EcoFlow Stream 5000: unsere ausführliche Einschätzung

Ein in die Batterie integrierter 3000-W-Wechselrichter ist technisch ein echter Fortschritt, doch die vom Namen versprochene Einfachheit endet an der Steckdose.

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,0Gehaltene Leistung: 3,8 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung3,8Aufladung: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden3,7Anschlüsse und Steuerung: 3,7 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,7Verarbeitung und Ausdauer: 4,1 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung4,1

Wie wird diese Note berechnet?

EcoFlow Stream 5000 schräg von vorne, weißer Heimspeicherturm mit Display und AC-Steckdose oben sichtbar

Das Wichtigste

Der Stream 5000 hält ein echtes technisches Versprechen: ein integrierter bidirektionaler Wechselrichter, der ihn ganz ohne vorhandene Solaranlage arbeiten lässt, während sein eigenes Geschwistermodell AC 5000 auf eine bereits bestehende Anlage angewiesen ist. Seine Erweiterungsarchitektur bis 90 kWh zählt zu den besten Lösungen mit sehr hoher Kapazität im Katalog. Doch das Bild der „Plug and Play“-Einfachheit hält der Rechtslage nicht stand: jenseits von 800 W Einspeisung bleiben eine zertifizierte Fachkraft und eine Netzanmeldung nötig, und eine Erweiterung über einen Turm hinaus verlangt den Kauf einer eigenen Gateway. Erst vor knapp zwei Wochen im Vereinigten Königreich eingeführt, liegt bislang keine unabhängige Messung zu Wirkungsgrad, Geräusch oder Ladezeit vor. Ein Gerät zum genauen Beobachten, kein heute schon endgültig zu fällendes Urteil.

Stärken

  • Integrierter bidirektionaler Wechselrichter mit 3000 W: arbeitet ganz allein, ohne vorhandenen Solarwechselrichter, anders als der Stream AC 5000
  • Erweiterbar bis 90 kWh über bis zu sechs vernetzte Einheiten, eine der höchsten Obergrenzen der Kategorie
  • 4 unabhängige MPPT-Eingänge für 5000 W Solarleistung, ausreichend für mehrere unterschiedlich ausgerichtete Panelstränge ohne Verlust
  • 10 Jahre Garantie und angegebene 10.000 Zyklen, im Einklang mit den derzeit besten LFP-Standards
  • Kompakt für seine Kapazität (45,4 kg), mit lokalem Steuerungsmodus, der auch ohne Internetverbindung funktioniert

Schwächen

  • Trotz „Plug and Play“-Anmutung verlangt der reale Einsatz (vollständiger Notstrom, Einspeisung über 800 W) eine zertifizierte Fachkraft und eine Netzanmeldung, wie bei einer gewöhnlichen Hausinstallation
  • Eine Erweiterung über einen einzelnen Turm (15 kWh) hinaus verlangt den Kauf einer eigenen STREAM Gateway, ein bei der Markteinführung wenig hervorgehobener Zusatzaufwand
  • Nur eine einzige AC-Steckdose sitzt am Gerät selbst, ein wunder Punkt für eine Reihe, die mehrere Geräte ohne zusätzliche Verkabelung absichern soll
  • Zu Wirkungsgrad, Geräuschpegel oder tatsächlicher Ladezeit liegt bislang keine unabhängige Messung vor: alle kursierenden Werte stammen weiterhin vom Hersteller
  • Die Netzeinspeisung ist standardmäßig auf 800 W begrenzt, deutlich unter den angegebenen 3000 W, solange die Installation nicht förmlich vom Netzbetreiber freigegeben wurde
  • Die Verfügbarkeit bleibt bislang auf das Vereinigte Königreich beschränkt; für die anderen für September 2026 angekündigten europäischen Märkte gibt es noch kein festes Bestelldatum
EcoFlow Stream 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Ein integrierter Wechselrichter, der wirklich etwas ändert

Der Stream 5000 hebt sich von den meisten Heimspeichern durch eine Architekturentscheidung ab, die einfach klingt, aber in dieser Preisklasse selten ist: ein bidirektionaler Wechselrichter mit 3000 W, direkt in die Batterie integriert. Praktisch heißt das: Das Gerät braucht keinen bereits vorhandenen Solarwechselrichter, um zu funktionieren. Es übernimmt gleichzeitig die Umwandlung des Solarstroms in nutzbaren Strom, die Speicherung in seinen LFP-Zellen und die Abgabe an das Haus oder das Netz.

Sein eigenes Geschwistermodell, der Stream AC 5000, teilt genau dieselbe Kapazität von 5024 Wh, speichert aber nur Energie, die ein bereits vorhandener Solarwechselrichter erzeugt hat: Ohne diese vorhandene Anlage nützt er nichts. Für einen Haushalt ohne jede Solaranlage verändert dieser Unterschied den gesamten Ausgangspunkt des Projekts, da kein separater Wechselrichter installiert werden muss, bevor überhaupt an Speicherung zu denken ist. Das erklärt auch den Preisunterschied beim Marktstart zwischen beiden Geräten bei gleicher Kapazität: Das Modell mit integriertem Wechselrichter ist das teurere von beiden.

3000 W
integrierter bidirektionaler Wechselrichter
5024 Wh
angegebene Grundkapazität
4
unabhängige MPPT-Eingänge

5024 Wh angegeben: eine präzise Kapazität, ein noch ungeprüfter Wirkungsgrad

Die Grundkapazität des Stream 5000 liegt bei 5024 Wh in LFP-Zellen (LiFePO4), ein präziser, nicht gerundeter Wert, der eher der tatsächlichen Zellkapazität entspricht als einer runden Marketingzahl. Der Hersteller gibt 10.000 Ladezyklen und 10 Jahre Garantie an, zwei Werte, die den aktuell besten Standards der LFP-Chemie entsprechen. LFP-Zellen gelten allgemein als thermisch stabiler als ältere NMC-Chemien, ein relevanter Sicherheitsaspekt für eine Batterie, die dauerhaft in einer Garage oder in Zählernähe angeschlossen bleiben soll. Beim Format wiegt das Gerät 45,4 kg bei Abmessungen von etwa 295 x 489 x 298 mm: EcoFlow gibt eine um rund 40 % kleinere Stellfläche an als bei einer vergleichbaren Wandlösung mit 5 kWh, eine Herstellerangabe, die nicht unabhängig geprüft wurde, angesichts der kompakten Bauform aber plausibel erscheint.

Offen bleibt der reale Wirkungsgrad: wie viel von den angegebenen 5024 Wh nach Abzug der Umwandlungsverluste des Wechselrichters tatsächlich an der Steckdose ankommt. Der Stream 5000 wurde gerade erst eingeführt, und kein unabhängiges Labor hat bislang einen gemessenen Wert für die tatsächlich nutzbare Kapazität oder eine Wirkungsgradkurve bei unterschiedlicher Last für genau dieses Modell veröffentlicht. Aktuelle Kombinationen aus Wechselrichter und LFP-Batterie erreichen üblicherweise einen Wirkungsgrad im Hin- und Rückweg von rund 90 %, doch das ist ein Kategoriedurchschnitt, keine Messung an diesem Gerät: Ob der Stream 5000 darüber oder darunter liegt, lässt sich derzeit nicht sagen.

Was noch nicht bekannt ist: Zum Wirkungsgrad, zur real nutzbaren Kapazität in Wh oder zum Verhalten bei geringer Leistung liegt beim Stream 5000 bislang keine unabhängige Messung vor. Alle derzeit kursierenden Werte stammen aus dem Datenblatt des Herstellers.

„Plug and Play“: was die Vorschriften wirklich verlangen

Der Name „Stream“ bezeichnet zwei sehr unterschiedliche Dinge: kleine Solar-Sets, die einfach in eine Steckdose gesteckt werden und auf 800 W begrenzt sind, und, seit August 2026, deutlich leistungsfähigere Heimspeicher wie diesen Stream 5000. Diese Namensnähe sorgt für Verwirrung an einem entscheidenden Punkt: Anders als die kleinen Steckerlösungen bleibt der Stream 5000 ein 3000-W-System, das von einer Elektrofachkraft fest angeschlossen werden muss, samt förmlicher Meldung beim Netzbetreiber.

Im Vereinigten Königreich, dem ersten Markt, auf dem das Gerät tatsächlich erhältlich ist, fällt diese Installation für die Basiseinheit unter das G98-Meldeverfahren, und unter das aufwendigere G99-Verfahren mit vorheriger Prüfung durch den Netzbetreiber, sobald mehrere Einheiten über die Schwelle des ersten Verfahrens hinaus vernetzt werden. Die Installationskosten im Vereinigten Königreich liegen meist zwischen 250 und 450 Pfund, zusätzlich zum Preis des Geräts selbst. In Deutschland und den anderen für den Marktstart vorgesehenen europäischen Ländern unterscheidet sich das genaue Verfahren, doch die gleiche Logik gilt: Über eine einfache Steckdose hinaus verlangt eine dauerhaft an die Hausinstallation angeschlossene und netzeinspeisende Anlage die Mitwirkung einer Fachkraft und in aller Regel eine Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber.

Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern eine direkte Folge der beteiligten Leistung, die kein Hersteller allein durch Marketing umgehen kann. Es widerspricht aber deutlich dem Bild von Einfachheit, das der Name der Reihe und die Markteinführung nahelegen, und das sollte man vor dem Kauf wissen, nicht erst, wenn die Elektrofachkraft schon bestellt ist.

Vor dem Kauf wichtig: Trotz einer Optik nahe an steckerfertigen Solar-Sets bleibt der Stream 5000 ein 3000-W-System, das eine Installation durch eine zertifizierte Fachkraft und eine Netzanmeldung verlangt, samt eigener Installationskosten zusätzlich zum Gerätepreis.

Netzeinspeisung: 800 W im Standardfall, 3000 W nach Anmeldung

Eine zweite Grenze, unabhängig von der Leistung des Geräts selbst, sollte man kennen: die Einspeisung ins Hausnetz. Ohne förmliche Freigabe der Installation durch den Netzbetreiber bleibt die tatsächliche Einspeisung standardmäßig bei 800 W gedeckelt, genau der übliche Schwellenwert für steckerfertige Solar-Sets. Um die auf dem Datenblatt angegebenen vollen 3000 W zu erreichen, muss die Installation zunächst im Rahmen des oben genannten Meldeverfahrens freigegeben werden.

Diese Standardgrenze von 800 W ist keine technische Beschränkung des Wechselrichters im Stream 5000, der durchaus für 3000 W ausgelegt ist: Es handelt sich um eine regulatorische Grenze, die für jede Anlage gilt, die ohne vorherige Netzfreigabe einspeist. Wer nur Datenblätter vergleicht, kann daher von einer sofort nutzbaren Leistung ausgehen, die deutlich über dem liegt, was tatsächlich zur Verfügung steht, solange die Installation nicht formell hochgestuft wurde.

Netzeinspeiseleistung des Stream 5000 je nach Status der InstallationOhne Netzanmeldung800 WNach Freigabe3000 W
Tatsächlich mögliche Einspeisung ins Hausnetz, vor und nach der Freigabe der Installation durch den Netzbetreiber. Die Ausgangsleistung im Inselbetrieb (3000 W, 3600 W Spitze) ist von dieser Grenze nicht betroffen.

Von 5 auf 90 kWh: die Erweiterung und ihre Gateway-Box

Die Erweiterungsarchitektur des Stream 5000 ist auf dem Papier eine seiner Stärken. Ein einzelner Turm nimmt bis zu zwei zusätzliche Erweiterungsbatterien auf und erreicht damit 15 kWh, ein einfacher Stapelaufbau ohne zusätzliches Gerät. Darüber hinaus ändert sich der Charakter der Erweiterung: Um mehrere Türme miteinander zu vernetzen, ist eine STREAM Gateway nötig, eine eigene Netzwerkbox, die bis zu drei Haupteinheiten für insgesamt 45 kWh koordiniert; zwei Gateways müssen anschließend über die App miteinander verbunden werden, um die angegebene Obergrenze von 90 kWh über sechs Haupteinheiten zu erreichen.

Dieses Detail steht in der Markteinführung nicht im Vordergrund, die allein die Zahl 90 kWh hervorhebt. Die Gateway ist jedoch ein eigenständiges Zubehörteil mit eigenen Kosten, das jemand, der nur einen einzigen Turm plant, nie kaufen muss, das aber notwendig wird, sobald eine zweite Haupteinheit hinzukommt. Ein nützlicher Hinweis, bevor man ein Budget allein auf die Obergrenze stützt.

Kumulierte Netzwerkkapazität des Stream 5000 je nach zusätzlichem Gerät1 Einheit allein5 kWh1 Turm + 2 Batterien15 kWh3 Türme + 1 Gateway45 kWh6 Türme + 2 Gateways90 kWh
Kumulierte Netzwerkkapazität des Stream 5000 im Verhältnis zum jeweils tatsächlich benötigten Gerät.
Reale Kapazitätsstufen des Stream 5000 und das dafür nötige Gerät
StufeKapazitätBenötigtes Gerät
Einzelne Einheit5024 WhKeines
Ein vollständiger Turm15 kWh2 Erweiterungsbatterien
Drei vernetzte Türme45 kWh1 STREAM Gateway
Sechs vernetzte Türme90 kWh2 per App verbundene STREAM Gateways

USV-Notstrommodus: die nahezu verzögerungsfreie Umschaltung und ihre wahre Reichweite

Der USV-Notstrommodus wird als eine der wichtigsten Eigenschaften des Stream 5000 beworben: Bei einem Netzausfall soll die Umschaltung nahezu verzögerungsfrei erfolgen (vom Hersteller mit 0 ms angegeben), damit empfindliche Geräte wie ein Router nicht neu starten müssen. Kein unabhängiges Messgerät hat diese Umschaltzeit bislang überprüft, sie sollte also eher als Herstellerversprechen denn als gesicherte Tatsache gelten.

Ein Punkt zur Architektur sollte vor dem Kauf klar sein: Standardmäßig läuft die Notstromversorgung über die einzige AC-Steckdose am Gerät selbst. Damit die Umschaltung tatsächlich mehrere Räume oder Stromkreise im Haus schützt und nicht nur das direkt am Gerät angeschlossene Gerät, muss die Einheit vor den Sicherungskasten geschaltet werden, was wieder die weiter oben beschriebene professionelle Installation erfordert. Wer sich vorstellt, den Stream 5000 einfach in eine Ecke zu stellen und ab dem ersten Ausfall das ganze Haus versorgt zu sehen, dürfte enttäuscht werden: Ohne diesen Anschluss bleibt nur die Steckdose des Geräts selbst aktiv.

Ladeleistung: großzügig auf dem Papier, Ladezeit noch unklar

Auf dem Papier wirkt die Ladeleistung des Stream 5000 großzügig: bis zu 3000 W über das Stromnetz und bis zu 5000 W über den Solareingang. Den veröffentlichten technischen Daten zufolge bleibt die kombinierte Ladeleistung (Netz und Solar zusammen) an der Batterie selbst jedoch bei 4000 W gedeckelt, statt bei der reinen Summe beider Eingänge. Rein rechnerisch würde das Auffüllen der 5024 Wh Grundkapazität damit über das Stromnetz allein bei voller Leistung rund 1 Stunde 40 Minuten dauern, oder rund 1 Stunde 15 Minuten bei kombinierter Nutzung von Netz und Solar bis zur Grenze von 4000 W; diese Rechnung blendet die realen Umwandlungsverluste des Wechselrichters aus, die an diesem Gerät bislang nicht unabhängig gemessen wurden.

Zur Vorsicht rät auch die bisherige Erfahrung mit derselben Produktfamilie im Katalog: Bei der Delta Pro Ultra, einem Gerät derselben Unterkategorie desselben Herstellers, lag eine mit 60 Minuten beworbene Ladezeit in der realen Nutzung bei voller Leistung eher bei 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden. Nichts spricht dafür, dass sich beim Stream 5000 derselbe Abstand wiederholt, aber solange keine unabhängige Messung vorliegt, lässt sich das auch nicht ausschließen.

Anschlüsse und Steuerung: nur eine AC-Steckdose am Gerät

Bei der Steuerung erfüllt der Stream 5000 die Erwartungen an ein Gerät dieser Generation: eine mobile App über WLAN und Bluetooth, ein LCD-Bildschirm am Gerät und vor allem ein lokaler Modus, der die Anlage auch ohne Internetverbindung weiter steuert, ein wichtiger Punkt für ein Gerät, das gerade dann Notstrom liefern soll, wenn Netz und oft auch Internet ausfallen.

Die physischen Ausgänge fallen dagegen knapper aus, als man es von der Klasse „sehr hohe Kapazität“ erwarten würde: Nur eine einzige AC-Steckdose sitzt am Gerät selbst. Um mehrere Stromkreise oder mehrere Geräte gleichzeitig über das Stromnetz zu versorgen, ohne nur eine einfache Steckdosenleiste anzuschließen, führt wieder kein Weg an einem professionellen Anschluss an den Sicherungskasten vorbei. Auf der Solarseite sind die 4 unabhängigen MPPT-Eingänge dagegen ein echter Pluspunkt, ausreichend, um mehrere unterschiedlich ausgerichtete Panelstränge anzuschließen, ohne den Wirkungsgradverlust einer einzelnen Reihenschaltung in Kauf zu nehmen.

Im Vergleich zum Stream AC 5000 und zur direkten Konkurrenz

Bei vergleichbarem Preis trifft der Stream 5000 auf drei Arten von Alternativen: sein eigenes Geschwistermodell ohne integrierten Wechselrichter, den Stream AC 5000; den Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro, der genau dieselbe Grundkapazität mitbringt; und die größere, teurere Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+.

Technischer Vergleich: Stream 5000 im Vergleich zu seinen wichtigsten direkten Alternativen (veröffentlichte Daten, ohne Gewähr)
KriteriumEcoFlow Stream 5000EcoFlow Stream AC 5000Anker Solix Solarbank 4 E5000 ProZendure SolarFlow 4000 Mix AC+
Grundkapazität5024 Wh5024 Wh5024 Wh8000 Wh
Integrierter WechselrichterJa, 3000 WNeinJaJa, 4000 W
Inselbetrieb-Leistung3000 WKeine im Alleinbetrieb2500 W3680 W
Erweiterbar bis90 kWh90 kWh30 kWh50 kWh

Gegenüber dem Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro entscheidet vor allem die Erweiterbarkeit: Die Obergrenze von 90 kWh des Stream 5000 liegt beim Dreifachen des direkten Konkurrenten, ein starkes Argument für einen Haushalt, der seine Anlage über mehrere Jahre ausbauen will. Gegenüber dem Stream AC 5000 liegt der gesamte Unterschied im integrierten Wechselrichter, der eine bereits vorhandene Solaranlage überflüssig macht, allerdings zum Preis eines höheren Tarifs und einer aufwendigeren Installation. Die Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ bietet mehr Rohkapazität und Ausgangsleistung, allerdings zu einem deutlich höheren Preis, was sie eher für von Anfang an ambitioniertere Projekte reserviert.

Für wen sich der Stream 5000 eignet, und für wen noch nicht

Der Stream 5000 richtet sich vor allem an Eigenheimbesitzer, die vom Prinzip des Heimspeichers bereits überzeugt sind und für die Installation, sei es für den elektrischen Anschluss oder für die Netzanmeldung, ohnehin eine Fachkraft beauftragen wollen. Das ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Ausstattungsprojekt, kein Zusatzkauf, den man an einem Nachmittag selbst anschließt.

Besonders geeignet ist er für zwei Profile: für alle ohne bestehende Solaranlage, die einen eigenständigen Startpunkt suchen statt einer Ergänzung zu einem bereits vorhandenen System, und für alle, die ihre Anlage schrittweise ausbauen wollen, ohne früh an eine niedrige Obergrenze zu stoßen, dank einer Architektur, die bis 90 kWh mitwächst. Der integrierte Notstrommodus macht ihn zudem zu einem ernsthaften Kandidaten, um empfindliche Geräte zu Hause vor Ausfällen zu schützen, vorausgesetzt, man akzeptiert den professionellen Anschluss, der nötig ist, damit dieser Schutz über die eigene Steckdose des Geräts hinausgeht.

Weniger geeignet ist er dagegen für alle, die eine wirklich eigenständig installierbare Lösung ohne fremde Hilfe suchen: Trotz des Namens der Produktreihe ist er über eine einzelne Steckdose hinaus kein „Plug and Play“-Gerät im eigentlichen Sinn. Ebenso wenig geeignet ist er für alle, die heute schon ein endgültiges Urteil über die reale Leistung brauchen: Das Produkt ist gerade erst auf den Markt gekommen, und vieles, was seinen Ruf noch prägen wird, realer Wirkungsgrad, Geräusch unter Last, Zuverlässigkeit des Notstrommodus über die Zeit, muss in den kommenden Monaten erst unabhängig überprüft werden.

Ein Marktstart in Wellen, und noch schwankende Preise

Der Stream 5000 wurde Ende August 2026 eingeführt, und das Vereinigte Königreich bleibt zum Zeitpunkt dieser Einschätzung der einzige Markt, auf dem das Gerät tatsächlich bestellbar ist. Die dortigen Preise sind in den Folgewochen gesunken, zunächst ein Frühbucherpreis, dann der reguläre Preis, ein bei EcoFlow übliches Vorgehen, das jede Momentaufnahme des Preises zu einer unsicheren Vergleichsgrundlage macht: Der an einem bestimmten Tag angezeigte Preis sagt nichts über den Preis der Folgewoche aus.

Der Rollout in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien ist für September 2026 angekündigt, mit von EcoFlow bereits veröffentlichten Preisen je Markt, aber ohne zum Zeitpunkt dieser Einschätzung garantierte feste Bestellmöglichkeit. Für eine derart grundlegende Anschaffung, mit elektrischem Anschluss und einer mehrjährigen Bindung, lohnt es sich, Preis und tatsächliche Verfügbarkeit direkt beim Hersteller oder einem autorisierten Händler zu prüfen, statt sich auf eine zum Zeitpunkt dieser Einschätzung festgehaltene Zahl zu verlassen.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad 4,0
Gehaltene Leistung 3,8
Aufladung 3,7
Anschlüsse und Steuerung 3,7
Verarbeitung und Ausdauer 4,1
Geräusch nicht gemessen
EcoFlow Stream 5000: Datenblatt und Preis ansehen →

Das Produkt und seine Alternativen

EcoFlow Stream 5000

EcoFlow Stream 5000

1399.00€

Mit integriertem Wechselrichter und bis 90 kWh erweiterbaren 5024 Wh funktioniert der EcoFlow Stream 5000 ganz allein, ohne vorhandenen Solarwechselrichter.

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EcoFlow Stream AC 5000

EcoFlow Stream AC 5000

1399.00€

Mit 5024 Wh LiFePO4 und bis zu 3000 W AC-Austausch ergänzt der Stream AC 5000 eine vorhandene Solaranlage um Speicher, ohne Wechselrichter.

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Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro

Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro

Ansehen

5 kWh Solarspeicher für Ihren Balkon: 4 MPPT, ein bidirektionaler PluginPower-2.0-Wechselrichter, IP66-Schutz und eine auf 30 kWh erweiterbare Kapazität.

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Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+

Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+

1999.00€ (2)

AC-gekoppelter Speicher in neuer Größenordnung: 8 kWh erweiterbar auf 50 kWh, 4 kW bidirektional, plus ein eigener Eingang für Ihren Solar-Wechselrichter.

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Häufige Fragen

Nicht im eigentlichen Sinn über eine einzelne Steckdose hinaus. Es handelt sich um ein 3000-W-System, das für den vollen Funktionsumfang (vollständiger Notstrom, Einspeisung über 800 W) eine Installation durch eine zertifizierte Fachkraft und eine Meldung beim Netzbetreiber verlangt, wie bei einer gewöhnlichen Hausinstallation.

Der Stream AC 5000 hat keinen integrierten Wechselrichter: Er wird einem bereits vorhandenen Solarwechselrichter nachgeschaltet, um Energie zu speichern. Der Stream 5000 bringt einen eigenen bidirektionalen 3000-W-Wechselrichter mit und funktioniert ganz allein, ohne vorhandene Anlage.

Bis zu 15 kWh pro Turm durch zwei Zusatzbatterien, ganz ohne weiteres Gerät. Darüber hinaus wird eine STREAM Gateway nötig: 45 kWh mit einer Gateway und drei Türmen, bis zu 90 kWh durch die Verbindung von zwei Gateways und sechs Türmen über die App.

Nicht standardmäßig. Die Notstromversorgung läuft zunächst nur über die einzige AC-Steckdose am Gerät; um mehrere Stromkreise im Haus zu schützen, muss es von einer Fachkraft vor den Sicherungskasten geschaltet werden.

Nein, bislang hat kein unabhängiger Test den realen Wirkungsgrad, den Geräuschpegel oder die tatsächliche Ladezeit dieses Geräts bestätigt. Es wurde gerade erst eingeführt, und derzeit kursieren nur die Angaben des Herstellers.

Noch nicht fest bestellbar: Der Rollout in Deutschland ist für September 2026 angekündigt, doch zum Zeitpunkt dieser Einschätzung lag noch kein bestätigtes Bestelldatum vor.