareingang insgesamt, ein zentrales Argument des Produkts und eine seltene Konfiguration in diesem Segment.
Diese vollständige Kombination wurde bislang nicht bei voller Leistung unter realen Bedingungen bestätigt: Die tatsächlich erreichte kombinierte Ladeobergrenze näherte sich in einer gegebenen Konfiguration 2370 W an, mit einer automatischen Anpassung der AC-Leistung, um diese Grenze einzuhalten. Die Funktion jedes einzelnen Eingangs für sich genommen entspricht dagegen gut den angegebenen Werten.
Der Wirkungsgrad im Lade-Entlade-Zyklus, ein gut bestätigter Pluspunkt
Der Wirkungsgrad im Lade-Entlade-Zyklus des SolarFlow 2400 Pro liegt in mehreren unabhängigen Messungen mit unterschiedlichen Protokollen durchweg zwischen 87 und 90 %, ein Ergebnis, das zu den besten bei dieser Art von Produkt zählt. Das ist ein Punkt, bei dem das Gerät seine Versprechen besonders gut einhält.
Der ZenKI-Assistent und die Tarifoptimierung, effizient, aber cloud-abhängig
Der ZenKI-Assistent, kompatibel mit mehr als 840 europäischen Stromanbietern, trifft nach der Einrichtung über mehrere Tage hinweg konsistente Lade- und Entladeentscheidungen, ein echter Vorteil für alle mit einem variablen Stromvertrag. Diese Optimierung bleibt jedoch von einer aktiven Internetverbindung abhängig: Ein Ausfall beraubt das Gerät seiner feinsten Optimierung, die auf der Cloud des Herstellers beruht statt auf einer lokalen Berechnung.
Dokumentierte Firmware-Bugs
Mehrere Firmware-Anomalien, die sich vom ZenKI-Entscheidungsmodul selbst unterscheiden, tauchen auf den offiziellen Support-Kanälen des Herstellers auf: eine Entladeblockade bei 0 W nach einer vollständigen Ladung auf 100 %, die einen Neustart zum Fortfahren erfordert, sowie ein Fehler mit nicht erkanntem Gerät bei der Smart-Home-Einbindung. Ein zwischen April und Juli 2026 veröffentlichtes Firmware-Update hat bei mehreren Nutzern zudem eine Standby-Blockade verursacht.
WLAN, ein wiederkehrender Reibungspunkt
Ein ungewollter Standby-Modus nach einem WLAN-Verbindungsabbruch taucht in mehreren unabhängigen Kundenbewertungen auf, behoben durch erneutes Verbinden des Geräts mit dem Router. Das WLAN beschränkt sich zudem auf das 2,4-GHz-Band, ohne 5-GHz-Kompatibilität, eine Einschränkung, die auch in den ausgewerteten Rückmeldungen auftaucht.
Installation und Konformität
Im werkseitigen Standardmodus bleibt die Ausgangsleistung auf 800 W begrenzt, im Rahmen der steckerfertigen Kits mit einfacher Enedis-Meldung. Darüber hinaus schaltet ein in der App aktivierbarer „Premium“-Modus die volle Leistung frei, erfordert aber eine professionelle Installation und eine Consuel-Bescheinigung.
Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit für alle, die den AC-Eingang an einer bereits regulierten Solaranlage nutzen wollen: Das Hinzufügen einer Speicherbatterie zu einer bestehenden Anlage lässt den regulatorischen Status in der Regel von reiner Erzeugung zu Erzeugung und Speicherung wechseln, was eine neue Consuel-Bescheinigung erfordert, statt weiterhin durch die ursprüngliche Regulierung abgedeckt zu sein.
Sicherheit und Verarbeitung
Bislang ist bei diesem Modell weder ein Rückruf noch eine BMS-Störung verzeichnet. Das doppelte Batteriemanagementsystem wird durch ein Aerosol-Löschsystem ergänzt, und die Oberflächentemperatur blieb bei einer unabhängigen Prüfung gleichmäßig, ohne Hotspot, ein eher beruhigender Befund in dieser Hinsicht.
Im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern
Im Vergleich zur Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro und zum EcoFlow Stream Ultra, die bereits in unserem Vergleich vertreten sind, hebt sich der SolarFlow 2400 Pro durch seinen doppelten Solareingang DC und AC ab, theoretisch kombinierbar bis zu 4800 W, gegenüber 1200 W bei der Solarbank 3 Pro und 2000 W beim Stream Ultra. Seine bidirektionale Ausgangsleistung von 2400 W übertrifft zudem deutlich die 800 W und 1200 W seiner beiden Wettbewerber.
Der tatsächlich festgestellte Preis
Der ausgewiesene Preis variiert je nach Konfiguration: 1319 € für das Gerät allein, oder 1439 € für ein Paket mit vier bifazialen Solarmodulen, die im Rahmen einer laufenden Aktion kostenlos dazugegeben werden. Der durchgestrichene Listenpreis ändert sich zudem regelmäßig im Zuge der Kampagnen des Herstellers, am besten zum Kaufzeitpunkt zu prüfen, statt als gegeben vorauszusetzen.



