Fossibot FDC300: unsere ausführliche Einschätzung

Auf der IFA 2026 vorgestellt, verzichtet diese Mini-Powerstation komplett auf eine Steckdose und auf einen 12-V-Ausgang, zwei Entscheidungen, die sie von ihren beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität unterscheiden, die auf dieser Seite bereits besprochen wurden. Ihr integrierter Personenventilator ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, doch das Produkt ist zu neu, als dass bereits unabhängige Daten zu Wirkungsgrad oder gehaltener Leistung vorliegen würden.

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,0Gehaltene Leistung: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung4,0Aufladung: 4,1 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden4,1Anschlüsse und Steuerung: 3,8 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,8Verarbeitung und Ausdauer: 4,0 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung4,0

Wie wird diese Note berechnet?

Fossibot FDC300 Powerstation schräg von vorne, Personenventilator ausgeklappt und Display mit Ladezustand sichtbar

Das Wichtigste

Die Fossibot FDC300 übernimmt eine Architektur, die auf dieser Seite bereits vorhanden ist, ein Gehäuse zu 100 % auf USB-C ausgelegt, ohne Wechselrichter und ohne Steckdose, und ergänzt sie um ein echtes Alleinstellungsmerkmal: einen klappbaren Personenventilator, der laut Herstellerangabe bis zu 100 Stunden allein aus dem eigenen Akku laufen kann. Anders als ihre beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität, die auf dieser Seite bereits bewertet wurden, bietet sie dagegen keinerlei 12-V-Ausgang, und ihre Gesamtleistung ist bei 200 W gedeckelt, obwohl die beiden USB-C-Hauptanschlüsse mit je 140 W angegeben werden und nicht gleichzeitig mit voller Leistung genutzt werden können. Die auf der IFA 2026 vorgestellte FDC300 ist zu neu, als dass bereits unabhängige Daten zu ihrem tatsächlichen Wirkungsgrad, ihrer gehaltenen Leistung oder der Lautstärke ihres Ventilators vorliegen würden: jede hier genannte Zahl stammt aus der Dokumentation des Herstellers. Das Produkt lässt sich für seine Originalität und seine USB-C-Vielseitigkeit empfehlen, sofern man diesen völlig fehlenden Erfahrungswert und eine im Vergleich zu den direkten Rivalen bescheidenere Anschlussausstattung akzeptiert.

Stärken

  • Klappbarer Personenventilator, laut Hersteller bis zu 100 Stunden Laufzeit allein mit dieser Funktion, eine Funktion, die beiden direkten Konkurrenten fehlt
  • Zwei bidirektionale USB-C-Anschlüsse mit je bis zu 140 W, nutzbar sowohl zum Laden als auch zur Abgabe
  • Integriertes Display, das durchgehend den Ladezustand anzeigt, ergänzt durch eine versteckte Lampe und eine Handy-Halterung unter dem Gehäuse
  • Kompaktes Gewicht von 2,7 kg, in Frankreich bereits ab Markteinführung erhältlich, unter anderem über große Publikumsmärkte
  • LiFePO4-Chemie für über 3000 Zyklen angegeben, im Einklang mit dem übrigen Markt der reinen DC-Mini-Powerstations

Schwächen

  • Kein 12-V-Ausgang, anders als bei ihren beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität (288 Wh), die auf dieser Seite bereits bewertet wurden
  • Gesamtleistung bei 200 W gedeckelt, obwohl die beiden USB-C-Hauptanschlüsse mit je 140 W angegeben werden: beide können daher nicht gleichzeitig mit voller Leistung genutzt werden
  • Bislang keine unabhängigen Daten zur tatsächlich abgegebenen Kapazität, zur real gehaltenen Leistung oder zum Geräuschpegel des Ventilators verfügbar
  • Angegebene Lebensdauer von 3000 Zyklen und mehr, unter den 4000 Zyklen und mehr, die für den nächstliegenden bereits bewerteten DC-Konkurrenten angegeben werden
  • Mehrere im Umlauf befindliche generische Produktdatenblätter behaupten fälschlich eine Steckdose oder einen 12-V-Ausgang für dieses Modell, eine Verwechslung, die beim Angebotsvergleich zu vermeiden ist
  • Noch keine Erfahrungswerte über einen längeren Zeitraum vorhanden, da das Produkt erst wenige Tage vor der Abfassung dieser Einschätzung auf der IFA 2026 vorgestellt wurde
Fossibot FDC300: Datenblatt und Preis ansehen →

Eine Mini-Powerstation zu 100 % auf USB-C, weder klassische Station noch reine Powerbank

Die Fossibot FDC300 wurde auf der IFA 2026 vorgestellt (Berlin, 4. bis 8. September, Halle 2.2), in einem Segment, das diese Seite bereits zweimal behandelt hat: Mini-Powerstations zu 100 % auf USB-C, ganz ohne Steckdose. Ihr 288-Wh-LiFePO4-Akku liegt exakt auf der gleichen Kapazitätsstufe wie die Anker Solix C300X DC und die EcoFlow Trail 300 DC, zwei bereits hier besprochene direkte Konkurrenten. Das Gehäuse misst 135 x 135 x 205 mm bei 2,7 kg, Ventilator inklusive.

288 Wh
angegebene LiFePO4-Kapazität
200 W
gedeckelte Gesamtleistung
2,7 kg
Gewicht, Ventilator inklusive
100 h
angegebene Laufzeit allein mit Ventilator

Dieses kompakte Format zielt auf einen genauen Einsatzbereich ab: das Laden mobiler Elektronik (Smartphones, Tablets, USB-C-Laptops, Drohnen, Kameras) statt des Ersatzes einer festen Stromversorgung. Anders als eine gewöhnliche Powerbank verfügt sie über ein Display, das durchgehend den Ladezustand anzeigt, einen XT60-Eingang für Solar oder 12-V-Fahrzeug, und vor allem über ein Zubehörteil, das kein direkter Konkurrent gleicher Kapazität bislang bietet: einen klappbaren Personenventilator. Das Produkt wird bereits in Frankreich vertrieben, unter anderem über große Publikumsmärkte, ein Zeichen für echte Verfügbarkeit ab Markteinführung statt einer bloßen Vorbestellung ins Blaue.

Die FDC300 will nicht mit den großen Stationen derselben Marke konkurrieren, etwa der Fossibot F1200 mit ihrer 1200-W-Steckdose: Sie besetzt eine schmale Nische zwischen Premium-Powerbank und kleiner Notstromstation, eine Nische, die diese Seite bereits zweimal behandelt hat, mit unterschiedlichen Ergebnissen bei Anschlüssen und Wirkungsgrad.

Keine Steckdose, kein 12-V-Ausgang: eine Entscheidung, die man vor dem Kauf verstehen sollte

Der Verzicht auf die Steckdose ist keine Marketing-Vereinfachung: Die offizielle Dokumentation des Herstellers hält es für genau diese Referenz schwarz auf weiß fest, keine Steckdose ist an der FDC300 vorhanden. Die gesamte Leistung kommt über die USB-C- und den USB-A-Anschluss heraus. Diese Entscheidung rückt das Gerät direkt in die Nähe seiner beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität, der Anker Solix C300X DC und der EcoFlow Trail 300 DC, die dieselbe architektonische Entscheidung treffen: Ohne eine Gleichstrom-Wechselstrom-Wandlerstufe muss die gespeicherte Energie nicht durch einen Wechselrichter laufen, um ein USB- oder Gleichstromgerät zu versorgen, was die Umwandlungsverluste bei dieser Art von Ausgang mechanisch begrenzt.

Ein Punkt unterscheidet die FDC300 dennoch von diesen beiden gleichen Rivalen, und das nicht zu ihrem Vorteil: kein 12-V-Ausgang ist am Gerät vorhanden, während ihre beiden direkten Konkurrenten je einen anbieten (Zigarettenanzünder-Buchse oder eigener Ausgang). Konkret schließt das klassisches 12-V-Zubehör für Van und Camping von vornherein aus, Kühlbox, Wasserpumpe, Standard-12-V-Beleuchtung, das normalerweise an dieser Art von Buchse angeschlossen wird statt an einen USB-C-Anschluss. Wer solches Zubehör bereits besitzt, für den ist das kein kleines Detail: Es braucht entweder einen separaten USB-C-zu-12-V-Adapter, oder man verzichtet darauf, dieses Zubehör mit genau dieser Station zu nutzen.

Im Gegenzug behält die FDC300 den Kern dessen, was diese Architektur interessant macht: Das Laden eines Laptops, eines Smartphones, eines Tablets oder einer Drohne bleibt möglich, ohne über einen Wechselrichter zu laufen, solange das Gerät USB-C oder USB-A unterstützt. Der XT60-Eingang wiederum nimmt bis zu 120 W über Solar oder eine 12-V-Fahrzeugsteckdose auf, ein Eingang, den nicht jeder Konkurrent des Segments in dieser Form bietet und der die FDC300 von einer einfachen, übergroßen Powerbank abhebt.

Der klappbare Personenventilator, das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der FDC300

Das ist es, was die FDC300 wirklich von ihren beiden direkten Konkurrenten unterscheidet: Weder die Anker Solix C300X DC noch die EcoFlow Trail 300 DC verfügen über einen Ventilator. Die FDC300 dagegen verbirgt einen klappbaren Personenventilator auf der Oberseite des Gehäuses, mit drei Stufen und einem „Naturwind“-Modus, der die Intensität des Luftstroms variiert. Eingeklappt liegt er flach auf der Geräteoberseite und gibt darunter eine versteckte Handy-Halterung frei; ausgeklappt richtet er sich aus, um direkt die nutzende Person zu kühlen statt das Innere des Geräts.

Der Hersteller gibt bis zu 100 Stunden Laufzeit an, wenn ausschließlich diese Funktion bei vollem Akku genutzt wird, potenziell also mehrere Nächte hintereinander ohne Nachladen. Bislang lässt sich diese Zahl für ein gerade erst vorgestelltes Modell durch keine unabhängigen Daten bestätigen, die Größenordnung bleibt jedoch plausibel: Ein kleiner Personenventilator zieht typischerweise nur wenige Watt, deutlich weniger als die meisten USB-C-Anwendungen desselben Akkus.

Eine integrierte Lampe mit drei Modi und ein Display, das durchgehend den Ladezustand anzeigt, runden die Ausstattung ab, in einem im Übrigen für die Kategorie recht klassischen Gehäuse (graue Verarbeitung, grüne Akzente, seitlicher Griff für den Transport). Es handelt sich um ein Bündel von Zusatzfunktionen statt um ein einzelnes Verkaufsargument, aber um ein Bündel, das keiner der beiden auf dieser Seite bereits besprochenen direkten Konkurrenten bislang bietet, und das für sich genommen einen guten Teil des Reizes des Produkts für Biwak, Sommerterrasse oder Festival ausmacht.

200 W insgesamt, 140 W pro Anschluss: was das in der Praxis bedeutet

Die FDC300 bietet drei USB-C-Anschlüsse und einen USB-A-Anschluss: zwei bidirektionale USB-C-Anschlüsse mit je bis zu 140 W (Power-Delivery-3.0-kompatibel, nutzbar sowohl zum Laden als auch zur Abgabe), ein dritter USB-C-Anschluss bei 30 W gedeckelt, und ein USB-A-Anschluss mit Quick Charge 3.0 bei 18 W. Zusammengerechnet ergeben diese vier Anschlüsse 328 W an einzeln angegebener Leistung. Das technische Datenblatt des Produkts gibt jedoch eine Gesamtleistungsgrenze von 200 W für das gesamte Gerät an, über alle Anschlüsse hinweg.

Maximale angegebene Leistung je Ausgangsanschluss der Fossibot FDC300, und die vom Hersteller angegebene Gesamtgrenze von 200 W für das ganze Gerät200 W, angegebene GrenzeUSB-C Nr. 1140 WUSB-C Nr. 2140 WBeide zusammen280 WUSB-C Nr. 330 WUSB-A18 W
Einzeln angegebene Leistung je Anschluss (Herstellerangaben), und theoretische Summe der beiden USB-C-Hauptanschlüsse im Vergleich zur angegebenen Gesamtgrenze von 200 W für das ganze Gerät.

Die praktische Folge lässt sich einfach benennen, auch ohne sie unabhängig überprüft zu haben: Die beiden USB-C-Hauptanschlüsse können nicht gleichzeitig je 140 W liefern, da ihre Summe (280 W) bereits für sich allein die angegebene Grenze von 200 W übersteigt. Ein leistungsstarker Laptop an einem Anschluss und ein zweites, stromhungriges Gerät am anderen teilen sich also eine Gesamtleistung, die unter der Summe ihrer einzelnen Grenzwerte liegt, ein bei dieser Geräteart üblisches Verhalten, das in der Werbung jedoch selten hervorgehoben wird.

Für den alltäglichen Gebrauch, Smartphone plus Tablet, oder ein einzelner Laptop am Hauptanschluss, macht sich diese Grenze nie bemerkbar: Sie wird erst konkret, wenn man versucht, zwei anspruchsvolle Geräte gleichzeitig bis zum jeweiligen Maximum ihrer eigenen Angaben zu laden. Ein einzelner Laptop an einem der beiden 140-W-Anschlüsse bleibt deutlich innerhalb der angegebenen Grenze, unabhängig davon, was zusätzlich am 30-W-USB-C-Anschluss oder am USB-A-Anschluss hängt.

Laden: drei Modi, ein gemeinsam genutztes elektronisches Limit

Der Hersteller gibt drei Lademodi an: die beiden USB-C-Hauptanschlüsse kombiniert, ein einzelner USB-C-Anschluss, oder der XT60-Anschluss über Solar oder eine 12-V-Fahrzeugsteckdose (maximal 120 W).

Vom Hersteller angegebene vollständige Ladezeiten je nach genutztem Modus, vom einzelnen USB-C-Anschluss bis zum XT60-Eingang für Solar oder 12-V-Fahrzeug2 USB-C-Anschlüsse (280 W Spitze)1h361 USB-C-Anschluss (140 W)2h17XT60 Solar oder 12 V (120 W)2h40
Vollständige Ladezeiten (0 bis 100 %), wie vom Hersteller für jeden Lademodus angegeben. Bislang keine unabhängige Überprüfung für dieses Modell verfügbar.

Diese drei Zeiten bleiben bislang Dokumentationswerte, ohne unabhängige Überprüfung für ein gerade erst vorgestelltes Modell. Eine einfache Rechnung anhand dieser gleichen Zahlen liefert dennoch eine nützliche Plausibilitätsprüfung: 288 Wh, die in 1h36 (96 Minuten) geladen werden, entsprechen einer durchschnittlichen Leistung von rund 180 W über die gesamte Ladung hinweg, unter den 200 bis 260 W, die der Hersteller je nach aufgerufener Dokumentationsseite für diesen Modus nennt. Diese Differenz zwischen Spitzenleistung und Durchschnittsleistung ist nichts Ungewöhnliches: Jede Lithium-Akku-Ladung verlangsamt sich in ihrer letzten Phase, bei nahezu konstanter Spannung, was den Durchschnitt über den gesamten Zyklus mechanisch senkt. Dieselbe Rechnung, auf die beiden anderen Modi angewandt (rund 126 W Durchschnitt über 2h17 an einem einzelnen Anschluss, rund 108 W Durchschnitt über 2h40 über den XT60), bleibt jedes Mal im Einklang mit der für den jeweiligen Modus angegebenen Grenze.

Eine letzte Anmerkung verdient es, genannt statt verschwiegen zu werden: Die offizielle Dokumentation des Herstellers ist beim genauen Limit des kombinierten USB-C-Eingangs nicht ganz einheitlich, mal 200 W, mal 260 W, je nach aufgerufener Seite. Der Unterschied ändert nichts an der angegebenen Ladezeit, die bereits in der Zahl von 1h36 enthalten ist, zeigt aber, dass selbst die offiziellen Zahlen zu diesem sehr neuen Produkt noch nicht vollständig von einer Seite zur anderen abgeglichen wurden.

Im Vergleich zu ihren beiden bereits bewerteten direkten Konkurrenten

Das Segment der Mini-Powerstations zu 100 % auf USB-C, ohne Steckdose, ist auf dieser Seite nicht neu: Die Anker Solix C300X DC (bewertet mit 4,3) und die EcoFlow Trail 300 DC (bewertet mit 4,4) teilen sich exakt dieselbe Kapazität von 288 Wh wie die FDC300, bei vergleichbarer Architektur.

Fossibot FDC300 im Vergleich zu ihren beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität (von den jeweiligen Herstellern angegebene Daten)
KriteriumFossibot FDC300Anker Solix C300X DCEcoFlow Trail 300 DC
Kapazität288 Wh288 Wh288 Wh
SteckdoseNeinNeinNein
12-V-AusgangNeinJaJa
Integrierter VentilatorJa, 3 StufenNeinNein
Schnellster AnschlussUSB-C 140 W (x2)USB-C 140 W (x2)USB-C 140 W (x2)
Angegebene Gesamtleistung200 WNicht angegeben300 W
Gewicht2,7 kg2,8 kg2,58 kg

Gegenüber diesen beiden Referenzen hebt sich die FDC300 durch ihren integrierten Personenventilator ab, eine Funktion, die keine der beiden anderen bietet, und durch ein etwas leichteres Gewicht als die C300X DC. Sie verliert dagegen bei zwei sehr realen Punkten, die bei beiden direkten Rivalen belegt sind: dem völligen Fehlen eines 12-V-Ausgangs, den beide anderen besitzen, und einer im Vergleich zur Trail 300 DC bescheideneren angegebenen Gesamtleistung (200 W gegenüber 300 W).

Beim Wirkungsgrad und der tatsächlich gehaltenen Leistung fällt der Vergleich klar zugunsten ihrer beiden Rivalen aus, nicht unbedingt weil die FDC300 schlechter abschneiden würde, sondern weil noch keine vergleichbare Zahl existiert, um dies in die eine oder andere Richtung zu zeigen: Die C300X DC gibt rund 95 % ihrer angegebenen Kapazität ab, und die Trail 300 DC zwischen 81 und 94 %, je nach genutztem Anschluss. Für die FDC300, die erst wenige Tage vor der Abfassung dieser Einschätzung vorgestellt wurde, liegt bislang keine gleichwertige Zahl vor: Die Ähnlichkeit zu ihren beiden Rivalen gleicher Architektur macht ein ähnliches Ergebnis plausibel, ohne es als gesichert behaupten zu können.

Vorsicht bei generischen Produktdatenblättern: mehrere behaupten eine nicht vorhandene Steckdose

Ein nützlicher Hinweis vor dem Vergleich von Online-Angeboten: Mehrere bereits im Umlauf befindliche generische Produktdatenblätter schreiben der FDC300 Merkmale zu, die nicht zu diesem genauen Modell passen, insbesondere eine Steckdose oder einen 12-V-Ausgang, beide in der offiziellen Dokumentation des Herstellers für diese Referenz nicht vorhanden. Andere nennen eine Kapazität von 299 Wh oder eine Spitzenleistung von 600 W, zwei Werte, die ebenfalls nicht in dieser gleichen offiziellen Dokumentation auftauchen, die 288 Wh und eine Grenze von 200 W für das gesamte Gerät angibt.

Diese Art von Abweichung ist nicht auf die FDC300 beschränkt: Das Segment der Mini-Powerstations und Powerbanks wird regelmäßig von generischen Datenblättern durchzogen, die Beschreibungsvorlagen wiederverwenden, die mehreren Produkten derselben Marke gemeinsam sind, ohne sie stets an die genaue betroffene Referenz anzupassen. Besonders häufig tritt das bei automatisch übersetzten Datenblättern auf, bei denen ein ganzer Absatz, der ein Nachbarmodell derselben Reihe beschreibt, übernommen wird, ohne dass Leistung, Kapazität oder Anschlüsse für die tatsächlich verkaufte Referenz überprüft worden wären.

Vor dem Vergleich eines online gefundenen Preises oder Merkmals lohnt sich die Prüfung, ob es wirklich zur FDC300 gehört und nicht zu einem anderen Modell derselben Reihe, um eine böse Überraschung bei der Lieferung zu vermeiden, insbesondere beim Fehlen der Steckdose, dem Punkt, der eine Käuferin oder einen Käufer am ehesten enttäuschen dürfte, wenn er nicht damit gerechnet hat. Der verlässlichste Anhaltspunkt bleibt die genaue Produktreferenz, die auf dem Display und dem Typenschild des Geräts selbst angezeigt wird, abgeglichen mit der offiziellen Dokumentation des Herstellers statt mit einem zufällig bei einer Suche gefundenen generischen Datenblatt.

Verarbeitung, Garantie und ein Produkt ganz ohne Erfahrungswerte

Der LiFePO4-Akku der FDC300 wird für über 3000 Lade- und Entladezyklen angegeben, ein Wert unter den 4000 Zyklen und mehr, die für die Anker Solix C300X DC angegeben werden, ihren nächstliegenden direkten Konkurrenten bei Kapazität und Architektur. Das ist kein Ausschlusskriterium, die LiFePO4-Chemie bleibt markenübergreifend für ihre thermische Stabilität und Sicherheit anerkannt, aber es ist ein realer Unterschied, den man vor dem Kauf kennen sollte, statt ihn von einer Referenz zur anderen als gleichwertig anzunehmen.

Die angegebene Herstellergarantie beträgt 3 Jahre, eine für die Kategorie angemessene Dauer, auch wenn manche Konkurrenten bei anderen Referenzen ihrer eigenen Produktreihe mehr bieten. Der angegebene Entladetemperaturbereich reicht von -10 °C bis 40 °C, eine für diese Art von Akku übliche Spanne, die mit dem übrigen Markt der LiFePO4-Mini-Powerstations im Einklang steht.

Ein Punkt bleibt, den keine Garantie ausgleichen kann: Die FDC300 wurde erst gerade auf der IFA 2026 vorgestellt, nur wenige Tage vor der Abfassung dieser Einschätzung. Es liegen noch keine Erfahrungswerte über mehrere Monate oder Jahre vor, weder zur Haltbarkeit des Ventilators über die Zeit, zu einem möglichen Anfangsfehler, noch zur Reaktionsfähigkeit des Kundendienstes im Problemfall. Das ist an sich kein negatives Signal, ein neues Produkt hat per Definition keine Vorgeschichte, aber es ist eine echte Vertrauensreserve, die man gegen die längere Erfahrung ihrer beiden direkten Konkurrenten abwägen sollte, die auf dieser Seite bereits besprochen und bewertet wurden.

Für wen sie geeignet ist, für wen weniger

Die FDC300 eignet sich für alle, die eine kompakte, vielseitige Energiereserve für mobile Elektronik suchen: Smartphone, Tablet, USB-C-Laptop, Drohne oder Kamera, dazu als Bonus ein Personenventilator, nützlich beim Camping, auf der Sommerterrasse oder auf einem Festival, sowie eine integrierte Handy-Halterung, praktisch, um beim Laden des Geräts ein Video zu verfolgen. Ihre sofortige Verfügbarkeit in Frankreich, unter anderem über große Publikumsmärkte, macht sie zu einem ab Markteinführung zugänglichen Kauf statt einer Vorbestellung ins Blaue. Für denselben Einsatzbereich macht ihr Bündel an Zusatzfunktionen (Ventilator, Lampe, Handy-Halterung) sie vielseitiger als eine reine Powerbank vergleichbarer Kapazität, ohne die 22 kg oder den Preis einer echten Station mit Steckdose.

Weniger geeignet ist sie für alle, die bereits klassisches 12-V-Zubehör besitzen (Kühlbox, Wasserpumpe, Standard-Campingbeleuchtung), das hier weder eine Steckdose noch ein 12-V-Ausgang versorgen kann, anders als bei ihren beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität. Ebenfalls wenig geeignet ist sie für alle, die eine Referenz mit bereits gesicherter Zuverlässigkeit und realer Leistung suchen: Das Produkt ist gerade erst auf den Markt gekommen, und noch keine unabhängigen Daten bestätigen die gehaltene Leistung, den tatsächlichen Wirkungsgrad oder die Lautstärke ihres Ventilators im Einsatz. Für einen Ersteinstieg in dieses Segment ohne ausgeprägte Vorliebe für den integrierten Ventilator bleiben die längere Erfahrung und die bereits verfügbaren Zahlen zu ihren beiden direkten Konkurrenten ein legitimes Auswahlkriterium.

In einem Satz: ein integrierter Personenventilator, den kein direkter Rivale bietet, in einem Gehäuse ohne 12-V-Ausgang, das auf dem Markt noch völlig neu ist.

Die Note im Detail

Unsere Note
4,0/5
Kapazität und Wirkungsgrad 4,0
Gehaltene Leistung 4,0
Aufladung 4,1
Anschlüsse und Steuerung 3,8
Verarbeitung und Ausdauer 4,0
Geräusch nicht gemessen
Fossibot FDC300: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

Fossibot FDC300

Fossibot FDC300

159.00€

Die Fossibot FDC300 (288 Wh) setzt konsequent auf USB-C: keine Steckdose, dafür bis zu 140W bidirektional je Anschluss und ein integrierter Klapp-Ventilator, der ebenso das Lager wie die Geräte kühlt.

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Anker Solix C300X DC

Anker Solix C300X DC

219.99€ (22)

288Wh, 100% USB-C mit vier Ports (2x140W, 100W, 15W): die Taschen-Station, die vier Geräte lädt, Laptop inklusive, ohne Wechselrichter und ohne Verluste. Leicht und mobil.

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EcoFlow Trail 300 DC

EcoFlow Trail 300 DC

179.00€ (4)

Eine 100% Gleichstrom-Power-Station mit 288Wh und 12V-KFZ-Anschluss: zweimal USB-C 140W, langlebiger LiFePO4-Akku, gemacht für Camping und Roadtrips.

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Fossibot F1200

Fossibot F1200

419.00€ (11)

Mit 1024 Wh, 1200 W Dauerleistung und einer Aufladung von 0 auf 80 % in nur 49 Minuten setzt die Fossibot F1200 auf Einfachheit, ganz ohne App oder Bluetooth.

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Unsicher bei der Wahl?

Häufige Fragen

Nein, die offizielle Dokumentation des Herstellers schließt das für diese genaue Referenz ausdrücklich aus: Die gesamte Leistung kommt über die USB-C- und den USB-A-Anschluss heraus. Mehrere im Umlauf befindliche generische Produktdatenblätter behaupten fälschlich das Gegenteil.

Nein, anders als ihre beiden direkten Konkurrenten gleicher Kapazität (Anker Solix C300X DC und EcoFlow Trail 300 DC), die je einen anbieten. Klassisches 12-V-Zubehör wie eine Kühlbox oder eine Pumpe lässt sich daher nicht direkt anschließen.

Nein: Ihre Summe (280 W) übersteigt die für das gesamte Gerät angegebene Gesamtleistungsgrenze von 200 W. Zusammen genutzt teilen sich die beiden Anschlüsse eine Gesamtleistung, die unter der Summe ihrer einzelnen Grenzwerte liegt.

Rund 1h36 bei Kombination beider USB-C-Anschlüsse, 2h17 mit einem einzelnen USB-C-Anschluss, oder 2h40 über den XT60-Anschluss für Solar oder eine 12-V-Fahrzeugsteckdose, laut den vom Hersteller angegebenen Zahlen.

Für den gelegentlichen persönlichen Gebrauch ja: Er wird mit bis zu 100 Stunden Laufzeit allein aus dem eigenen Akku bei drei Stufen angegeben. Ein Ventilator zur Luftumwälzung für ein ganzes Zelt oder Fahrzeug ist er dagegen nicht.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Einschätzung wurde noch kein unabhängiger Test zu diesem Modell veröffentlicht, das erst wenige Tage zuvor auf der IFA 2026 vorgestellt wurde. Die hier genannten Zahlen stammen aus der Dokumentation des Herstellers.