Das mittlere Glied einer Reihe von 36W bis 130W
Das Ugreen 52,5W Autoladegerät nimmt einen genauen Platz in der Autoladegerät-Reihe der Marke ein: leistungsstärker und besser ausgestattet als das 36W, das auf zwei USB-A-Anschlüsse ohne USB-C beschränkt ist, aber einfacher als das 60W mit seinem integrierten einziehbaren USB-C-Kabel. Es setzt auf ein klassisches Format mit zwei unabhängigen Anschlüssen, einem USB-C- und einem USB-A-Anschluss, für die schnelle Ladung zweier Geräte gleichzeitig, ohne zusätzliche Ausgänge oder Spielereien.
Das Gehäuse wird direkt in die 12V-Buchse des Fahrzeugs gesteckt, ohne Zwischenkabel, und bleibt einmal eingesteckt dezent: ein Gegensatz zu den Modellen der Marke mit einziehbarem Kabel, der aber den Vorteil der Einfachheit und eines günstigeren Preises behält.
30W über Power Delivery und PPS am USB-C-Anschluss
Der USB-C-Anschluss gibt bis zu vier Spannungsstufen je nach angeschlossenem Gerät an: 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A und 20V/1,5A, für maximal 30W. Power Delivery 3.0 sorgt für breite Kompatibilität mit aktuellen Smartphones und Tablets, und die Unterstützung von PPS (Programmable Power Supply) erlaubt eine feinere Spannungsanpassung in kleineren Schritten, theoretisch eine effizientere Ladung mit weniger abgegebener Wärme als bei gröberen festen Stufen.
Diese 30W-Grenze stellt das Ugreen 52,5W in dieselbe Kategorie wie den USB-C-Anschluss des 60W derselben Reihe, deutlich unter den 45W des 63W oder den 100W des 130W; das 36W wiederum verfügt überhaupt nicht über einen USB-C-Anschluss. Bei einem Smartphone oder Tablet fällt der Unterschied kaum auf: Die meisten Consumer-Geräte bleiben ohnehin deutlich unter 30W. Die Grenze wird real, sobald ein Laptop ins Spiel kommt, selbst ein leichtes Modell, ein Einsatzzweck, für den dieses Modell nicht ausgelegt ist.
22,5W zusätzlich am USB-A-Anschluss, ohne Grauzone bei der Aufteilung
Der zweite Anschluss, ein USB-A-Port, ergänzt das Ganze mit zwei Schnelllade-Wegen: bis zu 18W über klassisches Quick Charge 3.0 (Stufen 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A), oder bis zu 22,5W über das SCP-Protokoll (Super Charge Protocol) des Huawei- und Honor-Ökosystems, mit angegebenen Stufen von 4,5V/5A oder 5V/4,5A. Die tatsächlich abgegebene Leistung hängt also vollständig davon ab, welches Protokoll das angeschlossene Gerät erkennt, statt von einer einzigen festen Obergrenze.
Der bemerkenswerte Punkt bei diesem Modell liegt in der Rechnung auf seinem Datenblatt: 30W (USB-C) plus 22,5W (USB-A) ergibt exakt 52,5W, die angegebene Gesamtleistung. Bei manchen Mehrfach-Ladegeräten übersteigt die Summe der einzelnen Höchstwerte die angegebene Gesamtleistung, was auf eine nicht offen genannte Aufteilung schließen lässt, sobald mehrere Ausgänge an ihre Spitzenwerte herankommen; hier gibt es auf dem Papier keine solche Grauzone, da jeder Anschluss sein eigenes Maximum erreichen kann, ohne rechnerisch in den anderen einzugreifen. Das ersetzt keine Vorsicht bei der Frage, wie gut diese beiden Grenzwerte tatsächlich gleichzeitig gehalten werden, dazu weiter unten mehr.
PD, PPS, QC 3.0 und SCP: breite Kompatibilität mit einer klaren Grenze
Die Kombination aus vier Protokollen, Power Delivery 3.0, PPS, Quick Charge 3.0 und SCP, deckt einen großen Teil der im Umlauf befindlichen Geräte ab: aktuelle iPhones und iPads über Power Delivery am USB-C-Anschluss, ein großer Teil der allgemeinen Android-Smartphones und -Tablets über Power Delivery oder Quick Charge je nach genutztem Anschluss, sowie Huawei- und Honor-Smartphones über SCP am USB-A-Anschluss, ein Ökosystem, das viele generische Ladegeräte außen vor lassen.
Diese breite Kompatibilität hat eine klare Grenze, die das Datenblatt selbst offen benennt: Der USB-C-Anschluss ist bei 30W gedeckelt, was jeden Laptop von vornherein ausschließt, selbst ein leichtes Modell, das sich im Büroalltag mit 20 bis 30W begnügen würde. Für diese Geräteklasse eignen sich das 63W (USB-C-Anschluss mit 45W) oder das 130W (USB-C-Anschluss mit 100W) derselben Ugreen-Reihe besser. Dieses 52,5W-Modell bleibt für Smartphones, Tablets, Navigationsgeräte und Dashcams ausgelegt, nicht für einen mobilen Arbeitsplatz.
Das Detail, das im Alltag teuer wird: kein Kabel im Karton
Im Karton liegen nur das Ladegerät und die gedruckte Dokumentation: Es liegt weder ein USB-C- noch ein USB-A-Kabel bei. Diese bei den einfacheren Autoladegerät-Modellen der Marke übliche Entscheidung hat eine konkrete Folge beim Kauf: Ohne ein bereits vorhandenes, Power-Delivery-kompatibles USB-C-Kabel lassen sich die angegebenen 30W an diesem Anschluss nicht erreichen, und ein einfaches USB-A-Ladekabel begrenzt auf dieselbe Weise die Leistung des zweiten Anschlusses.
Damit unterscheidet sich dieses Modell von den Nexode-Varianten derselben Marke, die mit einem integrierten einziehbaren USB-C-Kabel ausgestattet sind, und sogar vom 60W der eigenen Ugreen-Autoladegerät-Reihe, das ebenfalls ein einziehbares Kabel zusätzlich zu seinen zwei unabhängigen Anschlüssen mitbringt. Wer bereits gute Kabel besitzt, für den bleibt der Unterschied rein theoretisch; wer bei null anfängt, für den erhöht sich das reale Budget des Zubehörs.
Mehr als doppelt so schwer wie der direkte Konkurrent Anker 323
Mit 57,2 Gramm bei 65 x 30 x 30 mm übernimmt das Ugreen 52,5W exakt das Format des 36W derselben Reihe, obwohl dieses deutlich weniger leistungsstark (36W gegenüber 52,5W) und leichter (40 g) ist. Innerhalb der eigenen Produktfamilie bleiben der zusätzliche USB-C-Anschluss und die knapp 17 zusätzlichen Gramm an Bauteilen im angemessenen Verhältnis zur zusätzlich gelieferten Leistung.
Weniger schmeichelhaft wird der Vergleich mit dem Anker 323, einem direkten Konkurrenten, der auf dem Papier identisch ist: dieselbe Gesamtleistung von 52,5W, dieselbe Anschlussaufteilung mit USB-C 30W und USB-A 22,5W. Sein Datenblatt gibt dennoch nur 23 Gramm bei einem Format von 56 x 30 mm an, mehr als halb so leicht wie das Ugreen bei einem auf dem Papier gleichwertigen Ladeversprechen. Ein Unterschied dieser Größenordnung lässt sich bei gleichen technischen Daten nicht allein durch die übliche Abweichung zwischen Datenblättern verschiedener Marken erklären.
| Modell | Leistung | Angegebenes Gewicht | Angegebene Abmessungen |
|---|---|---|---|
| Anker 323 | 52,5W | 23 g | 56 x 30 mm |
| Ugreen 52,5W | 52,5W | 57,2 g | 65 x 30 x 30 mm |
| Ugreen 36W | 36W | 40 g | 65 x 30 x 30 mm |
| Ugreen 130W | 130W | 45 g | 76 x 36 x 36 mm |
Das Ugreen 52,5W bleibt absolut gesehen trotzdem kompakt, klein genug, um nicht mit Schalthebel oder Mittelkonsole in Konflikt zu geraten. Erst im direkten Vergleich mit seinem nächsten Konkurrenten auf dem Papier verliert sein Format den Vorteil.
Fünf Standardschutzfunktionen, eine Garantie, die je nach Anbieter variiert
Ugreen gibt für dieses Modell fünf interne Schutzfunktionen an: gegen Überspannung, Überstrom, Überhitzung, Kurzschluss und Überladung. Das ist eine solide Grundlage für dieses Zubehör, das dauerhaft an der 12V-Buchse des Fahrzeugs eingesteckt bleibt, oft ohne Aufsicht. Das Aluminiumgehäuse trägt zusätzlich zur Wärmeableitung bei und schützt vor alltäglichen Stößen und Kratzern.
Der Vergleich mit dem Anker 323 zeigt eher einen Unterschied im Ansatz als eine Lücke bei der reinen Sicherheit: Das Anker-Modell bringt eine benannte Technologie mit, das ActiveShield 2.0, das die Temperatur laufend überwacht und die abgegebene Leistung entsprechend anpasst, während sich das Ugreen 52,5W auf klassischere Schutzfunktionen stützt, ohne eine auf dem Datenblatt benannte aktive Überwachung.
Gegenüber dem Anker 323 und anderen Ugreen-Ladegeräten der Reihe
Wie schlägt sich das Ugreen 52,5W gegenüber seinem direkten Konkurrenten und den anderen Leistungsstufen seiner eigenen Reihe?
| Kriterium | Ugreen 52,5W | Anker 323 | Ugreen 36W | Ugreen 60W |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 52,5W | 52,5W | 36W | 60W |
| Anschlüsse | USB-C 30W + USB-A 22,5W | USB-C 30W + USB-A 22,5W | 2x USB-A 18W | Kabel USB-C + USB-C + USB-A, je 30W |
| Protokolle | PD, PPS, QC 3.0, SCP | PD, PowerIQ 3.0, PPS | QC 3.0/2.0, AFC, FCP | PD 3.0, QC 3.0, PPS |
| Integriertes Kabel | Nein | Nein | Nein | Ja, einziehbar |
| Angegebenes Gewicht | 57,2 g | 23 g | 40 g | Nicht angegeben |
| Ermittelter Preis | 12,59 € | 15,99 € | 16,99 € | 19,99 € |
Gegenüber dem Anker 323 liegt das Ugreen 52,5W bei Leistung und Anschlussaufteilung gleichauf, mit einem Vorteil auf dem Papier bei den Protokollen dank der ausdrücklichen SCP-Unterstützung für das Huawei- und Honor-Ökosystem, aber einem klaren Nachteil bei Gewicht und bei der Klarheit der angegebenen Garantie, obwohl es hier günstiger zu haben ist. Gegenüber dem 36W der eigenen Reihe bringt es einen echten modernen USB-C-Anschluss mit Power Delivery und PPS mit, ein entscheidender Vorteil für alle mit einem aktuellen iPhone oder Android-Gerät. Gegenüber dem 60W verliert es den Komfort des integrierten einziehbaren Kabels, behält aber eine einfachere und auf dem Papier nachvollziehbarere Leistungsstruktur.
Für wen sich das Ugreen 52,5W eignet
Dieses Ladegerät eignet sich für alle, die ihr Auto mit einem modernen USB-C-Anschluss und einem USB-A-Anschluss für ein zweites Gerät ausstatten möchten, mit bereits vorhandenen eigenen Kabeln und ohne die Notwendigkeit, einen Laptop zu versorgen. Bei sehr ähnlichem Budget, aber deutlich kompakterem Format, lohnt sich zuerst ein Blick auf das Anker 323. Für ein stets griffbereites USB-C-Kabel ist das Ugreen 60W mit seinem einziehbaren Kabel besser geeignet; um einen USB-C-Laptop zu versorgen, selbst einen leichten, führt der Weg zum 63W oder zum 130W derselben Reihe.


