Bluetti Elite 100 V2: unsere ausführliche Einschätzung

890 bis 946 Wh tatsächlich abgegeben von den angegebenen 1024 Wh: ein Wirkungsgrad, der zu den besten seiner kompakten Klasse zählt. Die angegebenen 30 dB gelten aber nur unter 600 W, in der Praxis steigt der Pegel bei voller Leistung auf 49 dB, und ein echter Fehler betraf beim Marktstart den Anlauf mancher Kühlschränke, inzwischen per Firmware-Update behoben.

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad: 4,3 von 5 (Gewichtung 25 %)Kapazität4,3Leistung: 4,0 von 5 (Gewichtung 25 %)Leistung4,0Aufladung: 4,1 von 5 (Gewichtung 15 %)Laden4,1Anschlüsse und Steuerung: 3,6 von 5 (Gewichtung 15 %)Anschlüsse3,6Verarbeitung und Ausdauer: 3,6 von 5 (Gewichtung 12 %)Verarbeitung3,6Geräusch: 3,5 von 5 (Gewichtung 8 %)Geräusch3,5
Tragbare Powerstation Bluetti Elite 100 V2 in Dreiviertelansicht, Display beleuchtet, zwei Steckdosen und USB-Anschlüsse sichtbar

Das Wichtigste

Die Bluetti Elite 100 V2 hält ihre Leistungsversprechen: 890 bis 946 Wh werden tatsächlich von den angegebenen 1024 Wh abgegeben, ein Wirkungsgrad, der zu den besten ihrer kompakten Klasse zählt, dazu eine Vollladung in 66 bis 70 Minuten, sobald der TurboBoost-Modus in der App aktiviert ist. Zwei selten erwähnte Punkte sollte man kennen: die angegebenen 30 dB gelten nur unter 600 W, in der Praxis steigt der Pegel bei voller Leistung auf 48 bis 49 dB(A), und die 45 Minuten bis 80 % Ladung liegen eher bei 50. Schwerer wiegt ein echter Kinderkrankheiten-Fehler, der den Anlauf mancher kleiner Kühl- und Gefrierschränke betraf, inzwischen per Update behoben, sowie Fälle endgültigen Ausfalls, deren Häufigkeit nicht bekannt ist. Mit nur zwei Steckdosen und einem Katalogpreis deutlich über dem auf dem Markt beobachteten Preis bleibt sie eine solide kompakte Station, sofern man die Firmware prüft und die Preise vor dem Kauf vergleicht.

Stärken

  • 890 bis 946 Wh tatsächlich abgegeben von den angegebenen 1024 Wh, ein Wirkungsgrad, der zu den besten der kompakten Klasse zählt
  • Vollladung in gemessenen 66 bis 70 Minuten, gleichwertig oder besser als angegeben, sobald der TurboBoost-Modus aktiviert ist
  • Solareingang bis 1000 W, der großzügigste seiner kompakten Formatklasse
  • USV-Funktion ohne spürbare Unterbrechung an einem Arbeitsplatz-PC
  • Kompaktes, einhändig tragbares Format, 11,5 kg
  • Kein Sicherheitsrückruf bekannt, weder für dieses Modell noch für die Marke

Schwächen

  • Nur zwei Steckdosen, gegenüber dem Dreifachen bei einem Teil der direkten Konkurrenz
  • Die angegebenen 30 dB gelten nur unter 600 W: bis zu 48 bis 49 dB(A) bei voller Leistung
  • Ein echter Anlauffehler bei manchen kleinen Kühl- und Gefrierschränken zum Marktstart, seither per Update behoben, was aber eine aktuelle Firmware voraussetzt
  • Es gibt Fälle endgültigen Ausfalls, ohne verfügbare Häufigkeitsstatistik
  • Katalogpreis deutlich über dem auf dem Markt beobachteten Preis
  • Offizielle Dokumentation zur 5-Jahres-Garantie für genau dieses Modell unvollständig
Kosten verfügbarer Energie
768 €je abgegebener kWh

Berechnet aus dem heutigen Preis und der gemessenen Kapazität, nicht der angegebenen. Günstiger als 13 von 30 vergleichbaren Produkten des Katalogs, auf angegebene Kapazität bezogen.

Bluetti Elite 100 V2: Datenblatt und Preis ansehen →

1024 Wh angegeben, 890 bis 946 Wh tatsächlich verfügbar

Die auf dem Gehäuse angegebenen 1024 Wh sind eine LiFePO4-Zellkapazität, gemessen vor dem Wechselrichter. An der Steckdose hängt die tatsächlich nutzbare Energie von der abgerufenen Leistung ab, und bei diesem Modell bleibt der Abstand gering.

Die Werte liegen übereinstimmend in einer Spanne von 890 bis 946 Wh, die je nach Last an 230 V abgegeben werden, also 87 bis 92 % der Nennkapazität. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für diese kompakte Formatklasse: der Wirkungsgrad bei der Abgabe steigt unter einer moderaten Last von 500 W sogar auf 92 %, bevor er bei voller Leistung leicht auf 88 % zurückgeht.

1024 Wh
angegebene Nennkapazität
910 Wh
typische Abgabe bei 230 V
89 %
Anteil der tatsächlich verfügbaren Kapazität

Der Gesamtwirkungsgrad, von der Steckdose an der Wand bis zur Ausgabe, liegt bei rund 82 % im Hin- und Rückweg über das Netz, und bei knapp 91 % am oberen Ende der Abgabe. Für eine vollständige Ladung sind rund 1140 Wh über den Zähler nötig, was zu den gespeicherten 1024 Wh passt. Bei den DC-Ausgängen steigt der Wirkungsgrad noch weiter: rund 86 % über USB-C, aber nur 66 % über die USB-A-Anschlüsse, spürbar schwächer.

70 Minuten angegeben: real, aber nur bei aktiviertem TurboBoost

Im TurboBoost-Modus dauert die Vollladung 66 bis 70 Minuten, ebenso gut oder besser als angegeben. Die 80 % werden in etwa 50 Minuten erreicht, etwas mehr als die angegebenen 45.

66 min
Vollladung im TurboBoost-Modus
50 min
bis 80 % Ladung
1200 W
maximale Ladeleistung am Netz
Die selten erwähnte Bedingung: der TurboBoost-Modus, der diese Zeiten ermöglicht, aktiviert sich nicht von selbst. Er wird in der App eingeschaltet, und ohne ihn lädt die Station mit rund 600 W, also fast der doppelten angegebenen Zeit. Ohne aktivierten Modus dauert eine Vollladung so knapp 1 h 50 für einen vollen Akku, ein erheblicher Unterschied für eine einfach vergessene Einstellung.

Weiterer Punkt: ein regelmäßiger Einsatz des schnellen Lademodus beansprucht den Akku auf Dauer stärker. Für eine tägliche Ladung ohne Zeitdruck bleibt der Standardmodus eine vernünftige Wahl, auch wenn dabei Geschwindigkeit verloren geht.

Beim Solareingang nimmt die Station bis zu 1000 W an, das großzügigste ihrer kompakten Klasse. Sie läuft aber über einen einzigen XT60-Anschluss, was die Zahl kombinierbarer Module in der Praxis ohne zusätzlichen Adapter begrenzt.

30 dB angegeben, bis zu 49 dB tatsächlich bei voller Ladung

Der vom Hersteller genannte Wert von 30 dB stimmt, gilt aber nur unter einer Last von weniger als 600 W. Sobald die Station im TurboBoost lädt oder nahe ihrer maximalen Leistung arbeitet, steigt der Pegel auf 48 bis 49 dB(A) auf einen Meter, eine Obergrenze, die sich zwischen Schnellladung und Entladung bei 1800 W nicht verändert.

30 dB
angegeben, nur unter 600 W
49 dB
bei 1 m in Schnellladung oder voller Leistung

Positiv ist, dass diese Obergrenze auch bei voller Last nicht weiter steigt: die Lüfter werden thermisch gesteuert und gehen darüber nicht hinaus. In einem Einzelfall lief der Lüfter auch bei sehr geringer Last (rund 15 W) nahezu ununterbrochen, im Widerspruch zum sonst beschriebenen Verhalten: eher im Auge zu behalten als zu verallgemeinern, da es sich um einen einzelnen Fall handelt.

An der Oberfläche wird die Station nicht bedenklich warm: rund 38 bis 45 °C nach 30 Minuten bei voller Leistung, bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C.

Nur zwei Steckdosen, und ein Standby-Verbrauch, den man im Blick behalten sollte

Mit nur zwei Steckdosen braucht die Elite 100 V2 mitunter eine Mehrfachsteckdose, um mehrere Geräte gleichzeitig anzuschließen, während ein Teil der direkten Konkurrenz das Dreifache bietet. Der Rest der Anschlüsse bleibt großzügig: zwei USB-C-Anschlüsse (einer davon mit 140 W), zwei USB-A-Anschlüsse und zwei DC-Ausgänge.

Bei eingeschalteter Steckdosenausgabe ohne angeschlossenes Gerät verbraucht die Station je nach Modus zwischen 10 und 16 W, mit einem Spitzenwert von rund 13 W im Modus der erweiterten Zeitsteuerung. Das ist über mehrere Tage Standby nicht vernachlässigbar, auch wenn ein Energiesparmodus existiert, um diesen Verbrauch zu senken.

Vor dem Kauf zu wissen: die Feinsteuerung (Ladeobergrenze, leiser Modus, Zeitprogrammierung) läuft vollständig über die App. Ihre Zuverlässigkeit scheint je nach installierter Version zu schwanken, von instabil bis sehr ausgereift.

Ein echter Anlauffehler bei Kompressorlasten zum Marktstart, seither behoben

Zum Marktstart betraf ein reales und reproduzierbares technisches Problem den Anlauf mancher kleiner Kompressor-Kühl- und Gefrierschränke: das Gerät tat sich beim Start schwer, die Innenbeleuchtung des Kühlschranks flackerte, und die von der Station angezeigte Leistung wich deutlich von der tatsächlich aufgenommenen Leistung ab.

Das Phänomen betraf gezielt kleine Lasten mit klassischem Kompressor, nicht aber große Geräte oder Inverter-Kompressoren, die von Anfang an normal funktionierten. Ein Firmware-Update hat dieses Verhalten für die betroffenen Lasten seither behoben, nachdem es zunächst als Testversion auf einem Teil der Geräte verteilt und danach allgemein ausgerollt wurde.

Der wichtige Punkt: ein Gerät, das als Kühlschrank-Notstromversorgung verkauft wird, zeigte anfangs eine echte Schwäche genau bei diesem Einsatz. Bei einer Station ohne Firmware-Update ist nicht garantiert, dass dieses Verhalten behoben ist: die installierte Version prüfen, bevor man für einen kritischen Einsatz darauf zählt.

Endgültige Abschaltungen und eine zwiespältige Firmware

Ein zweiter, vom ersten unabhängiger Fehlergrund betrifft einen Teil der im Umlauf befindlichen Geräte: ein vollständiger und endgültiger Stillstand der Station, ohne Neustart über die Taste oder die App. In einem Fall dauerte es über einen Monat, bis ein autorisiertes Reparaturzentrum nach dem Warten auf Ersatzteile eine Diagnose stellen konnte.

Weitere Firmware-Updates haben genauso störende, umgekehrte Verhaltensweisen eingeführt: unmöglich, das Gerät durch langes Drücken auszuschalten, oder im Gegenteil eine Weigerung, nach einem Update neu zu starten, wobei als einziger Ausweg blieb, eine Energiequelle am Solareingang anzuschließen, um das Gerät zu wecken.

Es existiert keine öffentliche Ausfallstatistik, und die Gesamtbewertungen auf den Märkten, auf denen sie vorliegen (rund 4,5 bis 4,7 von 5), deuten nicht auf eine massive Ausfallhäufung hin. Diese Fälle bleiben dennoch real, ohne dass sich ihre genaue Häufigkeit beziffern lässt.

5 Jahre Garantie angegeben, ein zu klärender Punkt in der offiziellen Dokumentation

Die fünf Jahre Garantie, die in den Produktblättern genannt und auf den Verkaufsseiten bestätigt werden, weisen einen merkwürdigen Punkt auf: die offizielle Herstellerseite, die die Garantiedauer je Modell auflistet, nennt dieses genaue Produkt nicht, sondern nur ältere Modelle der Reihe. Diese Dauer steht also nicht schriftlich an der erwarteten Stelle.

Ein positiver Punkt: für die Standardgarantie ist keine Produktregistrierung nötig, das Kaufdatum auf dem Kaufbeleg genügt. Die für andere Produkte der Marke angebotene Garantieverlängerung ist für dieses Modell dagegen ausdrücklich nicht verfügbar.

Kein Sicherheitsrückruf: weder diese Station noch die Marke waren bisher Gegenstand eines erfassten offiziellen Rückrufs, eine Situation, die sich von mehreren direkten Wettbewerbern der Branche abhebt, die in den letzten zwei Jahren Rückrufe wegen Überhitzungsgefahr erlebt haben.

Drei Namensfallen, die man vor dem Kauf kennen sollte

Der Name „Elite 100 V2“ deckt mehrere Realitäten ab, die man besser unterscheidet, bevor man Preise oder Einschätzungen vergleicht.

Es gibt eine Version „Bio-based“ mit elektrisch strikt identischen Spezifikationen, nur das Gehäusematerial ändert sich (biobasierter Kunststoff). Beide Versionen lassen sich technisch also uneingeschränkt vergleichen.

Die „Premium 100 V2“ dagegen, oft im Geschäft direkt daneben präsentiert, ist ein anderes Modell mit einer höher angegebenen Leistung. Die beiden beim Preis- oder Datenvergleich nicht verwechseln.

Auf dem japanischen Markt schließlich wird genau dasselbe Produkt unter einem völlig anderen Namen verkauft, was die scheinbare Seltenheit japanischer Einschätzungen unter dem in Europa verwendeten Namen erklärt.

Gegenüber Wettbewerbern vergleichbarer Kapazität um 1000 bis 1070 Wh hebt sich die Elite 100 V2 durch ihren großzügigen Solareingang und einen Wirkungsgrad ab, der zu den besten ihrer Klasse zählt, verliert aber bei der Zahl der Steckdosen und beim Katalogpreis, der spürbar über dem auf dem Markt beobachteten Preis liegt.

Für wen sie geeignet ist, und für wen nicht

Sie eignet sich für alle, die ein kompaktes, einhändig tragbares Format suchen, für Camping, mobiles Arbeiten unterwegs oder eine gelegentliche Notstromversorgung zu Hause, mit gutem Wirkungsgrad und schneller Ladung bei aktiviertem passenden Modus. Ihre USV-Funktion, die an einem Arbeitsplatz-PC ohne spürbare Unterbrechung arbeitet, macht sie zu einer verlässlichen Basis zum Schutz empfindlicher Geräte.

Weniger geeignet ist sie für alle, die mehr als zwei Netzgeräte gleichzeitig anschließen müssen, ein großes Haushaltsgerät dauerhaft versorgen wollen, oder sie als Kühlschrank-Notstromversorgung einsetzen wollen, ohne vorher zu prüfen, ob die Firmware aktuell ist.

In einem Satz: eine kompakte Station mit wirklich gutem Wirkungsgrad und schneller Ladung, gebremst durch nur zwei Steckdosen, einen bei voller Leistung hörbareren Lüfter als angegeben, und einen echten Kinderkrankheiten-Fehler bei Kompressorlasten, dessen Behebung per Update man sicherstellen sollte.

Das Produkt und seine Alternativen

Bluetti Elite 100 V2

Bluetti Elite 100 V2

699.00€ (11)

1024Wh und 1800W in nur 11,5 kg: die ultrakompakte Powerstation, die auf 80% in 45 Minuten lädt und in 10ms auf USV-Betrieb umschaltet.

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Bluetti AC180

Bluetti AC180

799.00€ (9)

1152Wh und 1800W im tragbaren Format: die vielseitige Powerstation, die fast alles versorgt und in 45 Minuten zu 80% lädt. Camping, Van und Notstrom zu Hause.

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Bluetti Elite 200 V2

Bluetti Elite 200 V2

1149.00€ (8)

2073Wh und 2600W in einem 40% kompakteren Format: die Powerstation der neuen Generation mit blitzschneller Ladung in 1h, USV-Funktion und einem für 17 Jahre angegebenen Akku.

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Bluetti Elite 300

Bluetti Elite 300

1386.00€ (4)

3014 Wh, 2400 W (4800 W Spitzenleistung) auf nur 26,3 kg: von Frost & Sullivan als weltweit kompakteste 3-kWh-Powerstation zertifiziert.

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Häufige Fragen

890 bis 946 Wh an der 230-V-Steckdose, je nach abgerufener Leistung, also 87 bis 92 % der Nennkapazität. Das ist ein gutes Ergebnis für eine Station dieses kompakten Formats.

Ja, aber unter einer Bedingung: der TurboBoost-Modus muss in der App aktiviert sein. Ohne ihn lädt die Station mit reduzierter Leistung und braucht fast die doppelte Zeit.

Er ist real, gilt aber nur für eine Last unter 600 W. Bei voller Last oder im Schnellladen liegt der Pegel eher bei 48 bis 49 dB(A) auf einen Meter.

Beim Marktstart betraf ein echter Fehler den Anlauf mancher kleiner Kompressor-Kühl- und Gefrierschränke. Ein Firmware-Update hat dieses Verhalten seither behoben: vor diesem Einsatz sollte man prüfen, dass die eigene Station auf dem aktuellen Stand ist.

Zwei Steckdosen (230 V), eine geringere Zahl als bei einem Teil der direkten Konkurrenz, die bis zu sechs bietet. Der Rest der Anschlüsse (USB-C, USB-A, DC-Ausgänge) bleibt vollständig.

Die Note im Detail

Unsere Note
3,9/5
Kapazität und Wirkungsgrad 4,3
Leistung 4,0
Aufladung 4,1
Anschlüsse und Steuerung 3,6
Verarbeitung und Ausdauer 3,6
Geräusch 3,5
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