Auf dem Papier: Leistung und Schnelligkeit zum besten Preis
Mit 1152 Wh LiFePO4-Kapazität, einer Ausgangsleistung von 1800 W im Dauerbetrieb (3000 W Spitze) und einem festgestellten Preis von 569 € zielt die Allpowers R1500 auf ein starkes Verhältnis von Leistung zu Preis. Sie vereint vier Steckdosen, zwei USB-C-Anschlüsse bis 100 W, zwei USB-A-Anschlüsse und zwei integrierte Induktionsladegeräte. Die Netzladung erreicht die angegebenen 80 % in 45 Minuten, und die Kapazität lässt sich dank zusätzlicher B1000-Batterien auf bis zu 4608 Wh erweitern.
Der ernsteste Punkt: eine Solarladung, die sich verschlechtert
Eine Verschlechterung der Solarladefunktion nach mehreren Monaten normaler Nutzung betrifft Einheiten auf zwei unterschiedlichen Märkten, jeweils unabhängig voneinander aufgetreten: Die Ladung bricht auf der Solarseite abrupt ein oder stoppt ganz, wobei die Solarpanels selbst funktionstüchtig bleiben, während die Netzladung auf denselben Geräten weiterhin normal arbeitet. Es handelt sich nicht um einen auf einen einzigen Ort begrenzten Einzelfall, was diesen Punkt zu einem echten Anlass zur Aufmerksamkeit macht statt zu einem einmaligen Zwischenfall, auch wenn sich das genaue Ausmaß des Phänomens nicht präzise beziffern lässt.
Ein Schutz, der bei manchen Geräten auslöst
Ein Auslösen des Überlastschutzes betrifft manche Geräte mit sehr hohem Strombedarf in der Anlaufphase, etwa eine heizende Waschmaschine. Dieses Verhalten variiert je nach Netzspannung: Es tritt häufiger bei rund 240 V auf als bei 220 V, eine Empfindlichkeit, die zu einer strengeren Schutzmarge bei höherer Spannung passt. Das ist kein Mangel, der den alltäglichen Gebrauch verhindert, aber ein Punkt, den man kennen sollte, bevor man ein Gerät mit hohem Anlaufstrombedarf anschließt.
Die 5-Jahre-Garantie: dieselbe Einschränkung wie bei der übrigen Produktreihe
Die kommerziell herausgestellte 5-Jahre-Garantie gilt nicht automatisch. Die offizielle Herstellerdokumentation ordnet die R1500 in dieselbe verlängerbare Garantiekategorie wie den Rest der Produktreihe ein: eine Basis von 24 Monaten ohne weiteres Zutun, verlängert auf 60 Monate nach Online-Registrierung des Produkts. Die vom Hersteller verkauften generalüberholten Geräte profitieren dagegen nur von 24 Monaten ohne Verlängerungsmöglichkeit. Die B1000-Erweiterungsbatterie folgt derselben Regel wie die Haupteinheit.
Die B1000-Erweiterung: eine weiterhin stimmige Rechnung
Die B1000-Erweiterungsbatterie liegt bei rund 499 € pro Einheit, und die Kombiformel aus R1500 und B1000 spart gegenüber einem getrennten Kauf beider Elemente rund sechzig Euro. Die vom Hersteller angegebene maximale Kapazität erreicht 4608 Wh mit drei zusätzlichen Blöcken; eine frühere Version der Dokumentation begrenzte diese Erweiterung auf zwei Blöcke, ein Unterschied, der eher auf eine technische oder kommerzielle Aktualisierung seit der Markteinführung hindeutet als auf einen Wert, den man beim Kauf ohne Prüfung wörtlich nehmen sollte.
Die Ladung: schnell, mit einzuhaltenden Bedingungen
Die Ladung auf 80 % in 45 Minuten entspricht der Angabe. Der Schnelllademodus mit 1500 W erfordert jedoch einen eigenen Stromkreis, der die Stromstärke dauerhaft hält, ohne Mehrfachsteckdose oder Verlängerungskabel, sonst schaltet die Station automatisch in einen langsameren Lademodus. Oberhalb von 80 % sinkt der Eingangsstrom für das Ladeende deutlich, ein Verhalten, das zur LiFePO4-Chemie passt und keinen Mangel darstellt. Das Solarpanel-Kabel und das Zigarettenanzünder-Kabel sind beim Kauf der Einzeleinheit nicht im Lieferumfang enthalten.
Die USV-Funktion: zuverlässig, mit einer zu kennenden Leistungsobergrenze
Die Notstromumschaltung in 15 ms funktioniert zuverlässig, ohne dass widersprüchliche Angaben vorliegen. Ein Punkt verdient dennoch Beachtung: Oberhalb einer bestimmten Schwelle der abgerufenen Leistung im USV-Betrieb versorgen Netz und Batterie das angeschlossene Gerät gleichzeitig, bis die Batterie auf 5 % sinkt, statt sich ausschließlich auf das Netz zu stützen, solange dieses vorhanden ist. Die offizielle Dokumentation empfiehlt, im USV-Betrieb nur ein einziges empfindliches Gerät anzuschließen, um das Auslösen des Überlastschutzes zu vermeiden.
Lärm und Standby: zwei zu differenzierende Punkte
Der Geräuschpegel bleibt bei leichter Nutzung moderat, bei etwa 40 bis 45 dB, und steigt bei voller Ladung auf 50 bis 55 dB. Auch der Standby-Verbrauch liegt nicht bei null: Er bewegt sich zwischen 10 und 15 W, wenn die Station am Stromnetz angeschlossen bleibt, mit einem Lüfter, der sich zeitweise auch ohne laufenden Ladevorgang aktivieren kann.
Anschlüsse: die deutlichste Stärke
Mit vier Steckdosen, zwei USB-C-Anschlüssen mit jeweils bis zu 100 W, zwei USB-A-Anschlüssen und zwei integrierten Induktionsladegeräten deckt die R1500 ein breites Spektrum ab. Die Steckdosen profitieren von einem IP44-Schutz, im Gegensatz zu den USB-Anschlüssen, die über keine gleichwertige Schutzabdeckung verfügen.
Der real festgestellte Preis
Der festgestellte offizielle Preis liegt bei 569 €, gegenüber einem durchgestrichenen Preis von 1099 €, stabil im Vergleich zu früheren Preisen. Bei anderen Händlern findet sich ein sehr ähnlicher Tarif von rund 599 €.
Für wen sie geeignet ist, für wen nicht
Sie eignet sich für alle, die eine hohe Leistung und eine schnelle Ladung bei begrenztem Budget suchen, im Van, als Notreserve zu Hause oder auf einer Baustelle, und die überwiegend am Stromnetz laden.
Sie eignet sich nicht für alle, die vor allem auf die Solarladung im dauerhaften Betrieb abseits des Netzes setzen, angesichts der Verschlechterung auf diesem Punkt, ebenso wenig für alle, die planen, Geräte mit hohem Anlaufstrombedarf anzuschließen, ohne deren Kompatibilität vorher zu prüfen.
