Pecron E3600LFP: unsere ausführliche Einschätzung

Eine rekordverdächtige Erweiterbarkeit bis 15.360 Wh und ein sehr aggressiver Preis, getrübt von einer Spitzenleistung, die deutlich unter den angegebenen 7000 Watt bleibt, und einem Kaufweg, der aus Europa weiterhin über Dollar läuft.

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,9Gehaltene Leistung: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung3,9Aufladung: 4,3 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden4,3Anschlüsse und Steuerung: 4,2 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse4,2Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung3,8

Wie wird diese Note berechnet?

Power Station Pecron E3600LFP von schräg vorne, Display eingeschaltet und drei europäische Steckdosen auf der Frontseite sichtbar

Das Wichtigste

Die Pecron E3600LFP hält ein echtes Versprechen: eine rekordverdächtige Erweiterbarkeit bis 15.360 Wh und einen großzügigen Solareingang von 2400 W, zu einem Einstiegspreis deutlich unter dem ihrer direkten Konkurrentinnen. Die Netzladung hält die angegebenen Zeiten ein. Dem stehen gegenüber: Die Spitzenleistung von 7000 W wird in der Praxis deutlich verfehlt, der Wirkungsgrad sinkt bei kleinen Dauerlasten deutlich, einige kleinere Verarbeitungsmängel sind dokumentiert, und das Fehlen eines Vertriebswegs in Euro erschwert einen sorgenfreien Kauf aus dem Euroraum. Eine gute Wahl für alle, die eine erweiterbare Energiereserve zu einem günstigen Preis aufbauen wollen und dabei die Kompromisse einer auf dem europäischen Markt noch jungen Marke akzeptieren.

Stärken

  • Rekordverdächtige Erweiterbarkeit bis 15.360 Wh über bis zu vier EP3000-48V-Batterien, die höchste ihres direkten Vergleichsfelds
  • Doppelter XT60-Solareingang mit 2400 W kombiniert über zwei unabhängige MPPT-Regler, selten in dieser Preisklasse
  • Netzladezeiten gemessen bei etwa 1,5 bis 2 Stunden 10 Minuten, je nach Kabel
  • Einstiegspreis deutlich unter dem direkter Konkurrentinnen vergleichbarer Kapazität
  • TÜV-zertifiziertes Batteriesystem, Zellen laut Herstellerangabe automotive-tauglich und UL-gelistet

Schwächen

  • Spitzenleistung deutlich unter den angegebenen 7000 W, mit einer Schutzabschaltung deutlich vor diesem Wert
  • Wirkungsgrad sinkt bei kleinen Dauerlasten spürbar (etwa 75 % gegenüber 89 % bei hoher Last)
  • Dokumentierte Einzelfälle von Verarbeitungsmängeln (zu kurze Rollenschrauben, ein Exemplar mit 12-V-Ausgängen bei null Volt)
  • Kein Vertriebsweg in Euro zum Zeitpunkt der Erstellung: Kauf in Dollar aus Europa, ohne die Absicherung eines Vertriebs innerhalb der EU
  • Europäische Version auf drei Steckdosen begrenzt und ohne die RV-Steckdose des nordamerikanischen Modells
  • Keine verlässliche unabhängige Geräuschmessung und keine angegebene IP-Schutzklasse
Kosten verfügbarer Energie
370 $je abgegebener kWh

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen.

Pecron E3600LFP: Datenblatt und Preis ansehen →

Was die angegebenen 3072 Wh wirklich wert sind

Pecron gibt für die E3600LFP 3072 Wh an, eine Grundkapazität, die die Station im oberen Bereich des Katalogsegments sehr hohe Kapazität platziert. Wie bei jedem Gerät mit Wechselrichter entspricht die am Ausgang tatsächlich nutzbare Energie nie der chemischen Kapazität des Akkus: ein Teil versorgt die Umwandlungselektronik, und dieser Verlust wiegt umso schwerer, je geringer die abgerufene Leistung und je länger die Nutzungsdauer ist.

2700 Wh
abgegeben bei hoher Dauerlast
75 %
der Kapazität bei geringer, andauernder Last
Tatsaechlich abgegebene Kapazitaet der Pecron E3600LFP je nach Lastniveau, im Vergleich zu den angegebenen 3072 WhAngegebene Kapazität3072 WhHohe Last (≈ 3000 W)2700 WhGeringe Dauerlast (≈ 90 W)2300 Wh
Tatsächliche Abgabe der Pecron E3600LFP je nach abgerufener Leistung, bei einer angegebenen Kapazität von 3072 Wh. Zwei getrennte Messungen, nicht nach streng vergleichbaren Protokollen erhoben.

Bei hoher, kontinuierlicher Last (etwa 3000 bis 3300 W) liegt der Wirkungsgrad bei rund 89 %, also etwa 2700 Wh tatsächlich verfügbar von den angegebenen 3072 Wh, ein achtbares Ergebnis für diese Preisklasse. Anders sieht es bei geringer, lang anhaltender Last aus: Ein Dauerbetrieb mit durchschnittlich etwa 90 W über mehr als 25 Stunden ergab nur rund 2300 Wh, kaum 75 % der Nennkapazität. Der Unterschied erklärt sich durch den Eigenverbrauch des Wechselrichters, der unabhängig vom angeschlossenen Gerät nahezu konstant bleibt: Bei kleiner Last macht er einen deutlich größeren Anteil der insgesamt verbrauchten Energie aus.

In der Praxis eignet sich die E3600LFP daher eher für Anwendungen mit hoher Leistung und begrenzter Dauer (Induktionskochfeld, Elektrowerkzeug, schnelle Zwischenladung) als für ein stilles Halten sehr kleiner Lasten über mehrere Tage, bei dem der Wirkungsgrad spürbar sinkt. Eine vereinzelte Meldung beschreibt zudem bei einem einzelnen Exemplar eine gemessene Kapazität deutlich unter der Angabe, ohne eine als zufriedenstellend empfundene Antwort des Kundendienstes: Kein unabhängiger Test hat bestätigt, ob dieser Fall einen Einzelfall oder ein weiter verbreitetes Problem widerspiegelt.

Ein aggressiver Preis, aber ein besonderer Kaufweg aus Europa

Mit 999 $ im Shop des Herstellers gegenüber einem Listenpreis von 2299 $ liegt die E3600LFP deutlich unter direkten Konkurrentinnen vergleichbarer Kapazität, die in Europa meist zwischen 1300 und 1600 € kosten. Dieser Preis hat einen konkreten Haken: Zum Zeitpunkt der Erstellung bietet Pecron für genau dieses Modell keinen Vertriebsweg in Euro an. Der eigene Europa-Shop des Herstellers listet es nicht unter den direkt kaufbaren Artikeln, sondern nur als kompatibles Modell für eine seiner Erweiterungsbatterien. Käufer in Frankreich, Deutschland, Italien oder Spanien bestellen also in Dollar im internationalen Shop des Herstellers, was dem Tageswechselkurs und weniger klar geregelten Rückgabebedingungen aussetzt als ein Kauf, der aus einem Lager innerhalb der EU abgerechnet und versendet wird.

Die in Europa verkaufte Version bleibt dennoch elektrisch an den Kontinent angepasst: Ausgang mit 230 V und 50 Hz, drei Steckdosen im europäischen Format, und ein TÜV-zertifiziertes Batteriesystem. Es handelt sich nicht um ein amerikanisches Produkt, das unverändert mit einem einfachen Steckeradapter importiert wird, die Hardware ist tatsächlich für das europäische Stromnetz ausgelegt: Einzig der Vertriebsweg in Euro fehlt noch.

Das zentrale Argument: Erweiterbarkeit bis 15.360 Wh

15.360 Wh
Maximalkapazität mit 4 Zusatzbatterien
4 Module
EP3000-48V höchstens anschließbar

Das eigentliche Verkaufsargument der E3600LFP ist nicht ihre Startkapazität, die für diese Preisklasse eher gewöhnlich ausfällt, sondern ihre Fähigkeit zu wachsen. Bis zu vier zusätzliche EP3000-48V-Batterien, separat erhältlich, lassen sich an die zentrale Einheit anschließen, ohne deren Wechselrichter oder Steuerelektronik zu verändern, und heben die Gesamtreserve auf 15.360 Wh (3072 plus viermal 3072). Das ist, Stand der Erstellung, die höchste Erweiterungsrate im direkten Vergleich dieses Produkts: Die Jackery Explorer 3000 v2 ist überhaupt nicht erweiterbar, und sowohl die FOSSiBOT F3600 Pro als auch die AFERIY P310 kommen mit derselben Anzahl an Modulen nur auf 11.520 Wh.

Diese Erweiterbarkeit verändert die Art des Kaufs: Eine einzelne Einheit deckt einen gelegentlichen Ausfall oder einen mobilen Einsatz ab, vier zusätzliche Module machen daraus eine Hausreserve, die mehrere Tage durchhält, ohne je das zentrale Gerät zu wechseln. Das ist ein interessanter Weg für einen Haushalt, der seine Anlage mit der Zeit erweitern will, statt alles auf einmal zu kaufen. Ein Vorbehalt bleibt: Der Preis der EP3000-48V-Module ließ sich zum Zeitpunkt der Erstellung nicht zuverlässig ermitteln, was es unmöglich macht, die Gesamtkosten einer erweiterten Anlage zu beziffern.

Netzladung: das Versprechen wird eingehalten

Auf dem Papier gibt Pecron eine vollständige Ladung in etwa 1,5 Stunden mit dem mitgelieferten 30-A-Kabel an (bis zu 3200 W), oder in 2 Stunden mit einem handelsüblichen 15-A-Kabel (1800 W). Diese Größenordnungen bestätigen sich: Eine Ladung mit 3200 W war in etwas über 1,5 Stunden abgeschlossen, eine Ladung mit 1800 W wurde bei rund 2 Stunden 10 Minuten gemessen, nur wenige Minuten Abweichung von der Herstellerangabe.

Gemessene Netzladezeit der Pecron E3600LFP je nach verwendetem Kabel30-A-Kabel (3200 W)≈ 1,5 Std.15-A-Kabel (1800 W)≈ 2 Std. 10 Min.
Beobachtete Netzladezeit je nach verwendetem Kabel, übereinstimmend um diese Dauern gemessen.

Das ist einer der Punkte, an denen Datenblatt und reale Nutzung bei diesem Produkt am deutlichsten übereinstimmen. Ein Hinweis am Rande: Die untere Grenze der Netzladeleistung liege selbst gegen Ende der Ladung bei etwa 400 W, ein Niveau, das einen kleinen Wandler oder den Wechselrichter eines leichten Fahrzeugs beim Nachladen unterwegs an seine Grenzen bringen könnte. Für eine Solarladung mit maximal kombinierten 2400 W über beide XT60-Eingänge nennt der Hersteller eine ähnliche Ladezeit, doch keine ausreichend dokumentierte unabhängige Messung ließ sich zur Bestätigung finden.

3600 W Dauerleistung gehalten, 7000 W Spitze mit Einschränkung

Das Datenblatt stellt 3600 W Dauerleistung und 7000 W Spitzenleistung heraus. In der Praxis bereitete die Dauerleistung keine Probleme: Kühlschrank, Mikrowelle, mobiles Klimagerät, Fernseher und Laptop-Ladegeräte liefen gemeinsam ohne Auslösen einer Schutzabschaltung, wobei die getesteten kombinierten Lasten etwa 2,9 kW nicht überschritten und damit unter der angegebenen Obergrenze blieben.

Die Spitzenleistung von 7000 W hält diesem Vertrauensniveau dagegen nicht stand. Eine Schutzabschaltung löste aus, bevor dieser Wert erreicht wurde, in einem Fall bei etwa 4300 W nach rund einer Minute Belastung, in einem anderen bei knapp unter 5800 W. Die beiden Messungen weichen voneinander ab, was eine einzelne verlässliche Zahl ausschließt, stimmen aber in einem Punkt überein: Der Abstand zwischen der Dauerleistung und der tatsächlichen Auslöseschwelle ist deutlich geringer, als es die auf dem Datenblatt genannten 7000 W nahelegen. Für einen klassischen Einsatz als Hausnotstrom (Kühlschrank, Beleuchtung, Elektronik) ändert diese Nuance nichts; beim Start eines Geräts mit hohem Einschaltstrom (Kompressor, motorbetriebenes Werkzeug) sollte man sich besser nicht auf die volle angegebene Zahl verlassen.

Solareingang mit 2400 W: eine echte Stärke für diese Preisklasse

Die E3600LFP nimmt bis zu 2400 W kombinierte Solarleistung auf, verteilt auf zwei unabhängige XT60-Anschlüsse, die jeweils von einem eigenen MPPT-Regler gesteuert werden (32 bis 150 V, maximal 20 A je Anschluss). Das ist ein Niveau, das in dieser Preisklasse selten erreicht wird: Weder die Jackery Explorer 3000 v2 noch die FOSSiBOT F3600 Pro noch die AFERIY P310 nennen in ihren öffentlichen technischen Daten einen vergleichbaren Wert. Mit zwei passend dimensionierten Panel-Strängen wird eine vollständige Solarladung in etwas über 1,5 Stunden bei kräftiger Sonneneinstrahlung theoretisch möglich, eine Größenordnung, die zur Netzladegeschwindigkeit desselben Geräts passt.

Zwei Vorsichtsmaßnahmen, die laut Herstellerdokumentation genau einzuhalten sind: nie mehr als 150 V Leerlaufspannung auf einem Panel-Strang, und nie mehr als zwei Panels mit 36 V oder mehr als vier Panels mit 18 V in Reihe an einem einzigen Eingang verschalten. Wird dieser Grenzwert überschritten, gerät der MPPT-Regler außerhalb seines zulässigen Spannungsbereichs, ohne Garantie für einen wirksamen Schutz.

14 Ausgänge, WLAN-Steuerung, aber eine schlankere europäische Steckdosenausstattung

Die offizielle Zählung ergibt 14 Ausgänge: drei 230-V-Steckdosen, vier USB-A-Anschlüsse mit 18 W, zwei USB-C-Anschlüsse, davon einer mit 100 W, einen 12-V-Zigarettenanzünder-Ausgang, einen 12-V-DC5525-Ausgang, einen 12-V/30-A-XT60-Ausgang und zwei 15-W-Ladepads. Für eine Station dieser Kapazität ist das eine solide, aber keine herausragende Ausstattung: Die FOSSiBOT F3600 Pro, die in unserem Katalog auf dieser Achse besser abschneidet, bietet für ein vergleichbares Format eine als vollständiger bewertete Anschlussausstattung.

Die in Europa vertriebene Version unterscheidet sich in diesem Punkt deutlich von der nordamerikanischen Version: Sie verzichtet auf die RV-Steckdose (TT30) des amerikanischen Modells und zählt nur drei Steckdosen gegenüber fünf jenseits des Atlantiks (vier Standardsteckdosen plus die RV-Steckdose). Das ist an sich kein Mangel, ein gewöhnliches 230-V-Kabel reicht in Europa völlig aus und die RV-Steckdose hat hier keine Anwendung, bedeutet aber weniger gleichzeitig verfügbare Steckdosen, als man von einer Station dieser Kapazitätsklasse erwarten würde. Die Steuerung erfolgt über eine App per WLAN, mit Fernabfrage von Ladestand sowie ein- und ausgehender Leistung; das eingebaute LCD-Display zeigt dieselben Angaben lokal an, ohne für den laufenden Betrieb auf eine Internetverbindung angewiesen zu sein.

Verarbeitung: eine junge Marke mit dokumentierten kleinen Mängeln

Das LiFePO4-Batteriesystem der E3600LFP trägt eine TÜV-Zertifizierung, und die Zellen werden laut Herstellerdokumentation als automotive-tauglich und UL-gelistet beschrieben. Die Chemie ist für über 3500 Zyklen angegeben, bevor sie auf 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität sinkt, ein Niveau, das aktuellen LiFePO4-Standards entspricht. Die angegebene Garantie beträgt 5 Jahre, gliedert sich aber in 2 Jahre volle Abdeckung gefolgt von 3 Jahren reinem Support, eine weniger großzügige Regelung als eine durchgehende Garantie gleicher Dauer.

Vereinzelte Meldungen im Überblick: zu kurze Schrauben (etwa 18 mm) an den optionalen Rollen, durch die sich bei einem Exemplar ein Rad löste, 12-V-Ausgänge, die bei einem anderen Exemplar nach mehreren Ladezyklen auf null Volt fielen (ein Mangel, den Pecron einem Vorserienmuster zuschrieb), sowie Funkstörungen im AM-Bereich, auch nach dem Abschalten des Geräts.

Keine dieser Meldungen beschreibt ein Risiko für Personen oder Sachwerte, und keine wurde von einer zweiten unabhängigen Quelle bestätigt. Sie zeichnen dennoch das Bild einer auf dem europäischen Markt noch jungen Marke, deren Zuverlässigkeitsgeschichte im großen Maßstab erst noch entsteht, anders als bei etablierteren Anbietern derselben Preisklasse.

Geräusch und Temperaturverhalten: was sich noch nicht behaupten lässt

Pecron veröffentlicht keinen Lautstärkewert für die E3600LFP, und zum Zeitpunkt der Erstellung ließ sich keine ausreichend dokumentierte unabhängige Messung (kalibriertes Messgerät, angegebener Abstand, angegebene Laststufe) finden. Ein deutlich hörbares Lüftergeräusch tritt auf, sobald Ladung oder Schnellladung das Gerät stark beanspruchen, beschrieben als Rauschen mit einem Brummton, ohne dass sich eine verwertbare Zahl finden ließ. Aus Vorsicht fließt dieser Punkt nicht in die unten stehenden Teilnoten ein: Ein nicht unabhängig gemessener Wert hat in einer Note nichts zu suchen, doch dieses Schweigen sollte nicht als Garantie für Laufruhe gelesen werden.

Ähnlich verhält es sich beim Schutz gegen Staub und Wasser: Es wird keine IP-Schutzklasse angegeben, was vor jeder dauerhaften Außenaufstellung zur Vorsicht mahnt, trotz eines breit angegebenen Betriebstemperaturbereichs (von -20 °C bis 45 °C bei Entladung, von 0 °C bis 45 °C bei Ladung). Eine Schnellladung mit 3200 W bringt einen Anstieg der Innentemperatur mit sich, der von der Lüftung im Rahmen gehalten wird, ohne Abschaltung oder Überhitzung, allerdings wieder nur an einem einzelnen Exemplar und ohne detailliertes Messprotokoll.

Für wen sie sich eignet, und für wen nicht

Mit ihrer Grundkapazität von 3072 Wh und 3600 W Dauerleistung zielt die E3600LFP in erster Linie auf langen Zuhause-Notstrom: Sie versorgt Kühlschrank, Gefrierschrank, Router und Beleuchtung über einen mehrstündigen Ausfall hinweg, und die USV-Funktion schaltet die Last automatisch auf den Akku um, sobald ein Netzausfall erkannt wird, und schützt so empfindliche Geräte vor einem abrupten Neustart. Zusammen mit ihrem großzügigen Solareingang eignet sie sich auch für ernsthafte netzferne Nutzung, eine Hütte, eine Werkstatt, ein Tiny House, wo die Erweiterbarkeit bis 15.360 Wh ihren vollen Sinn entfaltet, um mehrere sonnenlose Tage zu überbrücken.

In einem großen Wohnmobil oder auf einer Baustelle ohne Netzanschluss deckt die Dauerleistung die meisten Bedürfnisse ab (Induktionskochfeld, Elektrowerkzeuge), mit demselben Vorbehalt bei den 36 kg Gewicht des Geräts, das ohne serienmäßige Rollen geliefert wird: Das ist eine Station, die man für die Dauer eines Aufenthalts oder einer Baustelle aufstellt, nicht eine, die man häufig umsetzt. Umgekehrt ist die E3600LFP für einen einzelnen, leichten Bedarf, etwa die nächtliche Versorgung eines einzelnen medizinischen Geräts wie eines CPAP-Geräts, deutlich überdimensioniert: Schon ihre Grundkapazität deckt sehr viele Nächte mit reichlich Reserve ab, und ihr Gewicht ergibt hier nur Sinn, wenn die Station daneben auch einem breiteren Zuhause-Notstrom dient.

Im Vergleich zu Jackery Explorer 3000 v2 und FOSSiBOT F3600 Pro

Auf dem Papier zielen die E3600LFP, die Jackery Explorer 3000 v2 und die FOSSiBOT F3600 Pro auf dasselbe Segment sehr hoher Kapazität. Jede hat, sobald man die realen Zahlen berücksichtigt, ein eigenes Profil.

Pecron E3600LFP im Vergleich zu ihren zwei direkten Konkurrentinnen (festgestellte Werte)
KriteriumPecron E3600LFPJackery Explorer 3000 v2FOSSiBOT F3600 Pro
Kapazität3072 Wh3072 Wh3840 Wh
ErweiterbarJa, bis 15.360 WhNeinJa, bis 11.520 Wh
Max. Solareingang2400 WNicht angegebenNicht angegeben
Gewicht36 kg27 kg≈ 38 kg
Festgestellter Preis≈ 999 $ (Kauf in Dollar)≈ 1599 €≈ 1349 €
Note von best-batteries.com4,04,24,3

Die Jackery überzeugt durch ein deutlich geringeres Gewicht (27 kg) und ein besser etabliertes Markenumfeld, bleibt aber nicht erweiterbar und nennt keinerlei Wert zu ihrem Solareingang. Die FOSSiBOT bietet eine großzügigere Grundkapazität (3840 Wh) und eine als vollständiger bewertete Anschlussausstattung, zu einem mittleren Preis. Gegenüber beiden hebt sich die E3600LFP durch das beste Verhältnis von Startpreis zu Kapazität und die größte Erweiterungsreserve des Trios ab, auf Kosten einer in Europa weniger etablierten Marke, einer weniger großzügigen Spitzenleistung als angegeben, und eines Kaufwegs, der bislang in Dollar läuft, ohne Vertriebskanal in Euro.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad 3,9
Gehaltene Leistung 3,9
Aufladung 4,3
Anschlüsse und Steuerung 4,2
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Geräusch nicht gemessen
Pecron E3600LFP: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Pecron E3600LFP

Pecron E3600LFP

999.00$ (3)

Eine Power Station der Extraklasse von Pecron: 3072 Wh erweiterbar auf bis zu 15.360 Wh, 3600 W Dauerleistung und volle Ladung in etwa 1,5 Stunden.

Produkt ansehen
Jackery Explorer 3000 v2

Jackery Explorer 3000 v2

Ansehen (4)

3072 Wh und 3600 W, um fast das ganze Haus zu versorgen: Kühlschrank, Kochfelder, Werkzeug. Eine Station mit hoher Kapazität, die transportabel bleibt und in unter 2 Stunden lädt.

Produkt ansehen
Fossibot F3600 Pro

Fossibot F3600 Pro

Ansehen (4)

Stark genug, um das ganze Haus abzusichern: Die Fossibot F3600 Pro liefert 3600W, speichert 3840Wh erweiterbar auf 11520Wh und lädt in voller Geschwindigkeit.

Produkt ansehen
Aferiy P310

Aferiy P310

Ansehen (8)

Mit 3840 Wh erweiterbar auf 11520 Wh, 3600 W (7200 W Spitze) und 7 Jahren Garantie zielt die Aferiy P310 auf erschwingliches High-End.

Produkt ansehen

Unsicher bei der Wahl?

Häufige Fragen

Bis zu vier zusätzliche EP3000-48V-Batterien erhöhen die Gesamtkapazität von 3072 auf 15.360 Wh, ohne die zentrale Einheit zu verändern. Das ist die höchste Erweiterungsrate ihres direkten Vergleichsfelds. Ein verlässlicher Preis für diese Zusatzbatterien ließ sich nicht ermitteln.

Nein: Eine Schutzabschaltung löste je nach Fall zwischen etwa 4300 W und 5800 W aus, deutlich unter der angegebenen Zahl. Die Dauerleistung von 3600 W bereitete dagegen bei den getesteten Lasten keine Probleme.

Etwa 1,5 Stunden mit dem mitgelieferten 30-A-Kabel (3200 W), oder rund 2 bis 2 Stunden 10 Minuten mit einem handelsüblichen 15-A-Kabel (1800 W). Diese Werte wurden übereinstimmend gemessen.

Nicht direkt in Euro zum Zeitpunkt der Erstellung: Der Europa-Shop des Herstellers listet dieses Modell nicht zum Kauf, sondern nur als kompatibel mit einer seiner Erweiterungsbatterien. Der Kauf erfolgt in Dollar im internationalen Shop.

Rund 2700 Wh (89 %) bei hoher, kontinuierlicher Last nahe 3000 W, aber nur etwa 2300 Wh (75 %) bei einer kleinen Dauerlast wie einem Kühlschrank mit 90 W, wegen des Eigenverbrauchs des Wechselrichters.

Ein deutlich hörbares Lüftergeräusch tritt bei Schnellladung oder hoher Ausgangsleistung auf, doch keine ausreichend dokumentierte Dezibel-Messung ließ sich zur Bestätigung mit einer Zahl finden.