DJI Power 1000 Mini: unsere ausführliche Einschätzung

Tragbare Powerstation mit 1008 Wh bei nur 11,5 kg, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung bei der Leistung: Die offizielle technische Dokumentation nennt eine Dauerleistung von 800 W, deutlich unter den beworbenen 1000 W. Auch die gemessene Lautstärke (47 bis 53 dB(A) im Betrieb) weicht spürbar von den vom Hersteller angegebenen „30 dB“ ab. Die USV-Funktion ist tatsächlich vorhanden, die Schnellladung hält ihr Versprechen, doch die Zuverlässigkeit auf lange Sicht bleibt bei einem noch sehr jungen Produkt offen.

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,9Leistung: 3,5 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung3,5Aufladung: 4,4 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden4,4Anschlüsse und Steuerung: 4,1 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse4,1Verarbeitung und Ausdauer: 3,8 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung3,8Geräusch: 3,6 von 5 (Gewichtung 8 %)Geräusch3,6
DJI Power 1000 Mini Powerstation in Dreiviertelansicht, Display eingeschaltet

Das Wichtigste

Die DJI Power 1000 Mini hält ein echtes Dichte-Versprechen: 1008 Wh bei nur 11,5 kg, mit einer Ladung auf 80 % in 58 Minuten, die zu den besten ihrer Kategorie zählt. Zwei beworbene Zahlen sollten vor dem Kauf jedoch richtiggestellt werden: Die reale Dauerleistung, vom Hersteller selbst in seinem detaillierten Datenblatt mit 800 W dokumentiert, liegt deutlich unter den beworbenen 1000 W und den 1500 bis 1800 W direkter Konkurrenten bei gleicher Kapazität. Und die im realen Betrieb gemessene Lautstärke (47 bis 53 dB(A)) übertrifft die „30 dB“ des Datenblatts deutlich. Die USV-Notstromfunktion ist tatsächlich vorhanden, mit einer Umschaltzeit von rund 10 Millisekunden. Ein integriertes MPPT-Solarmodul ist ein echter Vorteil gegenüber der Standardversion, die es nur als Option verkauft. Ein grundsätzlicher Vorbehalt bleibt: DJI ist ein neuer Anbieter im Bereich Powerstations, dieses Modell ist selbst noch sehr jung, und noch liegen keine Erfahrungen über mehrere Monate zur Zuverlässigkeit vor.

Stärken

  • Bemerkenswerte Energiedichte: 1008 Wh bei nur 11,5 kg, eine der leichtesten ihrer Kategorie
  • Sehr schnelle Netzladung, 80 % in 58 Minuten bestätigt
  • MPPT-Solarmodul serienmäßig integriert, ein echter Vorteil gegenüber der Standardversion, die es nur als Option anbietet
  • USV-Notstromfunktion vorhanden, Umschaltzeit von rund 10 Millisekunden
  • Einziehbares USB-C-Kabel direkt im Gehäuse, ein praktisches Detail, das ein zusätzliches Kabel erspart
  • LiFePO4-Chemie mit angegebenen rund 4000 Zyklen, passend für eine intensive Nutzung

Schwächen

  • Reale Dauerleistung vom Hersteller mit 800 W dokumentiert, deutlich unter den beworbenen 1000 W und den 1500 bis 1800 W direkter Konkurrenten
  • Im realen Betrieb gemessene Lautstärke (47 bis 53 dB(A)) deutlich über den „30 dB“ des Datenblatts
  • Der Überlastschutz schaltet in manchen Fällen ohne Warnmeldung ab, ein manueller Neustart wird dann nötig
  • Noch keine mehrmonatigen Erfahrungen zur Zuverlässigkeit, DJI ist ein neuer Anbieter in diesem Segment
  • Proprietäres SDC-Ladeökosystem, das für eine optimale Solar- oder Autoladung reale Zusatzkosten verursacht
  • Nur ein einziger MPPT-Regler, und die angegebene Grenze von 400 W ist unter realen Bedingungen bislang nicht bestätigt
DJI Power 1000 Mini: Datenblatt und Preis ansehen →

800 W Dauerleistung vom Hersteller dokumentiert, weit von den beworbenen 1000 W entfernt

Die Produktseite stellt eine Ausgangsleistung von 1000 W heraus, mit einzelnen Geräten, die angeblich bis zu 1200 W versorgt werden. Die detaillierte technische Dokumentation des Herstellers unterscheidet dagegen klar zwischen einer Dauerleistung von 800 W und einer Spitzenleistung von 1000 W. Dieser Wert von 800 W wird durch das Typenschild direkt am Gerät bestätigt.

800 W
vom Hersteller dokumentierte Dauerleistung
1000 W
offizielle Spitzenleistung

Der Wert von 1200 W „bei einzelnen Geräten“ ist vom Hersteller technisch nirgends genau dokumentiert: Mehrere übereinstimmende Quellen beschreiben ihn als eine nur wenige Sekunden dauernde Spannungstoleranz, vergleichbar mit einem Einschaltstrom, nicht als dauerhaften Betriebszustand. Zusätzlich existiert ein eigener „Bypass“-Modus, der bis zu 2200 W direkt vom Stromnetz durchlässt, ohne über die Batterie zu laufen: nicht zu verwechseln mit der tatsächlich über die Batterie verfügbaren Leistung.

Konkret liegt das Gerät damit deutlich unter seinen direkten Konkurrenten bei vergleichbarer Kapazität, die eher 1500 bis 1800 W Dauerleistung angeben.

„30 dB“ angegeben, zwischen 47 und 53 dB(A) im Betrieb gemessen

Das Datenblatt gibt einen Betrieb mit maximal 30 dB an. Im realen Betrieb unter hoher Last liegen zwei unabhängig gemessene Werte deutlich höher, in einer Spanne von 47 bis 53 dB(A), vergleichbar mit einer normalen Unterhaltung statt einem Flüstern.

Beim Schnellladen am Netz bleibt ein Widerspruch je nach Quelle ungelöst: Ein Wert liegt bei 46 dB(A), ein anderer bei 58,5 dB(A), eine Differenz, die groß genug ist, um den Höreindruck spürbar zu verändern. Mangels eines streng vergleichbaren Messprotokolls für beide Erhebungen lässt sich die Frage bislang nicht klären: Der Wert ist eher als breite Spanne zu verstehen, nicht als einzelne feste Zahl.

Der Überlastschutz schaltet in manchen Fällen ohne Warnung ab

Bei drei im Rahmen derselben Überprüfung eingesetzten Kühlschränken scheiterte einer beim Start: Der Einschaltstrom des Kompressors (rund 1300 W beim Start bei einem Gerät mit 750 W im Dauerbetrieb) löste den Schutzmechanismus des Geräts aus, das sich ohne Fehlermeldung abschaltete, sodass ein manueller Neustart nötig war, um den Betrieb fortzusetzen.

Dieses Verhalten ist kein Defekt: Es ist der Schutzmechanismus, der seine Aufgabe erfüllt. Das Fehlen einer expliziten Meldung kann jedoch irritieren, vor allem bei einem aus der Ferne ohne direkte Aufsicht angeschlossenen Gerät (Kühlschrank, Gefrierschrank). Ein Punkt, den man vor dem Anschluss eines Geräts mit hohem Einschaltstrom bedenken sollte.

Die USV-Funktion ist tatsächlich vorhanden, Umschaltzeit von rund 10 Millisekunden

Anders als es das Fehlen dieser Angabe in manchen vereinfachten Datenblättern vermuten lässt, ist die USV-Funktion (unterbrechungsfreie Stromversorgung, automatische Umschaltung bei einem Netzausfall) auf diesem Gerät tatsächlich vorhanden, mit einer angegebenen Umschaltzeit von rund 10 Millisekunden. Mehrere praktische Versuche (Desktop-Computer, WLAN-Router) verliefen dabei ohne wahrnehmbare Unterbrechung.

Eine Aktivierungsbedingung sollte man kennen: Das geschützte Gerät und die Station müssen bereits gleichzeitig am Netz angeschlossen sein, damit die Umschaltung korrekt greift. Das ist also nicht bei jeder Anschlusskonfiguration automatisch der Fall.

MPPT-Solarmodul integriert, aber nur ein Regler und eine nie bestätigte Grenze

Anders als die Standardversion der Reihe, die ihr MPPT-Solarmodul separat als Option verkauft, integriert die Mini-Version es serienmäßig: ein echter praktischer und finanzieller Vorteil. Der Eingang akzeptiert 9 bis 28 V bei einer angegebenen Leistung von bis zu 400 W, über einen einzelnen MPPT-Regler.

Für die einzige verfügbare Überprüfung unter realen Bedingungen kamen zwei faltbare Module mit je 100 W zum Einsatz (also 200 W an Modulleistung, nicht genug, um die angegebene Obergrenze von 400 W zu erreichen): Mitten im Winter, bei wechselhaftem Sonnenschein, überstieg die Ladeleistung dabei 167 W. Die Obergrenze von 400 W wurde damit bis heute unter realen Bedingungen nie bestätigt. Der einzelne Regler bedeutet außerdem, dass sich unterschiedlich ausgerichtete Module, anders als bei Systemen mit mehreren Reglern, nicht unabhängig und optimal nutzen lassen.

80 % in 58 Minuten, eine wirklich schnelle Ladung bestätigt

Das Versprechen der schnellen Netzladung wird eingehalten: 80 % Ladung in 58 Minuten, ein Wert, der zwischen dem Datenblatt des Herstellers und den verfügbaren Überprüfungen übereinstimmt. Das ist einer der stärksten Punkte dieses Geräts, besonders wertvoll für alle, die zwischen zwei Einsätzen schnell nachladen müssen, statt eine Ladung über Nacht einzuplanen.

Ein proprietäres Ökosystem, das nicht vollständig einschließt, aber Kosten verursacht

Der proprietäre SDC-Anschluss bedeutet keine vollständige Bindung: Ein Adapterkabel zum Solarstandard MC4 existiert und erlaubt den Anschluss von Modulen anderer Marken. Die optimale Nutzung des Systems verursacht jedoch reale Zusatzkosten zum Kaufpreis: je nach Markt etwa 25 bis 49 € für ein MC4-Solarkabel oder ein Autobatteriekabel, und rund 20 € pro speziellem Schnellladekabel für ein bestimmtes Drohnenbatteriemodell. Wer mehrere Drohnenmodelle besitzt, muss unter Umständen mehrere unterschiedliche Kabel kaufen.

Die beiden Standard-USB-C-Anschlüsse mit 100 W bleiben dagegen mit jedem handelsüblichen Kabel und Gerät ohne Mehrkosten nutzbar.

Ein neuer Anbieter im Bereich Powerstations, noch zu jung für eine Langzeitbewertung

DJI ist vor allem für Drohnen und Kameras bekannt; Powerstations sind für die Marke ein noch junges Segment, und dieses konkrete Modell ist selbst sehr neu (Markteinführung im ersten Halbjahr 2026). Um die Langzeittauglichkeit zu beurteilen, liegen bislang in keiner der für diese Recherche berücksichtigten Sprachen Erfahrungswerte über mehrere Monate vor.

Der etablierte Kundendienst von DJI betrifft vor allem Drohnen: Bislang lässt sich nicht sagen, ob er auch für Powerstations speziell ebenso reaktionsschnell ist. Der Hersteller empfiehlt eine Lagerung bei rund 60 % Ladestand für längere Zeiträume ohne Nutzung, mit einem vollständigen Zyklus etwa alle vier Monate, eine für die LiFePO4-Chemie klassische Vorsichtsmaßnahme, die aber eine Erinnerung wert ist.

Festgestellter Preis bei rund 579 €

Der auf dem französischen Markt festgestellte Preis liegt bei 579 €, verfügbar auf Lager. Auf dem deutschen Markt haben punktuelle Aktionen den Preis deutlich unter den Einführungspreis gedrückt, ein Zeichen dafür, dass sich dieser Preis je nach Verkaufsperiode regelmäßig ändert: Ein Blick auf den aktuellen Tagespreis lohnt sich vor dem Kauf.

Content-Creator und Dreharbeiten vor Ort, der am besten dokumentierte Einsatzbereich

Über das Marketing hinaus liegt eine zweiwöchige Begleitung vor Ort vor (Außendrehs, Van-Ausbau, Studio), mit einer Auflistung der geladenen Geräte und ihrer Leistung: ein Laptop mit 67 W, Tablets mit 20 W, Smartphones mit 45 W, eine Kamera und ein LED-Panel mit 120 W, sechs Stunden am Stück ohne Zwischenfall in Betrieb. Auch der Einsatz als zentraler Ladepunkt bei mehrtägigen Dreharbeiten ist auf einer auf professionelles Filmemachen spezialisierten Seite festgehalten.

Das über das SDC-Kabel mögliche schnelle Laden von Drohnenbatterien (10 bis 95 % in rund 30 Minuten bei kompatiblen Modellen) bestätigt die klar erkennbare Ausrichtung auf diese Nutzergruppe.

Im Vergleich zur direkten Konkurrenz: die leichteste, aber auch die leistungsschwächste

In diesem Segment der rund 1 kWh großen Stationen für Nomadentum und kreative Arbeit trifft die Power 1000 Mini auf drei direkte Alternativen.

Technischer Vergleich: DJI Power 1000 Mini im Vergleich zu drei Alternativen
KriteriumPower 1000 MiniEcoFlow Delta 3Anker Solix C1000DJI Power 1000
Kapazität1008 Wh1024 Wh1024 bis 1056 Wh1024 Wh
Dauerleistung800 W≈1500 W1800 bis 2000 W2200 W
Gewicht11,5 kg12,5 kg11,3 bis 12,9 kg13 kg
Integriertes Solar-MPPTJa, 400 WJaJaNein, optional

Die Power 1000 Mini bleibt die leichteste der Gruppe und die einzige mit serienmäßig integriertem MPPT-Modul, liegt aber bei der Dauerleistung deutlich hinter Konkurrenten zurück, die fast alle im Bereich von 1500 bis 2200 W liegen. Für alle, die vor allem Foto-, Video- und IT-Equipment laden, ohne große Heizgeräte zu betreiben, fällt dieser Unterschied weniger ins Gewicht. Wer dagegen eine einzige Station für wirklich alles sucht, einschließlich leistungsstarker Haushaltsgeräte, ist mit den schwereren Konkurrenten besser bedient.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Sie eignet sich für alle, die bei einer nomadischen Nutzung (Dreharbeiten, Van, Camping) vor allem auf Leichtigkeit und Kompaktheit setzen, hauptsächlich Elektronik (Foto, Video, IT, Smartphones) statt leistungsstarker Haushaltsgeräte laden und eine sehr schnelle Netzladung zu schätzen wissen.

Sie eignet sich nicht für alle, die dauerhaft leistungshungrige Geräte betreiben müssen (Elektrowerkzeuge, große Heizgeräte), noch für alle, die ein im strengen Sinn wirklich leises Gerät suchen, noch für alle, die auf eine über mehrere Jahre erprobte Zuverlässigkeit setzen wollen, denn diese Erfahrung liegt für dieses Modell noch nicht vor.

Das Produkt und seine Alternativen

DJI Power 1000 Mini

DJI Power 1000 Mini

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1 kWh in 11,5 kg: DJI presst eine echte 1000-W-Station in ein halb so großes Format, mit 80 % Ladung in unter einer Stunde.

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Häufige Fragen

Nein: Die technische Dokumentation des Herstellers unterscheidet zwischen einer Dauerleistung von 800 W und einer Spitzenleistung von 1000 W. Der gelegentlich genannte Wert von 1200 W entspricht einer nur wenige Sekunden dauernden Toleranz, keinem dauerhaften Betriebszustand.

Weniger, als das Datenblatt angibt. Die angegebenen „30 dB“ liegen weit von den im realen Betrieb unter hoher Last gemessenen 47 bis 53 dB(A) entfernt, vergleichbar mit einer normalen Unterhaltung.

Ja, die USV-Funktion ist tatsächlich vorhanden, mit einer Umschaltzeit von rund 10 Millisekunden. Sie setzt allerdings voraus, dass das geschützte Gerät und die Station bereits gleichzeitig am Netz angeschlossen sind, damit sie korrekt greift.

Ja, das ist einer ihrer wichtigsten Einsatzbereiche, wie sich anhand einer zweiwöchigen Begleitung vor Ort nachvollziehen lässt. Ein eigenes SDC-Kabel ermöglicht bei kompatiblen Modellen eine Ladung von 10 bis 95 % in rund 30 Minuten, dieses Kabel wird jedoch separat verkauft und ist für jedes Drohnenmodell spezifisch.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad 3,9
Leistung 3,5
Aufladung 4,4
Anschlüsse und Steuerung 4,1
Verarbeitung und Ausdauer 3,8
Geräusch 3,6
DJI Power 1000 Mini: Datenblatt und Preis ansehen →