Xiaomi Ultra Slim 5000: unsere ausführliche Einschätzung

Unter 10 mm und 93 g verbirgt sich bei dieser kartenförmigen Powerbank eine Lücke, die Xiaomi selbst beziffert: Von den 19,4 Wh der internen Zelle stehen tatsächlich nur 13,5 Wh zur Verfügung, also rund 70 %. Der Rest erklärt sich aus der offiziellen Dokumentation und verändert den sinnvollen Umgang mit dem Gerät.

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Laufzeit: 3,7 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,7Ausgangsleistung: 3,8 von 5 (Gewichtung 20 %)Leistung3,8Format und Gewicht: 4,7 von 5 (Gewichtung 20 %)Format4,7Anschlüsse und Kabel: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,7Aufladung: 4,0 von 5 (Gewichtung 10 %)Laden4,0Verarbeitung und Ausdauer: 4,1 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,1

Wie wird diese Note berechnet?

Xiaomi Ultra Slim 5000 Powerbank in Frontalansicht, länglich im Kartenformat, silbern schimmernde Metalloberfläche

Das Wichtigste

Die Xiaomi Ultra Slim 5000 hält ein seltenes Versprechen: 10 mm Dicke und 93 g für eine Powerbank, mit tatsächlichen Werten, die bis auf einen Zehntelmillimeter an die Angaben heranreichen (112,9 x 53,1 x 10,1 mm, 93,5 g). Von den 19,4 Wh ihrer Zelle gibt Xiaomi selbst eine nutzbare Kapazität von 13,5 Wh am USB-C-Anschluss an, also rund 70 %, ein für diese Art der Umwandlung übliches Verhältnis, das zum angegebenen Einsatzzweck passt: eine Smartphone-Ladung, nicht zwei. Auf der anderen Seite stehen Grenzen, die aus dem gewählten Format folgen, keine verborgenen Mängel: ein einzelner USB-C-Anschluss, der das gleichzeitige Laden zweier Geräte ausschließt, eine mit 20W bescheidene Leistung gegenüber dickeren Modellen, und eine Anzeige mit vier Leuchtpunkten ohne genauen Prozentwert. Ein vereinzeltes Signal einer Ladestörung nach mehreren Monaten Nutzung wurde durch keine weitere Quelle bestätigt und sollte als Vorsichtshinweis, nicht als erwiesener Mangel gelten. Für alle, die eine Reservebatterie wollen, die in der Tasche verschwindet, ist dies eine der gelungensten Lösungen ihres Segments; wer Autonomie oder mehrere Ladungen sucht, findet hier nicht das richtige Produkt.

Stärken

  • Tatsächliche Abmessungen sehr nahe an den Angaben (112,9 x 53,1 x 10,1 mm, 93,5 g gegenüber angegebenen 113 x 53 x 10 mm und 93 g), eines der schlankesten Formate am Markt
  • USB-C-Kabel im Lieferumfang, ein echtes Plus gegenüber zwei der drei direkten Konkurrentinnen im Katalog, die ohne Kabel ausgeliefert werden
  • Ausgangsleistung nahe am angegebenen Maximum bei einem aktuellen Smartphone (rund 18W bei angegebenen 20W)
  • Neun elektronische Schutzfunktionen und Ladebauteile etablierter Zulieferer (SouthChip, ABOV), mit eigener Wärmetechnik für dieses ultradünne Format
  • Kein Rückruf und kein wiederkehrender Mangel für dieses konkrete Modell festgestellt, anders als bei einem größeren Xiaomi-Modell, das 2025 zurückgerufen wurde

Schwächen

  • Nur ein USB-C-Anschluss: kein gleichzeitiges Laden zweier Geräte, die bewusste Kehrseite der 10 mm Dicke
  • Angegebene nutzbare Kapazität von 13,5 Wh bei nominell 19,4 Wh (rund 70 %), kaum genug, um ein aktuelles Smartphone einmal zu füllen, nicht zweimal
  • Mit 20W bescheidene Leistung gegenüber den 45 oder 65W dickerer Modelle am Markt
  • Anzeige auf vier Leuchtpunkte beschränkt, ohne genauen Prozentwert oder Restzeitschätzung
  • Zwei von derselben Person gekaufte Exemplare hörten vor einem Nutzungsjahr auf zu laden: ein vereinzeltes Signal, bislang durch keine weitere Quelle bestätigt
  • Keine kabellose Ladung: Die magnetischen Varianten derselben Xiaomi-Familie decken dieses Bedürfnis ab, nicht dieses konkrete Modell
Kosten verfügbarer Energie
222 €je 100 Wh Abgabe

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen. Günstiger als 11 von 29 vergleichbaren Produkten des Katalogs, auf angegebene Kapazität bezogen.

Xiaomi Ultra Slim 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Was die angegebenen 5000 mAh wirklich wert sind

Die interne Zelle der Ultra Slim 5000, eine Lishen SP654588SL im Softpack-Format, weist eine Nennspannung von 3,88 V bei einer Kapazität von 4900 mAh (maximal 5000 mAh) auf, also 19,1 bis 19,4 Wh je nach Bezugswert. Genau diese letzte Zahl, 19,4 Wh, führt das öffentliche Datenblatt des Produkts.

Das ist jedoch nicht das, was der USB-C-Anschluss tatsächlich abgibt. Xiaomi selbst nennt in der regulatorischen Dokumentation des Produkts eine Nennkapazität von 2700 mAh bei 5V/2,4A, also 13,5 Wh. Die Differenz von rund 30 % zwischen beiden Werten zeigt keine Auffälligkeit: Sie entspricht der Spannungswandlung zwischen den 3,88 V der Zelle und den am Ausgang bereitgestellten 5, 9 oder 12 V, ein für diese Schaltungsart üblicher Verlust, der hier durch den geringen Platz für die Wandlerbauteile in einem 10 mm dünnen Gehäuse noch verstärkt wird.

19,4 Wh
Nennenergie der Zelle
13,5 Wh
Nennkapazität bei 5V/2,4A (2700 mAh)
70 %
Am USB-C-Anschluss tatsächlich verfügbarer Anteil
Vergleich zwischen den 19,4 Wh Nennenergie der internen Zelle und den 13,5 Wh Nennkapazität, die Xiaomi selbst bei 5V/2,4A angibt, also rund 70 % nutzbar umgewandelte Energie am USB-C-Anschluss.Nennenergie (Zelle)19,4 WhAngegebene Nennkapazität (5V)13,5 Wh
Nennenergie der internen Zelle gegenüber der Nennkapazität, die Xiaomi selbst am USB-C-Anschluss angibt (2700 mAh bei 5V/2,4A): rund 70 % nutzbar umgewandelte Energie.

In der Praxis reichen diese 13,5 Wh für eine vollständige Ladung der meisten aktuellen Smartphones, nicht für zwei. Ein aktuelles iPhone (etwa 12 bis 13 Wh Akkukapazität) lässt sich damit nahezu vollständig in einem Durchgang füllen; ein größeres Android-Smartphone (16 bis 19 Wh) schafft es nicht bis zum Ende. Das überrascht angesichts des Formats nicht: Niemand erwartet von einer 10 mm dünnen Batterie, dass sie mit einem 20.000-mAh-Pack konkurriert, und Xiaomi behauptet das an keiner Stelle.

10 mm und 93 g: das Argument, das alles andere rechtfertigt

Die tatsächlichen Abmessungen liegen bei 112,9 x 53,1 x 10,1 mm für 93,5 g, nur wenige Zehntel von den offiziellen Angaben entfernt (113 x 53 x 10 mm, 93 g): Das Datenblatt übertreibt die Schlankheit des Produkts nicht. Das ist eine seltene Genauigkeit für diese Art von Zubehör, bei dem die Lücke zwischen Angabe und Realität mitunter ganze Millimeter beträgt.

Dieses Format passt in die Gesäßtasche einer Jeans, in das Fach eines Rucksacks oder in ein etwas großzügiges Kartenetui, wo eine klassische 10.000-mAh-Powerbank zum Öffnen der Tasche zwingt. Die metallische NCVM-Beschichtung (eine Vakuumbedampfung, die einen verchromten Look ergibt) verstärkt den Eindruck einer Karte statt eines elektronischen Gehäuses.

Angegebene Dicke der Xiaomi Ultra Slim 5000 im Vergleich zu drei Referenzen aus dem Katalog: Anker Nano 5000, Nitecore Carbon 6K und Xiaomi Mi Power Bank 3.Xiaomi Ultra Slim 500010 mmAnker Nano 5000≈ 25 mmNitecore Carbon 6K≈ 23 mmXiaomi Mi Power Bank 3≈ 15 mm
Von den jeweiligen Herstellern angegebene Dicke für vier Taschen-Powerbanks aus dem Katalog: Die Xiaomi Ultra Slim 5000 ist die dünnste der vier, mit dem geringsten Abstand zwischen angegebenem und tatsächlichem Wert.

Gegenüber drei Referenzen aus dem Katalog, die im selben Segment der Taschen-Powerbanks verkauft werden, fällt der Abstand deutlich aus. Die Anker Nano 5000 setzt bei gleicher Kapazität auf ein spürbar dickeres Gehäuse mit fest verbautem Stecker. Die Nitecore Carbon 6K ist dank ihrer Carbonschale leichter, bleibt aber mehr als doppelt so dick. Die Xiaomi Mi Power Bank 3 wiegt bei doppelter Kapazität ebenfalls mehr als doppelt so viel. Keine der drei zielt auf denselben Einsatzzweck: Die Ultra Slim 5000 ist darauf ausgelegt, zu verschwinden, nicht die Laufzeit zu maximieren.

20W in der Praxis: Was ein einzelner Anschluss wirklich leisten kann

Der einzelne USB-C-Anschluss liefert bis zu 20W am Ausgang, je nach angeschlossenem Gerät verteilt auf drei Profile: 5V/2,4A, 9V/2,22A oder 12V/1,5A, alle kompatibel mit USB Power Delivery und PPS. An einem aktuellen, USB-Power-Delivery-fähigen Smartphone liegt die Leistung am Anschluss bei rund 18W, nahe an den angegebenen 20W.

Xiaomi selbst nennt außerdem Ladezeiten für die eigenen Smartphones: etwa 39 % in 30 Minuten bei einem Xiaomi 14, rund 37 % bei einem Xiaomi 14 Ultra, Werte, die zu den angegebenen 20W passen.

20W bleiben dennoch bescheiden gegenüber den 45 oder 65W, die dickere Powerbanks auf dem Markt bieten, und der einzelne Anschluss schließt das gleichzeitige Laden zweier Geräte aus: Das ist die direkte Kehrseite der 10 mm Dicke, die keinen Platz für einen zweiten Stecker samt zugehöriger Elektronik lässt. Ein integrierter Erkennungschip passt die abgegebene Stromstärke automatisch an das erkannte Gerät an (Smartphone, Tablet, Kopfhörer mit geringer Stromaufnahme), sodass vor dem Anschließen nichts eingestellt werden muss.

105 Minuten und ein mitgeliefertes Kabel: die Aufladung in der Praxis

Am Eingang nimmt derselbe USB-C-Anschluss bis zu 18W auf (5V/3A oder 9V/2A), genug für eine vollständige Aufladung in 105 Minuten, also 1 Std. 45 Min., ein Wert, der in der Herstellerdokumentation und in den auf jedem Vertriebsmarkt veröffentlichten Datenblättern identisch wiederkehrt.

18 W
Maximale Eingangsleistung
105 min
Dauer einer vollständigen Aufladung
2 Jahre
Herstellergarantie

Ein 15,5 cm langes USB-C-Kabel liegt der Verpackung bei, ein Detail, das mehr zählt, als es zunächst scheint: Von den drei direkt vergleichbaren Referenzen aus dem Katalog bietet nur eine (die Anker Nano 5000) eine gleichwertige Lösung, allerdings über einen fest verbauten Stecker statt eines separaten Kabels; die beiden anderen (Nitecore Carbon 6K, Xiaomi Mi Power Bank 3) liefern gar kein Kabel mit. Die kurze Länge beschränkt den Einsatz allerdings auf eine Ladung in der Hand oder direkt neben einem Netzteil, nicht auf Distanz.

Da der Anschluss bidirektional arbeitet, dient dasselbe Kabel sowohl zum Aufladen der Powerbank als auch zur Versorgung eines Geräts: Für beide Einsatzzwecke ist kein zusätzliches Zubehör nötig.

Anschlüsse und Anzeige: eine bewusst einfache Lösung

Die Anschlussausstattung beschränkt sich auf das Wesentliche: ein einzelner USB-C-Anschluss, kein USB-A, keine kabellose Ladung. Der Ladezustand wird über vier Leuchtpunkte angezeigt statt über eine Prozentanzeige. Diese Anzeige bleibt damit zwangsläufig grob, ohne genaue Angabe des verbleibenden Prozentsatzes: eine Entscheidung, die zum restlichen Produkt passt, aber vor dem Kauf bekannt sein sollte, wenn man eine detailliertere Anzeige gewohnt ist.

Dieser bewusste Verzicht hat eine positive Kehrseite: Weniger Bauteile bedeuten weniger Dicke, und genau darum geht es bei diesem Produkt. Die Gehäuseoberfläche, die zahlreiche Aufdrucke und Logos des Herstellers trägt, verliert dadurch etwas von der Zurückhaltung, die die metallische Oberfläche allein hätte vermuten lassen, ein kleiner ästhetischer Kritikpunkt, keine funktionale Einschränkung.

Neun elektronische Schutzfunktionen decken Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss, Überhitzung und Überspannung ab, eine für dieses Preissegment übliche, aber vollständige Liste. Kein Bluetooth-System und keine begleitende App sind mit dem Produkt verbunden, passend zu einer Positionierung als einfaches Zubehör statt als vernetztes Gerät.

Unter der Haube: reale Wärmetechnik für ein 10 mm dünnes Gehäuse

Die Zelle, eine Lishen SP654588SL, ist mit einem Ladechip SouthChip SC8934 kombiniert (ein synchroner Buck-Boost-Controller mit integrierten MOSFETs), einem Mikrocontroller ABOV A94P829LUN für die Aushandlung der Ladeprotokolle, einem Leitungs-MOSFET JESTEK JST3050 (für 30V ausgelegt) und einer Induktivität von 2,2 µH. Der Zellschutz selbst beruht auf einem eigenen Chip in Verbindung mit einem doppelten 6A-MOSFET.

Wichtigste interne Bauteile (interne Referenz PB0520MI)
FunktionBauteil
ZelleLishen SP654588SL, 3,88 V, 4900 bis 5000 mAh
LadechipSouthChip SC8934 (synchroner Buck-Boost)
MikrocontrollerABOV A94P829LUN
Leitungs-MOSFETJESTEK JST3050 (30 V)

Bemerkenswert für ein nur 10 mm dünnes Gehäuse: Eine Verbundschicht aus Schaumstoff und Aluminiumfolie trennt die Zelle von der Platine und übernimmt zugleich die Wärmeableitung und die mechanische Polsterung. Diese Aufmerksamkeit für die Kühlung ist bei einem derart schlanken Format nicht überflüssig, da die bei einer Ladung mit voller Leistung entstehende Wärme nur wenig Volumen zum Abführen zur Verfügung hat.

Die beteiligten Zulieferer, SouthChip für den Ladechip und ABOV für den Mikrocontroller, sind etablierte Namen der Ladeelektronik, die auf zahlreichen Produkten des Marktes über diese eine Referenz hinaus zu finden sind: ein Zeichen für eine sorgfältige Bauteilauswahl, auch wenn das nichts über die Langlebigkeit des fertigen Produkts garantiert.

Eine Familie sehr ähnlicher Produkte, leicht zu verwechseln

Xiaomi bietet seine ultradünnen 5000-mAh-Powerbanks in mehreren Versionen an, die unter fast identischen Namen vermarktet werden, was beim Kauf zu echter Verwirrung führt. Dieses konkrete Modell, verkauft als „Ultra Slim Power Bank 5000mAh" (interne Referenz PB0520MI), hebt sich durch das vollständige Fehlen von Magneten oder kabelloser Ladung ab: ein einzelner USB-C-Anschluss mit 20W, sonst nichts.

Leicht zu verwechseln: Xiaomi verkauft außerdem eine „UltraThin Magnetic Power Bank" derselben Kapazität, zunächst mit 7,5W (am selben Tag wie dieses Modell auf dem japanischen Markt eingeführt), später mit 15W, beide mit Magnetsystem und kabelloser Ladung. Eine 22,5W-Variante mit fest verbautem Kabel existiert ebenfalls. Diese Produkte teilen sich die Kapazität von 5000 mAh und das schlanke Format, aber weder der einzelne USB-C-Anschluss noch das Fehlen von Magneten noch die in diesem Beitrag genannten Werte treffen auf sie zu.

Der Markteinführungsplan folgt einem für Xiaomi typischen regionalen Muster: Verfügbarkeit in China bereits Ende 2024 (rund 129 Yuan), offizieller Marktstart in Japan am 24. Dezember 2024 (2780 Yen, 2490 Yen als Einführungspreis), danach Hongkong und Indien, vor einer Ankunft in Europa Mitte 2025 (19,99 £ im Vereinigten Königreich, 29,99 € in Deutschland und den Niederlanden, 24,99 € in Frankreich zum Marktstart). Die heute festgestellten Preise schwanken je nach Markt und Aktionszeitraum spürbar, ohne sich stark von dieser Einführungsspanne zu entfernen.

Zuverlässigkeit und Markenvertrauen: ein realer Rückruf, aber bei einem anderen Modell

Xiaomi hat 2025 einen weltweiten Rückruf für fast 147.000 Einheiten eines anderen Powerbank-Modells durchgeführt, der 33W-Variante mit 20.000 mAh (Referenz PB2030MI), nach mehreren Meldungen zu Überhitzung und einem Brand, der an einem öffentlichen Ort auftrat. Als Ursache wurde eine Charge zylindrischer Zellen im Format 126280 identifiziert, die unter bestimmten Nutzungsbedingungen überhitzen können.

Dieser Rückruf betrifft die Ultra Slim 5000 nicht: Referenz, Kapazität und vor allem das Zellformat unterscheiden sich vollständig (eine einzelne 5000-mAh-Softpack-Zelle gegenüber zylindrischen Zellen, die zusammen 20.000 mAh ergeben). Für dieses konkrete Modell wurde bislang kein Sicherheitshinweis, kein Rückruf und keine offizielle Warnung festgestellt.

Zwei von derselben Käuferin oder demselben Käufer erworbene Exemplare hörten vor Ablauf eines Nutzungsjahres auf zu funktionieren (keine Aufladung mehr möglich). Das ist ein reales, aber vereinzeltes Signal, das bislang durch keine weitere Quelle bestätigt wird: Weder der Umfang der Fälle noch die Art des Defekts lässt auf ein strukturelles Problem schließen, anders als beim oben beschriebenen Rückruf, der auf Zehntausenden betroffenen Einheiten und einer identifizierten technischen Ursache beruht. Die zweijährige Herstellergarantie bleibt der übliche Schutz bei einem vorzeitigen Defekt.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz

Im Segment der ultradünnen Taschen-Powerbanks helfen drei Referenzen aus dem Katalog, die Ultra Slim 5000 einzuordnen: die Anker Nano 5000, die Nitecore Carbon 6K und die Xiaomi Mi Power Bank 3, wobei Letztere zu einer anderen, deutlich älteren Xiaomi-Reihe gehört, ohne Bezug zu dem hier behandelten Modell.

Xiaomi Ultra Slim 5000 im Vergleich zu drei direkten Alternativen (Herstellerangaben, nur zur Orientierung)
KriteriumXiaomi Ultra Slim 5000Anker Nano 5000Nitecore Carbon 6KXiaomi Mi Power Bank 3
Kapazität5000 mAh (19,4 Wh)5000 mAh6000 mAh10.000 mAh
Dicke10 mm≈ 25 mm≈ 23 mm (Zylinder)≈ 15 mm
Gewicht93 g≈ 100 g88 g≈ 200 g
Maximale Leistung20W22,5W10W22,5W
Kabel im LieferumfangJa, USB-CFest verbauter SteckerNeinNein

Die Ultra Slim 5000 gewinnt deutlich bei der Dicke, dem größten Unterschied in der Tabelle: Ihre 10 mm sind ein Vorteil, den weder die Anker Nano (rund 25 mm trotz gleicher Kapazität) noch die Nitecore Carbon 6K (rund 23 mm) erreichen. Letztere bleibt dank ihrer Carbonschale leichter und bietet etwas mehr Kapazität, kostet aber spürbar mehr und kommt ohne Kabel. Gegenüber der Anker Nano fällt der Leistungsunterschied (22,5W gegenüber 20W) gering aus, doch deren fest verbauter Stecker erspart das Mitführen eines separaten Kabels, ein echter praktischer Vorteil, der hier durch das deutlich schlankere Gehäuse ausgeglichen wird. Die Xiaomi Mi Power Bank 3 bietet bei doppelter Kapazität und mehr als doppeltem Gewicht eine andere Antwort: Laufzeit statt Unauffälligkeit.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Die Ultra Slim 5000 eignet sich für alle, die jederzeit eine Energiereserve dabeihaben wollen, ohne je daran zu denken: in einer Hemdtasche, einem Kartenetui, dem Seitenfach einer Tasche, um einen Arbeitsweg, einen länger werdenden Abend oder eine unerwartet leere Batterie im Büro zu überbrücken. Ihre angegebene nutzbare Kapazität von 13,5 Wh reicht für eine vollständige Ladung der meisten aktuellen Smartphones, und das mitgelieferte Kabel macht sie direkt nach dem Auspacken einsatzbereit.

Sie eignet sich auch für Vielflieger: Mit maximal 19,4 Wh bleibt sie weit unter der Schwelle von 100 Wh, ab der Fluggesellschaften eine Genehmigung verlangen, und reist ganz ohne Formalitäten im Handgepäck.

Weniger geeignet ist sie für alle, die eine mehrtägige Autonomie oder die Möglichkeit suchen, zwei Geräte gleichzeitig zu laden: Der einzelne Anschluss und die realen 13,5 Wh lassen das nicht zu. Ebenso weniger geeignet ist sie für alle, die kabelloses Laden suchen, das nur bei den magnetischen Varianten derselben Xiaomi-Familie verfügbar ist, die unter sehr ähnlichen Namen, aber als technisch andere Produkte verkauft werden. Für alles andere, also den beanspruchten alltäglichen Einsatz als Reserve, ist die Umsetzung gelungen und ehrlich in Bezug auf die eigenen Grenzen.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Laufzeit 3,7
Ausgangsleistung 3,8
Format und Gewicht 4,7
Anschlüsse und Kabel 3,7
Aufladung 4,0
Verarbeitung und Ausdauer 4,1
Xiaomi Ultra Slim 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Xiaomi Ultra Slim 5000

Xiaomi Ultra Slim 5000

29.99€ (4)

Zehn Millimeter dünn und 93 Gramm: eine Powerbank in der Größe einer Bankkarte, die in die Gesäßtasche rutscht, ohne dass man sie spürt.

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Anker Nano A1653

Anker Nano A1653

66.71€ (57)

Eine 5000-mAh-Taschen-Powerbank, die sich dank ihres integrierten klappbaren USB-C-Steckers direkt ans Handy stecken lässt, 22,5 W und knapp 100 g.

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Nitecore Carbon 6K

Nitecore Carbon 6K

34.79€ (6)

88 g, IP68 und Kohlefasergehäuse: Die Nitecore Carbon 6K ist eine ultramobile 6000-mAh-Powerbank, die auch Nitecore-6K-Stirnlampen verlängert.

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Xiaomi Mi Power Bank 3

Xiaomi Mi Power Bank 3

Ansehen (9)

10.000 mAh und 22,5 W Schnellladung in einem ultrakompakten Gehäuse unter 20 Euro: Die Xiaomi Mi Power Bank 3 ist die Reserve-Powerbank mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Häufige Fragen

Xiaomi selbst gibt eine Nennkapazität von 2700 mAh bei 5V/2,4A an, also 13,5 Wh, gegenüber 19,4 Wh Energie der internen Zelle. Die Differenz ergibt sich aus der Spannungswandlung und reicht für eine vollständige Ladung der meisten aktuellen Smartphones, nicht für zwei.

Nein, sie verfügt nur über einen USB-C-Anschluss. Das ist die bewusste Kehrseite der 10 mm Dicke: Für einen zweiten Stecker ist schlicht kein Platz.

105 Minuten, also 1 Std. 45 Min., über denselben USB-C-Anschluss mit bis zu 18W. Ein 15,5 cm langes USB-C-Kabel liegt bei, das für diesen Zweck ausreicht.

Nein. Xiaomi verkauft separat magnetische Varianten derselben Kapazität unter sehr ähnlichen Namen (UltraThin Magnetic Power Bank, zunächst mit 7,5W, später mit 15W), doch dieses konkrete Modell mit einzelnem USB-C-Anschluss besitzt weder Magnete noch kabellose Ladung.

Nein. Der Xiaomi-Rückruf von 2025 betrifft ein anderes Modell (33W, 20.000 mAh, Referenz PB2030MI) mit anderen zylindrischen Zellen. Für diese 5000-mAh-Powerbank wurde bislang kein Sicherheitshinweis festgestellt.

Ja, ganz ohne Formalitäten. Mit maximal 19,4 Wh bleibt sie weit unter der Schwelle von 100 Wh, ab der Fluggesellschaften eine Genehmigung verlangen. Wie jede Powerbank reist sie im Handgepäck.