Varta Energy 5000: unsere ausführliche Einschätzung

Von den 18,5 Wh der Zelle gibt Varta selbst eine nutzbare Ausgangskapazität von 14,8 Wh an, und die technische Dokumentation begrenzt den USB-C-Anschluss auf 12 W, deutlich unter den auf der Verpackung beworbenen 15 W.

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Laufzeit: 4,2 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,2Ausgangsleistung: 3,6 von 5 (Gewichtung 20 %)Leistung3,6Format und Gewicht: 4,2 von 5 (Gewichtung 20 %)Format4,2Anschlüsse und Kabel: 4,3 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse4,3Aufladung: 3,5 von 5 (Gewichtung 10 %)Laden3,5Verarbeitung und Ausdauer: 4,2 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,2

Wie wird diese Note berechnet?

Weisse Varta Energy 5000 Powerbank schräg von vorne, USB-A-, USB-C- und Micro-USB-Anschlüsse an der Kante sichtbar

Das Wichtigste

Die Varta Energy 5000 hält ein einfaches Versprechen: eine Notfall-Ladung fürs Smartphone, in einem schlanken 150-g-Gehäuse, mit für den Preis grosszügiger Anschlussvielfalt (zwei USB-A-Anschlüsse, ein bidirektionaler USB-C, bis zu drei Geräte gleichzeitig). Varta gibt selbst eine nutzbare Kapazität von 14,8 Wh bei 18,5 Wh Zellenenergie an, ein ehrliches Verhältnis von rund 80 %. Dem stehen zwei reale Grenzen gegenüber: Die Ausgangsleistung bleibt deutlich unter den auf der Verpackung beworbenen 15 W (12 W spezifiziert, bestenfalls 11,6 W an einem aktuellen Smartphone), und das Aufladen der Batterie selbst dauert 8,5 bis 9 Stunden, mangels Schnellladeprotokoll. Als einfache, günstige Reserve ist sie eine solide Wahl; für schnelles Laden oder lange Autonomie ist sie nicht das richtige Produkt.

Stärken

  • Vier aktive Anschlüsse (Micro-USB-Eingang, bidirektionaler USB-C, 2x USB-A) und bis zu drei gleichzeitig geladene Geräte, eine Seltenheit bei einer 5000-mAh-Powerbank in dieser Preisklasse
  • Rund 14,8 Wh real angegeben bei 18,5 Wh Nennenergie (fast 80 %), ein Verhältnis über dem Durchschnitt des Einstiegssegments
  • Sehr kompaktes, leichtes Format: 150 g bei 137,5 x 72,5 x 10,5 mm, passt in jede Tasche
  • Durchgangsladung (Pass-through) bestätigt: Die Powerbank kann ein Gerät versorgen, während sie selbst geladen wird
  • Sechs eingebaute Schutzfunktionen (Überhitzung, Überladung, Kurzschluss, Tiefentladung, Eingangsüberspannung, Überstrom) und kein Rückruf für dieses Modell bekannt
  • Sehr aggressive Preisgestaltung für eine seit über einem Jahrhundert etablierte Batteriemarke

Schwächen

  • Reale Ausgangsleistung deutlich unter den auf der Verpackung beworbenen 15 W: Die technische Dokumentation des Herstellers begrenzt den USB-C-Anschluss auf 12 W, und keines der drei betrachteten Telefone kam über 11,6 W hinaus
  • Kein anerkanntes Schnellladeprotokoll (weder USB Power Delivery noch Quick Charge), was die Ladegeschwindigkeit kompatibler Geräte begrenzt
  • Das Aufladen der Batterie selbst dauert 8,5 bis 9 Stunden, eine lange Zeit für eine so bescheidene Kapazität
  • Begrenzte Nennkapazität (5000 mAh): genug für eine volle Smartphone-Ladung, nicht für ein ganzes Wochenende ohne Steckdose
  • Ladeanzeige auf nur 4 LEDs in 25-%-Schritten reduziert, ohne genaue Prozentangabe oder Restzeitschätzung
  • Kein kabelloses Laden und kein integriertes Kabel; wie bei jeder Powerbank dieses Preissegments sind ein spürbar warmes Exemplar oder ein vereinzelt defektes Stück nie ganz ausgeschlossen, auch wenn für dieses Modell kein wiederkehrendes Problem bekannt ist
Kosten verfügbarer Energie
101 €je 100 Wh Abgabe

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen. Günstiger als 23 von 29 vergleichbaren Produkten des Katalogs, auf angegebene Kapazität bezogen.

Varta Energy 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Was die angegebenen 18,5 Wh wirklich wert sind

Das Datenblatt der Varta Energy 5000 nennt eine Lithium-Polymer-Zelle mit 5000 mAh bei 3,7 V, also 18,5 Wh gespeicherte Energie. Das ist die Zahl, die auf der Verpackung steht und in fast jeder Produktbeschreibung im Netz wiederkehrt. Varta veröffentlicht in der eigenen technischen Dokumentation jedoch noch eine zweite, deutlich weniger beworbene Zahl: eine Nennkapazität von 2960 mAh bei 5 V, also die realistische Energiemenge, die nach der Umwandlung auf USB-Ausgangsspannung zur Verfügung steht.

Diese zweite Zahl entspricht 14,8 Wh, also rund 80 % der 18,5 Wh Nennenergie der Zelle. Dieser Verlust ist kein Mangel: Er entspricht der elektronischen Umwandlung, die notwendig ist, um die 3,7 V der Zelle in die von einem Smartphone nutzbaren 5 V umzuwandeln, plus einer kleinen Reserve, die die Ladeelektronik zum Schutz vor Tiefentladung zurückhält. Ein Verhältnis von 80 % liegt im oberen Bereich für eine Lithium-Polymer-Batterie dieser Preisklasse: Zahlreiche direkte Konkurrentinnen wandeln einen geringeren Anteil ihrer Nennkapazität in tatsächlich nutzbare Energie um.

14,8 Wh
angegebene nutzbare Ausgangskapazität (5 V)
18,5 Wh
Nennenergie der Zelle (3,7 V)
80 %
in nutzbare Energie umgewandelter Anteil
150 g
Gewicht bei 137,5 x 72,5 x 10,5 mm
Vergleich zwischen den 18,5 Wh Nennenergie der Zelle und den bei 5 V Ausgang angegebenen 14,8 Wh, rund 80% in nutzbare Energie umgewandelt.Nennenergie (Zelle)18,5 WhNutzbare Ausgangskapazität14,8 Wh
Nennenergie der Zelle gegenüber der von Varta selbst angegebenen Ausgangskapazität: rund 80% Umwandlung, über dem Durchschnitt des Segments.

In der Praxis reichen 14,8 Wh, um den meisten aktuellen Smartphones (deren Akku meist zwischen 12 und 18 Wh liegt) eine volle Ladung zu geben, bei kompakten Modellen mit kleinerem Akku manchmal etwas mehr. Genau das verspricht eine Batterie dieser Kapazität, nicht mehr und nicht weniger: Die Varta Energy 5000 will keine mehrtägige Energiereserve sein, sondern eine Zwischenladung für einen Tag oder die Rettung eines leeren Geräts.

Ein letzter Punkt betrifft den Flugverkehr. Mit 14,8 bis 18,5 Wh, je nachdem welcher Wert zugrunde gelegt wird, bleibt die Varta Energy 5000 deutlich unter der Schwelle von 100 Wh, die die meisten Fluggesellschaften ohne Formalitäten im Handgepäck erlauben. Für die Mitnahme im Handgepäck ist keine vorherige Genehmigung nötig.

15 W beworben, 12 W im Datenblatt: die Leistung, die zählt

Auf der Verpackung und in den meisten Produktseiten im Netz wird der USB-C-Anschluss der Varta Energy 5000 als bis zu 15 W leistungsfähig dargestellt. Diese Zahl steht auch auf dem Datenblatt im Katalog. Die ausführliche technische Dokumentation, die Varta für genau dieses Modell veröffentlicht, nennt für denselben Anschluss jedoch einen anderen Wert: 5 V und 2,4 A, also 12 W, sowohl beim Eingang als auch beim Ausgang. Die gleiche Grössenordnung gilt für die beiden USB-A-Anschlüsse, ebenfalls mit 5V/2,4A, also 12 W je Anschluss, spezifiziert.

An drei aktuellen Telefonen (einem Xiaomi Mi 10 Pro, einem iPhone 12 Pro und einem Samsung Galaxy S21 Ultra) lag die Ladeleistung an den USB-A-Anschlüssen zwischen 7,4 W und 8,4 W, am USB-C-Anschluss je nach angeschlossenem Gerät zwischen 7,5 W und 11,6 W. Keines der drei erreichte weder die spezifizierten 12 W noch erst recht die kommerziell beworbenen 15 W. Ein Teil dieser Differenz liegt an der jeweils eigenen Grenze des Telefons, doch sie bestätigt, dass die Zahl von 15 W eher dem Verkaufsargument als der tatsächlichen technischen Spezifikation des Produkts entspricht.

Leistung des USB-C-Anschlusses: 15 W auf Verpackung und Produktseiten beworben, 12 W in der technischen Dokumentation des Herstellers (5V/2,4A), und bestenfalls 11,6 W am günstigsten der drei betrachteten Smartphones.Auf der Verpackung beworben15 WTechnisches Datenblatt (5V/2,4A)12 WBestenfalls, aktuelles Smartphone11,6 W
Leistung des USB-C-Anschlusses je nach Quelle: Der kommerziell beworbene Wert übertrifft die technische Spezifikation selbst, die an den drei betrachteten Telefonen nie erreicht wurde.

Die Varta Energy 5000 erkennt zudem kein standardisiertes Schnellladeprotokoll, weder USB Power Delivery noch Qualcomm Quick Charge. Sie liefert eine feste Spannung von 5 V und überlässt es dem angeschlossenen Gerät, den verfügbaren Strom ohne Aushandlung abzurufen. Bei einem aktuellen Smartphone, das für 20 W oder mehr ausgelegt ist, macht sich das durch eine spürbar längere Ladezeit als mit dem Originalladegerät bemerkbar.

Diese Grenze stellt den Hauptzweck des Produkts nicht infrage: Eine Notfall-Ladung bleibt eine Notfall-Ladung, ob sie 90 Minuten dauert oder etwas länger. Wer jedoch wirklich schnelles Laden sucht, sollte diesen Punkt vor dem Kauf kennen, denn diesem Anspruch wird die Varta Energy 5000 nicht gerecht.

Die Batterie selbst aufladen: 8,5 bis 9 Stunden

Die Varta Energy 5000 vollständig an der Steckdose aufzuladen, geht nicht schnell. Mit einem gewöhnlichen USB-C-Ladegerät (ohne besondere Aushandlung) nimmt der USB-C-Anschluss rund 12 W am Eingang auf. Mit einem USB-Power-Delivery-Ladegerät steigt dieser Wert leicht auf rund 13 W, ohne dass die Powerbank dabei selbst das PD-Protokoll aushandelt: Sie profitiert schlicht vom höheren Strom, den ein solches Ladegerät zur Verfügung stellt. Am Micro-USB-Eingang liefert ein Quick-Charge-3.0-Ladegerät nur 8 W, da die Powerbank auch dieses Protokoll nicht erkennt.

8 W
Micro-USB-Eingang mit einem Quick-Charge-3.0-Ladegerät
12-13 W
USB-C-Eingang je nach verwendetem Ladegerät
8,5-9 h
Dauer einer vollständigen Ladung über USB-C

Die direkte Folge: Eine vollständige Ladung der Batterie, von leer bis voll, dauert über den USB-C-Anschluss mit einem passenden Ladegerät zwischen 8,5 und 9 Stunden. Das ist eine lange Zeit für eine Kapazität von nur 18,5 Wh: Mehrere neuere Powerbanks mit Schnelllade-Chip laden eine gleichwertige oder sogar grössere Kapazität in 2 bis 3 Stunden. Diese Dauer erklärt sich durch das Fehlen eines eigenen Schnelllade-Schaltkreises, eine technische Entscheidung, die zur Preispositionierung des Produkts passt, aber vor dem Kauf bekannt sein sollte, wenn die Batterie mehrmals am selben Tag geladen werden soll.

Die in der offiziellen Dokumentation von Varta bestätigte Durchgangsladung (Pass-through) erlaubt es, die Powerbank ans Netz anzuschliessen, während sie ein angeschlossenes Gerät versorgt: Beide Vorgänge laufen gleichzeitig ab, ohne dass das Ende der einen Ladung abgewartet werden muss, um die andere zu beginnen. Das ist eine nützliche Funktion für alle, die die Varta Energy 5000 als dauerhafte Nachttisch- oder Schreibtisch-Powerbank nutzen, weniger entscheidend für den klassischen mobilen Einsatz.

Vier Anschlüsse für den Preis: der echte Unterschied zu 5000-mAh-Konkurrentinnen

Mit vier aktiven Anschlüssen ist die Varta Energy 5000 besser ausgestattet als die meisten ihrer direkten 5000-mAh-Konkurrentinnen. Im Detail: ein Micro-USB-Eingang (nur zum Laden), ein bidirektionaler USB-C-Anschluss, der sowohl die Powerbank lädt als auch ein Gerät versorgt, und zwei USB-A-Ausgänge. Genug, um bis zu drei Geräte gleichzeitig anzuschliessen, wobei sich die Gesamtleistung dann auf die aktiven Anschlüsse verteilt.

Der verbleibende Ladestand wird über vier weisse LEDs angezeigt, von denen jede 25 % Kapazität darstellt. Das reicht für den Notfalleinsatz, ist aber weniger genau als eine Prozentanzeige oder ein Display, wie sie neuere oder teurere Powerbanks im selben Katalog bieten. Keine App und keine Bluetooth-Funktion sind mit dem Produkt verbunden, passend zu seiner Preispositionierung.

Der Vergleich mit direkten Konkurrentinnen gleicher Kapazität ist aufschlussreich: Ein erheblicher Teil der zu ähnlichem Preis verkauften 5000-mAh-Powerbanks bietet nur einen einzigen Ausgang, meist einen einzelnen USB-A-Anschluss. Die Varta Energy 5000 bietet drei Ausgänge (zwei USB-A plus ein USB-C), eine Wahl, die die möglichen Einsatzzwecke tatsächlich erweitert, besonders für alle, die zu mehreren unterwegs sind oder Geräte mit unterschiedlichen Anschlüssen besitzen.

Kabelloses Laden (Qi) wird nicht angeboten, und das mitgelieferte Kabel ist weder integriert noch einziehbar: Es handelt sich um ein gewöhnliches USB-C-Kabel, das separat in der Tasche verstaut werden muss. Zwei angesichts des Preises nachvollziehbare Verzichte, die aber im Kopf bleiben sollten, wer diese Funktionen sucht.

150 Gramm, 10,5 mm dick: ein kartenähnliches Format

137,5 mm lang, 72,5 mm breit, 10,5 mm dick, 150 g auf der Waage: Diese Zahlen stammen direkt aus dem technischen Datenblatt des Herstellers. Sie ordnen die Varta Energy 5000 in die Kategorie der schlanken Powerbanks ein, näher an einer dicken Karte als an einem klobigen Gehäuse. Das Format passt problemlos in eine Jackentasche oder eine kleine Tasche, ein echtes Argument für den täglichen Gebrauch oder auf Reisen.

150 g
vom Hersteller angegebenes Gewicht
10,5 mm
Dicke bei 137,5 x 72,5 mm
123 Wh/kg
Dichte aus angegebenem Gewicht und Nennenergie

Bezogen auf das Gewicht ergibt die Nennenergie der Zelle (18,5 Wh bei 150 g) eine Energiedichte von rund 123 Wh pro Kilogramm. Das ist ein ordentlicher, aber kein aussergewöhnlicher Wert: Die deutlich kapazitätsstärkeren Powerbanks im Katalog erreichen in der Regel eine höhere Dichte, weil das feste Gewicht von Gehäuse, Anschlüssen und Ladeelektronik bei einer grösseren Zelle proportional weniger ins Gewicht fällt. Bei einem so kleinen Format macht dieser feste Anteil einen grösseren Teil des Gesamtgewichts aus, ein Phänomen, das alle kleinen Powerbanks am Markt betrifft, nicht nur diese.

In absoluten Zahlen bleiben 150 g dennoch sehr leicht: weniger als die meisten aktuellen Smartphones, und unauffällig genug, um dauerhaft am Boden einer Tasche zu liegen, ohne je spürbar zu belasten.

Verarbeitung, Sicherheit und Zuverlässigkeit

Varta bewirbt für diese Reihe eine Schutztechnologie namens Advanced Safety Technology, die sechs verschiedene Risiken abdeckt: Überhitzung, Überladung, Kurzschluss, Tiefentladung, Eingangsüberspannung und Überstrom. Das ist eine für eine ernstzunehmende Lithium-Polymer-Batterie übliche Liste, aber eine Prüfung wert, da nicht jede Einstiegs-Powerbank diesen Detailgrad veröffentlicht.

Die äussere Verarbeitung kombiniert eine weisse Oberseite mit einer anthrazitgrauen Unterseite, mit einer diagonal strukturierten Oberfläche und abgerundeten Ecken. Das Gehäuse aus ABS-Kunststoff beansprucht weder Stoss- noch Wasserschutz. Die Herstellergarantie beträgt zwei Jahre, ein Standard für die Kategorie und kein Unterscheidungsmerkmal.

Die Varta AG ist ein 1887 gegründetes deutsches Unternehmen, historisch mit Batterien und Autobatterien verbunden, einem Segment, in dem ihr Ruf alt und gut etabliert ist. Ihre Energy-Reihe an Powerbanks, deutlich später eingeführt (die Energy 5000 stammt aus dem September 2020), richtet sich an einen anderen, weit umkämpfteren Markt, in dem der historische Ruf der Marke bei Primärzellen sich nicht automatisch auf Powerbanks überträgt: Hier bleibt Varta eine Marke unter mehreren, gegenüber Marken, die sich schon länger auf mobile Elektronik spezialisiert haben.

Für dieses konkrete Modell ist kein Rückruf und kein wiederkehrender Mangel bekannt. Wie bei jedem in grosser Serie und zu knappem Preis verkauften Elektronikprodukt kann ein vereinzeltes Exemplar immer defekt sein oder wärmer als der Durchschnitt werden: ein allgemeines Marktrisiko, keine Eigenheit der Varta Energy 5000.

Im Vergleich zu drei direkten Konkurrentinnen um 15 Euro

Für rund 10 bis 20 Euro, je nach Händler und Zeitpunkt, positioniert sich die Varta Energy 5000 im umkämpftesten Segment des Powerbank-Markts: dem der 5000-mAh-Einsteigermodelle. So schneidet sie im Vergleich zu drei Referenzen ab, die in Suchanfragen zu diesem Format regelmässig auftauchen: der Anker PowerCore 5000, der Belkin BoostCharge 5K und der Xiaomi Redmi 10000.

Varta Energy 5000 im Vergleich zu drei direkten Alternativen (Herstellerangaben, nur zur Orientierung)
KriteriumVarta Energy 5000Anker PowerCore 5000Belkin BoostCharge 5KXiaomi Redmi 10000
Kapazität5000 mAh (18,5 Wh)5000 mAh5000 mAh10.000 mAh
Ausgänge2x USB-A + 1x USB-C1x USB-A1x USB-C + 1x USB-A2x USB-A + 1x USB-C
USB-C-Leistung12 W spezifiziert (15 W beworben)Kein USB-C-Anschluss≈ 12 W≈ 18 W
Gleichzeitiges Laden3 Geräte1 Gerät2 Geräte2 Geräte
Gewicht150 gNicht angegebenNicht angegebenNicht angegeben

Die Tabelle fasst die Position der Varta Energy 5000 in diesem Segment recht gut zusammen: Sie ist bei keinem einzelnen Kriterium die stärkste, aber als einzige der vier bietet sie bei 5000 mAh Kapazität drei gleichzeitig aktive Ausgänge. Gegenüber der auf einen Anschluss begrenzten Anker PowerCore ist der Unterschied in der Vielseitigkeit deutlich. Gegenüber der Belkin, die einen vergleichbaren USB-C-Anschluss, aber nur einen zusätzlichen Anschluss bietet, entscheidet der dritte Anschluss und die Möglichkeit, drei Geräte zu laden. Gegenüber der Xiaomi Redmi, die bei ähnlichem Preis die doppelte Kapazität bietet, liegt der Kompromiss anders: mehr gespeicherte Energie, aber ein spürbar grösseres und schwereres Format als die Varta.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Die Varta Energy 5000 eignet sich für alle, die eine einfache, günstige und leicht zu transportierende Reserve suchen: eine volle Smartphone-Ladung bei vergessenem Ladegerät, eine Rettung an einem vollen Tag, oder eine zweite Powerbank, die dauerhaft und ohne weiteres Nachdenken in der Tasche bleibt. Ihre Anschlussvielfalt (zwei USB-A, ein bidirektionaler USB-C, ein Micro-USB-Eingang) macht sie zudem zu einer praktischen Wahl für Haushalte mit mehreren Geräten unterschiedlicher Anschlussarten.

Sie eignet sich ebenso für Vielflieger: Mit 14,8 bis 18,5 Wh, je nach zugrunde gelegtem Wert, bleibt sie deutlich unter der Schwelle von 100 Wh, ohne Formalitäten. Und bei knappem Budget bietet sie eine vollständigere Anschlussausstattung als die meisten zum gleichen Preis verkauften Konkurrentinnen.

Weniger geeignet ist sie für alle, die mehrere Tage ohne Zugang zu einer Steckdose unterwegs sind: Ihre Kapazität, etwa eine Smartphone-Ladung, reicht nicht für ein ganzes Camping-Wochenende oder einen längeren Stromausfall. Ebenso weniger geeignet ist sie für alle, die wirklich schnelles Laden suchen: ohne USB-Power-Delivery- oder Quick-Charge-Protokoll, und mit einer realen Leistung, die deutlich unter den auf der Verpackung beworbenen 15 W bleibt, lädt sie die neuesten Smartphones langsam. Wer schliesslich kabelloses Laden oder eine genaue Bildschirmanzeige sucht, findet hier keines von beidem.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Laufzeit 4,2
Ausgangsleistung 3,6
Format und Gewicht 4,2
Anschlüsse und Kabel 4,3
Aufladung 3,5
Verarbeitung und Ausdauer 4,2
Varta Energy 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Varta Energy 5000

Varta Energy 5000

14.99€ (38)

Eine einfache, günstige 5000-mAh-Powerbank von Varta, mit zwei USB-A-Anschlüssen, einem USB-C und genug für bis zu drei Geräte.

Produkt ansehen
Xiaomi Ultra Slim 5000

Xiaomi Ultra Slim 5000

29.99€ (4)

Zehn Millimeter dünn und 93 Gramm: eine Powerbank in der Größe einer Bankkarte, die in die Gesäßtasche rutscht, ohne dass man sie spürt.

Produkt ansehen
Aferiy Nano100

Aferiy Nano100

64.90€ (8)

99 Wh LiFePO4 in der Tasche: Die Aferiy Nano100 ist eine 100-W-Powerbank mit einziehbarem USB-C-Kabel, handgepäcktauglich und langlebig (2000+ Zyklen).

Produkt ansehen
Xiaomi Power Bank 10000 Lite

Xiaomi Power Bank 10000 Lite

Ansehen (9)

10000 mAh, 22,5 W Schnellladung und drei Anschlüsse für mehrere Geräte: der schlanke, leichte Reserveakku zum sanftesten Preis, von Xiaomi.

Produkt ansehen

Unsicher bei der Wahl?

Häufige Fragen

Varta gibt selbst eine nutzbare Ausgangskapazität von 14,8 Wh (5V) an, gegenüber 18,5 Wh Nennenergie der Zelle, also rund 80 %. Genug, um den meisten Smartphones eine volle Ladung zu geben, bei kleinen Modellen manchmal etwas mehr.

Nicht ganz. Die technische Dokumentation des Herstellers spezifiziert den USB-C-Anschluss mit 12 W (5V/2,4A), und an drei aktuellen Telefonen lag die Ladeleistung nie über 11,6 W. Die Zahl von 15 W stammt vor allem aus der Vermarktung auf der Verpackung.

Zwischen 8,5 und 9 Stunden über USB-C mit einem passenden Ladegerät. Die Varta Energy 5000 erkennt kein Schnellladeprotokoll (weder USB PD noch Quick Charge), was diese lange Dauer für nur 18,5 Wh Kapazität erklärt.

Ja, dank der in der offiziellen Dokumentation von Varta bestätigten Durchgangsladung (Pass-through). Beide Vorgänge laufen gleichzeitig ab, ohne dass eine Ladung erst beendet sein muss, um die andere zu beginnen.

Bis zu drei: Die beiden USB-A-Anschlüsse und der USB-C-Anschluss können gleichzeitig je ein Gerät versorgen, wobei sich die Gesamtleistung dann auf die drei aktiven Anschlüsse verteilt.

Ja. Mit 14,8 bis 18,5 Wh, je nach zugrunde gelegtem Wert, bleibt sie deutlich unter der von den meisten Fluggesellschaften ohne Formalitäten in der Kabine erlaubten Schwelle von 100 Wh.