Warum ein Stromerzeuger niemals direkt an eine Steckdose gehört
Ein Kabel vom Stromerzeuger zu einer Steckdose im Haus zu legen (manchmal 'Rückspeisung über die Steckdose' genannt) versorgt zwar die Geräte im Haus, gleichzeitig aber auch die Freileitung des öffentlichen Netzes, mit der das Haus verbunden bleibt. Der vom Erzeuger produzierte Strom fließt dann über das Netz zurück, mit einer Spannung, die für eine Fachkraft, die an einer vermeintlich abgeschalteten Leitung arbeitet, tödlich sein kann, mitunter mehrere hundert Meter entfernt.
Stromerzeuger sicher ans Haus anschließen: die richtige Methode
Die einzig sichere Möglichkeit, einen Stromerzeuger mit dem Stromkreis eines Hauses zu verbinden, ist ein Netzumschalter (manuell oder automatisch): ein Gerät, das den Stromkreis des Erzeugers physisch vom öffentlichen Netz trennt, sodass der Strom unmöglich nach außen zurückfließen kann.
- 1. Lassen Sie einen Netzumschalter von einer qualifizierten Elektrofachkraft installieren. Dieser Schritt ist keine Option, er macht alles Weitere erst sicher, und er muss vor dem ersten Stromausfall erfolgen, nicht währenddessen.
- 2. Stellen Sie den Stromerzeuger im Freien auf. Mindestens 6 m von jedem Fenster, jeder Tür oder Lufteinlassöffnung entfernt, niemals in einer Garage, auch nicht bei geöffnetem Tor, um jede Ansammlung von Kohlenmonoxid zu verhindern.
- 3. Starten Sie den Stromerzeuger und lassen Sie ihn sich stabilisieren. Warten Sie einige Minuten stabilen Betriebs, bevor Sie den Netzumschalter umlegen, damit der Motor Betriebstemperatur erreicht.
- 4. Legen Sie den Netzumschalter auf die Position Stromerzeuger um. Diese Handlung trennt den Hausstromkreis physisch vom öffentlichen Netz genau in dem Moment, in dem sie ihn mit dem Erzeuger verbindet.
- 5. Verbinden Sie die Stromkreise schrittweise. Vermeiden Sie es, alle Geräte gleichzeitig zu starten: Priorisieren Sie Kühlschrank, wichtige Beleuchtung und Heizung vor Nebenverbrauchern, um innerhalb der verfügbaren Leistung des Erzeugers zu bleiben.
- 6. Legen Sie den Netzumschalter bei Rückkehr des Stroms wieder um. Wechseln Sie zurück auf das öffentliche Netz, bevor Sie den Stromerzeuger abschalten.
Welche Leistung braucht ein Stromerzeuger für ein Haus?
Ein Notstromerzeuger für zu Hause muss nicht das ganze Haus gleichzeitig versorgen: Ziel ist es, die wichtigsten Stromkreise abzudecken. Rechnen Sie mit etwa 3000 bis 3500 W für Kühlschrank, Beleuchtung und einige gängige Steckdosen, und mit 5000 bis 7000 W, wenn auch Heizung oder eine Brunnenpumpe versorgt werden sollen. Geräte mit hohem Anlaufstrom (Pumpen, Kühlschrankkompressoren, manche Elektrowerkzeuge) benötigen eine Spitzenleistung, die deutlich über ihrer normalen Betriebsleistung liegt, ein Punkt, den Sie vor der Wahl des Modells prüfen sollten.
Die Fehler, die einen Stromerzeuger gefährlich machen
Weitere häufige Fehler: der direkte Anschluss an eine Steckdose ohne Netzumschalter (siehe oben); das Betanken bei heißem oder laufendem Motor, ein reales Brandrisiko; die Überlastung des Erzeugers über seine Nennleistung hinaus, was ihn selbst und die angeschlossenen Geräte beschädigen kann; sowie das Stehenlassen im Regen ohne geeigneten, belüfteten Schutz.



