Renogy Lycan 5000: unsere ausführliche Einschätzung

4800 Wh, erweiterbar auf 19,2 kWh, und 3500 W Dauerleistung in einem einzigen All-in-One-Gehäuse: Die Renogy Lycan 5000 hält ihr Versprechen als Notstromsystem in Nordamerika, doch ihre beiden Steckdosen liefern im europäischen Netz keine nutzbare Spannung.

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,0Gehaltene Leistung: 4,2 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung4,2Aufladung: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden3,7Anschlüsse und Steuerung: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,7Verarbeitung und Ausdauer: 4,0 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung4,0

Wie wird diese Note berechnet?

Renogy Lycan 5000 Power Box schräg von vorne auf ihren Rollen, mit Bedienbildschirm und Steckdosen im Blick

Das Wichtigste

Die Renogy Lycan 5000 hält das Wesentliche dessen, was sie ihrem eigentlichen Publikum verspricht: eine bestätigte automatische Umschaltung an den eigenen Steckdosen, eine echte Erweiterbarkeit bis 19,2 kWh und einen großzügigen Solareingang, der das Gerät bei voller Sonne in unter 90 Minuten vollständig lädt. Drei ernsthafte Einschränkungen gehören ebenso dazu: Die Ladung auf 80 % in einer Stunde setzt voraus, dass Netz und Solar gleichzeitig mit voller Leistung genutzt werden, Display und App zeigen weder einen Ladestand in Prozent noch eine verlässliche Restzeit, und die beworbene 5-Jahres-Garantie deckt in vollem Umfang nur den Akku ab, während der Wechselrichter auf gerade ein Jahr zurückfällt. Für einen nordamerikanischen Haushalt, der ein in einem Stück geliefertes Notstromsystem sucht, ist es eine solide Wahl. Für die fünf anderen von dieser Seite abgedeckten Märkte liefern die beiden Steckdosen mit 120 V/60 Hz keine für lokale Geräte nutzbare Spannung, eine Einschränkung, die alle technischen Stärken des Produkts überwiegt.

Stärken

  • Bestätigte automatische USV-Umschaltung an den eigenen Steckdosen: Computer, Bildschirme und Fernseher überstanden einen echten Stromausfalltest ohne Neustart
  • Absicherung einer kompletten Hausverteilung mit einem generischen manuellen Umschalter möglich, ohne teures proprietäres Verteilerpaneel
  • Dauerlast von 2200 W über mehr als zwei Stunden ohne Leistungseinbruch gehalten, deutlich unter der Dauerleistungsgrenze von 3500 W
  • Tatsächlich bestätigte Erweiterbarkeit bis 19 200 Wh, in Schritten von 2,4 kWh, ohne den Wechselrichter zu wechseln
  • Sehr hoher Solareingang (4400 W über zwei MPPT-Tracker), der bei voller Sonne eine Vollladung in unter 90 Minuten erlaubt
  • Robuste Bauweise, verzinktes Stahlgehäuse, bestätigte Schutzklasse IP55, bislang kein Sicherheitsrückruf bekannt

Schwächen

  • Die beworbene Ladung auf 80 % in einer Stunde setzt voraus, Netz und Solar gleichzeitig mit voller Leistung zu nutzen; am Netz allein dauert eine Vollladung eher etwa 2,5 Stunden
  • Nur zwei Steckdosen (eine allgemeine mit 20 A und eine im Wohnmobil-Stil mit 30 A), eine knappe Ausstattung für ein als komplettes Notstromsystem beworbenes Gerät
  • Display und App zeigen weder Ladestand in Prozent noch eine verlässliche Restzeit, nur Watt, Ampere und Amperestunden
  • Keine einheitliche Garantie trotz der beworbenen 5 Jahre: Nur der Akku profitiert davon, anteilig, während Wechselrichter und Steuerelektronik nur ein Jahr Garantie erhalten
  • Erweiterung an von Renogy zertifizierte Akkus gebunden, rund 1700 $ pro Stück, spürbar teurer als ein Renogy-Akku mit scheinbar sehr ähnlichen Daten für andere Anwendungen
  • Fast ausschließlich in Nordamerika mit 120 V/60 Hz vertrieben: Die beiden Steckdosen liefern keine für Geräte auf den fünf anderen von dieser Seite abgedeckten Märkten nutzbare Spannung
Renogy Lycan 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Ein Gerät für Nordamerika konzipiert, nicht für Europa

Die Renogy Lycan 5000 Power Box ist keine tragbare Station wie die anderen Produkte dieses Vergleichs: Es handelt sich um ein All-in-One-Notstromsystem fürs Zuhause, Akku, Wechselrichter und MPPT-Solarladeregler in einem einzigen, auf Rollen montierten Gehäuse vereint, konzipiert, um bei einem Stromausfall das Netz zu ersetzen oder ein Zuhause autark zu versorgen. Die 2023 von Renogy vorgestellte Station, einer auf dem nordamerikanischen Solar- und Wohnmobilmarkt fest etablierten Marke, trägt die Modellbezeichnung RPB4835OA-48LFPA12S.

Der erste Punkt, der vor allem anderen zu prüfen ist, betrifft die tatsächliche Vertriebslage. Sämtliche für diese Einschätzung nutzbaren Quellen, Fachhändler, technische Foren, offizielle Dokumentation, sind auf Englisch verfasst und auf nordamerikanischen Domains gehostet. Keine unabhängige Berichterstattung auf Deutsch, Japanisch oder Französisch wurde gefunden, ein Schweigen, das kein Rechercheversagen ist, sondern eine Marktrealität: Die Lycan 5000 ist für das amerikanische Stromnetz mit 120 V und 60 Hz konzipiert und vertrieben und hatte nie eine wirkliche Verbreitung in Europa.

Wichtig zu wissen, bevor es weitergeht: Dieser Betrieb mit 120 V/60 Hz ist kein bloßes Verwaltungsdetail. Beide Steckdosen der Lycan 5000 liefern diese Spannung, die ohne einen eigenen Spannungswandler, selbst sperrig und bei dieser Leistungsklasse teuer, mit der überwiegenden Mehrheit europäischer Geräte nicht kompatibel ist. Der Rest dieser Einschätzung geht ausführlich auf Stärken und Schwächen ein; für eine Leserin oder einen Leser in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien oder Großbritannien wiegt diese Einschränkung schwerer als alle anderen Punkte.

Was die 4800 Wh wirklich wert sind

Die Grundlage der Lycan 5000 ist ein LiFePO4-Akku mit 4800 Wh bei 48 V (51,2 V real), bestehend aus zwei internen Blöcken mit je 50 Ah. Der Hersteller gibt 4500 Zyklen an, bevor die Kapazität auf 80 % des Ausgangswerts sinkt, eine Lebensdauer, die bei einem Zyklus pro Tag etwa ein Jahrzehnt Nutzung bis zu dieser Schwelle bedeutet.

4800 Wh
Grundkapazität
19 200 Wh
maximale Kapazität im Verbund
3500 W
Dauerleistung
120 kg
Gewicht in Grundausstattung

Keine unabhängige Messung der tatsächlich an der Steckdose abgegebenen Kapazität (der genaue Prozentsatz der nominalen 4800 Wh, der tatsächlich nutzbar ist) wurde für dieses Modell gefunden: Es ist ein von allgemeinen Testlabors deutlich weniger abgedecktes Produkt als vergleichbare Modelle von EcoFlow, Anker oder Jackery. Der einzige verfügbare Anhaltspunkt ist ein konkreter Anwendungsfall: Unter einer Dauerlast von etwa 2200 W, deutlich unter der Obergrenze von 3500 W, versorgte das Gerät eine Installation etwas mehr als zwei Stunden lang, ohne währenddessen nachzulassen. Diese Zahl bestätigt ein gesundes Verhalten unter Dauerlast, erlaubt für sich genommen aber keine verlässliche Berechnung eines Prozentsatzes der tatsächlichen Kapazitätsabgabe: Mangels einer Messung bei vollständiger Entladung veröffentlicht diese Einschätzung keine reale Wh-Zahl, statt eine zu schätzen.

Die Ladung in einer Stunde: real, aber an zwei Bedingungen geknüpft

Das am meisten hervorgehobene Werbeversprechen ist eine Ladung von 0 auf 80 % in einer Stunde. Diese Zahl ist real, jedoch an eine selten erwähnte Bedingung geknüpft: Sie setzt voraus, Netz UND Solareingang gleichzeitig zu nutzen, beide mit ihrer jeweiligen Höchstleistung, also 2400 W über eine dedizierte 20-A-Steckdose plus einen guten Teil der verfügbaren 4400 W Solarleistung. Nur wenige Käufer verfügen von Anfang an über beide Ressourcen mit voller Leistung.

Am Netz allein, mit den verfügbaren 20 A/120 V am Eingang (maximal 2400 W), liegt eine Vollladung eher bei 2,5 Stunden. Umgekehrt erlaubt eine passend dimensionierte Solaranlage bei klarem Himmel eine Vollladung in unter 90 Minuten, ganz ohne das Netz zu nutzen, eine für eine Kapazität dieser Größenordnung seltene Geschwindigkeit. In Kombination beider Quellen dauert eine Vollladung etwas mehr als 1 Stunde 15 Minuten.

Ladezeit der Renogy Lycan 5000 je nach Energiequelle: das beworbene Versprechen von 0 auf 80 Prozent gegenüber einer gemessenen Vollladung allein am Netz, an Netz und Solar kombiniert oder allein an Solar bei voller SonneVersprechen, 0 bis 80%60 minNur Netz, 100%150 minNetz + Solar, 100%78 minNur Solar, 100%unter 90 min
Ladezeit der Lycan 5000 je nach genutzter Quelle: Das Versprechen von 0 auf 80% in 60 Minuten setzt voraus, Netz und Solar gleichzeitig mit voller Leistung zu kombinieren; die drei anderen Balken zeigen eine Vollladung (0 bis 100%) je nach genutzter Quelle.

Der doppelte MPPT-Eingang (zwei getrennte Stromkreise, bis zu 100 A kombinierter Solarladestrom) akzeptiert mindestens drei 12-V-Module oder zwei in Reihe geschaltete 24-V-Module, was bei der Dimensionierung je nach verfügbarer Anlage echten Spielraum lässt.

Die Notstromfunktion (USV): automatische Umschaltung bestätigt, komplette Hausverteilung separat

Dauerhaft ans Netz angeschlossen, bietet die Lycan 5000 an ihren eigenen Steckdosen eine automatische USV-Funktion: Bei einem Stromausfall erfolgt die Umschaltung auf Akkubetrieb von selbst, ohne Eingriff. Ein Test unter realen Ausfallbedingungen bestätigte die Funktion: Direkt am Gerät angeschlossene Desktop-Computer, Bildschirme und Fernseher überstanden den Ausfall ohne einen einzigen Neustart. Einziges sichtbares Anzeichen der Umschaltung war ein kurzes Absinken der Beleuchtung, während die Umschaltung erfolgte; eine Umschaltzeit in Millisekunden wurde weder veröffentlicht noch unabhängig gemessen.

Diese automatische Kontinuität betrifft nur Geräte, die direkt an die beiden Steckdosen der Lycan angeschlossen sind. Um eine komplette Hausverteilung abzusichern, ist das Vorgehen ein anderes: Renogy verkauft als Zubehör einen MANUELLEN Umschalter, kompatibel mit auf dem Markt bereits verfügbaren generischen Modellen (der gleiche Typ, der für ein Notstromaggregat verwendet wird), der von einer Elektrofachkraft installiert werden sollte, um die örtlichen Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Anders als bei manchen Konkurrenzsystemen, die dafür ein teures, herstellereigenes Verteilerpaneel verlangen, setzt die Lycan hier auf handelsübliches Installationsmaterial, ein echter Pluspunkt fürs Installationsbudget. Der Kompromiss besteht darin, dass die Umschaltung auf Ebene des gesamten Hauses nicht mehr automatisch erfolgt: Bei einem Ausfall bleibt ein manueller Eingriff an diesem Umschalter notwendig.

Zu unterscheiden: automatische, sofortige Umschaltung an den eigenen Steckdosen des Geräts, manuelle Umschaltung, sobald eine komplette Hausverteilung abgesichert werden soll. Beide Anwendungsfälle verlangen nicht das gleiche Material und nicht die gleiche Reaktionsgeschwindigkeit bei einem Ausfall.

Anschlüsse: nur zwei Steckdosen, je nach Markt unterschiedlich zu lesen

Die Lycan 5000 bietet nur zwei Steckdosen: eine allgemeine mit 20 A und eine im Wohnmobil-Stil (RV) mit 30 A, ohne weiteren Netzanschluss, ohne USB, ohne 12-V-Ausgang und ohne 240-V-Kompatibilität. Für ein als komplettes Notstromsystem beworbenes Gerät ist diese Ausstattung im Vergleich zu modularen Konkurrenten, die ihre Leistungseinheit mit deutlich mehr Ausgängen ausstatten, eher knapp.

Für einen nordamerikanischen Käufer ist diese Wahl nachvollziehbar: Die beiden Steckdosen decken die beiden Hauptanwendungen des Produkts ab, direkt einige große Geräte anzuschließen oder ein Freizeitfahrzeug abzusichern, und ein Umschalter übernimmt, sobald mehr Verbraucher versorgt werden müssen. Es ist nicht die großzügigste Ausstattung ihrer Kategorie, bleibt aber stimmig mit dem vorgesehenen Einsatzzweck.

Für einen Käufer der fünf anderen von dieser Seite abgedeckten Märkte ändert sich die Lesart grundlegend: Beide Steckdosen liefern 120 V bei 60 Hz, eine Spannung und Frequenz, die keinem europäischen Haushaltsstandard entsprechen. Ein handelsübliches europäisches Gerät daran anzuschließen, versorgt es nicht normal: Bestenfalls verweigert es einfach den Start, schlimmstenfalls kann es beschädigt werden. Die Lycan 5000 auf diesen Märkten zu nutzen setzt daher einen externen, für mehrere Kilowatt ausgelegten Spannungswandler voraus, ein schweres, teures und bei Privatpersonen selten bereits vorhandenes Gerät, das vollständig zum Budget und zum Platzbedarf der Installation hinzukommt. Das ist kein Fabrikationsfehler, die Konzeption erfüllt genau das, was ihr Heimatmarkt braucht, aber es bleibt eine reale funktionale Einschränkung, die sich nicht einfach lösen lässt.

Display und App: der Schwachpunkt der Steuerung im Alltag

Das integrierte Display zeigt Watt und Ampere in Echtzeit an, eine nützliche Information, um eine laufende Ladung zu verfolgen, gibt aber weder einen Ladestand in Prozent noch eine Schätzung der Restzeit bis zur vollständigen Ladung oder Entladung an, eine störende Lücke bei einem Gerät, dessen eigentliche Aufgabe es ist, zu wissen, wie viel Reserve noch verbleibt.

Die zugehörige mobile App (über Bluetooth per mitgeliefertem BT-2-Modul verbunden) schließt diese Lücke nicht vollständig: Sie zeigt Amperestunden statt Wattstunden an, eine für die Abschätzung der Autarkie im Wohnbereich weniger direkt nützliche Einheit, und die geschätzte Restlaufzeit erscheint erst, wenn der Wechselrichter bereits belastet wird, nicht während eines einfachen Ruhezustands oder einer Ladung. Die Bluetooth-Verbindung selbst wird als für eine grundlegende Überwachung ausreichend beschrieben, jedoch weniger zuverlässig, sobald man über die Grundfunktionen hinausgeht.

Bei der lokalen Steuerung bleibt das Gesamtpaket für die Hauptfunktion des Geräts, eine Ladung zu überwachen, eine Umschaltung auszulösen, funktional, doch wer an sehr vollständige Apps mancher Konkurrenten gewöhnt ist, muss seine Erwartungen an die feine Ablesbarkeit des Ladezustands nach unten korrigieren.

Verarbeitung, IP55 und eine Garantie, die genau gelesen werden sollte

Mechanisch gesehen schafft die Lycan 5000 Vertrauen: ein gegen Korrosion behandeltes, verzinktes Stahlgehäuse, durch wasserdichte Kabelverschraubungen geschützte Anschlüsse und Verbindungen, eine bestätigte Schutzklasse IP55 und ein eigener Erdungsanschluss zum Schutz vor Blitzeinwirkung. Der Betriebsbereich bei Entladung reicht von 14 °F (-10 °C) bis 122 °F (50 °C). Die Bauweise ist modular, mehrere Komponenten (Kommunikationsmodul, interne Platinen) lassen sich unabhängig voneinander austauschen, statt bei einem Teildefekt eine komplette Rücksendung des Geräts zu erzwingen. Für dieses Modell wurde kein offizieller Sicherheitsrückruf verzeichnet, und es ist kein flächendeckendes strukturelles Problem bekannt, ein bemerkenswerter Punkt für einen Wechselrichter dieser Leistungsklasse.

Die Garantie verdient dagegen eine genaue Lektüre: Die Kommunikation rund um eine Abdeckung von 5 Jahren gilt tatsächlich nur für den Akku, und selbst dort nur anteilig (eine mit dem Alter abnehmende Teilübernahme, kein vollständiger Neuersatz). Der Rest des Geräts folgt einer deutlich kürzeren Skala.

Garantiedauer je Komponente der Renogy Lycan 5000
KomponenteDauerArt
Akku5 JahreAnteilig
Gehäuse3 JahreMaterial und Verarbeitung
Sicherungsautomaten und Schutzvorrichtungen1,5 JahreMaterial und Verarbeitung
Wechselrichter/Ladegerät, BT-2-Modul, Kabel1 JahrMaterial und Verarbeitung

Konkret erhält ausgerechnet der Wechselrichter, das elektronisch am stärksten beanspruchte und außerhalb der Garantie am teuersten zu ersetzende Teil, die kürzeste Absicherung des gesamten Geräts. Das wird in der allgemeinen Kommunikation rund um das Produkt nicht hervorgehoben, ergibt sich aber aus den veröffentlichten Garantiebedingungen.

Bis 19,2 kWh stapelbar: echte Erweiterbarkeit, zu einem realen Preis

Das zentrale Verkaufsargument der Lycan 5000 ist ihre Erweiterbarkeit: Bis zu sechs zusätzliche Akkus mit je 2,4 kWh lassen sich über ein Netzwerkkabel in Reihe an die beiden internen Blöcke anschließen und bringen die Gesamtkapazität auf bis zu 19 200 Wh, ohne Wechselrichter oder Hauptgehäuse zu wechseln.

Gesamtkapazität der Renogy Lycan 5000 je nach Anzahl installierter Akkus zu 2,4 kWh, von der Grundausstattung mit zwei Akkus bis zum Maximum von acht Akkus4,8 kWhBasis (2 Akkus)9,6 kWh4 Akkus14,4 kWh6 Akkus19,2 kWh8 Akkus (Max.)
Gesamtkapazität der Lycan 5000 je nach Anzahl installierter Akkus zu 2,4 kWh: Die Grundausstattung enthält bereits zwei, bis zu sechs zusätzliche Akkus bringen die Gesamtkapazität auf 19 200 Wh.

Dieses Wachstum hat einen realen Preis: Jeder Erweiterungsakku ist selbst eine beträchtliche Anschaffung: rund 1700 $ pro Stück auf dem nordamerikanischen Markt, deutlich mehr als der Preis für einen Renogy-Akku mit 48 V/50 Ah und scheinbar sehr ähnlichen Spezifikationen, der für andere Anwendungen verkauft wird. Renogy selbst gibt an, dass nur die eigenen, für die Lycan zertifizierten Akkus verwendet werden sollten, da eine Mischung mit einer anderen Referenz laut Hersteller das System beschädigen könne, eine Warnung, die manche erfahrenen Nutzer öffentlich infrage gestellt haben, ohne sie jedoch Punkt für Punkt zu widerlegen. Mangels eines unabhängigen Tests, der die Frage klärt, empfiehlt sich aus Vorsicht, der Position des Herstellers zu folgen: Sollte tatsächlich eine Inkompatibilität bestehen, träfe das Risiko ein mehrere Tausend Dollar teures Akkupaket.

Abgesehen von diesem Vorbehalt ist der Erweiterungsmechanismus selbst bestätigt und stimmig: Das Wachstum in Schritten von 2,4 kWh erlaubt es, die Gesamtkapazität an einen realen Bedarf anzupassen, ohne in einen zweiten Wechselrichter investieren zu müssen, ein echter Vorteil gegenüber Konkurrenten, die ab einem bestimmten Punkt den Kauf einer kompletten neuen Einheit erzwingen. Die Basiseinheit allein wird auf dem nordamerikanischen Markt mit über 5000 $ angesetzt, vor jedem Zubehör oder jeder Erweiterung.

Im Vergleich zu EcoFlow Delta Pro und Bluetti AC500

In der Kategorie der All-in-One-Notstromsysteme fürs Zuhause, im Unterschied zu einfachen tragbaren Stationen, tauchen im Vergleich am häufigsten zwei direkte Konkurrenten auf: die EcoFlow Delta Pro und die mit einem B300S-Akku kombinierte Bluetti AC500.

Drei All-in-One- oder modulare Notstromsysteme fürs Zuhause im Vergleich
KriteriumRenogy Lycan 5000EcoFlow Delta ProBluetti AC500 + B300S
Grundkapazität4800 Wh3600 Wh5120 Wh
Dauerleistung3500 W3600 W5000 W
ArchitekturAll-in-One (Wechselrichter + Akku + MPPT)All-in-OneModular (Leistungseinheit getrennt von den Akkus)
Absicherung kompletter HausverteilungGenerischer manueller UmschalterHerstellereigenes VerteilerpaneelHerstellereigenes Verteilerpaneel

Die Lycan 5000 hebt sich durch eine höhere Grundkapazität und einen höheren Solareingang als die Delta Pro ab, sowie durch einen Installationsweg fürs Zuhause, der auf handelsübliches Elektrikermaterial statt auf ein zusätzlich zu kaufendes Markengehäuse setzt. Die Bluetti AC500 bietet in der vollen Konfiguration höhere Leistung und Kapazität, allerdings zum Preis eines modularen, selbst zusammenzustellenden statt als fertige Einheit gelieferten Systems.

Der prägendste Unterschied betrifft allerdings nicht diese Zahlen: Es ist die Verfügbarkeit. Die Delta Pro und die AC500 waren, zumindest in der Vergangenheit, auf dem europäischen Markt erhältlich; die Lycan 5000 bleibt dagegen ein nahezu ausschließlich nordamerikanisches Angebot.

Für wen die Lycan 5000 wirklich geeignet ist

Die Renogy Lycan 5000 richtet sich an ein bestimmtes Profil: einen nordamerikanischen Haushalt, der ein echtes, in einem Stück geliefertes Notstromsystem fürs Zuhause möchte, ohne Wechselrichter und Akkus separat zusammenstellen zu müssen, und der einen sehr großzügigen Solareingang schätzt, um zu laden, ohne je das Netz zu nutzen. Für dieses Profil hält das Gerät seine wichtigsten technischen Versprechen: bestätigte Leistung unter Dauerlast, zuverlässige automatische Umschaltung an den eigenen Steckdosen, echte Erweiterbarkeit bis 19,2 kWh und eine Absicherung der Hausverteilung, die auf Standard- statt auf Herstellermaterial setzt.

Weniger geeignet ist sie für alle, die eine tragbare Station für den täglichen Transport suchen: Mit 120 kg bedeutet ein Transport über ebenen Boden hinaus, das Gerät teilweise zu zerlegen oder zu mehreren anzupacken. Ebenso weniger geeignet ist sie für alle, die eine feine Ablesbarkeit des Ladezustands im Alltag erwarten, da Display und App an diesem konkreten Punkt einfach bleiben.

Für eine Leserin oder einen Leser in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien oder Großbritannien stellt sich die Frage kaum in denselben Begriffen: Über die Schwierigkeit hinaus, das Gerät überhaupt zu beschaffen, liefern die beiden Steckdosen mit 120 V keine für lokale Geräte direkt nutzbare Spannung. Ein für das europäische Netz konzipiertes Gerät, selbst auf Kosten eines Teils der Kapazität oder des Solareingangs der Lycan 5000, wird auf diesen Märkten einen direkteren Nutzen bringen.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad 4,0
Gehaltene Leistung 4,2
Aufladung 3,7
Anschlüsse und Steuerung 3,7
Verarbeitung und Ausdauer 4,0
Geräusch nicht gemessen
Renogy Lycan 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Renogy Lycan 5000

Renogy Lycan 5000

4999.00€

4800 Wh und 3500 W in einem All-in-One-Solar-Notstromsystem auf Rollen: Die Renogy Lycan 5000 versorgt ein ganzes Haus und lädt sich per Solar auf.

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EcoFlow Delta Pro

EcoFlow Delta Pro

1499.00€ (10)

3600Wh erweiterbar bis 25kWh, 3600W (4500W im X-Boost): die Basis eines Notstromsystems zuhause, mit einem für 6500 Zyklen ausgelegten Akku.

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EcoFlow Delta Pro Ultra

EcoFlow Delta Pro Ultra

4999.00€ (7)

Das modulare Hausenergiesystem von EcoFlow: 6 bis 30 kWh pro Wechselrichter (bis 90 kWh), 7200 W und eine Online-USV, um ein ganzes Haus abzusichern.

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Anker SOLIX F3800

Anker SOLIX F3800

3699.00€ (11)

3840 Wh, 6000 W und bis zu 26,9 kWh pro Einheit dank BP3800 Zusatzakkus (53,8 kWh im Duo): die Anker Powerstation für zuverlässigen Hausnotstrom.

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Unsicher bei der Wahl?

Häufige Fragen

Nicht direkt. Es handelt sich um eine nordamerikanische Version mit 120 V/60 Hz: Die beiden Steckdosen liefern keine für europäische Standardgeräte nutzbare Spannung, ohne einen eigenen, bei dieser Leistungsklasse schweren und teuren Spannungswandler.

Nur wenn Netz und Solar gleichzeitig mit voller Leistung genutzt werden. Am Netz allein dauert eine Vollladung eher etwa 2,5 Stunden; allein an Solar bei voller Sonne unter 90 Minuten.

Ja: Bis zu sechs zusätzliche Akkus zu je 2,4 kWh lassen sich in Reihe an die beiden internen Blöcke anschließen. Es sollten nur von Renogy für dieses System zertifizierte Akkus verwendet werden, was die Erweiterung real verteuert.

An den eigenen Steckdosen ja: Ein Test unter realen Ausfallbedingungen bestätigte, dass direkt angeschlossene Computer, Bildschirme und Fernseher den Ausfall ohne Neustart überstanden, mit nur einem kurzen, sichtbaren Absinken der Beleuchtung. Die Absicherung einer kompletten Hausverteilung erfordert dagegen einen separat installierten manuellen Umschalter.

Eine je nach Komponente unterschiedliche Garantie statt einer einheitlichen 5-Jahres-Abdeckung, wie sie mitunter suggeriert wird: 5 Jahre anteilig für den Akku, 3 Jahre für das Gehäuse, 1,5 Jahre für die Sicherungsautomaten und nur 1 Jahr für Wechselrichter, Bluetooth-Modul und Kabel.

120 kg in der Grundausstattung. Auf ebenem Boden reichen die Rollen aus, doch der Transport über eine Treppe setzt voraus, das Gerät teilweise zu zerlegen oder zu mehreren anzupacken.