Noco GB150 Boost Pro: unsere ausführliche Einschätzung

Der Noco GB150 Boost Pro verspricht 3000 A, um einen Diesel bis 7 L wieder in Gang zu bringen. Das offizielle Datenblatt bestätigt diesen Wert und den Kern des Versprechens, mit einem selten hervorgehobenen echten Plus: Er ist das einzige Modell der Reihe mit eingebautem Voltmeter.

Unsere Note
4,1/5
Tatsächlich gelieferter Strom: 4,0 von 5 (Gewichtung 30 %)Strom4,0Kapazität und Vielseitigkeit: 4,3 von 5 (Gewichtung 20 %)Kapazität4,3Sicherheit und Schutzfunktionen: 4,4 von 5 (Gewichtung 15 %)Sicherheit4,4Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 10 %)Verarbeitung3,8
Starthilfegerät Noco GB150 Boost Pro mit seinen Polzangen vor hellem Hintergrund

Das Wichtigste

Der GB150 hält sein Flaggschiff-Versprechen. Die 3000 A Spitzenstrom und die angegebene Kompatibilität (Benzin bis 9 L, Diesel bis 7 L) entsprechen dem offiziellen Datenblatt, stimmig mit seiner Position an der Spitze der Boost-Reihe. Ein Detail verdient besondere Erwähnung: Er ist das einzige Modell der Reihe mit eingebautem Voltmeter, das die tatsächliche Spannung der Fahrzeugbatterie anzeigt, ein echtes Diagnosewerkzeug zusätzlich zur Startfunktion. Die angegebenen 80 Startvorgänge pro Ladung und die 500 Lumen starke Leuchte untermauern eine Positionierung als Werkstattwerkzeug statt als gelegentliche Pannenhilfe. Wie beim Rest der Reihe verdienen zwei Marketingzahlen die übliche Vorsicht: Für das Verhalten bei strengem Frost liegen keine protokollierten Daten vor, und die Langzeitzuverlässigkeit des internen Akkus bleibt anekdotisch, mit Rückmeldungen, die von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich ausfallen. Mit über 3 kg und 250 € ist er ein Werkzeug für alle, die diese Leistung wirklich brauchen, kein Kauf aus reiner Vorsicht.

Stärken

  • 3000 A Spitzenstrom gemäß offiziellem Datenblatt, stimmig mit den angegebenen Motoren (Benzin 9 L, Diesel 7 L)
  • Einziges Modell der Noco-Reihe mit eingebautem Voltmeter, zur Diagnose der tatsächlichen Spannung der Fahrzeugbatterie
  • Bis zu 80 angegebene Startvorgänge pro Ladung, ein echtes Werkstattwerkzeug statt einer gelegentlichen Pannenhilfe
  • UltraSafe-Sicherheit bestätigt (Funkenschutz, Verpolungsschutz), Gehäuse nach IP65
  • LED-Leuchte mit 500 Lumen und 7 Modi, deutlich stärker als bei den kleineren Modellen der Reihe

Schwächen

  • Für dieses Modell wurden keine protokollierten Daten zum Verhalten bei strengem Frost gefunden
  • Langzeitzuverlässigkeit des internen Akkus kaum belegt, Rückmeldungen fallen von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich aus
  • Aufladen über einen einfachen USB-Anschluss, mehrere Stunden nötig für einen Akku dieser Kapazität
  • Gewicht und Abmessungen (rund 3,4 kg), die eher ein Werkstattwerkzeug als ein Handschuhfach-Zubehör daraus machen
  • Der Spitzenstrom wurde auf den neuesten Datenblättern von 4000 A auf 3000 A revidiert, was angesichts noch online befindlicher älterer Produktseiten verwirren kann
Noco GB150 Boost Pro: Datenblatt und Preis ansehen →

Was die 3000 A wirklich wert sind

Der Spitzenstrom von 3000 A und die angegebene Motorkompatibilität (Benzin bis 9 L, Diesel bis 7 L) entsprechen dem offiziellen Datenblatt des GB150, stimmig mit seiner Position als leistungsstärkstes Modell der 12-Volt-Reihe.

3000 A
Spitzenstrom
88 Wh
Interner Akku
80
Angegebene Startvorgänge pro Ladung
3,4 kg
Gewicht mit Zubehör

Von 4000 A zu 3000 A: kein Leistungsrückgang

Manche älteren Produktseiten bei Händlern, die ihr Datenblatt nicht aktualisiert haben, geben für den GB150 noch immer 4000 A an. Das aktuelle offizielle Datenblatt und die Herstellerseite zeigen für dasselbe, derzeit produzierte Produkt heute 3000 A.

Wissenswert: Diese Änderung der Kennzeichnung dürfte eher einer Überarbeitung der Messmethode für den Ampere-Spitzenwert entsprechen als einem tatsächlichen Leistungsrückgang des Produkts. Diese Erklärung stammt aus einer einzigen, nicht offiziellen Quelle und ist daher mit der üblichen Vorsicht zu behandeln, passt aber zur allgemeineren Beobachtung, dass die angegebenen Spitzenwerte in dieser Produktkategorie je nach verwendeter Messmethode stark von Marke zu Marke schwanken.

Das eingebaute Voltmeter: ein echtes Unterscheidungsmerkmal

Anders als der Rest der Boost-Reihe verfügt der GB150 über ein Voltmeter, das die tatsächliche Spannung der angeschlossenen Fahrzeugbatterie anzeigt. Das ist ein eigenständiges Diagnosewerkzeug: Statt nur festzustellen, dass eine Batterie leer ist, lässt sich ihre genaue Spannung vor und nach dem Startvorgang ablesen, nützlich, um zu beurteilen, ob die Fahrzeugbatterie ausgetauscht werden sollte, statt sie endlos weiter aufzuladen.

Die UltraSafe-Sicherheit, identisch zum Rest der Reihe

Die UltraSafe-Technologie schützt vor Verpolung und Funken: Die Zangen bleiben stromlos, solange der Anschluss nicht korrekt hergestellt ist. Das Gehäuse ist nach IP65 zertifiziert, mit einer gummierten, umspritzten Schutzhülle, und das Produkt trägt die Zertifizierungen FCC, RoHS, ETL und UN38.3 (Transport von Lithium-Batterien).

Bis heute ist für dieses Modell kein Sicherheitsrückruf bekannt.

Was wir noch nicht wissen

Der angegebene Betriebstemperaturbereich reicht von -20 °C bis +50 °C, eine Herstellerangabe. Für dieses Modell wurde keine protokollierte Messung zum Verhalten bei strengem Frost (realer Startvorgang bei kontrollierter Temperatur) gefunden, eine Lücke, die auch beim Rest der Boost-Reihe auftritt.

Einschränkung: Die Langzeitzuverlässigkeit des internen Akkus bleibt anekdotisch: Die verfügbaren Rückmeldungen sind uneinheitlich, ohne bezifferte Ausfallquote oder Studie mit großer Stichprobe. Auch die als gering angegebene Selbstentladung (Lithium-Chemie) wurde für dieses genaue Modell nicht unabhängig gemessen.

Im Vergleich zur Noco-Reihe

Technischer Vergleich: GB70, GBX75 und GB150 in der Noco-Reihe (offizielle Datenblätter)
KriteriumGB70GBX75GB150
Spitzenstrom2000 A2500 A3000 A
Freigegebener Diesel6,0 L6,5 L7,0 L
Startvorgänge pro Ladung≈ 40≈ 50≈ 80
Aufladen des BoostersUSB-CUSB-C, schnellUSB, langsamer

Der GB150 übertrifft den GBX75 bei Ampere, Diesel-Kompatibilität und Anzahl der Startvorgänge, und das bei einem trotzdem niedrigeren Preis. Was der GBX75 im Gegenzug behält, ist ein deutlich schnelleres Aufladen des Boosters über USB-C, ein echter Komfortvorteil für alle, die das Gerät häufig aufladen. Für den Hausgebrauch an einem gängigen Diesel bleibt der GB70 die vernünftige Wahl, günstiger und für die große Mehrheit der Fahrzeuge ausreichend.

Preis und Verfügbarkeit

Der GB150 bewegt sich je nach Anbieter bei rund 250 bis 275 €, ohne zum Zeitpunkt der Erstellung ein Anzeichen für eine generelle Lieferknappheit.

Für wen sich dieses Starthilfegerät eignet

Dieses Produkt eignet sich gut für alle, die regelmäßig große Dieselmotoren wieder anlassen müssen (ausgebauter Kastenwagen, Traktor, Boot) oder im gewerblichen oder vereinsmäßigen Rahmen mehrere Fahrzeuge betreuen, wo die 80 Startvorgänge pro Ladung und das Diagnose-Voltmeter ihren vollen Sinn entfalten.

Für den klassischen Hausgebrauch eignet es sich deutlich weniger: Für einen Privatwagen reicht ein GB50 völlig aus, für einen Bruchteil von Preis und Gewicht. Für einen 24-Volt-Lkw eignet sich kein Modell dieser Reihe.

Das Produkt und seine Alternativen

Noco GB150 Boost Pro

Noco GB150 Boost Pro

Ansehen (53)

Der stärkste Noco mit 12 Volt: 3000 Ampere, ein Siebenliter-Diesel ohne Zögern wiedererweckt, und achtzig Startvorgänge mit einer Ladung.

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Häufige Fragen

Die neuesten Datenblätter zeigen 3000 A, das ist die aktuell gültige Zahl. Diese Änderung dürfte einer Überarbeitung der Messmethode für den Spitzenwert entsprechen und keinem tatsächlichen Leistungsrückgang des Produkts.

Es zeigt die tatsächliche Spannung der angeschlossenen Fahrzeugbatterie an, ein Diagnosewerkzeug, mit dem sich beurteilen lässt, ob eine Batterie ausgetauscht werden sollte, statt sie endlos weiter aufzuladen. Es ist das einzige Modell der Noco-Reihe mit dieser Funktion.

Nicht wirklich. Für den klassischen Hausgebrauch reichen der GB50 oder der GB70 völlig aus, günstiger und leichter. Der GB150 zielt auf große Dieselmotoren sowie den gewerblichen oder vereinsmäßigen Einsatz mit mehreren Pannenhilfen hintereinander.

Mehrere Stunden, da die Aufladung über einen einfachen USB-Anschluss erfolgt. Der weniger leistungsstarke GBX75 lädt dank USB-C deutlich schneller.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,1/5
Tatsächlich gelieferter Strom 4,0
Kälteverhalten nicht gemessen
Kapazität und Vielseitigkeit 4,3
Sicherheit und Schutzfunktionen 4,4
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
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