Achtung: Verwechslungsgefahr mit einem ähnlichen Ugreen-Modell
Vor der Leistung ist ein wichtiger Hinweis nötig, der ernster ist, als er zunächst klingt: Ugreen verkauft ein weiteres Modell mit fast identischem Namen, jedoch ohne integrierte Kabel und mit anderer Leistungsaufteilung zwischen den beiden USB-C-Anschlüssen. Diese Verwechslungsgefahr ist real genug, um bis zu dieser Überprüfung auch unsere eigene Produktseite betroffen zu haben, mit Gewicht, Kauflink und Leistungsaufteilung, die tatsächlich zu diesem anderen Modell gehörten.
| Merkmal | Nexode Pro 200W (dieses Modell) | Modell ohne integrierte Kabel |
|---|---|---|
| Integrierte Kabel | 2 (einziehbares USB-C + USB-C am Trageband) | Keine |
| USB-C-Aufteilung | 100 W + 100 W (symmetrisch) | 140 W + 100 W (asymmetrisch) |
| Ladeeingang | ≈ 100 W | 65 W |
| Gewicht | 631 g | 595 bis 609 g |
Vor dem Kauf über einen externen Link lohnt es sich, grundsätzlich auf den Produktfotos die zwei integrierten Kabel zu prüfen: Das ist das einfachste Merkmal, um die beiden Modelle zu unterscheiden.
Endlich eine symmetrische Aufteilung von 100 + 100 W
Die beiden USB-C-Anschlüsse der Nexode Pro 200W liefern per Power Delivery jeweils bis zu 100 W, insgesamt also 200 W. Das ist eine symmetrische Aufteilung: Jedes Kabel kann 100 W liefern, ohne Rangfolge zwischen Haupt- und zweitem Anschluss. Konkret lässt sich so ein MacBook Pro 16 Zoll mit voller Geschwindigkeit über einen Anschluss aufladen, während ein zweiter Laptop am anderen genauso schnell lädt, ohne dass einer der beiden gegenüber dem anderen benachteiligt wird.
Die Aufladung hält, was sie verspricht
Der Akku selbst nimmt an seinen USB-C-Anschlüssen bis zu rund 100 W an, für eine volle Ladung in etwas über zwei Stunden. Das ist ein echter Pluspunkt: Anders als bei anderen Produkten dieser Kategorie, bei denen der angegebene Ladeeingang nicht der tatsächlich angenommenen Leistung entspricht, gibt es hier keine Abweichung zwischen Angabe und Realität.
Ein Netzladegerät mit 65 W oder mehr reicht aus, um dieses Tempo zu nutzen. Es ist nicht im Lieferumfang der Batterie enthalten.
Angegebene Kapazität und tatsächlich nutzbare Energie
Die nominalen 25000 mAh entsprechen genau genommen 92,5 Wh (25 Ah bei 3,7 V), ein Wert, den Ugreen auf manchen Produktseiten teils auf 90 Wh abrundet, wahrscheinlich um komfortabel unter der im Flugzeug erlaubten Grenze von 100 Wh zu bleiben. Beide Werte bezeichnen dieselbe Batterie. Es handelt sich nicht um eine Abweichung zwischen zwei Angaben.
Die Drosselung am Ende der Entladung
Unter einer konstanten Last von nahezu 100 W beginnt die abgegebene Leistung bereits ab etwa 29 % Restladung zu sinken. Zum Vergleich: Unter ähnlichen Bedingungen beginnt ein konkurrierendes Modell mit 25000 mAh und 165 W erst bei rund 25 % Restladung zu drosseln. Der Unterschied ist nicht riesig, bedeutet aber konkret, dass die Nexode Pro 200W am Ende der Entladung etwas früher an Leistung verliert als dieser konkrete Konkurrent.
Ein Format, das seine Größe nicht versteckt
Mit 631 g versucht die Nexode Pro 200W gar nicht erst, in einer Tasche zu verschwinden: Das ist der logische Preis für 25000 mAh, zwei integrierte Kabel und eine Ausgangsleistung von 200 W. Verarbeitung und Design gelten als hochwertig, passend zu dieser Positionierung als Arbeitswerkzeug statt als dezentes Zubehör.
Für alle, die tagsüber gelegentlich ein Smartphone aufladen, ist dieses Format überdimensioniert. Es ergibt vollen Sinn für alle, die unterwegs wirklich ein oder zwei Laptops versorgen müssen, ein Einsatzzweck, bei dem sich das Gewicht durch die verfügbare Leistung rechtfertigt.
Was zu diesem genauen Modell noch nicht bekannt ist
Man muss ehrlich mit den Grenzen dessen umgehen, was heute überprüfbar ist. Die im Februar 2026 eingeführte Nexode Pro 200W ist noch zu jung, um bereits eine umfangreiche unabhängige Berichterstattung angesammelt zu haben: bislang kein vollständiger, von großen allgemeinen Labors veröffentlichter Prüfbericht, kaum langfristige Nutzererfahrungen in nennenswerter Zahl, und keine unabhängige Temperaturmessung unter anhaltender Last.
Die vom Hersteller angegebenen Schutzmerkmale (Temperaturüberwachung, feuerfestes Gehäuse, 25000 vom Hersteller angegebene Zugzyklen für das einziehbare Kabel) bleiben bis heute vom Hersteller stammende Angaben, die unabhängig nicht bestätigt sind. Das sind keine negativen Signale, sondern lediglich blinde Flecken, die einschränken, was sich mit Sicherheit über dieses genaue Modell sagen lässt.
Im Vergleich zur Konkurrenz
Im Vergleich zur Anker Prime 27650 250W spricht die Papierform für Anker (250 W, 27650 mAh). Bei gleichzeitiger Nutzung beider USB-C-Anschlüsse als Ladeeingang begrenzt sie sich jedoch real auf etwa 170 W der angegebenen 250 W, also 68 % des Versprechens. Für die Nexode Pro 200W liegt bei gleichzeitiger Nutzung keine gleichwertige Messung vor, was den direkten Vergleich an dieser Stelle unmöglich macht: eine Datenlücke, die die gesamte Kategorie betrifft, keine Schwäche, die nur einem der beiden Produkte eigen wäre.
Im Vergleich zu einem günstigeren Modell wie der Baseus Blade H1 (20000 mAh, 100 W, digitales Display) hebt sich die Nexode Pro 200W durch ihre höhere Kapazität und ihre zwei integrierten Kabel ab, für einen Einsatzzweck, der wirklich 200 W statt 100 W rechtfertigt.
Für wen sich dieses Modell eignet
Dieses Produkt eignet sich gut für alle, die unterwegs ein oder zwei Laptops aufladen müssen, ohne dank der beiden integrierten USB-C-Kabel nach einem passenden Kabel suchen zu müssen. Die symmetrische Aufteilung von 100 + 100 W und die angabegetreue Ladegeschwindigkeit machen daraus ein Arbeitswerkzeug, das zu seiner Premium-Positionierung passt.
Weniger geeignet ist es für alle, die ein leichtes Format für die tägliche Smartphone-Ladung suchen: In diesem Fall bleibt ein kompakterer und weniger leistungsstarker Akku die passendere Wahl. Und wie bei jedem Kauf in dieser Ugreen-Reihe ist die Prüfung, ob wirklich das Modell mit integrierten Kabeln bestellt wird und nicht sein naher Verwandter ohne Kabel, kein optionaler Schritt.
