Fünf Ugreen-Powerbanks mit ähnlichen Namen: dieses Modell richtig erkennen
Ugreen vertreibt mindestens fünf magnetische Powerbanks mit 10000 mAh in sehr ähnlichen Formaten, unter Namen, die sich je nach Markt und Händler überschneiden: eine Version mit klappbarem Kunststoffständer und nur LED-Anzeigen (das Modell dieser Einschätzung, 7,5 W kabellos, 20 W kabelgebunden), eine Version „Uno“ mit TFT-Display, eine Version „Nexode“ mit ausziehbarem Metallständer und Qi2 15 W, eine Version „Zapix“ ebenfalls mit Qi2 15 W, sowie eine Version „MagFlow“ mit Qi2 25 W. Alle teilen sich ungefähr dieselbe 37-Wh-Zelle, aber nicht dieselbe Leistung und nicht dieselbe Ausstattung.
Die in dieser Einschätzung beschriebenen Eigenschaften (7,5 W kabellos, 20 W kabelgebunden, 220 g, 19 mm, Kunststoffständer, LED-Anzeigen ohne Display) entsprechen dem ältesten Modell der Reihe, das seit 2023 unter mehreren Bezeichnungen je nach Markt verkauft wird. Die folgenden Angaben betreffen ausschließlich diese Version: Messwerte zu den neueren Qi2-Varianten (15 oder 25 W) werden hier nie ohne entsprechenden Hinweis übernommen.
7,5 W kabellos: eine Zertifizierungsgrenze, keine Leistungsgrenze
Die magnetische Ladung ist bei einem iPhone auf 7,5 W begrenzt, gegenüber 15 W bei einem Apple-zertifizierten MagSafe-Ladegerät. Diese Obergrenze liegt am Fehlen einer offiziellen MagSafe-Zertifizierung des Geräts (es nutzt das Qi-Standardprotokoll, nicht das vollständige MagSafe-Protokoll) und nicht an einem Leistungsabfall während des Ladevorgangs: Keine der herangezogenen Quellen verzeichnet eine Stufe unterhalb von 7,5 W während einer Ladesession. Kabelgebunden erreicht der USB-C-Port die angegebenen 20 W ohne besondere Einschränkung.
Zwei Werte, Faktor 3 Unterschied: die reale Ladezeit bleibt unsicher
Die vollständige kabellose Ladezeit eines iPhones schwankt je nach verfügbaren Werten erheblich. Bei einem iPhone 13 Pro werden 62 % in 45 Minuten erreicht, mit einer Hochrechnung (nicht gemessen über 98 % hinaus) von etwa 90 Minuten für eine vollständige Ladung. Bei einem iPhone 14 Pro Max dauert eine tatsächlich gestoppte vollständige Ladung 4 Stunden 45 Minuten. Der Unterschied von fast dem Faktor 3 lässt sich nicht allein durch die unterschiedliche Akkukapazität der beiden Telefone erklären: Die plausibelste Erklärung ist eine deutliche Verlangsamung ganz am Ende des Ladevorgangs, ein für Lithium-Ionen-Akkus typisches Phänomen, das im ersten Fall unterschätzt wird, da dort nicht bis 100 % geladen wurde.
In der Praxis bedeutet das, dass die Angabe einer einzigen Dauer irreführend wäre: Eine vollständige kabellose iPhone-Ladung kann je nach Ausgangspunkt und Verhalten am Ende des Ladevorgangs zwischen etwas mehr als einer Stunde und knapp fünf Stunden liegen.
Das Etikett selbst räumt 31,25 Wh nutzbar bei 37 Wh nominal ein
Das offizielle Etikett des Produkts gibt eine typische Ausgangskapazität von 6250 mAh bei 5 V/3 A an, also rund 31,25 Wh, gegenüber 37 Wh, die sich rechnerisch aus der Zelle ergeben (10000 mAh bei 3,7 V). Das ist ein Verlust von etwa 15 %, den der Hersteller selbst auf seinem gesetzlich vorgeschriebenen Etikett einräumt, noch vor dem eigentlichen Verlust durch die kabellose Umwandlung.
In der Praxis erhielt ein iPhone 14 Pro Max mit dieser Powerbank nur eine einzige vollständige kabellose Ladung, während die reine Rechnung mit den nominalen 37 Wh fast zwei nahelegen würde. Die kabelgebundene Ladung schneidet deutlich besser ab, mit bis zu 2,5 vollständigen Ladungen. Die kabellose Umwandlung verbraucht also einen erheblichen Teil der gespeicherten Energie, ein bei dieser Art von Ladung bekanntes physikalisches Phänomen und keine Anomalie, die nur bei diesem Modell auftritt.
Ein Magnet, der fest hält, ein im Langzeiteinsatz nie geprüfter Ständer
Bei der magnetischen Haftung liegt dieses Modell im direkten Vergleich mit zwei weiteren konkurrierenden magnetischen Powerbanks vorn: Es bietet die festeste magnetische Verbindung der drei und hält sogar durch eine Lederhülle hindurch. Kein Bericht über ein versehentliches Ablösen in der Tasche oder beim Gehen wurde für genau dieses Modell gefunden. Der kursierende Wert von 10 Newton stammt ausschließlich vom Datenblatt des Herstellers und wurde nie unabhängig mit einem Dynamometer nachgemessen.
Der integrierte Klappständer zeigt sich in den ersten Nutzungstagen stabil: Er trägt das Gewicht eines großen iPhones mit Hülle, ohne dass in dieser Phase ein Problem gemeldet wurde. Zu Verschleiß, Spiel oder Belastbarkeit nach mehreren Monaten oder Jahren Nutzung wurden in keiner der herangezogenen Sprachen Daten gefunden: Das bedeutet nicht, dass kein Problem gemeldet wurde, sondern schlicht, dass es bislang keinen Langzeittest gibt.
220 g: etwas schwerer und dicker als der beste Wettbewerber am Markt
Mit 220 g bei 19 mm Dicke bleibt das Gerät für sich genommen dünn und leicht. Im direkten Vergleich mit dem in diesem Punkt ausgereiftesten Wettbewerber (Anker MagGo Slim, etwa 198 g bei 15 mm) ist es jedoch tatsächlich etwas schwerer und dicker, trotz des hervorgehobenen Arguments „ultradünn“. Bezeichnend: Ugreen brachte 2026 eine neue Serie (Nexode Air) auf den Markt, die ausdrücklich auf den wiederkehrenden Vorwurf an magnetische Powerbanks reagieren soll (sie „machen das Telefon schwerer und unhandlicher in der Hand“), mit einem kleineren Modell, das auf 117 g sinkt. Das Modell dieser Einschätzung gehört in diesem Punkt also noch zur vorherigen Generation.
iPhone 17 und Air: angegebene Kompatibilität, nie unabhängig überprüft
Das ursprüngliche Etikett des Produkts (2023) nannte ausdrücklich nur die Modelle iPhone 12, 13 und 14. Die aktuellen Verkaufsunterlagen erweitern die angegebene Kompatibilität bis auf iPhone 17 und Air, eine physikalisch plausible Erweiterung, da sich die Position des MagSafe-Rings seit dem iPhone 12 nicht verändert hat. Bislang hat jedoch kein Tester ein iPhone 17 oder Air mit genau diesem Gerät geladen, um dies zu überprüfen.
Mit einer MagSafe-kompatiblen Hülle funktioniert die Haftung normal, auch mit einer Lederhülle. Bei einer Hülle mit integrierten Magneten auf der Rückseite kippt die Kombination dagegen im Querformat: Für eine gute Stabilität in dieser Ausrichtung muss die Hülle dann abgenommen werden. Das Verhalten mit einer Hülle völlig ohne Magnete wurde von keinem gefundenen Tester überprüft.
Ein vereinzelter Brandbericht, mit den nötigen Vorbehalten zu betrachten
Ein konkreter Bericht liegt vor, gemeldet von einer auf Personenschäden spezialisierten US-amerikanischen Anwaltskanzlei (eine Geschäftstätigkeit im Zusammenhang mit Sammelklagen, die im Hinterkopf zu behalten ist): Ein Brand soll sich demnach am 15. Dezember 2025 während eines nächtlichen Ladevorgangs an einer magnetischen Ugreen-Powerbank mit 10000 mAh und 20 W ereignet haben, mit gemeldeten Verbrennungen zweiten Grades. Eine Aktenzeichennummer wird genannt.
Vor jeder Schlussfolgerung sind mehrere Vorbehalte nötig. Die Beschreibung entspricht genau den Merkmalen dieser Einschätzung, doch Ugreen verkauft mehrere sehr ähnliche 10000-mAh-Powerbank-Modelle unter unterschiedlichen Namen (siehe oben): Nichts bestätigt mit Sicherheit, dass es sich exakt um dieses Modell handelt und nicht um einen nahen Verwandten aus derselben Familie. Bis heute wurde kein offizieller Rückruf ausgesprochen, und es wurde keine öffentliche Reaktion von Ugreen gefunden. Das ist kein Beweis für einen systematischen Mangel, aber ein Hinweis, der präzise genug ist (Datum, Aktenzeichennummer, übereinstimmende technische Beschreibung), um bekannt zu sein, insbesondere für eine unbeaufsichtigte Ladung, etwa während des Schlafs.
Stark schwankender Preis, bis heute kein offizieller Ugreen-Rückruf
Der offizielle, direkt auf der Ugreen-Website festgestellte Preis liegt bei etwa 33 € (Streichpreis 46 €), mit einem bei anderen Händlern schwankenden Preis zwischen 27 und 46 € je nach aktuellen Rabattcodes, die bei dieser Marke sehr häufig sind. Die offizielle Garantie beträgt 2 Jahre, mit einem Kundendienst über ein Webformular statt über einen lokalen Telefonservice; die verfügbaren Erfahrungsberichte fallen gemischt aus, ohne erkennbares strukturelles Problem.
Ein nützlicher Vergleichspunkt: Mitte 2025 traf eine Rückrufwelle die Branche der externen Akkus, nachdem einem Zellenlieferanten die Zertifizierung wegen einer als riskant eingestuften, nicht genehmigten Änderung entzogen worden war. Anker (mehr als eine Million Einheiten), Baseus und mehrere weitere Marken wurden bei dieser Gelegenheit zurückgerufen. Ugreen erklärt, von den betroffenen Zellen nicht betroffen zu sein, und war bis heute weder in den USA noch in Europa Gegenstand eines bestätigten offiziellen Rückrufs bei irgendeinem seiner Produkte.
