Steca Tarom 4545: unser ausführlicher Test

Der Tarom 4545 verlangt einen Premiumpreis für einen Laderegler, bleibt aber ein PWM-Gerät ohne Lithium-Profil: gegen einen MPPT wie den Renogy Rover 40A oder den Victron SmartSolar 100/20 setzt er alles auf seinen 12-Jahres-Datenlogger und programmierbare Kontakte statt auf Wirkungsgrad.

Unsere Note
3,2/5
Solareingang und MPPT: 2,6 von 5 (Gewichtung 20 %)Solar2,6Steuerung und Intelligenz: 4,0 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung4,0Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,8Batteriekompatibilität: 2,8 von 5 (Gewichtung 30 %)Kompatibilität2,8Sicherheit und Schutzfunktionen: 3,3 von 5 (Gewichtung 25 %)Sicherheit3,3

Wie wird diese Note berechnet?

Solarladeregler Steca Tarom 4545 mit grafischem LCD-Display und Bedientasten sichtbar

Das Wichtigste

Der Tarom 4545 glänzt in einem konkreten Punkt: sein Datenlogger speichert zwölf Jahre Produktionshistorie, eine seltene Funktion auf diesem Niveau, ergänzt durch zwei programmierbare Kontakte, die eine Beleuchtung oder einen Generator steuern können. Der Rest des Datenblatts wiegt weniger schwer gegenüber dem Preis. Es ist ein PWM-Gerät, kein MPPT, was ihm den Wirkungsgradgewinn spannungswandelnder Regler bei schwachem Licht kostet, und es bietet überhaupt kein Lithium-Ladeprofil, nur Blei-Batterien. Für rund 239 € in Deutschland kostet er mehr als ein Renogy Rover 40A MPPT oder ein Victron SmartSolar 100/20, zwei Regler, die objektiv mehr Energie aus denselben Modulen holen. Für eine große Blei-Installation, die wirklich eine langfristige Datenverfolgung und fortgeschrittene Automatisierung braucht, bleibt der Tarom vertretbar. Für alles andere leistet ein ähnlich oder günstiger positionierter MPPT objektiv mehr.

Stärken

  • Integrierter Datenlogger mit bis zu zwölf Jahren Produktions- und Verbrauchshistorie, eine seltene Funktion in dieser Klasse
  • Zwei programmierbare Mehrfunktionskontakte, bis zu vier Zeitschaltungen pro Tag, zur Automatisierung von Dämmerungsbeleuchtung, einem Notstromaggregat oder einer Zusatzlast
  • Beleuchtetes grafisches LCD-Display, ablesbar ohne Smartphone oder App, mit intuitiven Symbolen
  • Automatische 12V/24V-Erkennung und überdimensionierter Klemmenblock, der 35-mm²-Kabel ohne Kraftaufwand aufnimmt
  • Robustes Gehäuse, deutsche Konstruktion und Fertigung (Steca, Teil der Kontron/Katek-Gruppe)

Schwächen

  • PWM-Technologie statt MPPT trotz Premiumpreis: keine Suche nach dem maximalen Leistungspunkt, ein echtes Wirkungsgraddefizit bei schwachem Licht
  • Kein LiFePO4-Lithium-Ladeprofil: nur Blei-Batterien (offen, AGM, Gel), eine ernste Einschränkung für eine moderne Anlage
  • Deutlich teurer als vergleichbare MPPT-Regler wie der Renogy Rover 40A oder der Victron SmartSolar 100/20, die objektiv mehr Energie aus denselben Modulen holen
  • Nur IP31-Schutz: schützt gegen Staub und senkrecht fallende Tropfen, nicht gegen direkten Regen, ein Schaltschrank oder Technikraum bleibt nötig
  • Keine Bluetooth-Anbindung oder App, anders als aktuelle MPPT-Regler
  • Eine vereinzelte Meldung über eine gestörte Ladezustandsberechnung wurde auf einer Handelsplattform gefunden, ohne Bestätigung in anderen Quellen
Steca Tarom 4545: Datenblatt und Preis ansehen →

Ein Premium-PWM-Regler, kein MPPT

Der Steca Tarom 4545 ist ein professioneller Solarladeregler des deutschen Herstellers Steca (heute Teil der Kontron/Katek-Gruppe). Das ist der Kernpunkt vor jedem Kauf: seine Technologie ist PWM (Pulsweitenmodulation) mit mehrstufiger Ladung, kein MPPT.

45 A
Maximaler Ladestrom
1400 W
Module bei 24V
12 Jahre
Datenlogger-Historie

Ein PWM-Regler verbindet Modul und Batterie fast direkt, ohne die Spannung zu wandeln, um den maximalen Leistungspunkt des Moduls zu suchen, wie es ein MPPT tut. Das ist eine einfachere und meist günstigere Technologie, was die Preisgestaltung des Tarom 4545 (rund 239 € in Deutschland) neben MPPT-Reglern am Markt zu vergleichbaren oder niedrigeren Preisen umso überraschender macht.

PWM gegen MPPT: was sich wirklich ändert

Der technische Unterschied zwischen PWM und MPPT ist keine Marketing-Nebensache. Ein MPPT-Regler passt die Spannung laufend an, um maximale Leistung aus dem Modul zu holen, ein besonders deutlicher Gewinn bei schwachem Licht (Morgen, bewölkter Himmel) oder wenn die Modulspannung deutlich über der Batteriespannung liegt. Ein PWM-Gerät begnügt sich mit einer quasi-direkten Verbindung, mit einem deutlicheren Wirkungsgradverlust unter genau diesen Bedingungen.

Steca Tarom 4545 im Vergleich zu zwei konkurrierenden MPPT-Reglern (Daten aus dem eigenen veröffentlichten Vergleich dieses Produkts)
KriteriumSteca Tarom 4545Renogy Rover 40AVictron SmartSolar 100/20
TechnologiePWMMPPTMPPT
Strom45 A40 A20 A
DisplayIntegriertes grafisches LCDIntegriertes LCDKeines (Bluetooth)
Datenlogger12 JahreKeiner30-Tage-Historie

Der Tarom gleicht dies teilweise durch seinen etwas höheren Maximalstrom aus (45A gegenüber 40A und 20A) sowie seinen Langzeit-Datenlogger, der bei beiden genannten MPPT-Konkurrenten fehlt. Aber beim grundlegendsten Kriterium, wie viel Energie aus denselben Modulen tatsächlich gewonnen wird, leistet ein MPPT strukturell mehr, zum gleichen oder niedrigeren Preis.

Kein Lithium-Profil: eine ernste Einschränkung 2026

Der Tarom 4545 lässt sich über sein Menü auf verschiedene Blei-Profile einstellen (offen, AGM, Gel), mit optionaler Temperaturkompensation über eine separat erhältliche Sonde. Kein LiFePO4-Lithium-Ladeprofil wird angeboten, was diesen Regler für jede moderne Anlage auf Basis dieser inzwischen dominierenden Off-Grid-Chemie ausschließt.

Gut zu wissen: eine Lithium-Batterie an einen für Blei eingestellten Regler anzuschließen, ist keine Kleinigkeit. Spannungsschwellen und Ladephasen unterscheiden sich deutlich zwischen den beiden Chemien, mit realem Risiko einer chronischen Unterladung oder unnötiger Batteriebelastung je nach angewendeten Einstellungen.

Für alle, die bereits eine Blei-Anlage betreiben (offen, AGM oder Gel) und nicht auf Lithium umsteigen wollen, ist diese Einschränkung keine. Aber sie verdient es, vor dem Kauf bekannt zu sein, gerade angesichts des verlangten Preises.

LCD-Display und 12-Jahres-Datenlogger: die echte Stärke

Hier punktet der Tarom 4545 tatsächlich. Sein beleuchtetes grafisches LCD-Display zeigt Produktion, Spannung, Strom und Ladezustand als intuitive Symbole an, ohne Smartphone oder App, anders als mehrere aktuelle MPPT-Regler, die alles auf Bluetooth setzen.

Der integrierte Datenlogger speichert bis zu zwölf Jahre Produktions- und Verbrauchsdaten, direkt am Display oder über Stecas offene UART-Schnittstelle abrufbar. Zwei programmierbare Mehrfunktionskontakte mit bis zu vier Zeitschaltungen pro Wochentag erlauben die Automatisierung von Dämmerungsbeleuchtung, dem Start eines Notstromaggregats oder dem Zuschalten einer Last bei Energieüberschuss.

Dieses Niveau an Langzeitautomatisierung und Datenverfolgung bleibt bei Reglern dieser Klasse selten, MPPT-Geräte eingeschlossen. Es ist das stärkste Argument für den Tarom, sofern man dafür tatsächlich Verwendung hat.

Für wen sich der Tarom 4545 eignet

Der Tarom 4545 eignet sich für eine ordentlich dimensionierte 12V- oder 24V-Anlage (bis 1400W Module bei 24V), ausschließlich Blei, bei der zwölf Jahre Datenverfolgung und kontaktbasierte Automatisierung echten Nutzen haben: eine autarke Photovoltaik-Hütte, eine landwirtschaftliche Anlage mit automatisierter Beleuchtung oder ein System mit Notstromaggregat.

Für eine Lithium-Anlage ist ein moderner MPPT ohne Diskussion die richtige Wahl. Und selbst für eine klassische Blei-Anlage ohne Bedarf an fortgeschrittener Automatisierung holt ein MPPT-Regler zu vergleichbarem oder niedrigerem Preis, wie der Renogy Rover 40A, objektiv mehr Energie aus denselben Modulen. Das IP31-Gehäuse verlangt zudem eine geschützte Montage (Schaltschrank, Technikraum, geschlossenes Wohnmobil), niemals direkte Wetterexposition.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,2/5
Wirkungsgrad nicht gemessen
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit nicht gemessen
Solareingang und MPPT 2,6
Steuerung und Intelligenz 4,0
Installation und Konformität nicht gemessen
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Batteriekompatibilität 2,8
Sicherheit und Schutzfunktionen 3,3
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Das Produkt und seine Alternativen

Steca Tarom 4545

Steca Tarom 4545

239.23€ (2)

45A Ladestrom, grafisches LC-Display und 12 Jahre Datenlogger: Der Steca Tarom 4545 steuert zuverlässig größere 12/24V-Solaranlagen.

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Steca Solsum 0606

Steca Solsum 0606

20.31€ (2)

Leicht, zuverlässig und günstig: Der Steca Solsum 0606 regelt die Solarladung kleiner 12V/24V-Bleianlagen, mit einer Eigenaufnahme unter 4 mA.

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Steca PR 2020 IP65

Steca PR 2020 IP65

187.16€ (1)

Ein IP65-Gehäuse für Salz, Feuchtigkeit und Staub: Der Steca PR 2020 IP65 regelt 20A Solarladung dort, wo ein gewöhnlicher Regler versagen würde.

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Häufige Fragen

Es ist ein PWM-Regler (Pulsweitenmodulation) mit mehrstufiger Ladung, kein MPPT. Er sucht daher nicht nach dem maximalen Leistungspunkt der Module, anders als ein MPPT-Regler wie der Renogy Rover 40A oder der Victron SmartSolar 100/20.

Nein. Dieser Regler ist für Blei-Batterien ausgelegt (offen, AGM, Gel je nach Menüeinstellung). Er bietet kein LiFePO4-Lithium-Ladeprofil.

Das Hauptargument des Tarom 4545 sind sein Zwölf-Jahres-Datenlogger und seine zwei programmierbaren Kontakte zur Automatisierung von Beleuchtung oder Generator, Funktionen, die selbst bei aktuellen MPPT-Geräten selten sind. Beim Wirkungsgrad allein bleibt ein MPPT objektiv überlegen.

Sein IP31-Schutz schützt gegen Staub und senkrecht fallende Tropfen, aber nicht gegen direkten Regen oder Gischt. Eine Installation in einem Schaltschrank oder Technikraum wird empfohlen.