Allpowers S300 Plus: unsere ausführliche Einschätzung

Mit 288 Wh, 300 W und einem beobachteten Preis von 189 € zielt die S300 Plus auf eine kompakte, preiswerte Zusatzstation ab, mit einem USB-C-Anschluss mit 100 W und einem integrierten Induktionsladefeld, die zu diesem Preis selten sind. Doch ihr Handelsname steht für eine geringfügige Weiterentwicklung eines Vorgängermodells, mit dem sie den Großteil ihres technischen Kerns teilt, und fast alle unabhängigen Messwerte, die online verfügbar sind, betreffen diese vorherige Version, nicht die heute verkaufte.

Unsere Note
3,5/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 3,3 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,3Leistung: 3,6 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung3,6Aufladung: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden3,6Anschlüsse und Steuerung: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,6Verarbeitung und Ausdauer: 3,5 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung3,5
Kompakte tragbare Powerstation Allpowers S300 Plus mit LCD-Display und sichtbaren USB-C- und USB-A-Anschlüssen

Das Wichtigste

Die Allpowers S300 Plus hält, was sie bei der Ausstattung für ihr Format und ihren Preis verspricht: ein USB-C-Anschluss mit 100 W im Ausgang, ein integriertes Induktionsladefeld und eine LED-Leuchte sowie eine Steuerung per App, alles für 189 €. Ihre Netzladung ist für die Kategorie schnell (rund 1,5 Stunden), und ihre tatsächliche Energieausbeute bleibt innerhalb der vom Hersteller selbst angegebenen Spanne. Doch ihr Handelsname steht für eine geringfügige Weiterentwicklung eines Vorgängermodells, mit dem sie den Großteil ihres technischen Kerns teilt, was die Einordnung online verfügbarer Informationen erschwert. Ihre NMC-Chemie, ihr Lüfter, der schon bei Aktivierung des Wechselstromausgangs anspringt, und offizielle Angaben, die sich bei mehreren Zahlen widersprechen, relativieren das Bild. Eine kompakte und erschwingliche Option, sofern man ihre Geschichte nicht mit der des Vorgängermodells verwechselt.

Stärken

  • Sehr kompaktes Format und Gewicht (3,4 kg) bei 288 Wh
  • USB-C-Anschluss mit 100 W im Ausgang, lädt einen Laptop mit voller Geschwindigkeit, selten in diesem Format
  • Vollständige Ausstattung für den Preis: Induktionsladefeld, integrierte LED-Leuchte, Steuerung per Bluetooth-App
  • Schnelle Netzladung für die Kategorie, rund 1,5 Stunden für eine volle Ladung
  • Tatsächliche Energieausbeute nahe der vom Hersteller angegebenen Spanne (rund 85 % am Wechselstromausgang, 90 % am USB-/DC-Ausgang)
  • Beobachteter Preis gehört zu den niedrigsten seiner Kapazitätsklasse

Schwächen

  • NMC-Chemie statt LFP: in der Regel schnelleres Altern, und keine vom Hersteller veröffentlichte Zyklenzahl
  • Der USB-C-Anschluss mit 100 W liefert diese Leistung nur im Ausgang: im Eingang liegt die Ladung der Station selbst bei höchstens rund 60 W
  • Lüfter, der beim Vorgängermodell mit demselben elektronischen Kern schon bei Aktivierung des Wechselstromausgangs anspringt, auch bei geringer Last
  • Uneinheitliche offizielle Dokumentation bei mehreren Werten: Spitzenleistung (je nach Dokument 500 oder 600 W), Leistung des Induktionsladefelds (5 bis 10 W)
  • Handelsname („S300“ / „S300 Plus“) wird bis hinauf zum Hersteller und bei mehreren Händlern gleichbedeutend verwendet, was die Einordnung online verfügbarer Informationen erschwert
  • Wechselrichter-Ausfälle betreffen das Vorgängermodell mit demselben elektronischen Kern; dieser Punkt wurde bei der aktuellen Version nicht unabhängig erneut überprüft
Allpowers S300 Plus: Datenblatt und Preis ansehen →

Auf dem Papier: eine kompakte, sehr gut ausgestattete Station

Mit 288 Wh Kapazität, einer Dauerleistung von 300 W (600 W Spitze) und einem beobachteten Preis von 189 € positioniert sich die Allpowers S300 Plus als Zusatzstation für kleine und mittlere Geräte. Sie vereint eine Steckdose, einen USB-C-Anschluss mit 100 W, zwei USB-A-Anschlüsse, einen 12-V-Ausgang, ein integriertes Induktionsladefeld und eine LED-Leuchte, gesteuert über eine Bluetooth-App. Format und Gewicht bleiben ihre sichtbarsten Argumente: 206 x 165 x 110 mm bei 3,4 kg.

288 Wh
angegebene Kapazität
3,4 kg
Gewicht
189
beobachteter Preis

S300 oder S300 Plus? Eine Namensverwirrung, die die Einordnung erschwert

Der Handelsname „S300 Plus“ steht in Wirklichkeit für eine geringfügige Weiterentwicklung eines Vorgängermodells, des einfachen „S300“, das seit Ende 2022 verkauft wird. Beide Namen werden bis hinauf zum Hersteller und bei mehreren Händlern gleichbedeutend verwendet, wobei ein und dieselbe Produktseite oder Artikelnummer je nach betrachtetem Markt mal den einen, mal den anderen Namen zeigen kann. Die konkrete Folge für alle, die online verfügbare technische Daten vergleichen: Die meisten kursierenden Zahlen zu diesem Modell betreffen in Wirklichkeit die vorherige Version, nicht die aktuell verkaufte.

Was sich zwischen dem ursprünglichen S300 und der Plus-Version ändert
MerkmalS300 (Vorgänger)S300 Plus (aktuell)
SolaranschlussAndersonXT60
Netzeinganglangsamer200 W (≈ 1,5 Std.)
LED-LeuchteStandardverbessert
Kapazität und Leistung288 Wh, 300 W / 600 Widentisch

Der elektronische Kern, Wechselrichter und Batteriemanagementsystem, hat sich beim Übergang zur Plus-Version dagegen nicht geändert. Wer bereits ein Solarpanel oder einen Adapter für den alten Anderson-Stecker besitzt, benötigt einen XT60-Adapter.

USB-C 100 W: die Nuance zwischen Ausgang und Eingang

Der mit 100 W beworbene USB-C-Anschluss liefert diese Leistung nur im Ausgang, also beim Laden eines Laptops oder eines anderen Geräts über die Station: ein echter Vorteil, selten in diesem Format und zu diesem Preis. Im Eingang, also beim Laden der Station selbst über denselben Anschluss, liegt die tatsächlich akzeptierte Leistung bei höchstens rund 60 W, weit entfernt von den 100 W auf dem Datenblatt. Wer diesen Anschluss für eine schnelle volle Ladung über ein leistungsstarkes USB-C-Ladegerät einplant, wird also enttäuscht: Am schnellsten lädt weiterhin die dedizierte Netzsteckdose.

Die tatsächlich abgegebene Kapazität

Der Hersteller selbst veröffentlicht für dieses Modell eine Wirkungsgrad-Formel: rund 85 % der angegebenen Kapazität am Wechselstromausgang und rund 90 % am USB-/DC-Ausgang, also etwa 245 Wh und 260 Wh von den nominellen 288 Wh. Beim Vorgängermodell mit demselben elektronischen Kern sank die gemessene Energieausbeute am Wechselstromausgang unter einer Last von 250 W auf rund 69 % der angegebenen Kapazität, gegenüber 79 bis 81 % am USB-/DC-Ausgang. Der Unterschied zwischen Wechselrichter (höhere Umwandlungsverluste) und direktem DC-/USB-Ausgang ist ein bei dieser Art von Station üblicher physikalischer Mechanismus, keine Besonderheit dieses Modells.

500 W oder 600 W Spitzenleistung? Eine widersprüchliche Dokumentation

Auch die Spitzenleistung wird vom Hersteller nicht einheitlich angegeben: Eine technische Datentabelle nennt 500 W, während der Beschreibungstext und das Benutzerhandbuch 600 W angeben. Da das Handbuch in der Regel maßgeblich ist, wird hier dieser letztere Wert zugrunde gelegt. In jedem Fall bleibt diese Leistung für kleine und mittlere Geräte geeignet (Handys, Computer, Beleuchtung, Internet-Router), nicht für schwere Haushaltsgeräte.

Lüfter: aktiv schon bei Nutzung des Wechselstromausgangs

Beim Vorgängermodell mit demselben elektronischen Kern startet der Lüfter, sobald der Wechselstromausgang aktiviert wird, auch bei geringer Last: Der gemessene Geräuschpegel liegt bei rund 35 dB bei der Aktivierung und steigt nach 30 Minuten unter einer Last von 250 W auf bis zu 44 dB. Bei reiner DC- oder USB-Nutzung bleibt er leise. Dieses Verhalten wurde bei der Plus-Version nicht unabhängig erneut überprüft, doch nichts in den dokumentierten Änderungen deutet darauf hin, dass es sich geändert hätte.

NMC-Chemie: der Kompromiss für Format und Preis

Die Anzahl der Ladezyklen wird vom Hersteller für dieses Modell nicht veröffentlicht. Verkaufsseiten nennen Werte, die um den Faktor sieben voneinander abweichen, sodass sich daraus keine verlässliche Zahl ableiten lässt. Ihre NMC-Chemie (Lithium-Ionen mit Ternärzellen) altert bei gleicher Zyklenzahl in der Regel schneller als eine LFP-Chemie, ein Punkt, den man kennen sollte, da direkte Konkurrentinnen in dieser Preis- und Kapazitätsklasse durchweg auf LFP setzen.

Eine vom Hersteller dokumentierte Notstromfunktion, vor dem Kauf zu bestätigen

Der Hersteller dokumentiert außerdem eine automatische Umschaltfunktion bei Netzausfall (Notstrom/USV), mit einer angegebenen Umschaltzeit von 15 ms, nützlich, um einen Internet-Router oder eine Überwachungskamera ohne spürbare Unterbrechung weiter mit Strom zu versorgen. Diese Funktion tauchte in der zum Zeitpunkt der Recherche umfassendsten verfügbaren Dokumentation für den französischen Markt nicht auf, und ihre tatsächliche Zuverlässigkeit wurde nicht unabhängig überprüft: Vor einem Kauf, der sich gezielt darauf stützt, sollte sie direkt bestätigt werden.

Anschlüsse und App: gut ausgestattet, einige Grenzen

Neben dem USB-C-Anschluss bietet die S300 Plus zwei USB-A-Anschlüsse, einen 12-V-Ausgang für Auto oder Kühlbox, ein Induktionsladefeld auf der Oberseite und eine integrierte LED-Leuchte. Die einzige nennenswerte Einschränkung bei der Anschlussausstattung: nur eine einzige Steckdose, gegenüber zwei bei manchen direkten Konkurrentinnen. Die Position des Induktionsladefelds erfordert mitunter etwas Suchen nach der richtigen Ausrichtung, und auch seine Leistung ist in der Herstellerdokumentation nicht einheitlich festgelegt: Die veröffentlichten Werte reichen je nach Seite von 5 bis rund 10 W, weit entfernt von einer schnellen Induktionsladung. Die Bluetooth-App erlaubt es, die Ladung zu verfolgen und die Ausgänge aus der Ferne abzuschalten; wiederholte Verbindungsabbrüche machen dabei eine erneute Kopplung nötig.

Der tatsächlich verlangte Preis

Der beobachtete offizielle Preis liegt bei 189 €, gegenüber einem durchgestrichenen Preis von 299 €. Diese Namensverwirrung zwischen S300 und S300 Plus findet sich bis hinauf zu mehreren Händlern, wo ein und dieselbe Produktseite je nach betrachtetem Markt mal den einen, mal den anderen Namen zeigen kann.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Sie eignet sich für alle, die eine erste kompakte und leichte mobile Station für Camping, Van oder gelegentliches mobiles Arbeiten suchen, mit knappem Budget und einem echten Bedarf an schnellem USB-C-Laden für einen Laptop.

Sie eignet sich nicht für alle, die mehrere gleichzeitig nutzbare Steckdosen benötigen, eine auf Dauer haltbarere LFP-Chemie wollen, oder die ihren Kauf auf online gefundene Informationen stützen, ohne zu prüfen, ob diese wirklich die Plus-Version betreffen und nicht das Vorgängermodell.

In einem Satz: eine für ihren Preis kompakte und gut ausgestattete Station, sofern man prüft, dass online gelesene Informationen wirklich die Plus-Version betreffen, und den USB-C-Anschluss im Eingang nicht mit dem im Ausgang verwechselt.

Das Produkt und seine Alternativen

Allpowers S300 Plus

Allpowers S300 Plus

170.99€ (5)

Kompakt und clever kombiniert die Allpowers S300 Plus (288 Wh) USB-C 100 W, einen Wireless-Charger, eine LED-Leuchte und App-Steuerung.

Produkt ansehen

Häufige Fragen

Ja: Beide Namen werden bis hinauf zum Hersteller und bei mehreren Händlern gleichbedeutend verwendet. Die seit Ende 2024 verkaufte Plus-Version unterscheidet sich durch einen schnelleren Netzeingang (200 W) und einen XT60-Solaranschluss; Kapazität und Nennleistung bleiben identisch mit denen des Vorgängermodells.

Nicht in diese Richtung: Die 100 W werden nur im Ausgang geliefert, um einen Laptop oder ein anderes Gerät zu versorgen. Im Eingang, um die Station selbst über diesen Anschluss zu laden, liegt die Leistung bei höchstens rund 60 W.

Der Hersteller selbst gibt eine Energieausbeute von rund 85 % der Nennkapazität am Wechselstromausgang und 90 % am USB-/DC-Ausgang an, also etwa 245 und 260 Wh von den angegebenen 288 Wh.

Der Hersteller dokumentiert eine automatische Umschaltfunktion in 15 ms bei Netzausfall, nützlich für einen Internet-Router oder eine Kamera. Diese Funktion wurde nicht unabhängig überprüft.

Der beobachtete Preis liegt bei 189 €, gegenüber einem durchgestrichenen Preis von 299 €.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,5/5
Kapazität und Wirkungsgrad 3,3
Leistung 3,6
Aufladung 3,6
Anschlüsse und Steuerung 3,6
Verarbeitung und Ausdauer 3,5
Geräusch nicht gemessen
Allpowers S300 Plus: Datenblatt und Preis ansehen →