Scheppach Diesel-Stromerzeuger SG5200D
(4 Bewertungen)
Fünf Kilowatt Diesel, eine 400-V-Drehstromsteckdose und sechzehn Liter Tank: der Stromerzeuger für Baustelle und längere Notversorgung, nicht fürs Camping.
Eigenschaften
- Leistung: 5.000 W max bei 400 V, 3.300 W bei 230 V
- Motor: Diesel 418 cm³, 7,7 PS, luftgekühlt
- Anschlüsse: 1 x 400 V, 2 x 230 V, 1 x 12 V DC
- Laufzeit: 16-L-Tank, Elektrostart per Schlüssel
- 400 V Drehstrom für unter 1.500 Euro
Ausführliche Beschreibung: Scheppach SG5200D Diesel-Stromerzeuger
Der Scheppach SG5200D gehört zu einer klar umrissenen Familie: den Diesel-Stromerzeugern für die Baustelle, angesiedelt zwischen tragbarem Notstromaggregat und fester Ersatzstromanlage. Sein Motor ist ein luftgekühlter Viertakt-Einzylinder mit 418 Kubikzentimetern und 7,7 PS, also rund 5,7 mechanischen Kilowatt. Diese Basis treibt einen Generator an, der auf der 400-Volt-Drehstromsteckdose 5.000 Watt in der Spitze und 4.200 Watt im Dauerbetrieb liefert.
Die Stromverteilung ist das eigentliche Markenzeichen des Geräts. Eine 400-Volt-Drehstromsteckdose nimmt jene Baumaschinen auf, die nicht einphasig laufen: Betonmischer, Steinsägen, Kompressoren, Schweißgeräte. Zwei einphasige 230-Volt-Steckdosen mit 3.000 Watt Dauer- und 3.300 Watt Spitzenleistung übernehmen übliches Werkzeug und Beleuchtung. Ein 12-Volt-Ausgang mit 8,3 Ampere rundet das Angebot ab, etwa zum Laden einer Fahrzeugbatterie. Ein automatischer Spannungsregler, das bekannte AVR, gleicht Schwankungen aus, wenn eine Maschine anläuft und schlagartig Strom zieht.
Im Einsatz ändert Diesel zwei Dinge gegenüber Benzin. Zuerst den Verbrauch: etwa 1,43 Liter pro Stunde bei zwei Dritteln Last, was aus dem Sechzehn-Liter-Tank knapp elf Betriebsstunden ergibt. Dann die Lebensdauer, denn ein Dieselmotor bei konstanter Drehzahl erreicht Standzeiten, die einem Benziner schwerer fallen. Der Kaltstart verlangt allerdings etwas Methode, und die Filterwartung ist nicht optional.
Der Bedienkomfort wurde für diese Klasse gut gelöst. Gestartet wird per Schlüssel ohne Seilzug, dank einer serienmäßigen Batterie mit 12 Volt und 30 Amperestunden. Das Bedienfeld vereint Voltmeter, Betriebsstundenzähler, Überlastschutz und eine Ölmangelsicherung, die den Motor vor dem Schaden abstellt. Ein Rad- und Griffsatz erlaubt es, die 148 Kilogramm auf festem Untergrund zu bewegen, vorzugsweise zu zweit.
Wer noch mit einem Benzinmodell hadert: Es geht nicht allein um den Kaufpreis. Wenn Sie eine Baustelle mehrere Stunden täglich versorgen oder ein Gebäude absichern wollen, ist dieser Diesel in seinem Element. Für leichteren, gelegentlichen und mobilen Einsatz greifen Sie eher zu einem Inverter wie dem Scheppach SG2500i, viermal leichter und deutlich leiser, oder zu einer tragbaren Powerstation, wenn völlige Stille und Kraftstofffreiheit im Vordergrund stehen.
EAN: 4046664300953
Vergleich
Für rund 1.500 Euro konkurriert der SG5200D nicht wirklich mit tragbaren Stromerzeugern, doch der Abstand ist aufschlussreich. So steht er gegenüber dem SDMO Perform 3000, einem leichteren Benziner für die Baustelle, und dem Einhell TC-PG 35, dem Benzin-Einstieg unseres Katalogs.
| Kriterium | Scheppach SG5200D | SDMO Perform 3000 | Einhell TC-PG 35 |
|---|---|---|---|
| Kraftstoff | Diesel | Benzin | Benzin |
| Spitzenleistung | 5.000 W (400 V) | 2.800 W | 3.100 W |
| Drehstromsteckdose | Ja, 400 V | Nein | Nein |
| Tank | 16 L | 4,1 L | 15 L |
| Start | Elektrisch per Schlüssel | Seilzug | Seilzug |
| Gewicht | 148 kg | 45 kg | Etwa 38 kg |
| Ermittelter Preis | ≈ 1.499 € | ≈ 630 € | ≈ 343 € |
Die Tabelle spricht für sich: Diese drei Maschinen dienen nicht demselben Zweck. Der Einhell TC-PG 35 ist ein leichtes, günstiges Notgerät, ideal für eine Pumpe oder Notbeleuchtung. Der SDMO Perform 3000 legt bei der Verarbeitung mit seinem Kohler-Motor zu und bleibt dabei zu zweit tragbar. Der Scheppach spielt in einer anderen Liga: Er ist der Einzige mit 400 Volt Drehstrom, der Einzige mit Schlüsselstart und der Einzige, dessen Laufzeit sich in Arbeitstagen statt in Stunden bemisst. Ohne Bedarf an Drehstrom rechtfertigen sich Gewicht und Preis nicht. Mit diesem Bedarf hat er in dieser Preisklasse praktisch keinen Wettbewerber.
Bewertung unseres Testers: Christophe Delpuech
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Zunächst die Einordnung: Mit dem SG5200D verlässt man die Welt der Stromerzeuger fürs Camping und betritt jene der Baustellentechnik. Hundertachtundvierzig Kilogramm, eine schallgedämmte Blechhaube und ein Dieselmotor, der per Schlüssel anspringt, lassen sich nicht mit einem Zwanzig-Kilo-Inverter vergleichen. Den Platzbedarf rechtfertigt etwas, das in dieser Preisklasse kaum ein Wettbewerber bietet: eine echte 400-Volt-Drehstromsteckdose mit 4.200 Watt Dauerleistung und 5.000 Watt in der Spitze. Für eine stationäre Kappsäge, einen Betonmischer oder ein Schweißgerät auf einem Grundstück ohne Netzanschluss ist das genau das richtige Werkzeug. Die Wahl des Diesels zahlt sich auf Dauer aus: Bei gleicher Last liegt der Verbrauch unter dem eines Benziners, das Drehmoment steht früher bereit, und ein gepflegter Diesel verkraftet Tausende Betriebsstunden. Der Sechzehn-Liter-Tank trägt durch einen guten Arbeitstag ohne Kanister, und die Starterbatterie 12 V 30 Ah gehört zum Lieferumfang, während manche Wettbewerber sie extra berechnen. Der AVR-Regler erledigt seine Aufgabe bei ohmschen Lasten, doch ein Inverter ist das nicht: Ein Notebook oder eine Spielkonsole würden wir ohne zwischengeschaltete USV nicht anschließen. Zwei Einschränkungen. Die erste fällt vor Ort sofort auf: Er ist laut, rund 71 Dezibel im Abstand gemessen, und ein Einzylinder-Diesel vibriert. Neben einer Terrasse oder sonntagmorgens im Wohngebiet betreibt man ihn nicht. Die zweite betrifft die Wartung: Filter, Ölwechsel und Entlüften des Kraftstoffkreislaufs verlangen ein Mindestmaß an Sorgfalt, sonst wird der Kaltstart launisch. Für gelegentlichen gewerblichen Einsatz oder als Gebäudenotstrom bleibt das Verhältnis von Leistung zu Preis nur schwer zu schlagen.
Häufig gestellte Fragen: Scheppach SG5200D Diesel-Stromerzeuger
Davon raten wir ab. Der SG5200D besitzt einen AVR-Regler, der die Spannung stabilisiert, aber keine Invertertechnik: Die Stromqualität bleibt unter der des Netzes. Für empfindliche Elektronik schalten Sie eine USV dazwischen oder wählen gleich einen Inverter-Stromerzeuger.
Bei zwei Dritteln Last liegt der angegebene Verbrauch bei etwa 1,43 Litern pro Stunde, was knapp elf Betriebsstunden entspricht. Unter Volllast rechnen Sie eher mit sieben bis acht Stunden. Das ist einer der Vorteile des Diesels gegenüber Benzin bei gleicher Leistung.
Ja, eine Batterie mit 12 Volt und 30 Amperestunden wird mitgeliefert, was den Schlüsselstart ohne Seilzug ermöglicht. Manche Wettbewerber berechnen sie als Zubehör, was beim Vergleich der ausgewiesenen Preise zu berücksichtigen ist.
Transportabel ist bei 148 Kilogramm ein großes Wort. Radsatz und Griffe erlauben das Bewegen auf festem Untergrund, am besten zu zweit, doch das Verladen in ein Fahrzeug verlangt eine Rampe oder eine Ladebordwand. Betrachten Sie ihn als halbstationäres Gerät.
Veröffentlicht am 25.07.2026



