Anker Nano II 65W: unsere ausführliche Einschätzung

Am Hauptanschluss hält das Anker Nano II 65W die angegebenen 65W, bestätigt im Alltagseinsatz an einem Samsung-Smartphone beim Schnellladen. Das kompakte Format und die Wärmeableitung sind seine durchgehenden Stärken, doch zwei reale Grenzen bleiben: eine Leistung, die für die anspruchsvollsten Notebooks nicht ausreicht, und eine Aufteilung zwischen mehreren Geräten, die bescheiden bleibt, sobald drei davon gleichzeitig angeschlossen sind.

USB-C-Netzladegerät Anker Nano II 65W vor hellem Hintergrund

Das Wichtigste

Das Anker Nano II 65W (offizielle Anker-Modellbezeichnung A2667, auch als "735 Charger" verkauft) hält das Wesentliche seines Versprechens am Hauptanschluss: Die angegebenen 65W sind im Alltagseinsatz bestätigt, einschließlich PPS-Schnellladen an einem Samsung-Smartphone. Das Format bleibt die durchgehend bestätigte Stärke, kompakt und dank GaN thermisch gut beherrscht, mit einem messbaren Vorteil bei der dynamischen Quick-Charge-Reichweite gegenüber dem Ugreen Nexode 65W. Zwei reale Grenzen sollten vor dem Kauf bekannt sein: Die Leistung reicht nicht für die anspruchsvollsten Notebooks (16-Zoll-MacBook-Pro, Ultrabooks ab 100W), und die Aufteilung zwischen mehreren Geräten, fest und von Anker dokumentiert, wird bescheiden, sobald drei Geräte gleichzeitig angeschlossen sind. Für den mobilen Einsatz oder den Schreibtisch, konzentriert auf Smartphone, Tablet und ein Standard-Notebook, ist es eine solide, kompakte Wahl.

Stärken

  • Tatsächlich gelieferte 65W am Hauptanschluss, bestätigt an einem Samsung Galaxy S24+ beim PPS-Schnellladen (9,7V bei 4,9A, rund 48W dauerhaft)
  • Eines der kompaktesten Formate seiner Kategorie (rund 140g), Erwärmung unter 55 °C beherrscht, selbst nach einer Stunde durchgehendem Laden mit voller Leistung
  • Größere dynamische Quick-Charge-Reichweite als das Ugreen Nexode 65W: bis 20V statt 12V
  • Breite Protokollkompatibilität: USB PD, PPS, Quick Charge, je nach Gerät auch Huawei FCP/SCP oder MediaTek PE+
  • Kein Produktrückruf für dieses Modell gefunden, anders als bei anderen Anker-Produktkategorien mit dokumentierten Rückrufen

Schwächen

  • Leistung reicht nicht für die anspruchsvollsten Notebooks: 16-Zoll-MacBook-Pro und Windows-Ultrabooks ab 100W
  • PPS-Modus bei 11V gedeckelt statt der 20V, die im festen PD-Modus möglich sind, eine reale Grenze gegenüber Ladegeräten mit größerer PPS-Reichweite
  • Feste, wenig großzügige Aufteilung sobald drei Geräte angeschlossen sind: Die beiden sekundären Anschlüsse fallen dann auf je 12W
  • Keine austauschbaren Reisestecker, anders als manche Konkurrenten wie das Ugreen Nexode 65W
  • 18 Monate Herstellergarantie, kürzer als bei manchen anderen GaN-Ladegeräten am Markt
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Die 65W am Hauptanschluss, mit zwei Einschränkungen

Am Haupt-USB-C-Anschluss liefert das Anker Nano II 65W tatsächlich die angegebenen 65W. An einem Samsung Galaxy S24+ erreicht die in Super Fast Charging 2.0 ausgehandelte Leistung 9,7V bei 4,9A, also rund 48W, mit einem Strom über 3A, der bis etwa 60% Ladestand gehalten wird.

Eine technische Einschränkung sollte man kennen: Der PPS-Modus (Programmable Power Supply, genutzt vom Samsung-Schnellladen und einem Teil der Android-Smartphones) deckelt bei diesem Ladegerät bei 11V, während der klassische feste PD-Modus bis 20V geht. Diese Grenze verhindert das Schnellladen nicht, stellt das Nano II 65W aber hinter Ladegeräte mit größerer PPS-Reichweite zurück.

Eine weitere reale Grenze: Die 65W, gut gehalten am Hauptanschluss, reichen nicht für die anspruchsvollsten Notebooks (16-Zoll-MacBook-Pro, manche Windows-Ultrabooks ab 100W). Ein MacBook Air oder ein 13-Zoll-MacBook-Pro lädt dagegen mit voller Geschwindigkeit.

Die Aufteilung zwischen mehreren Geräten, fest und bei drei Geräten bescheiden

Anker dokumentiert eine feste Leistungsaufteilung zwischen den drei Anschlüssen (2 USB-C und 1 USB-A), ohne Anspruch auf eine intelligente oder adaptive Verteilung je nach Bedarf jedes Geräts. Bei zwei aktiven USB-C-Anschlüssen verteilt sich die Leistung je nach Kombination auf 45W und 20W oder auf 40W und 22,5W; bei allen drei gleichzeitig aktiven Anschlüssen fällt die offizielle Staffelung auf 40W am Hauptanschluss und 12W an jedem der beiden anderen.

65 W
Einzelner Anschluss
45+20 W
Zwei USB-C-Anschlüsse
40+12+12 W
Drei aktive Anschlüsse
140 g
Gewicht

Diese feste Staffelung bestätigt sich in der Praxis: Wird ein anspruchsvolles Notebook am Hauptanschluss und dann ein Smartphone über USB-C am zweiten Anschluss betrieben, sinkt die für das Notebook verfügbare Leistung auf rund 30W, passend zu dieser offiziellen Staffelung. Die Kombination aus zweitem USB-C-Anschluss und USB-A-Anschluss ist die am wenigsten großzügige Konfiguration: Jeder Anschluss deckelt dann bei 12W, eine Leistung, die nicht ausreicht, um ein Smartphone und ein Tablet gleichzeitig schnell zu laden.

Gegenüber dem Ugreen Nexode 65W: der Quick-Charge-Vorteil

Gegenüber dem Ugreen Nexode 65W, einem konkurrierenden GaN-Ladegerät mit ähnlicher Leistung und ähnlichem Format, hat das Anker Nano II 65W beim dynamischen Quick-Charge-Schnellladen die Nase vorn: Seine Reichweite geht bis 20V, während das Ugreen bei 12V deckelt.

Bei allem anderen bleiben sich beide Ladegeräte nah: vergleichbar kompaktes Format, breite Protokollkompatibilität (Power Delivery, PPS, Quick Charge, je nach Gerät auch Huawei FCP/SCP oder MediaTek PE+), und eine Preislage, die zwischen beiden insgesamt vergleichbar bleibt. Das Ugreen behält seinerseits einen eigenen Vorteil: austauschbare Reisestecker (US/UK/EU), die dem Nano II 65W fehlen.

Kompaktes Format und Wärmemanagement

Das Format bleibt das durchgehend bestätigte Argument: rund 140g bei einem Format nahe 3,8 x 2,9 x 6,6cm, deutlich kompakter als ein klassisches Netzladegerät vergleichbarer Leistung. Die GaN-Technologie (Galliumnitrid) ermöglicht dieses kleinere Format, ohne beim Wärmemanagement Abstriche zu machen: Die Oberflächentemperatur bleibt am heißesten Punkt nach einer Stunde durchgehendem Laden mit voller Leistung unter 55 °C, im Schnitt rund 45 °C. Auch wurde kein Hinweis auf beunruhigende Überhitzung gefunden.

Zuverlässigkeit, Garantie und Erfahrungsberichte

Die für dieses Modell angegebene Herstellergarantie beträgt 18 Monate. Für dieses Ladegerät wurde kein Produktrückruf gefunden, weder bei der US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörde noch bei ihrem kanadischen Pendant, anders als bei anderen Anker-Produktkategorien (insbesondere manchen Powerbanks), die dokumentierte Rückrufe hatten.

Die allgemeine Bewertung bleibt bei nahezu allen Kriterien sehr positiv: Ladegeschwindigkeit, Kompaktheit, Vielseitigkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur bei der wahrgenommenen langfristigen Stabilität des Gehäuses gibt es keinen Konsens, ohne dass Hinweise auf gehäufte Ausfälle gefunden wurden.

Für wen sich dieses Ladegerät eignet, und für wen weniger

Dieses Format eignet sich besonders für den mobilen Einsatz oder den Schreibtisch, für alle, die ein einziges kompaktes Ladegerät suchen: Rucksack, Koffer oder Arbeitsplatz mit mehreren Geräten, ohne mehrere Netzteile mitzuschleppen. Es deckt komfortabel ein Smartphone, ein Tablet und ein Standard-Notebook ab (MacBook Air, 13-Zoll-MacBook-Pro, die meisten Windows-Ultrabooks), die nacheinander oder gemeinsam mit geringerer Leistung geladen werden.

Weniger geeignet ist es für alle, die ein sehr anspruchsvolles Notebook besitzen (16-Zoll-MacBook-Pro, mobile Workstation) und dafür die volle Ladeleistung an nur diesem Gerät suchen, oder für alle, die häufig außerhalb Europas reisen und eingebaute austauschbare Reisestecker benötigen.

Preis und Verfügbarkeit

Das Anker Nano II 65W wird über Amazon verkauft, zum Zeitpunkt der Erstellung für rund 30€. Wie bei den meisten GaN-Ladegeräten auf Amazon kann sich der Preis durch laufende Aktionen ändern, ein Blick auf den aktuellen Preis vor dem Kauf lohnt sich daher.

Das Produkt und seine Alternativen

Ugreen Nexode 65W

Ugreen Nexode 65W

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Ein Ladegerät für alles: 65W über USB-C GaN, 3 Ports für MacBook, iPhone und Tablet, und US/UK/EU-Stecker für Reisen.

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Häufige Fragen

Nicht mit voller Geschwindigkeit. Der Hauptanschluss liefert 65W, genug für ein MacBook Air oder ein 13-Zoll-MacBook-Pro, aber nicht genug für die anspruchsvollsten 16-Zoll-Modelle, die mehr benötigen.

Bis zu drei, über seine 2 USB-C-Anschlüsse und 1 USB-A-Anschluss. Die Aufteilung folgt einer von Anker angegebenen festen Staffelung: 45W und 20W (oder 40W und 22,5W) bei zwei Geräten, 40W dann 12W und 12W bei drei Geräten.

Beide Ladegeräte liegen bei Format und Protokollkompatibilität nah beieinander. Das Anker Nano II 65W hat beim dynamischen Quick-Charge-Schnellladen die Nase vorn und erreicht bis 20V gegenüber 12V beim Ugreen, das im Gegenzug austauschbare Reisestecker bietet, die dem Anker fehlen.

Ja, allerdings deckelt die PPS-Reichweite dieses Ladegeräts bei 11V, während der klassische feste PD-Modus bis 20V geht. Das Schnellladen funktioniert trotz dieser Grenze, die dennoch unter dem liegt, was manche konkurrierenden Ladegeräte bieten.