Jackery Explorer 300 Plus: unsere ausführliche Einschätzung

Mit 288 Wh, einer schnelleren Netzladung als angegeben und einer in dieser Kategorie seltenen Garantie von 5 Jahren ist die Explorer 300 Plus eine durchdachte kleine Station. Doch eines steht vor allem anderen fest: Jackery hat dieses Modell offiziell eingestellt, der Nachfolger ist die Explorer 300 v2. Die folgende Einschätzung bleibt nützlich für alle, die noch ein Restexemplar auf Lager finden oder bereits eine besitzen, doch die Verfügbarkeit sollte vor jedem Neukauf geprüft werden.

Unsere Note
3,8/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 3,8 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität3,8Leistung: 3,9 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung3,9Aufladung: 3,9 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden3,9Anschlüsse und Steuerung: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,6Verarbeitung und Ausdauer: 4,0 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung4,0
Kompakte tragbare Powerstation Jackery Explorer 300 Plus, LCD-Display und Steckdose sichtbar

Das Wichtigste

Die Explorer 300 Plus hält ihre technischen Versprechen: eine schnellere Netzladung als angegeben (rund 1 h 50), eine echte Steckdose in einem Format von 3,75 kg, eine gute Temperaturkontrolle unter anhaltender Last und eine in dieser Kategorie seltene Garantie von 5 Jahren. Das mitgelieferte Solarmodul enttäuscht durch seine tatsächliche Langsamkeit, die angegebene Zahl der Ladezyklen variiert von Datenblatt zu Datenblatt, und die USV/EPS-Funktion bleibt auf diesem konkreten Modell ein unbestätigtes Versprechen. Ein Punkt, den man vor jedem Neukauf kennen sollte: Jackery hat dieses Modell offiziell eingestellt, der Nachfolger ist die Explorer 300 v2, was ihren Qualitäten keinen Abbruch tut, aber eine Prüfung der Verfügbarkeit erfordert. Eine gut konzipierte und zuverlässige kleine Station, zu bevorzugen, wenn Sie sie noch auf Lager finden oder bereits eine besitzen.

Stärken

  • Netzladung schneller als angegeben, rund 1 h 50 für eine volle Ladung
  • Sehr kompakt und leicht (3,75 kg) mit einer echten Steckdose, selten in diesem Format
  • Garantie von 5 Jahren, deutlich länger als bei den meisten Konkurrenzmodellen
  • Gute Temperaturkontrolle unter anhaltender Last
  • Kompatibel mit einer großen Auswahl an Solarmodulen, einschließlich älterer Jackery-Solarmodule über den mitgelieferten Adapter

Schwächen

  • Nur eine einzige Steckdose, für zwei Geräte wird schnell eine Mehrfachsteckdose nötig
  • Das mitgelieferte Solarmodul (SolarSaga 40 Mini) liefert in der Praxis deutlich weniger Leistung als angegeben, eine volle Ladung dauert 9 bis 10 Stunden
  • Angegebene Zahl der Ladezyklen variiert von Datenblatt zu Datenblatt (3000 oder 1500 bei 80 %)
  • Die USV/EPS-Funktion (Umschaltung in 20 ms) bleibt eine Herstellerangabe ohne Bestätigung für dieses konkrete Modell
  • USB-C-Solaranschluss als anfällig beschrieben, zudem Verbindungsprobleme mit der mobilen App gemeldet
Jackery Explorer 300 Plus: Datenblatt und Preis ansehen →

Auf dem Papier: eine gut ausgestattete kleine Station

Mit 288 Wh Kapazität, einer LiFePO4-Chemie und einer Dauerleistung von 300 W (600 W Spitzenleistung) zielt die Explorer 300 Plus auf leichtes Camping, den Van und gelegentliches mobiles Arbeiten ab. Sie zeichnet sich durch eine echte Steckdose in einem Format von nur 3,75 kg, zwei USB-C-Anschlüsse, davon einer mit 100 W, sowie eine Garantie von 5 Jahren aus, deutlich länger als bei den meisten Konkurrenzmodellen ihrer Kategorie.

288 Wh
angegebene Kapazität
3,75 kg
Gewicht
5 Jahre
Garantie

Der wichtigste Punkt: ein inzwischen eingestelltes Modell

Jackery hat den Verkauf der Explorer 300 Plus offiziell eingestellt. Die Produktseiten des Herstellers weisen an mehreren Stellen ausdrücklich darauf hin: Das Modell ist dort als nicht verfügbar gekennzeichnet, mit einem Verweis auf seinen Nachfolger, die Explorer 300 v2. Das Produkt lässt sich noch als Restbestand bei einzelnen Händlern finden, ist aber keine vom Hersteller aktiv unterstützte Referenz mehr. Diese Einschätzung bleibt nützlich für alle, die bereits eine besitzen oder eine im Restbestand zu einem guten Preis finden, doch wer ganz neu einsteigt, sollte sich zunächst das Nachfolgemodell ansehen.

Netzladung: schneller als angegeben

Die vollständige Netzladung wird mit 2 Stunden angegeben. In der Praxis liegt sie eher bei 1 h 50, eine positive Abweichung, die durch mehrere Messungen gut übereinstimmend bestätigt wird. Die Ladung über den USB-C-Anschluss mit 100 W dauert etwa 4 Stunden, die Ladung über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs etwa 5 h 30.

Das mitgelieferte Solarmodul ist langsamer, als es scheint

Die Station wird mit oder ohne das kleine SolarSaga 40 Mini-Solarmodul verkauft, das mit 40 W angegeben ist. Die tatsächlich gelieferte Leistung liegt eher bei rund 30 W, und eine vollständige Ladung braucht bei gutem Sonnenschein üblicherweise 9 bis 10 Stunden, weit entfernt von den wenigen Stunden, die ein flüchtiger Blick auf das Datenblatt vermuten lässt. Ein leistungsstärkeres Solarmodul (100 W oder mehr) verkürzt diese Zeit deutlich. Die Station akzeptiert außerdem die älteren SolarSaga-Solarmodule mit Hohlstecker-Anschluss über einen mitgelieferten Adapter von DC auf USB-C, und darüber hinaus jedes Solarmodul mit einem USB-C-PD-Anschluss oder einem kompatiblen MC4-Adapter.

Tatsächlich nutzbare Kapazität

Die tatsächlich nutzbare Kapazität liegt je nach angelegter Last zwischen 78 und 88 % der Angabe, also etwa 225 bis 255 Wh der nominal 288 Wh. Unter einer anhaltenden Netzlast von 300 W erreicht die beobachtete Laufzeit rund 46 Minuten, was unter diesen konkreten Bedingungen einer Ausbeute von nahezu 80 % entspricht.

Lärm und Temperatur: ein kontrolliertes Verhalten

Der Lüfter bleibt bei USB- oder DC-Nutzung dezent und setzt spürbar erst ab etwa 100 W Last an der Netzausgabe ein. Für dieses Modell liegt keine Messung mit strengem Messaufbau (kalibriertes Schallpegelmessgerät, festgelegte Distanz und Last) vor, doch die kursierenden Werte liegen meist zwischen 30 und 40 dB, im Einklang mit der Herstellerangabe. Thermisch bleibt die Temperatur am Ausgang kontrolliert: etwa 43 °C nach 30 Minuten unter einer kontinuierlichen Last von 300 W, eine solide Temperaturkontrolle.

3000 oder 1500 Zyklen? Eine Zahl, die variiert

Die angegebene Zahl der Ladezyklen variiert von Datenblatt zu Datenblatt: Die aktuellste Dokumentation und die Mehrheit der derzeitigen Produktblätter nennen 3000 Zyklen bei 80 % Kapazität, doch auch ein Wert von 1500 Zyklen für dieselbe Schwelle ist im Umlauf, einschließlich beim Marktstart des Produkts Ende 2023. Keiner der beiden Werte lässt sich hier mit Sicherheit bestätigen: Zur Orientierung liegen beide in einer für eine LiFePO4-Chemie dieser Preisklasse glaubwürdigen Spanne.

Die USV/EPS-Funktion mit 20 ms: eine für dieses Modell unbestätigte Angabe

Der Hersteller gibt eine Notstromfunktion (USV/EPS) mit einer Umschaltung in 20 ms bei einem Netzausfall während der Ladung an. Dieser Wert bleibt eine Herstellerangabe, ohne dass für dieses konkrete Modell ein Messaufbau zur Bestätigung vorliegt. Bei einem größeren Modell derselben Marke hat ein instrumentierter Messaufbau (Leistungsanalysator, Oszilloskop) diese Umschaltzeit auf 8,7 ms beziffert, besser als die übliche Herstellerangabe: ein positives Indiz für diese Technologie bei diesem Hersteller, ohne einen direkten Beweis für die Explorer 300 Plus darzustellen.

Anschlüsse: einige Grenzen, die man kennen sollte

Die Station verfügt nur über eine einzige Steckdose, ein echter Reibungspunkt für alle, die zwei netzbetriebene Geräte gleichzeitig versorgen möchten: Eine Mehrfachsteckdose wird schnell notwendig. Der USB-C-Solaranschluss ist zwar praktisch, wird aber als anfällig gegenüber wiederholter Handhabung beschrieben. Schließlich hat die mobile Steuerungs-App in mindestens einem Fall Verbindungsprobleme verursacht und die korrekte Kopplung verweigert.

Für wen sie geeignet ist, für wen nicht

Sie eignet sich für alle, die bereits eine besitzen, eine im Restbestand zu einem guten Preis finden, oder gezielt eine sehr leichte kleine Station mit Steckdose und langer Garantie suchen.

Sie eignet sich nicht für alle, die einen Neukauf ohne Bestandszwang starten: Das Nachfolgemodell, die Explorer 300 v2, ist heute in der Regel die sinnvollere Wahl.

In einem Satz: eine auf dem Papier gut konzipierte und zuverlässige kleine Station, die jedoch inzwischen vom Hersteller selbst ersetzt wurde: das aktuelle Modell vor jedem Kauf prüfen.

Das Produkt und seine Alternativen

Jackery Explorer 300 Plus

Jackery Explorer 300 Plus

Ansehen (5)

288 Wh und 300 W in einer Station von nur 3,75 kg, mit Steckdosen und USB-C 100W: der ideale Begleiter für leichtes Camping und mobiles Arbeiten.

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Häufige Fragen

Nein, Jackery hat dieses Modell offiziell eingestellt, ersetzt durch die Explorer 300 v2. Restbestände lassen sich noch bei einzelnen Händlern finden, doch es handelt sich nicht mehr um ein vom Hersteller aktiv unterstütztes Produkt.

Der Hersteller gibt 2 Stunden an, mehrere übereinstimmende Messungen zeigen jedoch eine reale Ladezeit von eher 1 h 50. Über USB-C mit 100 W etwa 4 Stunden einplanen, über den Zigarettenanzünder 5 h 30.

Nicht wirklich: Das SolarSaga 40 Mini gibt 40 W an, liefert in der Praxis aber eher 30 W, wobei eine volle Ladung bei gutem Sonnenschein üblicherweise 9 bis 10 Stunden dauert. Ein leistungsstärkeres Solarmodul verkürzt diese Zeit deutlich.

Die aktuelle Dokumentation gibt 3000 Zyklen bei 80 % Kapazität an, doch für dieselbe Schwelle ist auch ein Wert von 1500 Zyklen im Umlauf. Diese Zahl variiert von Datenblatt zu Datenblatt, und keiner der beiden Werte lässt sich mit Sicherheit bestätigen.

Der Hersteller gibt eine Umschaltung in 20 ms an, doch dieser Wert ist für dieses konkrete Modell nicht bestätigt. Bei einem größeren Modell derselben Marke erreicht die mit einem Leistungsanalysator und einem Oszilloskop bezifferte Umschaltzeit 8,7 ms, ein positives Indiz, ohne hier einen direkten Beweis darzustellen.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,8/5
Kapazität und Wirkungsgrad 3,8
Leistung 3,9
Aufladung 3,9
Anschlüsse und Steuerung 3,6
Verarbeitung und Ausdauer 4,0
Geräusch nicht gemessen
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