DJI Power 2000: unsere ausführliche Einschätzung

Sie ist derzeit die einzige Powerstation mit 2 kWh, die 3000 W für unter 1000 € liefert, und auf diesem Feld hat sie keine Rivalin. Doch fast jedes ihrer Nebenversprechen hängt an einem Zubehörteil, das man kaufen muss, oder an einer Begrenzung, zu der sich der Hersteller offen bekennt: die 1800 W Solar, die 22.528 Wh, die Schnellladung und sogar die 3000 W selbst.

Tragbare Powerstation DJI Power 2000 in Dreiviertelansicht, Display leuchtet, ihre vier 230-V-Steckdosen sichtbar

Das Wichtigste

4.3/5
Unsere Note

Ein offenkundiger Preiserfolg: 2048 Wh, 3000 W, 4000 Zyklen und 22 kg für 899 €, während die nächstliegende Rivalin bei gleicher Leistung 530 € mehr kostet. Die Herstellerdokumentation ist ungewöhnlich genau, und gerade sie legt die Einschränkungen offen. Die 1800 W Eingangsleistung aus Solar sind in Wahrheit 1200 W Solar plus 600 W aus dem Fahrzeug und setzen ein Ladegerät für 299 € voraus. Die 22.528 Wh bedeuten zehn Zusatzakkus, von denen jeder mehr kostet als die Station selbst. Die Ausgangsleistung fällt auf 800 W, sobald das Gerät ans Stromnetz gekoppelt wird, und die Schnellladung wechselt jedes sechste Mal von sich aus in den Standardmodus. Nichts davon ist versteckt, aber nichts davon steht auch auf dem Produktdatenblatt.

Stärken

  • Einzige Station mit 2048 Wh, die 3000 W für unter 1000 € liefert, rund 530 € unter der direkten Rivalin
  • 22 kg für 2048 Wh und 3000 W, das beste Verhältnis von Format und Leistung ihrer Klasse
  • LFP-Akku mit 4000 Zyklen angegeben, mit physischem Schalter für schonendes Laden
  • Vollständige Ladung in 65 bis 75 Minuten im Schnellmodus, schneller als die angegebenen 75 Minuten
  • Programmierung von Schwach- und Hochlastzeiten, auch ohne Solaranlage nutzbar
  • Ungewöhnlich genaue Herstellerdokumentation, Grenzen und Bedingungen eingeschlossen

Schwächen

  • Die 1800 W Solareingang sind keine: 1200 W Solar plus 600 W aus dem Fahrzeug, über ein Ladegerät für 299 €
  • Der Zusatzakku kostet mehr als die komplette Station, und die 22.528 Wh übersteigen 10.000 €
  • Ausgangsleistung auf 800 W reduziert, sobald die Station ans Stromnetz gekoppelt ist
  • Die Schnellladung wechselt jedes sechste Mal automatisch in den Standardmodus
  • 14 W Eigenverbrauch, die den Wirkungsgrad bei kleinen Dauerlasten stark schmälern
  • Keine Abdeckungen über den USB- und SDC-Anschlüssen, und eine Android-App, die als APK-Datei installiert werden muss
DJI Power 2000: Datenblatt und Preis ansehen →

1573 bis 1725 Wh abgegeben, mit dem Optimum in der Mitte

Die DJI Power 2000 gibt 2048 Wh an. Was tatsächlich aus ihren Steckdosen kommt, hängt von der abgerufenen Leistung ab, und die Kurve hält eine Überraschung bereit: Am meisten gibt die Station weder bei kleiner noch bei großer Last ab, sondern dazwischen.

1725 Wh
abgegeben bei 500 W, also 84 %
14 W
Eigenverbrauch bei aktivem WLAN
2300 Wh
am Zähler für eine volle Ladung
Am 230-V-Ausgang abgegebene Kapazität nach abgerufener Leistung: 1573 Wh bei 100 Watt, 1725 Wh bei 500 Watt und 1579 Wh bei 1600 Watt, gegenüber 2048 Wh AngabeAngegeben2048 WhBei 100 W1573 WhBei 500 W1725 WhBei 1600 W1579 Wh
Der Wirkungsgrad erreicht sein Maximum um 500 W und fällt an beiden Enden ab, aus entgegengesetzten Gründen.

Bei kleinen Leistungen frisst der Eigenverbrauch die Reserve. Elektronik, Display und WLAN ziehen dauerhaft rund 14 W. Eine Entladung mit 100 W dauert etwa fünfzehn Stunden, und diese 14 W zweigen dabei mehr als 200 Wh ab, ohne je das angeschlossene Gerät zu erreichen. Genau das ist der Unterschied zwischen den 1573 Wh bei 100 W und den 1725 Wh bei 500 W.

Bei großen Leistungen übernehmen die Wandlungsverluste. Bei 1600 W arbeitet der Wechselrichter nahe seiner Grenzen, die Lüftung läuft, und die Abgabe fällt auf 1579 Wh zurück. Je nach abgerufener Leistung gibt die Station also zwischen 1570 und 1830 Wh ab, das sind 77 bis 89 % ihrer Nennkapazität.

Die praktische Folge ist einfach und läuft der Intuition zuwider: Diese Station ist nicht dafür gemacht, zwei Tage lang über ein kleines Gerät zu wachen. Sie gibt ihr Bestes bei klaren Lasten, zwischen einigen hundert Watt und einem guten Kilowatt, also genau dort, wofür man 3000 W kauft.

Die Schnellladung, und das sechste Mal, wo sie sich weigert

Der Lademodus wird nicht in der App gewählt, sondern an der Front: ein physischer Schalter wechselt zwischen Schnell- und Standardladung. Das ist ungewöhnlich und recht praktisch.

Lademodi der DJI Power 2000 am Netz
ModusLeistungVolle Ladung
Schnelletwa 2350 W65 bis 75 Minuten
Standardetwa 1200 W2 bis 2,5 Stunden
Herstellerangabe2200 W80 % in 45 Min., 100 % in 75 Min.

An diesem Punkt hält die Station ihr Versprechen und übertrifft es sogar: Im Schnellmodus füllt sie sich in gut einer Stunde, während der Hersteller 75 Minuten angibt. Das ist eine der schnellsten Ladungen am Markt.

Die Begrenzung, die niemand erwähnt: Der Hersteller schreibt es schwarz auf weiß: Wird die Station fünf aufeinanderfolgende Zyklen lang im Schnellmodus geladen, wechselt die sechste Ladung automatisch in den Standardmodus, zur Akkupflege. Die Schnellladung lässt sich also nicht dauerhaft nutzen: Jedes sechste Mal braucht es zwei statt einer Stunde.

Zwei weitere Bedingungen begleiten diesen Modus. Der Hersteller empfiehlt ausdrücklich den Standardmodus, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern, und weist darauf hin, dass bei ungewöhnlicher Temperatur die tatsächliche Ladeleistung reduziert werden kann, um die Zellen zu schonen.

Bleibt der Energieaufwand des Vorgangs. Eine volle Ladung zieht rund 2300 Wh am Zähler, für bestenfalls 1725 Wh am 230-V-Ausgang. Der Wirkungsgrad über Laden und Entladen liegt damit bei etwa 75 %, marktüblich, aber wissenswert, wenn man Betriebskosten rechnet.

Die 1800 W Solar, die keine sind

Das ist das am stärksten beworbene Argument und zugleich jenes, das die meiste Vorsicht verlangt. Die DJI Power 2000 wird mit 1800 W Eingangsleistung angekündigt. Die Zahl existiert, entspricht aber nicht dem, was die meisten Käufer sich darunter vorstellen.

Die 1800 W gehören zum als Zubehör verkauften Super-Schnellladegerät, und sie addieren zwei verschiedene Quellen: 1200 W von Solarmodulen über einen MC4-Stecker und 600 W von der Fahrzeugbatterie über einen XT90-Stecker. Rein solar liegt die Grenze also bei 1200 W, und das Zubehör muss bereits vorhanden sein.

Tatsächlich aufgenommene Solarleistung je nach Zubehör: 1200 Watt mit dem 1,8-Kilowatt-Super-Schnellladegerät, 400 Watt mit dem Adaptermodul und 100 Watt mit dem einfachen Fahrzeugkabel, gegenüber 1800 Watt AngabeAngegeben1800 W1,8-kW-Ladegerät1200 WMPPT-Modul400 WFahrzeugkabel100 W
Drei Zubehörteile, drei sehr unterschiedliche Solargrenzen. Der angegebene Wert ist nur erreichbar, indem man Module und Fahrzeug addiert.
Was man kaufen muss, um die Station in der Sonne zu laden
ZubehörSolareingangStraßenpreis
Kabel Fahrzeugsteckdose auf SDC100 Wetwa 20 €
MPPT-Adaptermodul400 W60 €
Super-Schnellladegerät 1,8 kW1200 W, plus 600 W aus dem Fahrzeug299 €
200-W-Modul des Herstellerszusätzlich249 €

Zwei Anschlussregeln vervollständigen das Bild, und sie sind zwingend: Es lassen sich bis zu drei Module parallel anschließen, niemals in Reihe, und die Module dürfen nicht unterschiedlicher Bauart sein. Sind mehrere Quellen zugleich angeschlossen, hat Solar standardmäßig Vorrang, was die richtige Einstellung ist.

Schließlich eine nützliche Größenordnung für die Auslegung: Ein mobiles 200-W-Modul liefert in der Praxis Spitzen um 180 W und einen deutlich niedrigeren Mittelwert, sobald das Licht nachlässt. Mit einem einzigen Modul zählt man das Füllen von 2048 Wh in der Sonne in Tagen, nicht in Stunden.

22.528 Wh, und die Rechnung, die vorher fällig ist

Das andere große Argument des Datenblatts ist die Erweiterbarkeit: bis zu 22.528 Wh. Die Zahl stimmt. Sie entspricht der Station und zehn Zusatzakkus mit je 2048 Wh.

Die Rechnung ist schnell gemacht und verschiebt die Perspektive. Der Zusatzakku kostet rund 923 €, während die komplette Station 899 € kostet.

Die tatsächlichen Kosten der Kapazitätserweiterung
KonfigurationKapazitätPreis
Station allein2048 Wh899 €
Station und ein Zusatzakku4096 Wh1822 €
Zwei Stationen4096 Wh1798 €
Station und zehn Akkus22.528 Whüber 10.000 €

Der Befund ist eindeutig: Die Kapazität über die Erweiterung zu verdoppeln kostet mehr, als eine zweite Station zu kaufen, die obendrein einen zweiten 3000-W-Wechselrichter, vier weitere Steckdosen und ein Display mitbrächte. Die Erweiterung lohnt nur, wenn man eine einzige, von einem Punkt aus gesteuerte Reserve mit einem einzigen Wechselrichter will, ein realer, aber eng umrissener Anwendungsfall.

Am Funktionsprinzip gibt es nichts auszusetzen: Der Zusatzakku wird an die Station angeschlossen, und geladen wird anschließend die Station. Das Ganze wird als Einheit aktualisiert, Zubehör eingeschlossen.

Notstrom: 10 ms angegeben, aber eine „einfache" USV

Die Umschaltung auf Akku wird mit 10 Millisekunden angegeben, was auf dem Papier hervorragend ist und die DJI Power 2000 auf das Niveau der besten Stationen des Marktes hebt. Der Hersteller relativiert diesen Wert allerdings selbst, und zwar dreifach.

Was das Handbuch sagt: Die Station „unterstützt nur die einfache USV-Funktion und keine Umschaltung in 0 ms". Der Hersteller ergänzt, sie nicht an Geräte anzuschließen, die eine unterbrechungsfreie Versorgung mit 0 ms erfordern, etwa medizinische Geräte, sonst drohen Fehlfunktion oder Datenverlust.

Zwei weitere Vorbehalte stehen an derselben Stelle, und sie sind regulatorischer Natur. „Diese Funktion arbeitet in bestimmten Regionen nicht", zum einen. Und zum anderen kann aufgrund lokaler Gesetze und Vorschriften einzelner Länder „die tatsächliche Ausgangsleistung der Station im USV-Modus reduziert sein".

Für den gewöhnlichen Gebrauch reicht das bei Weitem: Router, Desktop-Rechner, Fernseher oder Kühlschrank werden die 10 Millisekunden nie bemerken. Für Server, NAS oder medizinisches Gerät braucht es eine unterbrechungsfreie Versorgung, und der Hersteller sagt das ohne Umschweife, was ihm anzurechnen ist.

Am Netz gekoppelt liefert sie nur noch 800 W

Die DJI Power 2000 kann sich wie ein kleiner Hausspeicher verhalten: mit dem Zähler verbunden, speichert sie Strom in den Schwachlastzeiten und versorgt das Haus in den Hochlastzeiten. Diese Funktion ist zu diesem Preis selten, und sie erzwingt zugleich die spektakulärste Begrenzung.

Ausgangsleistung nach Betriebsart
BetriebsartAusgangLaden
Normaler Betrieb3000 W, Spitze 3600 W2200 W
Ans Stromnetz gekoppelt800 W2200 W
Netzgekoppelt, mit Notstrom1200 W gesamt am 230-V-Ausgang2200 W

Eine Station mit 3000 W auf 800 W heruntergesetzt: Der Abstand ist frappierend, aber keineswegs willkürlich. Er entspricht der Obergrenze, die die meisten europäischen Länder kleinen Anlagen mit Netzeinspeisung ohne aufwendiges Verfahren setzen. Das ist kein Mangel des Geräts, das ist der rechtliche Rahmen, und er gilt für jede Station mit dieser Funktion.

Der netzgekoppelte Betrieb verlangt zudem echten Aufwand: eine Solaranlage, einen kompatiblen intelligenten Zähler, einen Netzanschlussantrag nach den örtlichen Regeln und die Installation durch eine Elektrofachkraft. Der Hersteller weist darauf hin, dass die netzbezogenen Funktionen nur in bestimmten Ländern und Regionen unterstützt werden.

Die gute Nachricht, und sie ist real: Die Programmierung der Schwach- und Hochlastzeiten funktioniert ohne Solaranlage und ohne Netzkopplung. Es genügt, die Station in eine Wandsteckdose zu stecken: Sie lädt nachts zum niedrigen Tarif und versorgt tagsüber die daran angeschlossenen Geräte. Bei einem Zweitarifvertrag ist das der eigentlich sinnvolle Gebrauch der Funktion.

Ein letzter Hinweis der Vernunft, vom Hersteller selbst formuliert: Wer die Station für den Einsatz draußen oder im Fahrzeug abzieht, sollte die Einstellungen zur Energieoptimierung deaktivieren, sonst kann die Ausgangsleistung instabil bleiben.

Der Ausgang, der sich selbst abschaltet, und der Griff dagegen

Hier ist die Falle, die am ehesten ein Wochenende verdirbt, und sie ist in zwei Sekunden entschärft, wenn man sie kennt.

Der 230-V-Ausgang schaltet sich nach 30 Minuten automatisch ab, wenn die Station kein Gerät versorgt, und die ganze Station geht nach 60 Minuten ohne Eingang und Ausgang aus. Auf dem Papier ist das eine ausgezeichnete Idee: Sie verhindert, dass sich ein vergessenes eingeschaltetes Gerät über die 14 W Eigenverbrauch leert.

In der Praxis ist es ein Problem für jedes Gerät mit unterbrochenem Betrieb. Ein Kühlschrank, dessen Kompressor zwischen zwei Zyklen ruht, verbraucht minutenlang nichts. Fällt die Abschaltung in eine dieser Pausen, findet man die Kühlbox lauwarm vor.

Der Griff, den man kennen sollte: Ein langer Druck auf die AC-Taste aktiviert die dauerhafte Versorgung, genau für Geräte gedacht, die mit Unterbrechungen laufen. Die Station piept, und die Taste leuchtet dauerhaft, statt zu blinken. Beide Abschaltzeiten lassen sich zudem in der App ändern.

Ein beruhigendes Detail, so überraschend es bei der ersten Nutzung ist: Der Hersteller weist darauf hin, dass bei starker Beanspruchung ein leichter Geruch entstehen kann, bedingt durch die wasserdichte Beschichtung der inneren Bauteile, und dass er sich von selbst verflüchtigt.

Vierzehn Ausgänge, zwei davon halten ihre 140 W nicht

Mit vierzehn Ausgängen gehört die DJI Power 2000 zu den bestbestückten Stationen ihrer Klasse. Ein Detail verdient dennoch genaues Lesen.

Vollständige Anschlüsse des europäischen Modells
AusgangDetail
230-V-Steckdosen4, reine Sinuswelle, zusammen 3000 W
USB-C4 Anschlüsse, aber zwei mit 140 W und zwei mit 65 W
USB-A4 Anschlüsse, je 24 W
SDC2 Anschlüsse, 9 bis 28 V, höchstens 12 A
12-V-Ausgangnur über ein separat verkauftes SDC-Kabel, 13,6 V und 10 A

Die vier USB-C-Anschlüsse sind nicht gleich. Zwei erreichen tatsächlich 140 W, genug für einen anspruchsvollen Laptop, die beiden anderen bleiben bei 65 W. Die Beschriftung steht auf der Front, man muss nur hinsehen, bevor man einsteckt.

Eine integrierte Fahrzeugsteckdose gibt es ebenfalls nicht. Die 12 V laufen zwingend über ein separat verkauftes SDC-Kabel, das 13,6 V bei 10 A liefert. Für den Einsatz im Kastenwagen oder Wohnmobil, wo 12 V die Norm sind, ist das ein Zubehörteil, das man beim Kauf einplanen muss.

Die beiden SDC-Anschlüsse sind dafür die eigentliche Handschrift dieser Station. Sie nehmen eigene Kabel auf, die die Drohnenakkus des Herstellers direkt laden, quer durch die Reihen Mavic, Air, Inspire und Matrice, und zwar mit Geschwindigkeiten, die keine Steckdose erlaubt. Wer fliegt, findet darin allein die Rechtfertigung für diese Marke; wer nicht fliegt, wird die beiden Anschlüsse vor allem als Zugang für Solarladung und Kapazitätserweiterung nutzen.

Zum Schluss zwei Vorbehalte, klein, aber real. Die USB- und SDC-Anschlüsse haben keinerlei Abdeckung, was Staub und Spritzwasser freien Zugang lässt, eine spürbare Lücke bei einem Gerät für draußen. Und unter Android lässt sich die App nicht über den üblichen App-Store installieren: Man muss eine APK-Datei von der Herstellerseite laden, ein Schritt, den nicht jeder gehen mag.

Das Geräusch, und warum die angegebenen 29 dB stimmen

Der Hersteller stellt 29 dB heraus. Der Wert stimmt, gilt aber nur für einen ganz bestimmten Fall, und der Abstand zu den anderen Situationen ist groß.

Geräuschpegel nach Einsatzsituation
SituationPegel
Nur Gleichstrom- und USB-Ausgängelautlos
Laden im Standardmodus29 dB angegeben, geht im Umgebungsgeräusch unter
Schnellladung bei 2300 Wbis zu 45 dB(A)
Ausgang bei voller Leistung, 3000 Wbis zu 50 dB(A) nach einer Viertelstunde

Diese Werte sind untereinander nicht vergleichbar, da sie sehr unterschiedlichen Beanspruchungen entsprechen. Was sie aussagen, ist dagegen klar: Die Station ist leise, wenn man sie schont, und deutlich hörbar, wenn man sie fordert.

Die gute Nachricht: Der Standardmodus, den der Hersteller für die Lebensdauer des Akkus empfiehlt, ist zugleich jener, der es erlaubt, sie im Schlafzimmer oder im Wohnmobil laden zu lassen, ohne daran zu denken. Der Geräuschanstieg bei voller Abgabe kommt auch nicht sofort: Er tritt nach etwa einer Viertelstunde auf, wenn die Lüftung die angestaute Wärme abführen muss.

Zur Einordnung: Der Betriebsbereich reicht von -10 bis 45 °C, und Laden ist nur zwischen 0 und 45 °C möglich. Für die Aufbewahrung verlangt der Hersteller, die Station mit rund 60 % Ladung zu lagern und ihr alle sechs Monate einen vollständigen Zyklus zu gönnen: unter 15 % entladen, länger als zwei Stunden ausschalten, dann im Standardmodus auf 100 % laden.

Gegen das 2-kWh-Feld, und je nach Kaufland

In ihrem Segment nimmt die DJI Power 2000 eine einzigartige Stellung ein: Sie ist die einzige Station mit 2048 Wh, die 3000 W für unter 1000 € liefert. Hier steht, wo sie liegt, zu den Mitte August 2026 festgestellten Preisen.

Die DJI Power 2000 gegen die Stationen mit 2 kWh
KriteriumDJI Power 2000EcoFlow Delta 3 Max PlusFossibot F2400
Straßenpreis899 €≈ 1430 €≈ 730 €
Kapazität2048 Wh2048 Wh2048 Wh
Leistung3000 W3000 W2400 W
230-V-Steckdosen443
Zyklen400040003500
Erweiterbarja, 22.528 Whjanein
Notstromumschaltung10 ms10 ms10 ms
Gewicht22 kg22,1 kg22 kg

Das Urteil dieser Tabelle ist unmissverständlich: Bei nahezu gleicher Ausstattung kostet die DJI rund 530 € weniger als ihre direkte Rivalin. Gegenüber der Fossibot verlangt sie 170 € mehr, bringt dafür aber 600 W zusätzliche Leistung, eine Steckdose mehr, 500 Zyklen mehr und die Erweiterbarkeit.

Eine Größe wird selten erwähnt und wiegt hier sehr schwer: Der Preis dieser Station schwankt je nach Kaufland um mehr als 250 €, bei streng identischem Modell.

Straßenpreis der DJI Power 2000 nach Markt, Mitte August 2026
LandAb
Deutschland868 €
Frankreich899 €
Österreich1002 €
Italien1099 €
Spanien1099 €
Vereinigtes Königreich1122 €

Bei 1099 € kehrt sich die Überlegung völlig um: Die Station bleibt günstiger als die Delta 3 Max Plus, doch der Abstand zur Fossibot wächst von 170 auf 370 €, und die Frage nach der wirklich benötigten Leistung will dann ernsthaft gestellt werden.

Für wen sie taugt, und für wen nicht

Die DJI Power 2000 ist ein sehr gutes Gerät zu einem aggressiven Preis, dessen Schwächen weniger an der Konstruktion liegen als an der Art, wie es dargestellt wird. Alle ihre Grenzen stehen in ihrer Dokumentation, keine davon auf ihrem Datenblatt.

Sie passt sehr gut zu allen, die 3000 W wollen, ohne 1500 € auszugeben, was derzeit ihr angestammtes Feld ist. Sie passt zur Baustelle und zur Werkstatt, wo ihre 3600 W Spitze Werkzeuge anlaufen lassen, die eine 2400-W-Station verweigern würde. Sie passt zu Kastenwagen und Wohnmobil, sofern man das 12-V-Kabel einplant. Sie passt zur häuslichen Notstromversorgung, mit ihrer Umschaltung in 10 ms und vor allem ihrer Zeitprogrammierung, die sich das ganze Jahr über rechnet und nicht nur an Ausfalltagen. Und sie passt selbstredend zu allen, die Drohnen fliegen: Die beiden SDC-Anschlüsse verändern den Alltag im Feld und haben bei der Konkurrenz kein Gegenstück.

Sie passt schlecht zu allen, die eine kleine Entnahme über mehrere Tage strecken wollen: Ihre 14 W Eigenverbrauch kosten auf diesem Feld zu viel, und eine bescheidenere Station macht es besser. Sie passt schlecht zu allen, die wegen der 1800 W Solar kaufen, die es nur durch Addition von Modulen und Fahrzeug gibt, mit einem Ladegerät für 299 €. Sie passt schlecht zu allen, die auf 22.528 Wh zielen, so teuer wie die Erweiterung gegenüber einer schlichten zweiten Station ausfällt. Sie passt schlecht zur Absicherung eines Servers oder medizinischen Geräts, was der Hersteller selbst sagt. Und sie passt schlecht, zuletzt, zu einem Kauf in Italien oder Spanien zum dortigen Kurs, wo ihr Aufschlag von 200 € die Karten neu mischt.

Bleibt das Wesentliche. Keine andere Station bietet derzeit 2048 Wh, 3000 W, 4000 Zyklen und 22 kg für 899 €, und ihre Dokumentation gehört zu den wenigen, die die eigenen Grenzen benennen, statt sie zu verschweigen. Ein sehr guter Kauf für alle, die wissen, was sie kaufen, und eine Quelle von Enttäuschungen für alle, die bei den Argumenten auf der Verpackung stehen bleiben.

Das Produkt und seine Alternativen

DJI Power 2000

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Mit 2048 Wh erweiterbar, 3000 W Ausgang, einer Aufladung 0-80 % in 45 Min und nahezu lautlosem Betrieb zielt die DJI Power 2000 auf die anspruchsvollsten Anwendungen.

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DJI Power 1000

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Leistungsstark und leise: Die DJI Power 1000 liefert 2200W aus 1024Wh, lädt in 50 Minuten auf 80 % und bleibt unter 23 dB. Die ideale Power Station für mobile Kreative.

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DJI Power 1000 Mini

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1 kWh in 11,5 kg: DJI presst eine echte 1000-W-Station in ein halb so großes Format, mit 80 % Ladung in unter einer Stunde.

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Fossibot F2400

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2048 Wh und 2400 W mit USV-Notstrom und Aufladung in 2 h, zu einem Preis weit unter den Marktreferenzen: Die Fossibot F2400 rüttelt die 2-kWh-Klasse auf.

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EcoFlow Delta 3 Max Plus

EcoFlow Delta 3 Max Plus

1139.00€ (4)

2048Wh und 3000W Ausgang, um ein ganzes Haus im Notfall zu versorgen: tabless LFP-Zellen, USV-Umschaltung in 10 ms und Erweiterung bis 10 kWh.

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Häufige Fragen

Das hängt stark von der abgerufenen Leistung ab. Bei 500 W gibt die Station 1725 Wh ab, also 84 %. Bei 100 W sind es nur noch 1573 Wh, denn ihre 14 W Eigenverbrauch schlucken über eine Entladung von fünfzehn Stunden mehr als 200 Wh. Bei 1600 W fällt die Abgabe auf 1579 Wh zurück, diesmal wegen der Wandlungsverluste.

Nein. Die angegebenen 1800 W addieren 1200 W von Solarmodulen und 600 W von der Fahrzeugbatterie und setzen das für 299 € verkaufte Super-Schnellladegerät voraus. Ohne dieses Zubehör liegt der Solareingang bei höchstens 400 W mit dem Adaptermodul und bei 100 W mit dem einfachen Fahrzeugkabel.

Nein, und das ist Absicht. Der Hersteller gibt an, dass nach fünf aufeinanderfolgenden Schnellladungen die sechste automatisch in den Standardmodus wechselt, zur Akkupflege. Er empfiehlt ohnehin den Standardmodus für den Alltag, um die Lebensdauer der Zellen zu verlängern.

Weil das die regulatorische Obergrenze für kleine Anlagen ist, die in den meisten europäischen Ländern ins Stromnetz einspeisen. Es ist keine Grenze des Geräts: Außerhalb dieser Betriebsart liefert es die vollen 3000 W. Die Zeitprogrammierung wiederum funktioniert ohne Netzkopplung.

Der Zusatzakku mit 2048 Wh kostet rund 923 €, mehr als die komplette Station mit 899 €. Eine zweite Station kostet also weniger und bringt zusätzlich einen 3000-W-Wechselrichter, vier Steckdosen und ein Display. Die Erweiterung lohnt nur, wenn man eine einzige, von einem Punkt aus gesteuerte Reserve will.

Für einen Desktop-Rechner, einen Router oder einen Fernseher ja: Die Umschaltung dauert 10 ms. Der Hersteller weist allerdings darauf hin, dass es sich um eine einfache Notstromversorgung ohne Umschaltung in 0 ms handelt, und rät ausdrücklich von medizinischem Gerät ab. Für Server oder NAS braucht es eine unterbrechungsfreie Versorgung.