Ugreen Nexode 20000 145W: unsere ausführliche Einschätzung

Ein fest am Gehäuse verbautes USB-C-Kabel, das 100W verträgt, genug für einen Laptop: die meisten Powerbanks mit festem Kabel schaffen nur 20 bis 30W. Diese hält dieses Versprechen, doch die angegebenen 145W lassen sich nicht als Summe lesen, und das Format bleibt eines für die Tasche, nicht für die Hosentasche.

Unsere Note
4,2/5
Kapazität und Laufzeit: 4,1 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,1Ausgangsleistung: 4,3 von 5 (Gewichtung 20 %)Leistung4,3Format und Gewicht: 3,9 von 5 (Gewichtung 20 %)Format3,9Anschlüsse und Kabel: 4,4 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse4,4Aufladung: 4,5 von 5 (Gewichtung 10 %)Laden4,5Verarbeitung und Ausdauer: 4,3 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,3

Wie wird diese Note berechnet?

Ugreen Nexode 20000 145W Powerbank in Dreiviertelansicht, eingebautes USB-C-Kabel als Schlaufe am Gehäuse anliegend, Display zeigt den Ladestand in Prozent

Das Wichtigste

Die Ugreen Nexode 20000 145W hält ein seltenes Versprechen für dieses Format: ein fest eingebautes USB-C-Kabel, das tatsächlich einen Laptop lädt, während die meisten Powerbanks mit festem Kabel bei 20 oder 30W enden. Ihre 72 Wh bleiben unter der Kabinen-Schwelle, und die eigene Ladezeit von 1,5 Stunden liegt über dem Kategorie-Durchschnitt. Der Haken steckt in der Lesart der angegebenen 145W: Diese Summe verteilt sich auf drei Anschlüsse, die sie nie gemeinsam erreichen, und das Format, 450 g bei 27 mm Dicke, bleibt das einer Taschen-Powerbank. Für alle, die mit Laptop und Handy unterwegs sind und nicht mehr ans Kabel denken wollen, gehört sie zu den durchdachtesten Lösungen ihrer Kategorie.

Stärken

  • Eingebautes USB-C-Kabel mit bis zu 100W, gegenüber 20 bis 30W bei den meisten Powerbanks mit festem Kabel
  • Vollständige Ladung in etwa 1,5 Stunden mit 80W, schneller als der übliche Rahmen von 3 bis 4 Stunden bei dieser Kapazität
  • 72 Wh bequem unter der 100-Wh-Schwelle, kein Genehmigungsverfahren für das Handgepäck
  • Drei Geräte gleichzeitig versorgt, mit einem Display für Prozent, Spannung und Leistung
  • Kabel, das zugleich als Trageschlaufe dient und fest am Gehäuse bleibt, nie in einer Schublade vergessen
  • Angegebener 13-stufiger Schutz (Überhitzung, Überladung, Kurzschluss, Überstrom)

Schwächen

  • Die 145W sind eine gemeinsame Summe: eingebautes Kabel (100W), USB-C (45W) und USB-A (33W) addieren sich nie, ihre theoretische Summe erreicht 178W
  • 450 g und 27 mm Dicke: eine Powerbank für die Tasche, nicht für die Hosentasche
  • Das eingebaute Kabel misst nur etwa 18 cm, zu kurz, wenn das zu ladende Gerät vom Gehäuse entfernt bleiben muss
  • Das für die schnelle Ladung nötige 80-W-Netzteil liegt der Verpackung nicht bei
  • Kein kabelloses Laden: diese Funktion bleibt der Qi2-Variante derselben Reihe vorbehalten
Ugreen Nexode 20000 145W: Datenblatt und Preis ansehen →

72 Wh auf dem Papier: was sie wirklich abdecken

Das Gehäuse gibt 20 000 mAh an, eine bei 3,6 V berechnete Zahl, der Nennspannung einer einzelnen Lithiumzelle. In Energie umgerechnet ergibt das 72 Wh, den Wert, den Ugreen auf seinem Datenblatt für alle sechs von dieser Seite abgedeckten Märkte veröffentlicht. Diese Umrechnung ist in der gesamten Branche üblich und keine Besonderheit dieses Modells: Zwei Powerbanks mit derselben mAh-Zahl können je nach der von der Marke gewählten Spannung unterschiedliche Wh-Werte zeigen.

Auf konkrete Nutzung umgelegt, decken diese 72 Wh 3,7 Ladungen eines iPhone 17 Pro, 3 Ladungen eines Galaxy S25 Ultra, 2 Ladungen eines iPad mini 6 oder 1,3 Ladungen eines MacBook Air 13 Zoll ab. Ein anspruchsvollerer Laptop als das MacBook Air, etwa ein MacBook Pro 16 Zoll, erhält damit nur eine Teilladung: Diese Nexode kann einen leistungsstarken Laptop nicht von leer auf voll bringen, sie ist als spürbare Zusatzreserve unterwegs gedacht, nicht als Ersatz für eine Steckdose über einen ganzen Tag.

72 Wh
angegebene Energie
3,7×
iPhone 17 Pro
1,3×
MacBook Air 13 Zoll
100 Wh
Grenze für das Handgepäck

Genau diese Obergrenze von 100 Wh zählt für Reisende am meisten: Darüber verlangen Fluggesellschaften eine vorherige Genehmigung, um eine Powerbank ins Kabinengepäck mitzunehmen. Mit 72 Wh bleibt der Abstand komfortabel, 28 Wh, mehr als genug, um das Gepäck beim Boarding nie rechtfertigen zu müssen. Ein Vorbehalt sei deutlich genannt: Diese 72 Wh sind der vom Hersteller veröffentlichte Wert, und zum Zeitpunkt der Recherche ließ sich keine unabhängige Messung der tatsächlich an ein angeschlossenes Gerät abgegebenen Energie für dieses genaue Modell finden. Wie bei jeder Batterie dieser Art geht bei der Spannungsumwandlung zwangsläufig ein Teil dieser Energie verloren, doch das genaue Ausmaß dieses Verlusts bleibt hier eine fehlende Angabe statt einer erfundenen Zahl.

Der Hersteller nennt für dieses Pack eine klassische Lithium-Ionen-Chemie, ohne Format oder Marke der verwendeten Zellen öffentlich anzugeben, eine Information, die sich aus verfügbaren Demontagen anderer Leistungsstufen derselben Reihe nicht zuverlässig auf dieses genaue Modell übertragen lässt.

Das eingebaute Kabel: 100W, wo die meisten bei 20 oder 30W enden

Das ist das Argument, das dieses Modell wirklich vom Rest des Marktes abhebt. Ein geflochtenes USB-C-Kabel von etwa 18 cm Länge bleibt dauerhaft am Gehäuse befestigt und legt sich dagegen, um als Trageschlaufe zu dienen. Die Idee eines eingebauten Kabels ist nichts Neues, mehrere Hersteller bieten sie bereits an; der Unterschied liegt in der Leistung, die dieses Kabel übertragen darf.

Bei den meisten derzeit verkauften Powerbanks mit eingebautem Kabel dient dieses Kabel nur als Notlösung für ein Handy, begrenzt auf 20 oder 30W. Jenes der Nexode 20000 145W erreicht 100W, die Schwelle, ab der man wirklich von Laptop-Ladung statt bloßer Zusatzladung sprechen kann. Ein MacBook Pro 16 Zoll holt so direkt über dieses Kabel in einer halben Stunde etwa 43% Ladung zurück, ohne zusätzliches Zubehör.

Maximale Leistung eines fest ins Gehäuse eingebauten USB-C-Kabels: die meisten Powerbanks am Markt begrenzen dieses Kabel auf 20 bis 30W, die Nexode 20000 145W hebt es auf 100W an, genug, um einen Laptop statt nur ein Handy zu laden.Übliches festes Kabel20 bis 30WNexode 20000 145W100W
Maximale Leistung des fest am Gehäuse verbauten USB-C-Kabels, bei dieser Powerbank und bei den meisten konkurrierenden Modellen mit eingebautem Kabel.

Der Preis für diese Wahl liegt in der Länge. 18 cm reichen aus, um ein direkt neben dem Gehäuse liegendes Gerät anzuschließen oder es während der Ladung in der Hand zu halten, ersetzen aber kein gewöhnliches Kabel, wenn das Gerät auf Abstand bleiben muss, etwa auf einem Zugtisch, während die Powerbank am Boden einer Tasche liegt. Für diesen Fall bleibt nur, beide Geräte näher zusammenzubringen oder den zweiten USB-C-Anschluss mit einem längeren Fremdkabel zu nutzen.

Die angegebenen 145W: eine gemeinsame Obergrenze, keine Summe pro Anschluss

Drei Anschlüsse teilen sich die 145W des Gehäuses: das eingebaute Kabel (maximal 100W), ein zweiter USB-C-Anschluss (maximal 45W) und ein USB-A-Anschluss (maximal 33W). Addiert ergeben diese drei einzelnen Obergrenzen 178W, deutlich über den 145W, die das Gehäuse als Gesamtleistung angibt. Dieser Unterschied ist kein Kommunikationsfehler, sondern die Funktionsweise des Produkts selbst: Jeder Anschluss kann für sich sein eigenes Maximum erreichen, aber nie alle drei gemeinsam.

Vergleich zwischen der Summe der einzelnen Höchstleistungen der drei Anschlüsse, 100W plus 45W plus 33W, also 178W, und der vom Gehäuse tatsächlich angewendeten Gesamtobergrenze von 145W. Die Differenz von 33W steht nie zur Verfügung, sobald mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen sind.100+45+33W addiert178WReale Obergrenze145W
Einzelne Höchstleistung der drei Anschlüsse addiert (178W) gegenüber der vom Gehäuse tatsächlich angewendeten Gesamtobergrenze (145W), sobald mehrere Geräte gemeinsam angeschlossen sind.

Bei zwei Geräten bleibt die Einschränkung theoretisch: Ein Laptop am eingebauten Kabel und ein Handy am USB-C-Anschluss lassen die Verteilung automatisch geschehen, ohne dass eines der beiden Geräte gebremst wirkt. Erst ab dem dritten Gerät wird die Grenze konkret spürbar, jeder Anschluss erhält dann spürbar weniger als sein einzelnes Maximum, und das eingebaute Kabel selbst kann unter 100W fallen. Ugreen verschweigt dieses Verhalten nicht, es steht schwarz auf weiß im Datenblatt des Produkts; es verdient nur, vor dem Kauf bekannt zu sein, denn die Bezeichnung „lädt 3 Geräte gleichzeitig, 145W" kann eine Summe statt eines gemeinsamen Budgets vermuten lassen.

Der von Ugreen gewählte Marketingname „3-in-1" beschreibt die Funktion durchaus richtig, drei Geräte über ein einziges Gehäuse versorgt, kann aber den Eindruck erwecken, jeder Anschluss arbeite unabhängig von den beiden anderen. Die Grafik oben zeigt, dass dies nur teilweise stimmt: Die einzelnen Höchstwerte addieren sich nie über die gemeinsame Obergrenze von 145W hinaus.

Zu merken: Bei zwei Geräten, eines am eingebauten Kabel und eines am USB-C-Anschluss, bleibt die verfügbare Leistung für beide großzügig. Ab dem dritten Gerät ist es besser, den USB-A-Anschluss einem genügsamen Zubehörteil vorzubehalten (Kopfhörer, Smartwatch, Controller) statt einem zweiten Handy im Schnellladebetrieb.

USB PD 3.0 und PPS: breite Kompatibilität ohne Überraschungen

Beide USB-C-Anschlüsse unterstützen den Standard USB Power Delivery 3.0 sowie das PPS-Protokoll (Programmable Power Supply), mit dem bestimmte Samsung-Handys und mehrere aktuelle Android-Modelle die Spannung in feinen statt festen Stufen anpassen können, für eine präzisere Schnellladung. Das ist eine breite Kompatibilität, wie sie die besten Powerbanks dieser Kategorie bieten, ohne exotisches proprietäres Protokoll, das vor dem Kauf zu prüfen wäre.

Ein aktuelles iPhone, ein Galaxy S25, ein Laptop mit USB-C-Eingang, eine Nintendo Switch oder ein Steam Deck laden also normal an einem der beiden USB-C-Anschlüsse, jedes Gerät fordert dabei die Leistung an, die es zu nutzen weiß. Der USB-A-Anschluss, begrenzt auf 33W, deckt seinerseits ältere Geräte oder Zubehör ab, das nur mit diesem Anschluss existiert: Kopfhörer, Lautsprecher, Controller, manche Kameras. Eine Pass-through-Funktion rundet das Ganze ab: Die Powerbank kann sich selbst aufladen, während sie ein an einem ihrer Anschlüsse angeschlossenes Gerät versorgt, nützlich an einem Schreibtisch oder in einem Hotelzimmer mit nur einer Steckdose.

Sich selbst aufladen: etwa 1,5 Stunden, schneller als die eigene Reihe

Die Batterie nimmt am Eingang bis zu 80W an, sowohl über das eingebaute Kabel als auch über den USB-C-Anschluss, und kommt mit einem ausreichend starken Netzteil in etwa 1,5 Stunden von 0 auf 100%. Das ist deutlich schneller als bei Powerbanks vergleichbarer Kapazität üblich, wo drei bis vier Stunden weiterhin die Regel sind, und auch schneller als die eigene größere Schwester im Katalog, die Nexode 145W mit 25000mAh, die am Eingang bei 65W endet und trotz 28% mehr Kapazität etwa 2 Stunden braucht.

Vollständige Ladezeit der Powerbank selbst, im Vergleich zum Rest der Nexode-Reihe
ModellNexode 20000 145WNexode 145W (25000mAh)Nexode 100W
Maximaler Eingang80W65WNicht angegeben
Vollständige Ladezeit≈ 1,5 Std.≈ 2 Std.Nicht angegeben

Die vor dem Kauf zu kennende Bedingung: Der Verpackung liegt kein Netzteil bei, und ein gewöhnliches 20- oder 30-W-Handyladegerät kommt den nötigen 80W nie nahe; die Ladung dauert dann stattdessen mehrere Stunden. Wer bereits ein USB-C-Netzteil mit mindestens 80W besitzt, oft dasselbe wie für einen aktuellen Laptop, hat keine Einschränkung. Wer keines besitzt, muss eine zusätzliche Ausgabe einplanen, um die angegebene Geschwindigkeit voll zu nutzen.

450 g, 27 mm Dicke: eine Taschen-, keine Hosentaschen-Powerbank

Was das Laden eines Laptops ermöglicht, kostet Gewicht und Volumen: 450 g bei 139 x 80 x 27 mm. Das ist spürbar dünner und leichter als die leistungsstärkeren Powerbanks mit eingebautem Kabel derselben Marke, etwa 480 bis 520 g bei den Versionen mit 130W und 165W, bleibt aber ein Objekt für die Tasche statt für die Jacken- oder Hosentasche.

Das gegen das Gehäuse gelegte Kabel verstärkt diesen Eindruck von Dicke. Anders als eine Powerbank ohne eingebautes Kabel, die ein einfacher flacher Quader bleibt, trägt diese ihr eigenes Kabel dauerhaft mit sich, was verhindert, dass sie in einer bereits vollen Tasche wirklich flach liegt.

Auf ihre Kapazität bezogen ergibt sich eine Dichte von etwa 160 Wh pro Kilogramm, Gehäuse und Kabel eingerechnet. Der Kompromiss rechtfertigt sich durch das, was er zurückgibt: Eine Powerbank, die nur einem Handy dient, ohne eingebautes Kabel und ohne Anspruch, einen Laptop zu laden, würde spürbar weniger wiegen. Hier dient das zusätzliche Gewicht einem echten Zweck, nicht mehr zwischen einem weiteren Kabel im Gepäck und dem Risiko eines leeren Laptop-Akkus unterwegs wählen zu müssen.

Ein nützliches Display, einfacher als beim Spitzenmodell des Katalogs

Das eingebaute LED-Display zeigt durchgehend den verbleibenden Prozentsatz, die Spannung und die abgegebene Leistung. Das reicht, um eine laufende Ladung zu verfolgen und ein defektes Kabel oder Netzteil zu erkennen: eine ungewöhnlich niedrige Leistungsanzeige an einem bestimmten Anschluss ist das Erste, was zu prüfen ist, bevor das angeschlossene Gerät verantwortlich gemacht wird.

Dieses Display bleibt dennoch einfacher als jenes der kabellosen Qi2-Variante derselben Reihe, die ein farbiges TFT-Panel trägt, oder jenes des Anker A1695 aus dem Katalog, das zusätzlich die Zahl der durchlaufenen Ladezyklen und einen Zustandsindikator der Zellen anzeigt. Das ist an sich kein Mangel: Diese Nexode zielt nicht auf dasselbe Preissegment, und ein einfacheres Display verbraucht auch weniger Energie aus der verfügbaren Reserve. Wer aber eine detaillierte Verfolgung der Akkualterung über mehrere Jahre sucht, sollte sich eher bei diesen teureren Modellen umsehen.

Gegenüber dem Rest der Ugreen-Reihe und der Anker Prime 20000 200W

Im Ugreen-Katalog selbst positioniert sich diese Nexode 20000 145W zwischen zwei unterschiedlichen Logiken. Die Nexode 145W mit 25000mAh bietet 28% mehr Energie, aber kein eingebautes Kabel; die Nexode 100W kostet etwas weniger, begrenzt aber ihren einzigen Schnellladeanschluss auf 100W, ebenfalls ohne eingebautes Kabel. Keine der beiden erspart das Mitführen eines separaten Kabels, genau das Teil, das unterwegs am häufigsten vergessen wird.

Ugreen Nexode 20000 145W gegenüber drei direkten Alternativen
KriteriumNexode 20000 145WNexode 145W (25000mAh)Nexode 100WAnker Prime 20000 200W
Kapazität20000mAh (72 Wh)25000mAh (92,5 Wh)20000mAh (72 Wh)20000mAh (72 Wh)
Eingebautes KabelJa, 100WNeinNeinNein
Gesamtleistung145W145W100W200W
Vollständige Ladung≈ 1,5 Std. (80W)≈ 2 Std. (65W)Nicht angegeben≈ 1 Std. (100W)
Gewicht450 g505 g420 g545 g

Gegenüber der Anker Prime 20000 200W verlagert sich der Unterschied: Die Prime richtet sich an alle, die zwei Laptops gleichzeitig mit voller Leistung versorgen, für ein nahezu doppelt so hohes Budget. Für den mobilen Alltag mit einem Laptop und einem Handy bringt das eingebaute Kabel der Nexode 20000 145W einen täglichen Nutzen, den die höhere Rohleistung der Prime nicht aufwiegt.

Verarbeitung, Schutzfunktionen, und was die Recherche nicht klären konnte

Das Gehäuse trägt ein mit 13 Stufen angegebenes Schutzsystem gegen Überhitzung, Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss, Überstrom und automatische Stromkreisunterbrechung. Das sind inzwischen bei einem etablierten Hersteller übliche Schutzfunktionen für diese Art Produkt, ohne angegebene Besonderheit, die dieses genaue Modell hier hervorheben würde. Die Herstellergarantie beträgt 2 Jahre, ein solider Standard für diese Kategorie.

Was in aller Offenheit fehlt: eine unabhängige Messung der Oberflächentemperatur bei anhaltender Ladung, eine Demontage genau dieses Modells (die verfügbaren Demontagen für die Nexode-Reihe mit eingebautem Kabel betreffen andere Leistungsstufen, 45W oder 130W, deren innere Bauteile nicht als identisch angenommen werden können), sowie ein mehrjähriger Erfahrungswert, da dieses Modell noch relativ neu auf dem Markt ist. Zum Zeitpunkt der Recherche taucht weder ein struktureller Mangel noch ein Rückruf in den verfügbaren Informationen auf, was ein positives Zeichen ist, ohne eine endgültige Garantie zu sein.

Auf Markenebene hat sich Ugreen seit mehr als einem Jahrzehnt bei Ladezubehör, GaN-Netzteilen, Kabeln, Powerbanks, einen Namen aufgebaut, mit inzwischen breiter Präsenz bei den großen Händlern. Diese Verbreitung ersetzt keinen Ausfallverlauf für genau dieses Modell, deutet aber auf einen eingespielten Kundendienst und leicht zu findende Ersatzteile hin, etwa ein passendes Netzteil, sollte es mit einem Fremdzubehör Probleme geben.

Für wen sie geeignet ist, und für wen nicht

Sie eignet sich vor allem für alle, die fernab einer Steckdose mit Laptop und Handy unterwegs oder bei der Arbeit sind und nicht mehr ans Kabel denken wollen. Das ist ein genaues Profil: Wer schon einmal ein USB-C-Kabel in einer Bürolade oder einem Hotelzimmer vergessen hat, weiß genau, was dieses Modell löst. Ihre 72 Wh, bequem unter der 100-Wh-Schwelle, machen sie zudem zu einer sicheren Wahl für Vielflieger.

Weniger geeignet ist sie für alle, die nur ein Smartphone laden: Für diesen Zweck reicht eine zwei- bis dreimal leichtere und günstigere Powerbank völlig aus, und das 100-W-Kabel nützt dann nichts. Ebenso wenig passend ist sie für alle, die kabellos oder per Induktion laden möchten, eine hier fehlende und der Qi2-Variante derselben Reihe vorbehaltene Funktion, noch für alle, die regelmäßig drei anspruchsvolle Geräte gleichzeitig versorgen, wo die gemeinsamen 145W an ihre Grenzen stoßen. Wer schließlich eine detaillierte Verfolgung des Akkuzustands über mehrere Jahre braucht, Zyklen, Zellgesundheit, findet diese Information anderswo im Katalog, bei teureren Modellen.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,2/5
Kapazität und Laufzeit 4,1
Ausgangsleistung 4,3
Format und Gewicht 3,9
Anschlüsse und Kabel 4,4
Aufladung 4,5
Verarbeitung und Ausdauer 4,3
Ugreen Nexode 20000 145W: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Ugreen Nexode 20000 145W

Ugreen Nexode 20000 145W

52.99€ (5)

Das USB-C-Kabel steckt schon drin und verträgt 100W: genug, um ein MacBook zu laden, ohne sonst etwas mitzunehmen, mit 20000 mAh Reserve und einem Display für alles Weitere.

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Ugreen Nexode 145W

Ugreen Nexode 145W

56.99€ (41)

Die Powerbank, die auch Ihren Laptop lädt: 25000mAh, 145W über USB-C, ein Kontroll-Display und genug, um 3 Geräte gleichzeitig zu versorgen.

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Ugreen Nexode 100W

Ugreen Nexode 100W

Ansehen (36)

Einen Laptop überall laden: 20000mAh, 100W über USB-C, 3 Anschlüsse und ein Kontroll-Display, in einem kompakten 420-g-Gehäuse.

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Anker Prime 20000 (200W)

Anker Prime 20000 (200W)

240.06€ (33)

Zwei USB-C-Anschlüsse mit 100 W, 200 W insgesamt und ein intelligentes Display: Die Anker Prime 20000 lädt zwei Laptops gleichzeitig, mit voller Geschwindigkeit.

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Anker A1695 (165W)

Anker A1695 (165W)

131.93€ (48)

Mit 25.000 mAh, 165 W, zwei integrierten Kabeln und einem Display lädt die Anker A1695 sogar einen Laptop und bis zu 4 Geräte gleichzeitig.

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Unsicher bei der Wahl?

Häufige Fragen

Es kann dank seiner 100W schnell einen spürbaren Ladeanteil zurückholen, bei einem MacBook Pro 16 Zoll etwa 43% in einer halben Stunde. Doch die 72 Wh der Batterie decken bei einem leistungsstarken Laptop nur eine Teilladung ab: Bei intensiver täglicher Nutzung dient sie eher als Ergänzung denn als vollständige Ladung.

Ja, doch die Ladung dauert dann deutlich länger als die angegebenen 1,5 Stunden, die ein Netzteil mit mindestens 80W voraussetzen. Mit einem kleinen Handyladegerät sind mehrere Stunden für eine volle Ladung einzuplanen.

Die drei Anschlüsse, eingebautes Kabel, USB-C und USB-A, teilen sich dann die verfügbaren 145W, und keiner erreicht mehr sein einzelnes Maximum von 100, 45 oder 33W. Um auf den beiden vorrangigen Geräten eine Schnellladung zu behalten, sollte der dritte Anschluss besser einem genügsamen Zubehörteil vorbehalten bleiben.

Die Qi2-Version ersetzt das eingebaute Kabel durch eine neigbare kabellose Ladefläche und ein detaillierteres Farbdisplay, ist aber schwerer und bietet kein am Gehäuse befestigtes 100-W-Kabel. Beide dienen unterschiedlichen Zwecken: Kabel für einen Laptop, Induktion für ein ohne Anschluss abgelegtes Handy.

Ja, beide laden normal an einem der beiden USB-PD-kompatiblen USB-C-Anschlüsse, auch während der Nutzung dank der Pass-through-Funktion.