Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+: unser ausführlicher Test

Im Katalog bei den Plug-and-play-Solarspeichern eingeordnet, überschreitet die SolarFlow 3000 Mix AC+ dennoch die 800-W-Wechselrichterschwelle, unterhalb derer der Aufwand gering bleibt: darüber greift in Frankreich das reguläre Netzanschlussverfahren, mit Konformitätsnachweis und zugelassenem Installateur.

Unsere Note
3,5/5
Wirkungsgrad: 3,7 von 5 (Gewichtung 25 %)Wirkungsgrad3,7Kapazität und Erweiterbarkeit: 2,8 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität2,8Steuerung und Intelligenz: 3,9 von 5 (Gewichtung 15 %)Steuerung3,9Installation und Konformität: 3,0 von 5 (Gewichtung 10 %)Installation3,0Verarbeitung und Ausdauer: 4,0 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung4,0

Wie wird diese Note berechnet?

Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+ Hausspeicher auf Rollen, gebürstetes graues Metallgehäuse

Das Wichtigste

Die SolarFlow 3000 Mix AC+ setzt innerhalb der Mix-Reihe auf Einfachheit: eine feste Kapazität von 8000 Wh, ohne Erweiterungsoption, zu einem deutlich niedrigeren Preis als die große Schwester, die 4000 Mix AC+. Die Steuerung über HEMS 2.0 und die KI ZenKi 2.0 gehören zu den ausgereiftesten in diesem Segment, und die Notstromleistung von 3680 W (7200 W Spitze) mit einer Umschaltzeit von 10 bis 15 Millisekunden bleibt für diese Einstiegsposition großzügig. Der eigentliche Haken liegt in der Bezeichnung Plug-and-play selbst: Oberhalb von 800 W Wechselrichterleistung, die von den 3000 W Eingangsleistung dieses Modells deutlich überschritten werden, greift in Frankreich das reguläre Netzanschlussverfahren mit Konformitätsnachweis und zugelassenem Installateur, weit entfernt vom aufwandsfreien Anschluss eines klassischen Balkonspeichers. Das völlige Fehlen von Erweiterbarkeit ist der zweite ernsthafte Vorbehalt: Für einen Zweipersonenhaushalt mit stabilem Verbrauch, der bereits über einen Solarwechselrichter verfügt, ist sie ein solider Einstieg in den Hausspeicher; für wachsende Bedürfnisse behält die 4000 Mix AC+ einen klaren Vorsprung.

Stärken

  • Steuerung über HEMS 2.0 und KI ZenKi 2.0, zu den ausgereiftesten in diesem Segment zählend, mit LAN, RS485, Wi-Fi und Bluetooth
  • Großzügige Notstromleistung für diese Einstiegsposition: 3680 W Dauerleistung, 7200 W Spitze, Umschaltzeit von 10 bis 15 Millisekunden
  • Dedizierter Eingang kompatibel mit den meisten bereits installierten Solarwechselrichtern (laut Zendure Huawei, SMA, Fronius, Enphase, SolarEdge, Sungrow)
  • 10000 Zyklen angegeben bei 70 % Restkapazität, für eine geschätzte Lebensdauer von 15 Jahren bei zwei vollen Zyklen pro Tag
  • IP65-zertifiziertes Gehäuse auf Rollen, Betriebsbereich von -20 bis +55 °C
  • Deutlich günstiger als die SolarFlow 4000 Mix AC+, um etwa 300 €

Schwächen

  • Oberhalb von 800 W Wechselrichterleistung, hier deutlich überschritten, greift in Frankreich das reguläre Netzanschlussverfahren mit Konformitätsnachweis und zugelassenem Installateur, kein einfacher Anschluss
  • Kapazität vollständig fest bei 8000 Wh, ohne jede Erweiterungsmöglichkeit im Gegensatz zur SolarFlow 4000 Mix AC+ und Mix Pro
  • Bei rund 80 kg bleibt die Mobilität auf Rollen eher theoretisch: Es handelt sich um eine halbfeste Installation (Nebenraum, Werkstatt, Hütte), nicht um den täglichen mobilen Einsatz
  • Keine unabhängige Messung des angegebenen Wirkungsgrads (90 %) oder des angegebenen Geräuschpegels (etwa 25 dB) liegt bislang vor
  • Kein eigenes MPPT integriert: Ohne bereits vorhandenen Solarwechselrichter steuert dieses Produkt allein keine Solarmodule
Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Einstiegsmodell der SolarFlow-Mix-Reihe

Die Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+ eröffnet die neue SolarFlow-Mix-Reihe, die Hausspeicherung, die Einfachheit von Balkonkraftwerken und ein gewisses Maß an Mobilität verbindet. Sie richtet sich an einen Haushalt von etwa zwei Personen mit einem Jahresverbrauch um 3000 kWh.

8000 Wh
Feste Kapazität (LiFePO4)
3000 W
Bidirektionale Leistung
10 Jahre
Herstellergarantie

Anders als bei der SolarFlow 4000 Mix AC+ und der Mix Pro ist die Kapazität von 8000 Wh fest, ohne Erweiterungsoption. Das ist eine bewusste Entscheidung für Einfachheit, kein Versäumnis: Das Produkt zielt auf einen stabilen statt wachsenden Bedarf ab.

Ein Wirkungsgrad, der mit 90 % angegeben wird

Zendure gibt für die SolarFlow 3000 Mix AC+ einen Hin- und Rückspeicherwirkungsgrad von 90 % an. Eine unabhängige Messung dieses Werts liegt bislang nicht vor. Das ist ein solider Wirkungsgrad für einen AC-gekoppelten Hausspeicher, ohne der höchste am Markt zu sein.

Bei der Haltbarkeit ist das Gerät für 10000 Zyklen bei 70 % Restkapazität ausgelegt, was einer geschätzten Lebensdauer von etwa 15 Jahren bei zwei vollen Zyklen täglich entspricht, abgedeckt durch eine 10-jährige Herstellergarantie.

Feste 8000 Wh: Einfachheit hat ihren Preis, das Fehlen von Wachstum

Das ist die prägendste Einschränkung des Produkts. Wo die SolarFlow 4000 Mix AC+ und die Mix Pro Erweiterungsmodule bis 50 kWh akzeptieren, bleibt die 3000 Mix AC+ bei ihren ursprünglichen 8000 Wh, ohne jede Erweiterungsoption.

Wichtig zu wissen: Diese Wahl passt zu einem Haushalt mit stabilem, im Voraus bekanntem Verbrauch. Für wachsende Bedürfnisse (Erweiterung, Elektrofahrzeug, neues stromhungriges Gerät) bietet die SolarFlow 4000 Mix AC+ einen echten Spielraum, den dieses Modell nicht bietet.

Im Gegenzug für diese Starrheit bleibt die 3000 Mix AC+ um etwa 300 € günstiger als ihre große Schwester, ein stimmiger Kompromiss für alle, die keine Erweiterbarkeit brauchen.

Ein dedizierter Eingang für einen bereits installierten Solarwechselrichter, ohne eigenes MPPT

Die SolarFlow 3000 Mix AC+ integriert kein eigenes MPPT und steuert keine Solarmodule direkt. Ihre Logik ist anders: Ein dedizierter Eingang nimmt die Wechselstromausgabe eines bereits installierten Solarwechselrichters auf, bis zu 3000 W, mit einer von Zendure angegebenen Kompatibilität zu den meisten großen Marken am Markt (Huawei, SMA, Fronius, Enphase, SolarEdge, Sungrow).

Diese Funktionsweise setzt also voraus, bereits über eine funktionierende Photovoltaikanlage mit Wechselrichter zu verfügen: Dieses Produkt fügt einer bestehenden Erzeugung Speicherkapazität hinzu, es ersetzt keine komplette Solaranlage.

Eine großzügige Notstromleistung für dieses Segment

Bei einem Netzausfall liefert der Inselbetrieb-Ausgang 3680 W Dauerleistung und bis zu 7200 W Spitze, mit einer angegebenen automatischen Umschaltzeit von 10 bis 15 Millisekunden, schnell genug, um die meisten empfindlichen elektronischen Geräte nicht zu stören.

Diese Notstromleistung übertrifft deutlich das, was die Mehrheit der Plug-and-play-Balkonspeicher bietet, und deckt die wesentlichen Bedürfnisse eines kleinen Haushalts bei einem Ausfall komfortabel ab.

Auf Rollen, aber bei 80 kg eher theoretisch mobil

Das IP65-zertifizierte Metallgehäuse arbeitet von -20 bis +55 °C und bleibt auf Rollen montiert, um die Positionierung zu erleichtern. Bei einem Gewicht von etwa 80 kg und Abmessungen von 461 x 234 x 825 mm ist das jedoch kein täglicher mobiler Einsatz: Die Rollen dienen vor allem dazu, das Gerät bei einer halbfesten Installation (Technikraum, Werkstatt, Hütte) neu zu positionieren, nicht für häufigen Transport.

Der Geräuschpegel wird von Zendure mit etwa 25 dB bei halber Last angegeben, ohne bislang verfügbare unabhängige Messung.

HEMS 2.0 und die KI ZenKi 2.0: eine der ausgereiftesten Steuerungen in diesem Segment

Die Steuerung basiert auf HEMS 2.0 und der künstlichen Intelligenz ZenKi 2.0, mit LAN-, RS485-, Wi-Fi- und Bluetooth-Anbindung. Diese Kombination aus kabelgebundenen und kabellosen Protokollen bietet mehr Flexibilität bei der Smart-Home-Integration als die meisten Plug-and-play-Balkonspeicher, die sich oft auf Wi-Fi oder Bluetooth allein beschränken.

Das ist eine echte Stärke des Produkts, passend zur insgesamt höherwertigen Positionierung von Zendure bei der intelligenten Steuerung im Vergleich zu einfacheren Konkurrenten.

Plug-and-play heißt nicht aufwandsfrei oberhalb von 800 W

Das ist der wichtigste Punkt vor dem Kauf. Klassische Balkonspeicher bleiben unter 800 W Wechselrichterleistung, eine Schwelle, die in Frankreich eine vereinfachte Meldung (CACSI) ohne Konformitätsnachweis erlaubt. Die SolarFlow 3000 Mix AC+ akzeptiert bis zu 3000 W Eingangsleistung, deutlich über dieser Schwelle.

Wichtig zu wissen: Oberhalb von 800 W Wechselrichterleistung greift in Frankreich das reguläre Netzanschlussverfahren mit systematischem Konformitätsnachweis und zugelassenem Installateur. Das ist kein aufwandsfreier Anschluss mehr, trotz der Einordnung des Produkts bei den Plug-and-play-Solarspeichern. In Deutschland gelten für die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister eigene Vorgaben, die vor der Installation zu prüfen sind.

In der Praxis betrifft diese Anforderung vor allem eine Neuinstallation. Für einen Haushalt, der lediglich Speicherkapazität zu einem bereits angeschlossenen und gemeldeten Solarwechselrichter hinzufügt, wurde dieser Verwaltungsschritt bereits im Vorfeld erledigt.

Im Vergleich zur SolarFlow 4000 Mix AC+ und zur Growatt NOAH 2000

Innerhalb der eigenen Zendure-Reihe positioniert sich die 3000 Mix AC+ als die günstigere, fest dimensionierte Version der 4000 Mix AC+. Im Vergleich zu einem bescheideneren Balkonspeicher wie der Growatt NOAH 2000 ändert sich die Natur des Vergleichs.

Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+ im Vergleich zu ihren wichtigsten Alternativen (Herstellerangaben)
KriteriumSolarFlow 3000 Mix AC+SolarFlow 4000 Mix AC+Growatt NOAH 2000
Kapazität8000 Wh (fest)8000 Wh, erweiterbar auf 50 kWh2048 Wh, erweiterbar auf 8192 Wh
Bidirektionale Leistung3000 W4000 W (5000 W im Bypass)Separater Mikrowechselrichter nötig
Solareingang3000 W (Fremdwechselrichter)5000 W (Fremdwechselrichter)1800 W (2 MPPT)
MobilitätJa, auf RollenNein, festNein, fest
Beobachteter Preis1699 €1999 €389 €

Die 3000 Mix AC+ besetzt eine eigene Nische: eine große Kapazität von 8 kWh aus einem Guss, mit relativer Mobilität dank ihrer Rollen, ein Profil, das die deutlich günstigere, aber viel kleinere NOAH 2000 gar nicht abdeckt. Gegenüber ihrer eigenen großen Schwester verliert sie an Leistung und Erweiterbarkeit, gewinnt aber an Preiszugänglichkeit.

Für wen sich die SolarFlow 3000 Mix AC+ eignet

Dieses Modell eignet sich für einen Zweipersonenhaushalt mit stabilem Verbrauch, der bereits über einen funktionierenden Solarwechselrichter verfügt und eine große Speicherkapazität hinzufügen möchte, ohne später eine Erweiterung verwalten zu müssen.

Für einen Haushalt mit wachsendem Bedarf (Erweiterung, Elektrofahrzeug) bietet die SolarFlow 4000 Mix AC+ einen deutlich besseren Spielraum für einen Aufpreis von etwa 300 €. Und für eine Neuinstallation ohne vorhandenen Wechselrichter sollte das zu erwartende Konformitätsverfahren vor dem Kauf eingeplant werden.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,5/5
Wirkungsgrad 3,7
Portabilität und Format nicht gemessen
Wetterbeständigkeit nicht gemessen
Ausgangsanschlüsse nicht gemessen
Kapazität und Erweiterbarkeit 2,8
Solareingang und MPPT nicht gemessen
Steuerung und Intelligenz 3,9
Installation und Konformität 3,0
Verarbeitung und Ausdauer 4,0
Batteriekompatibilität nicht gemessen
Sicherheit und Schutzfunktionen nicht gemessen
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Das Produkt und seine Alternativen

Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+

Zendure SolarFlow 3000 Mix AC+

1699.00€

8 kWh aus einem Guss, 3000 W bidirektional: das kompakteste und günstigste Modell der SolarFlow-Mix-Reihe, gedacht für einen kleinen Haushalt oder den mobilen Einsatz.

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Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+

Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+

1999.00€ (2)

AC-gekoppelter Speicher in neuer Größenordnung: 8 kWh erweiterbar auf 50 kWh, 4 kW bidirektional, plus ein eigener Eingang für Ihren Solar-Wechselrichter.

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Growatt NOAH 2000

Growatt NOAH 2000

389.00€ (9)

2048 Wh, 2 MPPT und 1800 W Solareingang in DC-Kopplung: der meistverkaufte Plug-and-Play-Balkonspeicher Europas, erweiterbar auf 8192 Wh.

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Häufige Fragen

Nein. Anders als bei der SolarFlow 4000 Mix AC+ und der Mix Pro ist ihre Kapazität von 8000 Wh fest und kann nicht mit zusätzlichen Modulen erweitert werden.

In Frankreich ja, oberhalb von 800 W Wechselrichterleistung, die von diesem Modell mit bis zu 3000 W deutlich überschritten wird. Die Installation folgt dann dem regulären Netzanschlussverfahren mit Konformitätsnachweis und zugelassenem Installateur. In Deutschland gelten eigene Meldepflichten beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.

Ja, ein dedizierter Eingang nimmt die Ausgangsleistung eines bereits installierten Solarwechselrichters direkt auf, bis zu 3000 Watt, ohne den Wechselrichter zu ersetzen oder die Verkabelung zu ändern.

Sie ist auf Rollen montiert, ist aber bei etwa 80 kg vor allem für eine halbfeste Installation (Nebenraum, Werkstatt, Hütte) gedacht, nicht für den täglichen mobilen Einsatz.

Die 4000 Mix AC+ bietet eine höhere bidirektionale Leistung (4000 W statt 3000 W) und vor allem eine bis 50 kWh erweiterbare Kapazität, gegenüber einer festen Kapazität bei der 3000 Mix AC+, die dafür etwa 300 € günstiger bleibt.